Bronchogen: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit
Zusammenfassung
Bronchogen ist eine künstliche Kette aus vier Aminosäuren, Ala-Glu-Asp-Leu, aus einem Institut in Sankt Petersburg und wird als Lungenpeptid verkauft. Ungewöhnlich für diese Reihe ist, dass die Zuordnung zur Lunge einer Prüfung standhält: Das Patent der Erfinder beschreibt drei Modelle der Lungenschädigung an 336 Ratten, und ein unabhängiges Institut für Lungenheilkunde berichtete über Veränderungen der Atemwege bei Ratten. Eine Studie am Menschen wurde nie registriert oder veröffentlicht. Als Arzneimittel ist der Stoff nirgends zugelassen, und Russland verkauft ihn nur als Nahrungsergänzungsmittel zum Schlucken.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Zuordnung zur Lunge hält der Überprüfung stand. Das Patent beschreibt drei Rattenmodelle der Lungenschädigung mit insgesamt 336 Tieren. Hinzu kommen zwei Arbeiten eines eigenständigen Instituts für Lungenheilkunde, unter deren Autoren keiner der Erfinder ist; sie beschreiben Veränderungen der Atemwege bei Ratten [1], [2], [3].
- Eine Studie am Menschen wurde nie registriert. Registerabfragen am 23. September 2026 fanden nichts zu dem Peptid, während eine Kontrollabfrage 757 Studien lieferte. Der einzige Treffer zum Namen ist ein Namensvetter ohne Bezug zum Peptid [4].
- Der am besten belegte Tierbefund steht im Patent. Bei Ratten, deren Lunge durch ein Medikament vernarbt war, lag ein Maß für die Belastung des rechten Herzens mit dem Peptid bei 46,6 Prozent und ohne das Peptid bei 66,2 Prozent [1].
- Die wichtigste Laborarbeit schreibt das Molekül anders. Die Studie von 2014 an menschlichen Bronchialzellen nennt Ala-Asp-Glu-Leu, und das ist ein anderes Molekül. Ein Schreibfehler ist wahrscheinlich, lässt sich aus der Zusammenfassung aber nicht beweisen [5], [6].
- Jede Aussage über Patienten führt zu Händlern oder zu einem unbelegten Satz zurück. Eine Handelsseite berichtet von einer unveröffentlichten Beobachtung aus dem Jahr 2007, und eine Übersichtsarbeit von 2020 behauptet einen Nutzen beim Menschen, zitiert dafür aber nur Zellversuche [7], [8].
- Russland führt den Stoff als Nahrungsergänzungsmittel und nicht als Arzneimittel. Eine Suche im staatlichen Arzneimittelregister am 24. September 2026 ergab keinen Eintrag, während drei Kontrollpräparate gefunden wurden [9].
- Im Sport ist der Stoff jederzeit verboten, und zwar über die Auffangklasse für nicht zugelassene Substanzen; auch eine strengere Einordnung ist möglich [10].
Was Bronchogen ist
Bronchogen ist ein künstlich hergestelltes Tetrapeptid, also eine Kette aus vier Aminosäuren: Alanin, Glutaminsäure, Asparaginsäure und Leucin. Mit 446,5 g/mol ist es ein sehr kleines Molekül. Es ist chemisch nicht verändert, und ein Rezeptor, an dem es angreift, ist nicht bekannt [11], [1].
Der Stoff stammt aus dem Institut für Bioregulation und Gerontologie in Sankt Petersburg. Vladimir Khavinson und Kollegen patentierten ihn ab 2004 als Peptid, das die Funktion der Atmungsorgane wiederherstellen soll. Die Gruppe nennt solche Moleküle Bioregulatoren, eine hauseigene Bezeichnung, die in keiner anerkannten Einteilung vorkommt [12], [1].
Zur Herkunft geben die Erfinder zwei Erklärungen, die aufeinander aufbauen. Das Patent nennt einen Peptidkomplex aus Lunge und Luftröhre von Tieren als Vorbild und beschreibt das Tetrapeptid selbst als chemisch hergestellt. Ein Artikel von 2020 ergänzt, es sei in Langopept nachgewiesen worden, einem Peptidpräparat aus Bronchien, belegt das aber nur mit den Patenten [1], [13].
Derselbe Artikel nennt ein zweites Molekül aus diesem Präparat: Chonluten, eine Kette aus drei Aminosäuren. Die beiden teilen also ihre Herkunftsgeschichte, chemisch sind sie aber verschieden, und alle Lungenversuche in diesen Arbeiten wurden mit Bronchogen gemacht [13], [14].
Kurzprofil
| Feld | Angabe | Quelle |
|---|---|---|
| Name | Bronchogen; in Russland als Бронхоген verkauft; kein internationaler Freiname | [15], [16] |
| Weitere Namen | Ala-Glu-Asp-Leu, AEDL, H-Ala-Glu-Asp-Leu-OH; АКС-Б als Name des Peptidkomplexes in russischen Kapseln | [1], [15] |
| Klasse | Künstliches Tetrapeptid; „Bioregulator“ und „Bronchoprotektor“ sind Begriffe des Entwicklers selbst | [14] |
| Aufbau | Vier L-Aminosäuren, freie Enden, keine Veränderung am Molekül | [1], [11] |
| Summenformel und Masse | C18H30N4O9, 446,5 g/mol für die freie Säure | [11] |
| Verhalten in Wasser und Fett | Berechneter XLogP-Wert −3,8 und polare Oberfläche 225 Ų, also stark wasserliebend | [11] |
| Halbwertszeit | Nie veröffentlicht, für keinen Weg in den Körper und keine Tierart | [17] |
| Verabreichung in den Studien | Bei Tieren in den Bauchraum und in den Muskel; Zugabe zur Nährlösung | [1], [18] |
| Status | Nirgends als Arzneimittel zugelassen; in Russland ein Nahrungsergänzungsmittel zum Schlucken, im Westen eine Laborchemikalie | [15], [9], [19] |
| Entwickelt von | Vladimir Khavinson und Kollegen, Institut für Bioregulation und Gerontologie in Sankt Petersburg | [12] |
| CAS-Nummer | 857267-12-0, nur in der Synonymliste von PubChem zu finden | [11] |
| PubChem CID | 11690869 | [11] |
| InChIKey | OFZRHTIWKZWPQF-BJDJZHNGSA-N | [11] |
| Weitere Kennungen | Am 23. September 2026 kein UNII, kein ChEMBL-Eintrag und kein MeSH-Eintrag gefunden | [16], [17] |

Wie es wirkt
Sicher weiß das niemand. Ein Rezeptor wurde nicht gefunden, und jede der folgenden Annahmen stammt aus Zellversuchen, aus dem Reagenzglas oder aus Computermodellen, fast alle aus dem Umfeld des Entwicklers.
- Möglicherweise bindet es direkt an die DNA. Im Reagenzglas bevorzugte das Peptid DNA-Abschnitte mit der Buchstabenfolge CTG, und es hob die Schmelztemperatur der DNA um 3,1 °C an [20], [21].
- Möglicherweise schaltet es Gene der Atemwege an oder ab. In kultivierten menschlichen Bronchialzellen veränderte es die Aktivität von Genen, die die Auskleidung der Atemwege prägen, etwa NKX2-1, SCGB1A1 und MUC5AC [5].
- Der vermutete Schaltmechanismus funktioniert nur teilweise so wie beschrieben. Chemische Markierungen an den Startabschnitten von Genen, die sogenannte Methylierung, veränderten sich bei zwei Genen. Drei weitere blieben „unaffected by peptides“ (von den Peptiden unbeeinflusst), und die Autoren folgerten, dass noch andere Mechanismen beteiligt sein müssen [22].
- Möglicherweise gelangt es über Transporter in die Zelle, allerdings nur auf dem Papier. Computerberechnungen (Docking) sagen eine Bindung an den Aminosäuretransporter LAT1 voraus, doch die zwei Arbeiten der Gruppe nennen für dieselbe Paarung verschiedene Werte, nämlich −17,26 und −25,11 [14], [23].
- Möglicherweise bindet es auch an Histone, also an die Eiweiße, um die die DNA gewickelt ist; das berichtet eine Reagenzglasstudie derselben Gruppe [24].
Der Vergleich mit Chonluten zeigt, wo die Grenze verläuft. Chonluten wird als Lungenpeptid verkauft, obwohl es keinen einzigen Versuch an der Lunge gibt. Bei Bronchogen dagegen beruht die Zuordnung zur Lunge auf Arbeiten mit Atemwegszellen und Lungengewebe [14], [5].
Was die Studien zeigen
Es gibt drei Rattenmodelle in einem Patent, zwei Rattenstudien eines unabhängigen Instituts, mehrere Studien an Zellen und Gewebe und keine einzige Studie am Menschen. Alle folgenden Ergebnisse stammen also aus Versuchen an Tieren oder Zellen.
Suchen vom 23. September 2026. Die Hälfte der PubMed-Treffer zum Namen betrifft den medizinischen Fachbegriff „bronchogen“, der mit dem Peptid nichts zu tun hat. Der einzige Registertreffer zum Namen ist ein gleichnamiger Test und nicht das Peptid. Quellen [17], [4].
Die Zuordnung zur Lunge, überprüft
Bei den meisten Peptiden dieser Reihe hielt das Organ auf dem Etikett einer Prüfung nicht stand, etwa bei Testagen, Ovagen oder Pinealon. Hier ist es anders, und das muss man fairerweise auch sagen.
Die Übersichtstabelle des Entwicklers führt „Bronchogen (AEDL)“ als Bronchoprotektor. Als Beleg verweist diese Tabelle allerdings nur auf eine weitere Übersichtsarbeit, für sich allein beweist sie also nichts [14], [25]. Die Zuordnung stützt sich stattdessen auf drei voneinander getrennte Forschungsstränge:
- Das Patent mit drei Modellen der Lungenschädigung an 336 Ratten und mit kultiviertem Lungengewebe von Ratten [1].
- Kulturen menschlicher Bronchialzellen, beschrieben in Arbeiten aus der Gruppe des Entwicklers [5], [26], [22].
- Zwei Rattenstudien des Forschungsinstituts für Pneumologie der Pawlow-Universität in Sankt Petersburg, unter deren Autoren keiner der Erfinder ist [2], [3].
Die Einschränkungen sind allerdings ernst zu nehmen. In der wichtigen Zellarbeit von 2014 ist die Aminosäurefolge vermutlich falsch geschrieben. Dosis, Herkunft des Peptids und Statistik des unabhängigen Instituts lassen sich den Zusammenfassungen nicht entnehmen. Und eine Übersichtsarbeit der Gruppe von 2021 führt unter ihren Belegen für Bronchogen eine Studie am Mäuseherz an, in der zwei andere Peptide untersucht wurden [5], [2], [27].
Vernarbte Lunge bei Ratten
Patentschrift 120 Ratten bekamen dreimal im Abstand von zwei Wochen das Medikament Bleomycin in die Luftröhre, das die Lunge vernarben lässt. Nach jeder Gabe erhielt eine Gruppe 7 Tage lang 0,2 µg/kg des Peptids in den Bauchraum, die Kontrolltiere bekamen Kochsalzlösung [1].
Patentschrift Zum Schluss wurde die Belastung des rechten Herzens gemessen, und zwar als sogenannter Ventrikelindex. An Tag 60 lag er mit dem Peptid bei 46,6 ± 1,4 Prozent und ohne das Peptid bei 66,2 ± 2,3 Prozent. Die Tabelle des Patents kennzeichnet diesen Unterschied als wahrscheinlich nicht zufällig (p < 0,05). Ebenfalls an Tag 60 fanden sich in der Lunge 1,11 ± 0,15 gegenüber 4,16 ± 0,45 Millionen Lymphozyten [1].
Patentbeispiel mit 120 Ratten, Lungenvernarbung durch Bleomycin, Peptid 0,2 µg/kg in den Bauchraum. Ein niedrigerer Wert bedeutet eine geringere Belastung des rechten Herzens. Die Tabelle des Patents kennzeichnet den Unterschied zu den Kontrolltieren als wahrscheinlich nicht zufällig (p < 0,05). Die Ratten wurden zufällig auf die Gruppen verteilt; eine Verblindung wird nicht beschrieben. Quelle [1].
Die Fresszellen der Lunge, sogenannte Alveolarmakrophagen, nahmen an Tag 60 mehr Partikel auf: Ihr phagozytischer Index lag bei 78,6 ± 3,2 gegenüber 57,6 ± 4,8. Der Text nennt diese Unterschiede „reliable“ (zuverlässig), gibt dafür aber keine p-Werte an. Die Ratten wurden zufällig auf die Gruppen verteilt, zu einer Verblindung steht nichts im Text [1].
Sauerstoffschaden bei Ratten
Patentschrift 96 Ratten atmeten 60 Stunden lang reinen Sauerstoff, was die Lunge schädigt. Danach erhielten 40 Tiere jeden zweiten Tag 0,2 µg/kg in den Bauchraum, insgesamt 10 Injektionen. Zum Vergleich dienten 48 Kontrolltiere und 8 unbehandelte Tiere [1].
Patentschrift Der phagozytische Index betrug mit dem Peptid 50,8 ± 2,3 gegenüber 27,3 ± 2,7 bei den Kontrolltieren und zu einem späteren Zeitpunkt 45,5 ± 2,6 gegenüber 26,4 ± 2,8. Beide Unterschiede waren wahrscheinlich nicht zufällig (p < 0,05). Der Zeitpunkt, den das Patent für den zweiten Wert angibt, passt allerdings zu keinem der Messtage, die es selbst aufzählt [1].
Bakterielle Lungeninfektion bei Ratten
Patentschrift 120 Ratten wurden mit Staphylococcus aureus in der Lunge infiziert, und 50 davon erhielten anschließend 7 Tage lang täglich 0,2 µg/kg. Im Text berichtet das Patent, die Entzündung sei früher abgeklungen und die Flüssigkeit schneller aus der Lunge verschwunden. Seine Tabellen mit 7 bis 10 Ratten je Gruppe und Tag zeigen mit dem Peptid anfangs einen höheren phagozytischen Index, an Tag 10 etwa 49,2 ± 2,8 gegenüber 17,3 ± 1,3 (p < 0,05). An Tag 20 unterschieden sich die Gruppen mit 49,3 ± 3,6 gegenüber 42,1 ± 2,8 nicht mehr deutlich [1].
Schäden der Atemwege durch Stickstoffdioxid, Befunde eines unabhängigen Instituts
Tierdaten Die Arbeitsgruppe für Lungenheilkunde setzte Ratten 60 Tage lang Stickstoffdioxid aus, ein Modell für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Ein Monat Bronchogen soll die typischen Veränderungen der Atemwege in diesem Modell rückgängig gemacht haben, darunter die Überzahl schleimbildender Zellen und den Verlust der Flimmerhärchenzellen [2].
Tierdaten Eine Folgearbeit von 2017 berichtete über weniger Entzündung und mehr Surfactant-Protein B, eine Substanz, die die Lungenbläschen offen hält. Keine der beiden Zusammenfassungen nennt eine Dosis, einen Verabreichungsweg, eine Gruppengröße oder einen p-Wert, und woher das Peptid stammte, ist nicht angegeben [3].
Menschliche Bronchialzellen in der Kulturschale
Zellkultur In embryonalen menschlichen Bronchialzellen veränderte das Peptid Marker für Zellwachstum und Zellreifung, in älteren Kulturen stärker als in jüngeren. Eine Arbeit von 2012 berichtet über eine höhere Aktivität von zwei Reifungsgenen, CXCL12 und Hoxa3 [5], [26].
Zellkultur Konzentrationen und Effektstärken nennen die Zusammenfassungen nicht, und alle diese Arbeiten stammen aus der Gruppe des Entwicklers. Auf die Atemwege eines lebenden Menschen lässt sich nichts davon übertragen [5], [26].
Lungengewebe in Kultur
Tiergewebe Scheiben von Rattenlungen wuchsen stärker, wenn 1,0 bis 10,0 ng/ml zugegeben wurden; geprüft wurde ein Bereich von 0,01 bis 20,0 ng/ml über 3 Tage. Eine Studie von 2006 berichtete über eine anregende Wirkung von 0,05 ng/ml auf Lungengewebe junger und alter Ratten [1], [18].
Tabakpflanzen
Pflanzendaten Fünf Arbeiten aus den Jahren 2017 bis 2026 gaben das Peptid in einer Konzentration von 10⁻⁷ M zu Tabakpflanzen und beobachteten ein schnelleres Wurzelwachstum. Das ist Pflanzenphysiologie und sagt über den Menschen nichts aus [28], [29], [30], [31], [32].
Behauptungen über Menschen
Händlerangabe Eine russische Handelsseite schildert eine unveröffentlichte Beobachtung von 2007 aus der hauseigenen Klinik des Entwicklers bei chronischer Bronchitis. Danach traten Atemnot und Husten bei 73 Prozent der Patienten, die die Kapseln nahmen, seltener auf. Die Seite erwähnt eine Vergleichsgruppe mit alleiniger Standardbehandlung, nennt aber weder Gruppengrößen noch Zahlen für diese Gruppe noch eine Statistik [7].
Veröffentlicht wurde diese Beobachtung nie, die 73 Prozent sind also eine unbelegte Angabe des Anbieters [7], [17].
Behauptung einer Übersichtsarbeit Eine Übersichtsarbeit des Entwicklers von 2020 schreibt, Bronchogen wirke bei obstruktiven Lungenerkrankungen, wenn man es schluckt. Für diesen Satz ist keine Quelle angegeben, und die Verweise in seiner Umgebung führen zu einer Zellstudie und einer Übersichtsarbeit, beide ohne Patienten [8].
Der einzige Registertreffer, ein Namensvetter
Der einzige Eintrag auf ClinicalTrials.gov, der zum Namen passt, ist NCT00746759, eine Beobachtungsstudie mit 1.331 Personen aus dem Jahr 2010. „BronchoGen“ ist dort ein anderer Name für einen Gentest an Zellen, die mit einer kleinen Bürste aus den Atemwegen gewonnen werden. Ein Peptid wurde nicht gegeben [4].
Was weiterhin unbekannt ist
- Wie der Körper mit dem Stoff umgeht. Zu Halbwertszeit, Aufnahme und Abbau gibt es für keine Tierart Daten, auch nicht nach dem Schlucken einer Kapsel [17].
- Welches Molekül die wichtige Zellarbeit verwendet hat. Die Arbeit von 2014 schreibt durchgehend Ala-Asp-Glu-Leu, rechnet diesem Molekül aber die drei Lungenmodelle des Patents zu, was auf einen Schreibfehler hindeutet. Klären ließe sich das nur mit dem vollständigen Methodenteil [5], [1].
- Die Einzelheiten der unabhängigen Rattenstudien. Dosis, Verabreichungsweg, Tierzahlen und Herkunft des Peptids liegen hinter einer Bezahlschranke [2], [3].
- Alles, was den Menschen betrifft. Es wurde keine Studie registriert und keine Studie am Menschen veröffentlicht [4].
- Was in den online verkauften Vials steckt. Eine unabhängige Analyse gehandelter Ware wurde nicht gefunden [19].
Nebenwirkungen und Sicherheit
Erfahrungen zur Sicherheit beim Menschen gibt es nicht. Eine Studie, in der die Sicherheit gemessen wurde, fand am Menschen nie statt, also wurde auch nichts erhoben, worüber sich berichten ließe [4].
- Die Daten zur Giftigkeit im Tier stammen aus dem Patent selbst. Einzelgaben von 1 bis 5 mg/kg in den Muskel lösten bei 60 Mäusen keine giftigen Reaktionen aus; das Patent bezeichnet das als das 5.000-Fache der therapeutischen Menge [1].
- Längere Versuche ergaben eine Veränderung. Bei 100 Meerschweinchen, die 6 Monate lang täglich 1 µg/kg, 0,1 mg/kg oder 1 mg/kg erhielten, stieg die Zahl der weißen Blutkörperchen. Die Tabelle des Patents zeigt nach 6 Monaten 11,4 ± 0,4 gegenüber 8,9 ± 0,4 Milliarden pro Liter bei den Kontrolltieren (p < 0,05), mit 25 Tieren je Gruppe. Aus ihrer Überschrift geht allerdings nicht hervor, welche Dosisstufe gemeint ist [1].
- Ein Versuch über 90 Tage mit denselben drei Dosisstufen ergab bei 60 Ratten keine Nebenwirkungen [1].
- Handelsseiten behaupten, es gebe keine Nebenwirkungen. Keine Veröffentlichung stützt das, denn Nebenwirkungen wurden nie systematisch erfasst [7].
- Die Form zum Spritzen ist am wenigsten kontrolliert. Gefriergetrocknete Vials werden außerhalb jedes pharmazeutischen Qualitätssystems verkauft, und Sterilität und Gehalt sind unbekannt [19].
Die russische Produktbeschreibung des Nahrungsergänzungsmittels nennt Schwangerschaft, Stillzeit und eine Unverträglichkeit der Bestandteile als Gründe, es nicht einzunehmen [15]. Ein Produkt namens Bronchogen Plus ist ein anderes Nahrungsergänzungsmittel mit anderen Inhaltsstoffen, und seine Warnhinweise gelten hier nicht [33].
Die größte Lücke betrifft das Erbgut. Weder eine Prüfung auf Erbgutschäden (Genotoxizität) noch eine Langzeit-Sicherheitsprüfung am Tier wurde gefunden. Das wiegt schwer, weil der vermutete Wirkmechanismus gerade darin besteht, dass der Stoff direkt an die DNA bindet [20], [17].
Dosierungen in den Studien
Diese Dosierungen stammen aus den zitierten Studien und stehen hier nur als Beleg. Sie sind keine Empfehlung und taugen nicht als Anleitung für eine eigene Anwendung. Die einzige Zeile zum Menschen stammt aus der Schilderung eines Händlers über eine unveröffentlichte Beobachtung und nicht aus einer Studie.
| Studie | Modell | Menge | Verabreichung | Dauer | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|
| Patent, drei Modelle der Lungenschädigung | Ratten mit vernarbter Lunge, Sauerstoffschaden oder Infektion | 0,2 µg/kg | In den Bauchraum | 7 Tage oder 10 Injektionen jeden zweiten Tag | [1] |
| Patent, Prüfungen auf Giftigkeit | Mäuse, Ratten, Meerschweinchen | 1 bis 5 mg/kg einmalig; 1 µg/kg, 0,1 mg/kg oder 1 mg/kg täglich | In den Muskel | Einmalig; 90 Tage; 6 Monate | [1] |
| Patent, Gewebekultur | Scheiben von Rattenlungen | 0,01 bis 20,0 ng/ml geprüft; Wirkung bei 1,0 bis 10,0 ng/ml | Zugabe zur Nährlösung | 3 Tage | [1] |
| Zakutskiĭ 2006 | Lungenscheiben junger und alter Ratten | 0,05 ng/ml | Zugabe zur Nährlösung | Nicht angegeben | [18] |
| Kuzubova 2015, Titova 2017 | Ratten unter Stickstoffdioxid | In den Zusammenfassungen nicht angegeben | Nicht angegeben | 1 Monat | [2], [3] |
| Unveröffentlichte Beobachtung von 2007, nur nach Angabe eines Händlers | Menschen mit chronischer Bronchitis, Anzahl nicht angegeben | 1 bis 2 Kapseln zu 100 µg zweimal täglich | Zum Schlucken | 20 bis 30 Tage | [7], [15] |
Die einzige Menge aus einem Versuch am lebenden Tier, zu der es Ergebnisse gibt, sind 0,2 µg/kg bei Ratten, und sie lässt sich nicht auf den Menschen umrechnen. Ob das Peptid das Schlucken unbeschadet übersteht, hat keine Studie je geprüft [1], [17].
Die gehandelten Formen unterscheiden sich stark. Eine russische Kapsel enthält laut Angabe 100 µg Peptidkomplex, ein westliches Vial dagegen 20 mg, also das 200-Fache, und ist zum Spritzen gedacht. Westliche Ratgeberseiten nennen 0,5 bis 2 mg und räumen zugleich ein, es gebe „no validated human dose“ (keine geprüfte Dosis für den Menschen) [15], [19], [34].
Entwicklungsstand und Zulassung
Ein Entwicklungsprogramm gibt es nicht. Keine Studie wurde registriert, und keine Behörde führt den Stoff als Arzneimittel [4], [9].
Vom Patent zum Nahrungsergänzungsmittel
- 2004Patent in Russland angemeldetEin Peptid, das die Funktion der Atmungsorgane wiederherstellen soll, mit drei Rattenmodellen der Lungenschädigung, Quellen [12], [1]
- 2008 und 2009Europäisches und amerikanisches Patent erteiltBeide sind inzwischen erloschen, Quellen [35], [1]
- 2012Beschreibung als Nahrungsergänzungsmittel abgestimmtRussische Kapseln mit 100 µg Peptidkomplex, verkauft als Nahrungsergänzungsmittel, Quelle [15]
- 2014Wichtige Arbeit an BronchialzellenGenaktivität in menschlichen Atemwegszellen, mit abweichend geschriebener Aminosäurefolge, Quelle [5]
- 2015 und 2017Rattenstudien eines unabhängigen InstitutsEin Institut für Lungenheilkunde berichtet über Veränderungen der Atemwege in einem Modell mit Stickstoffdioxid, Quellen [2], [3]
- 2020Einreichung beim Ministerium behauptetDer Entwickler schreibt, Bronchogen sei zur Registrierung als Arzneimittel eingereicht worden, Quelle [13]
- 24. September 2026Register abgefragtIn keinem geprüften Markt eine Arzneimittelzulassung gefunden, Quellen [9], [4]
- 2004 wird das russische Patent angemeldet, veröffentlicht wird es 2005 [12].
- 2008 und 2009 werden das europäische und das amerikanische Patent erteilt; beide sind inzwischen erloschen [35], [1].
- 2012 wird die russische Beschreibung des Nahrungsergänzungsmittels mit dem Hersteller abgestimmt [15].
- 2014 erscheint die wichtige Arbeit an menschlichen Bronchialzellen [5].
- 2015 und 2017 veröffentlicht das unabhängige Institut seine beiden Rattenstudien [2], [3].
- 2020 schreibt der Entwickler, Bronchogen sei beim russischen Gesundheitsministerium zur Registrierung als Arzneimittel eingereicht worden [13].
| Markt | Status | Anmerkung | Quelle |
|---|---|---|---|
| Vereinigte Staaten | Nicht zugelassen | Kein Substanzcode, keine Fachinformation, keine Meldedatei, nie für die Apothekenherstellung vorgeschlagen; Kontrollabfragen funktionierten | [16], [36], [37] |
| Europäische Union | Nicht zugelassen | Weder Name noch Code; die Suche der Behörde war nicht lesbar | [38] |
| Deutschland | Nicht zugelassen | Abgeleitet aus dem europäischen Befund; die Form zum Spritzen ist ein nicht zugelassenes Arzneimittel | [38] |
| Vereinigtes Königreich | Nicht zugelassen | Abgeleitet; das Register wurde nicht abgefragt | [38] |
| Australien | Nicht zugelassen | Abgeleitet; das Register antwortete nicht | [38] |
| Kanada | Nicht zugelassen | Weder als Arzneimittel noch als Naturgesundheitsprodukt zugelassen; die Kontrollabfrage funktionierte | [39] |
| Schweiz | Nicht zugelassen | Fehlt in der vollständigen Liste der zugelassenen Packungen; das Kontrollpräparat wurde gefunden | [40] |
| Russland | Nur Nahrungsergänzungsmittel | Kapseln und Tabletten zum Schlucken; kein Eintrag als Arzneimittel im staatlichen Register | [15], [9] |
Zwei Einträge muss man genauer lesen. Die Angaben für Europa, das Vereinigte Königreich und Australien stützen sich darauf, dass der Stoff überall sonst fehlt, weil diese Register nicht lesbar waren [38].
Der russische Eintrag ist der wichtigste. Der Entwickler schrieb 2020, Bronchogen sei zur Registrierung als Arzneimittel eingereicht worden [13]. Am 24. September 2026 lieferte der Suchindex des staatlichen Arzneimittelregisters jedoch weder für den Namen noch für die Aminosäurefolge einen Treffer, während drei Kontrollpräparate gefunden wurden [9].
Auch das Arzneimittelverzeichnis Vidal hatte keinen Eintrag. Eine Zulassungsnummer ist nirgends aufgetaucht, und deshalb bleibt der Satz von 2020 eine unbelegte Aussage des Entwicklers [13], [9], [41].
Ein Nahrungsergänzungsmittel wird bei der Registrierung nicht darauf geprüft, ob es wirkt. Die Rechtslage im Überblick findet sich unter Sind Peptide legal und von der FDA zugelassene Peptide.
Anti-Doping
Bronchogen ist jederzeit verboten, im Wettkampf wie außerhalb. Auf der Liste von 2026 wird der Name nicht genannt. Der Stoff fällt unter die Klasse S0, die jeden pharmakologischen Stoff erfasst, den derzeit keine staatliche Gesundheitsbehörde für die therapeutische Anwendung am Menschen zugelassen hat [10].
Vertretbar ist auch eine strengere Einordnung. Die Klasse S2.3 endet mit einer offenen Formulierung über Stoffe, die Wachstumsfaktoren beeinflussen und dadurch die „regenerative capacity“ (Regenerationsfähigkeit) verändern. Der Entwickler beschreibt das Peptid gerade als förderlich für die Erneuerung der Atemwegsschleimhaut. Stoffe der Klasse S0 gelten als spezifische Substanzen, Stoffe der Klasse S2 nicht, und das wirkt sich auf die Sanktion aus [10], [13].
Im Anhang zum deutschen Anti-Doping-Gesetz wird der Stoff nicht genannt, und der Abschnitt zu Wachstumsfaktoren ist dort eine abschließende Liste [42]. In Russland wird Bronchogen frei als Nahrungsergänzungsmittel verkauft, sodass Sportler es ohne jeden Warnhinweis kaufen und trotzdem gegen die Regeln verstoßen können [15]. Den vollständigen Überblick gibt die Seite im Sport verbotene Peptide.
Vergleich mit verwandten Peptiden
| Peptid | Verhältnis zu Bronchogen | Was die Prüfungen hinter dieser Seite ergaben |
|---|---|---|
| Bronchogen | — | Ala-Glu-Asp-Leu, 446,5 g/mol; Zuordnung zur Lunge gestützt durch die Rattenversuche des Patents und ein unabhängiges Institut; keine registrierte Studie [11], [2] |
| Chonluten | Soll aus demselben Bronchialpräparat stammen | Glu-Asp-Gly, drei Aminosäuren; von den eigenen Entwicklern als Magen- und Stresspeptid geführt und nicht als Lungenpeptid [13], [14] |
| Ovagen | Dieselbe Folge ohne die erste Aminosäure | Glu-Asp-Leu; in einer Rechenarbeit an denselben DNA-Abschnitt angedockt [43] |
| Epitalon | Dieselben ersten drei Aminosäuren, eine andere am Ende | Ala-Glu-Asp-Gly; eines der Peptide in derselben Arbeit zum Transport in die Zelle [23] |
| Vesugen | Ein weiteres Peptid dieser Reihe, dessen Organzuordnung sich bestätigte | Den Blutgefäßen zugeordnet, mit Arbeiten, die an Gefäßzellen messen |
Einen direkten Vergleich der Wirkungen gibt es nicht, die Tabelle beschreibt also, um welchen Stoff es sich handelt, und nicht, wie stark er wirkt. Bronchogen und Vesugen fallen in dieser Reihe auf, weil ihre Organzuordnung auf Messungen in genau dem Gewebe beruht, nach dem sie benannt sind.
Für Käufer ist der Eintrag zu Chonluten am wichtigsten. Produktseiten verkaufen oft beide als Lungenpeptide, doch jeder Befund zu den Atemwegen in dieser Literatur gehört zu Bronchogen [5], [2].
Epitalon und Ovagen zeigen, wie klein die chemischen Unterschiede sind. Schon eine ausgetauschte Aminosäure ergibt ein anderes Molekül mit einer eigenen Datenlage [23], [43].
Verbreitete Irrtümer
- „Bronchogen und Chonluten sind dasselbe.“ Das eine hat vier Aminosäuren, das andere drei. Sie teilen eine Herkunftsgeschichte, doch die Befunde zu Lunge und Atemwegen gehören allein zu Bronchogen [13], [14].
- „Bronchogen ist Ala-Asp-Glu-Leu.“ Diese Schreibweise findet sich in der Zellarbeit von 2014 und in zwei Arbeiten zur DNA. Die Patente beanspruchen Ala-Glu-Asp-Leu, und die vertauschte Folge ist ein anderes Molekül, das aus der Hefe als Signal für die Sortierung von Eiweißen bekannt ist [1], [5], [6].
- „Ein zugelassenes russisches Arzneimittel enthält bereits Bronchogen.“ Ein zugelassenes Gemisch aus fünf Peptiden für das Nervensystem mit der Arzneibuch-Monographie FS.2.1.0221.22 enthält die vertauschte Folge Ala-Asp-Glu-Leu. Bronchogen enthält es nicht [9].
- „Es gibt eine registrierte klinische Studie.“ Der einzige Registertreffer ist ein Namensvetter, ein Gentest an Atemwegszellen namens BronchoGen, bei dem kein Peptid gegeben wurde [4].
- „Bronchogen hat etwas mit dem medizinischen Begriff ‚bronchogen‘ zu tun.“ Nein. „Bronchogen“ ist auch ein medizinisches Fachwort für Zysten und andere Wucherungen in den Atemwegen, und auf dieses Wort entfällt die Hälfte aller Suchtreffer zum Namen [17].
- „73 Prozent der Patienten ging es besser.“ Die Zahl stammt von einer Händlerseite über eine unveröffentlichte Beobachtung und bezeichnet den Anteil der Patienten, bei denen Atemnot und Husten seltener auftraten. Gruppengrößen, ein Ergebnis für die Vergleichsgruppe und eine Statistik fehlen, es handelt sich also um eine unbelegte Anbieterangabe und nicht um ein Studienergebnis [7].
- „Die russische Kapsel und das westliche Vial sind dasselbe Produkt.“ Die Kapsel enthält laut Angabe 100 µg zum Schlucken, das Vial 20 mg, die zum Spritzen verkauft werden [15], [19].
Häufige Fragen
Was ist Bronchogen?
Eine künstliche Kette aus vier Aminosäuren, Ala-Glu-Asp-Leu, abgekürzt auch AEDL. Mit 446,5 g/mol ist das Molekül sehr klein. Patentiert wurde es ab 2004 von einem Institut in Sankt Petersburg, das solche Peptide Bioregulatoren nennt.
Ist Bronchogen wirklich ein Lungenpeptid?
In diesem Fall ja, soweit es um Versuche an Tieren und Zellen geht. Das Patent der Erfinder beschreibt drei Rattenmodelle der Lungenschädigung, und ein unabhängiges Institut für Lungenheilkunde fand Veränderungen der Atemwege bei Ratten. Am Menschen wurde nichts davon geprüft.
Wurde Bronchogen am Menschen untersucht?
In keiner registrierten und keiner veröffentlichten Studie. Eine Händlerseite schildert eine unveröffentlichte Beobachtung von 2007 aus der hauseigenen Klinik des Entwicklers, ohne Gruppengrößen und ohne Statistik. Eine Übersichtsarbeit von 2020 behauptet einen Nutzen für Patienten, nennt dafür aber keine Studie an Patienten.
Ist Bronchogen irgendwo als Arzneimittel zugelassen?
Nein. Registerabfragen am 23. und 24. September 2026 ergaben in keinem geprüften Markt eine Arzneimittelzulassung. In Russland ist der Stoff nur als Nahrungsergänzungsmittel zum Schlucken registriert, und dabei wird nicht geprüft, ob ein Produkt wirkt.
Ist Bronchogen dasselbe wie Chonluten?
Nein. Chonluten besteht aus drei Aminosäuren, Bronchogen aus vier. Nach Angaben des Entwicklers wurden beide im selben Bronchialpräparat gefunden, doch alle Versuche an Lunge und Atemwegen liefen mit Bronchogen.
Warum schreiben manche Arbeiten Bronchogen als Ala-Asp-Glu-Leu?
Vermutlich handelt es sich um einen Schreibfehler. Die Patente beanspruchen Ala-Glu-Asp-Leu, doch die wichtige Zellarbeit von 2014 und zwei Arbeiten zur DNA vertauschen die beiden mittleren Aminosäuren. Die vertauschte Reihenfolge ergibt ein anderes Molekül, und aus den Zusammenfassungen geht nicht hervor, welches tatsächlich verwendet wurde.
Gibt es eine klinische Studie zu Bronchogen?
Nein. Der einzige Registereintrag, der zum Namen passt, betrifft einen Gentest für die Diagnostik, der ebenfalls BronchoGen heißt. Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie, in der kein Peptid gegeben wurde.
Ist Bronchogen im Sport verboten?
Ja, jederzeit, im Wettkampf wie außerhalb. Auf der Liste von 2026 steht der Name nicht, doch die Klasse S0 erfasst jeden Stoff, den keine Gesundheitsbehörde für den Menschen zugelassen hat. Vertretbar ist auch eine strengere Einordnung unter die Klasse S2.3.
Ist Bronchogen sicher?
Das weiß niemand. Die einzigen Daten zur Giftigkeit stammen aus dem Patent der Erfinder, und dort stieg bei Meerschweinchen nach 6 Monaten die Zahl der weißen Blutkörperchen. Es gibt keine Sicherheitsdaten vom Menschen, keine Daten dazu, wie der Körper den Stoff aufnimmt und abbaut, und keine Prüfung auf Schäden am Erbgut.
Quellen
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- ClinicalTrials.gov API v2, queried 23 September 2026: the trade name returned 1 study, NCT00746759 (Allegro Diagnostics, observational, 1,331 participants, start February 2010), in which "BronchoGen" is an alternative name for a biomarker test and no intervention was given; the sequence returned 1 unrelated study on amino acid mixtures (NCT05400733); "AEDL" and the inventor's name returned 0; the control query for semaglutide returned 757. https://clinicaltrials.gov/api/v2/studies
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- Russian trade page of the PeptideBio trading house on "clinical studies" of the product, read 23 September 2026, used only as evidence of what sellers claim, never as a scientific reference. It describes an unpublished observation from September to October 2007 at the medical centre of the developer's institute in chronic bronchitis with an asthmatic component, 1 to 2 capsules twice a day for 20 to 30 days, and says attacks of breathlessness and cough became less frequent "in 73 per cent of cases" among patients taking the product. It mentions a control group on standard treatment, but gives no group sizes, no control-group result and no statistics. https://peptidebio.ru/informaciya/stati/rezultaty-klinicheskih-issledovaniy-bronhogen/
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- Russian State Register of Medicines (GRLS), grls.rosminzdrav.ru. The search form was locked by a captcha, so the search index behind it was queried on 24 September 2026 for trade names and non-proprietary names of finished medicines and substances. The trade name, its Latin spelling and the sequence returned 0 entries; the prefix list for "Бронхо" held 29 trade names, none of them this product. Control products Cortexin, Retinalamin and Thymogen were found. The index also lists a five-peptide mixture with pharmacopoeia monograph FS.2.1.0221.22 (Ministry of Health order no. 246 of 11 April 2022) whose first component is alanyl-aspartyl-glutamyl-leucine, the swapped sequence, not Bronchogen.
- World Anti-Doping Agency. The 2026 Prohibited List, classes S0, S2.3 and S3. Full text checked 23 September 2026 with no match for the trade name, the sequence, "bioregul" or "khavinson", while BPC-157 was found as a control. S0 covers "any pharmacological substance which is not addressed by any of the subsequent sections of the List and with no current approval by any governmental regulatory health authority for human therapeutic use". S2.3 ends with "other growth factors or growth factor modulators affecting … regenerative capacity or fibre type switching". https://www.wada-ama.org/en/prohibited-list
- PubChem compound CID 11690869, "Bronchogen", queried 23 September 2026: formula C18H30N4O9, mass 446.5 g/mol, InChIKey OFZRHTIWKZWPQF-BJDJZHNGSA-N, calculated XLogP −3.8, polar surface area 225 Ų, and a synonym list containing CAS 857267-12-0. A name search for Ala-Asp-Glu-Leu returned no compound. https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/11690869
- Khavinson VKh, Grigoriev EI, Ryzhak GA, Ryadnova IYu. Peptide compound restoring the function of the respiratory organs. RU 2255757 C1; filed 22 June 2004, published 10 July 2005; holder St Petersburg Institute of Bioregulation and Gerontology. Read. https://patents.google.com/patent/RU2255757C1/en
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- Khavinson V, Linkova N, Kozhevnikova E, Dyatlova A, Petukhov M (2022). Transport of Biologically Active Ultrashort Peptides Using POT and LAT Carriers. International Journal of Molecular Sciences 23(14):7733. PMID 35887081. PMCID PMC9323678. Full text read; Table 2 row "Bronchogen (AEDL) −17.26 Bronchoprotector [170]".
- Russian drug reference rlsnet.ru, entry for the product in the dietary supplement section, read 23 September 2026: capsules of 0.2 g with 100 µg of the peptide complex АКС-Б (alanine, glutamic acid, aspartic acid, leucine), further capsule and tablet forms, manufacturer Firma-Vita, description agreed 17 October 2012, contraindications pregnancy, breastfeeding and intolerance. No entry in the medicines section. https://www.rlsnet.ru/baa/bronxogen-32631
- United States Food and Drug Administration and NCATS. Global Substance Registration System, queried 23 September 2026: the trade name returned 0 records; "ALA-GLU-ASP-LEU" returned only human C-peptide (UNII O2J76Y002M), which contains the sequence; the control query for semaglutide returned 5. https://gsrs.ncats.nih.gov
- PubMed E-utilities and Europe PMC REST, queried 23 September 2026: the trade name returned 12 PubMed records, 6 about the peptide and 6 about bronchogenic cysts and other airway growths; Europe PMC returned 29. No pharmacokinetic study, no genotoxicity study, no long-term animal safety study and no published study in people was found. The control query for semaglutide returned 5,710 PubMed records.
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- Registers that could not be read on 23 September 2026, documented here rather than treated as negative findings: the European Medicines Agency search returned HTTP 403; the Australian ARTG did not respond; the British register was not queried. The European, German, British and Australian entries therefore rest on the absence of any name, code or approval elsewhere, and on the lapse of the only European patent.
- Health Canada Drug Product Database and Licensed Natural Health Products Database APIs, queried 23 September 2026: empty results for the trade name, while the control query for Ozempic returned DIN 02471469. https://health-products.canada.ca/api/
- Swissmedic. List of authorised human medicine packs (xlsx), downloaded and searched 23 September 2026: no entry for the trade name, while Ozempic and semaglutide were found as controls.
- Drug reference vidal.ru, searched 24 September 2026: "not found" for the trade name, while the control query for Cortexin returned two product pages.
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Die Angaben auf dieser Seite wurden am 23. und 24. September 2026 geprüft. Drei Dinge könnten das Bild verändern: eine Zulassung als Arzneimittel in Russland, die vollständigen Methoden der unabhängigen Rattenstudien oder Klarheit darüber, welche Aminosäurefolge in der Zellarbeit von 2014 tatsächlich verwendet wurde.
myPeptides Research & Editing. (2026). Bronchogen: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit. Version 1.0, 24. September 2026. myPeptides Peptid-Register. Abgerufen von https://mypep.app/peptides/bronchogen
Wie die Seiten dieses Registers entstehen und bewertet werden, steht unter Methodik; das vollständige Register findet sich unter Peptide.
| Fassung | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 1.0 | 2026-09-24 | Erstveröffentlichung |
Zuletzt geprüft: 24. September 2026. Nächste Prüfung: bei einer Zulassung als Arzneimittel in Russland, bei einer registrierten Studie oder bei einer Änderung der Anti-Doping-Einstufung.
