Livagen: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit
Zusammenfassung
Livagen ist eine künstlich hergestellte Kette aus vier Eiweißbausteinen, entwickelt an einem Institut in Sankt Petersburg und verkauft als Leberpeptid. Eine Studie am Menschen wurde nie angemeldet, und die Leberbefunde hinter diesem Namen stehen in einem Patent, das 2022 erloschen ist. Jeder veröffentlichte Versuch stammt aus einer einzigen Forschungsschule. Es ist das eine Peptid seiner Reihe, aus dem nirgends ein Produkt geworden ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Nirgends ist eine Studie angemeldet. Am 15. September 2026 enthielt das Studienregister ClinicalTrials.gov unter diesem Namen keinen einzigen Eintrag. Die 25 Treffer, die eine Suche nach der Aminosäurefolge liefert, sind Ernährungs- und Aminosäurestudien ohne Bezug zu diesem Peptid, und eine Kontrollabfrage ergab 752 Studien, die Suche selbst funktionierte also [1].
- Der einzige Bericht über Menschen steht im Patent des Erfinders. Beispiel 7 beschreibt 23 Patienten im Alter von 32 bis 53 Jahren mit langjähriger Leberentzündung. Es nennt keine Zufallszuteilung, keine Verblindung und kein vorab festgelegtes Ergebnismaß, und veröffentlicht wurde es nie [2].
- Verkauft wird es nirgends als Produkt. Der Katalog des eigenen Instituts führt sieben Peptide dieser Reihe auf, und dieses ist keines davon. Den Platz für die Leber nimmt dort Ovagen ein [3], [4].
- Die Zuordnung zur Leber ist ein Tabelleneintrag und kein Ergebnis. In der eigenen Übersichtsarbeit der Gruppe von 2022 lautet die Zeile „Livagen (KEDA) −22.01 Hepatoprotector" (Leberschützer). Zwei weitere Aminosäurefolgen derselben Tabelle sind ebenfalls der Leber zugeordnet, Fuaget mit demselben einzelnen Wort und Ovagen als „Nephroprotector/Hepatoprotector" (Nieren- und Leberschützer) [5].
- Zwei Berechnungen derselben Gruppe widersprechen sich. Am Transporteiweiß LAT1 erhielt das Peptid 2022 den Wert −22,01 und 2023 den Wert −28,83. Dasselbe Molekül, ein Abstand von 6,82 Einheiten [5], [6].
- Alle Arbeiten stammen aus einer einzigen Schule. Europe PMC führt 23 Einträge zu diesem Namen und PubMed 19, und kein Labor außerhalb dieses Kreises hat ein einziges Ergebnis wiederholt [7].
- Die Handelsvials enthalten die 2000-fache Menge dessen, was als Arzneiform je dokumentiert wurde. Das Patent beschreibt eine Ampulle mit 10 µg. Händler verschicken gefriergetrocknete Vials mit 20 mg, ausdrücklich nur zur Forschung [2], [8].
Was Livagen ist
Livagen ist ein im Labor hergestelltes Peptid aus vier Eiweißbausteinen: Lysin, Glutaminsäure, Asparaginsäure und Alanin, geschrieben Lys-Glu-Asp-Ala oder kurz KEDA [9]. Es stammt aus dem Sankt Petersburger Institut für Bioregulation und Gerontologie, der Gruppe um Wladimir Chawinson [2].
Aus einer Leber gewonnen wurde es nicht. Die Gruppe entwarf die Aminosäurefolge am Schreibtisch, ausgehend von einer Aminosäureanalyse von Leberpräparaten, und stellte sie dann synthetisch her [10]. Eine solche Analyse zählt nur die einzelnen Bausteine ab; welche Folgen ein Gemisch tatsächlich enthält, verrät sie nicht.
Durch diese Literatur laufen die Begriffe Bioregulator, Cytogen und ultrakurzes Peptid. Es sind hauseigene Bezeichnungen desselben Instituts, die kein Arzneibuch und keine Behörde verwendet [11], [5].
Ein praktischer Hinweis gehört hierher. In den Chemiedatenbanken lässt sich das Peptid nur unter dem Handelsnamen finden. Abfragen nach der Aminosäurefolge oder nach dem Kurzcode schlagen fehl, weshalb manche Seiten behaupten, es gebe überhaupt keinen Eintrag [9].
Kurzübersicht
| Angabe | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Kette | Lys-Glu-Asp-Ala, vier Eiweißbausteine | [9], [2] |
| Formel und Masse | C18H31N5O9, 461,5 g/mol | [9] |
| Strukturschlüssel | InChIKey IKVDKWACACMDLR-BJDJZHNGSA-N | [9] |
| Code in der Literatur | KEDA | [5] |
| Chemiedatenbank | PubChem CID 87919683, mit vier Synonymen | [9] |
| Registriernummer | CAS 433257-50-2, allein aus dieser einen Synonymliste | [9] |
| Medizinisches Schlagwort | Zusatzbegriff UID 67473185, den Oligopeptiden zugeordnet | [12] |
| Code bei der amerikanischen Behörde | Keiner | [13] |
| Geprüfte Chemiedatenbanken | Kein ChEMBL-Eintrag, kein DrugBank-Eintrag | [14] |
| Wasserliebender Charakter | Berechneter XLogP −7,7, polare Oberfläche 251 Ų | [9] |
| Verweildauer im Körper | Kein veröffentlichter Wert, für keinen Weg und keine Tierart | [6] |
| Angemeldete Studien am Menschen | Keine | [1] |
| Zulassungsstatus | Nirgends zugelassen, für nichts | [3], [13] |
| Verkauft als | Vials mit gefriergetrocknetem Pulver, nur zur Forschung | [8] |
| Ursprungsgruppe | Sankt Petersburger Institut für Bioregulation und Gerontologie | [2] |
| Patent | Priorität 2000, angemeldet 2001, erteilt 2006, im August 2022 wegen nicht gezahlter Gebühren erloschen | [2] |

Wie es wirkt
Das weiß niemand. Es wurde kein Zielmolekül gefunden, es gibt keine Messung an einem lebenden Menschen, und niemand hat das Peptid je dabei beobachtet, wie es in eine Zelle gelangt [15].
Seine Hersteller erklären die Wirkung folgendermaßen. Für jeden Schritt gibt es eigene Belege, doch wie belastbar sie sind, unterscheidet sich von Schritt zu Schritt erheblich.
- Einfluss auf Gene. Das Peptid solle bis in den Zellkern gelangen, sich auf bestimmte Abschnitte der DNA setzen und dicht gepacktes Erbmaterial auflockern, damit abgeschaltete Gene wieder gelesen werden können [16]. Weder eine Bindungsmessung noch ein Aufnahmeversuch ist dazu veröffentlicht.
- Gewebespezifität. In Kulturen aus Gewebestücken solle jedes Peptid der Reihe das Wachstum in genau jenem Gewebe anregen, aus dem es abgeleitet wurde, hier also in der Leber [11], [17]. Dabei wurde nur gemessen, wie viel Gewebe gewachsen ist, und ein Zielmolekül belegt das nicht.
- Mitfahren auf Transporteiweißen. Nur Computermodelle, zweimal gerechnet und mit unterschiedlichem Ergebnis [5], [6]. Ein solcher Wert kommt aus einer Rechenformel. Gemessen ist damit weder die Bindungsstärke noch ein tatsächlicher Transport durch die Zellmembran.
- Hemmung von Enzymen, die andere Peptide abbauen. In menschlichem Blutserum in der Laborschale halbierte es bei 20 µM die Aktivität jener Enzyme, die Enkephaline abbauen, also körpereigene schmerzstillende Botenstoffe; Epitalon brauchte dafür 500 µM [18]. Das ist eine hohe Konzentration, und Serum in einer Schale ist kein Körper.
- Überstehen der Verdauung. Enzyme aus dem Dünndarm der Ratte bauten das Peptid überhaupt nicht ab, weshalb eine Einnahme über den Mund für möglich erklärt wird [10]. Die Verdauung zu überstehen ist aber nicht dasselbe, wie aufgenommen zu werden.
Eine physikalische Tatsache passt schlecht zu all dem. Mit einem berechneten XLogP von −7,7 und einer polaren Oberfläche von 251 Ų ist das Molekül viel zu wasserliebend, um eine Zellmembran aus eigener Kraft zu durchqueren [9].
Berechnete Passungswerte für KEDA an vier Transporteiweißen aus dem Rechenlauf der Herkunftsgruppe von 2023, Tabellen 1, 3, 5 und 7. Je negativer der Wert, desto besser die berechnete Passung; der positive Wert an PEPT2 bedeutet also gar keine. Die Autoren fügen hinzu, dass die einzige ihnen zugängliche PEPT2-Struktur keine verlässliche Beurteilung erlaubt. Unter 26 Peptiden ergaben sich die Plätze 11, 17, 20 und 21. Quelle [6].
Die Gruppe hat sich dazu selbst eine Schwelle gesetzt: Ein Wert unter −15 gelte als Hinweis auf einen wahrscheinlichen Transport über LAT1. Das Peptid liegt in beiden Rechenläufen darunter, doch die beiden Läufe unterscheiden sich für dasselbe Molekül um 6,82 Einheiten [5], [6]. Die Arbeit von 2023 erklärt den Abstand in einer eigenen Fußnote damit, dass sie mehrere verschiedene Formen der LAT1-Bindungstasche und ein neueres Rechenverfahren verwendet habe [6]. Dass ein Jahr besserer Methode die Zahl um ein Viertel verschiebt, zeigt deutlicher als alles andere, wie wenig belastbar diese Zahlen sind.
Was die Studien zeigen
Zellkulturen, Leberstücke in Kultur, eine Handvoll Rattenversuche und zwei Computermodelle: mehr gibt es nicht. Europe PMC führt 23 Einträge zu diesem Namen, PubMed 19, und nicht eine einzige begutachtete Studie am Menschen [7], [1].
Leberzellen in der Laborschale
Zelldaten Leberzellen von Ratten im Alter von einem bis 24 Monaten bildeten nach Zugabe des Peptids mehr Eiweiß, und am stärksten fiel der Effekt bei Zellen alter Tiere aus [10]. Die begutachtete Zusammenfassung nennt weder eine Konzentration noch Gruppengrößen. Die Patentfassung derselben Arbeit nennt 0,005 µg/ml über vier Stunden [2].
Wichtiger als das Ergebnis ist der Vergleich innerhalb dieser Arbeit. Epitalon, ein Peptid derselben Reihe, veränderte in denselben Kulturen nichts [10]. Diese Moleküle sind also nicht beliebig austauschbar.
Leberstücke in Kultur
Tierdaten Leberstücke von 10 bis 11 Tage alten Hühnerembryonen wuchsen bei 20 ng/ml bis zum dritten Tag um 24 Prozent stärker, geprüft wurde ein Bereich von 2 bis 400 ng/ml [2]. Das ist die einzige Angabe zur Dosis-Wirkung, die es zu diesem Stoff gibt, und sie beschreibt ein enges Fenster und keine ansteigende Kurve. Sie steht im Patent und nicht in einer begutachteten Fachzeitschrift.
Verdauungsenzyme bei Ratten
Tierdaten Dies ist der einzige begutachtete Versuch an lebenden Tieren, der nicht aus dem Patent stammt. In der Laborschale senkte das Peptid die Aktivität eines Darmenzyms, der Glycyl-L-Leucin-Dipeptidase, um 50 Prozent [10].
Nach zwei Wochen über den Mund hing die Richtung vom Alter ab. Die Aktivität der Verdauungsenzyme sank bei jungen Ratten und stieg bei alten, bis sie sich dem Wert der jungen Kontrolltiere annäherte. Die Zusammenfassung nennt weder eine Menge noch statistische Angaben.
Chromatin in gespendeten menschlichen Zellen
Zelldaten Weiße Blutkörperchen von Spendern im Alter von 75 bis 88 Jahren wurden in einer Laborschale am Leben gehalten, dann kam das Peptid hinzu. Die Arbeiten berichten von angeschalteten ribosomalen Genen und von aufgelockertem, dicht gepacktem Chromatin, also dem Knäuel aus DNA und Eiweißen im Zellkern [19], [20], [21].
Ein Ergebnis passt nicht zur Zuordnung an die Leber. In einem Versuch bewirkten fünf Peptide der Reihe genau dasselbe, und damit lässt sich auf der Ebene des Chromatins keine scharfe Gewebezuordnung begründen [20].
Ein zweites Ergebnis stellt die Reihe selbst in Frage. 2004 und 2006 berichtete die Gruppe von einer Auflockerung an den dicht gepackten Bereichen der Chromosomen 1 und 9 [20], [21]. 2023 schrieb sie, diese Peptide lockerten genau diesen Bereich überhaupt nicht auf [22]. Zwischen beiden Aussagen liegen 17 Jahre, und aufgeklärt wurde der Widerspruch nie.
Ein Enzymergebnis und ein Nullbefund
Zelldaten In menschlichem Blutserum halbierte das Peptid die Aktivität der Enkephalin abbauenden Enzyme bereits bei 20 µM, während Epitalon dafür 500 µM brauchte. Damit wirkte es auch stärker als drei etablierte Hemmstoffe [18].
Dieselbe Arbeit berichtet auch einen klaren Nullbefund. An Membranen aus Rattenhirn zeigte sich keine Wechselwirkung mit den beiden geprüften Arten von Opioidrezeptoren [18].
Das Lebermodell hinter der Zuordnung
Tierdaten Ratten erhielten Tetrachlorkohlenstoff, ein gängiges Mittel, um eine Leber zu schädigen, fünf Tage lang täglich 0,5 ml pro 100 g Körpergewicht. Eine Gruppe bekam während dieser Belastung täglich 1 µg des Peptids, eine weitere 15 Tage danach. Das Patent berichtet von geringerem Gewebeschaden und von Blutwerten, die sich bis zum 20. Tag wieder normalisierten [2].
Aus diesem Versuch stammt letztlich die Bezeichnung Hepatoprotector, und er ist nie in einer begutachteten Fachzeitschrift erschienen. In der eigenen Tabelle der Gruppe von 2022 stützt sich die Bezeichnung auf eine weitere Übersichtsarbeit derselben Autoren. Diese Übersicht nennt als ihre gesamte Grundlage Tiermodelle und Arbeiten in der Laborschale [5], [15].
Wo es nicht das stärkste war
Zelldaten In Zellen von Menschen mit verdicktem Herzmuskel wurden drei Peptide verglichen, und als wirksamstes wurde Epithalon genannt, nicht Livagen [23].
Zelldaten In Zellen von Menschen mit verkalkten Arterien schloss dieselbe Gruppe, der beobachtete Effekt beweise die Wirksamkeit des Peptids zur Vorbeugung [24]. Dieser Schluss stammt von Chromosomen in einer Laborschale und folgt aus den Daten nicht.
Zelldaten In einer Untersuchung zu brüchigen Stellen auf Chromosomen verringerten zwei Peptide die Wirkung von Metallsalzen. Statistisch hielt das Ergebnis nur in der Gruppe der jungen Menschen [25]. Das ist das Gegenteil dessen, was eine Alterungshypothese erwarten ließe.
Der einzige Bericht über Menschen
Alles, was je über eine Wirkung dieses Peptids beim Menschen behauptet wurde, geht auf ein einziges Dokument zurück, und dieses Dokument ist keine Studie. Beispiel 7 des Patents beschreibt 23 Patienten im Alter von 32 bis 53 Jahren, deren Leberentzündung seit 10 bis 20 Jahren bestand, gegenüber 12 Patienten unter herkömmlicher Behandlung [2].
Das Beispiel nennt keine eigene Menge. Es verweist lediglich auf den Bereich, den die Anmeldung als ihren rechtlichen Schutzbereich beansprucht, eine Spanne über vier Größenordnungen. So breit sichert ein Patentanwalt ein Recht ab; eine Dosis, die jemand ausgewählt und geprüft hätte, ist das nicht. Die Zahlen selbst stehen weiter unten in der Tabelle.
Weder dieses Beispiel noch sein russisches Gegenstück erwähnt eine Zufallszuteilung, eine Verblindung, ein Scheinpräparat oder ein vorab festgelegtes Ergebnismaß, und begutachtet wurde keines von beiden [2]. Ein Patent wird auf Neuheit und Erfindungshöhe geprüft, niemals auf einen Nutzen.
Eine Übersichtsarbeit aus demselben Kreis behauptet 2020, das Peptid habe die Leberfunktion bei Krankheit wiederhergestellt [15]. Ihre eigene Zusammenfassung nennt als gesamte Grundlage Tiermodelle und Arbeiten in der Laborschale, sie fügt also eine Behauptung hinzu und keinen Beleg.
Was weiterhin unbekannt ist
- Wie der Körper mit dem Stoff umgeht: keine Halbwertszeit, keine Angabe zur Aufnahme, keine Daten zur Verteilung und keine zur Ausscheidung, für keinen Weg und keine Tierart [6].
- Ob er überhaupt in einen Zellkern gelangt, worauf die ganze Erklärung über die Gene aufbaut [16].
- Ob das aufgelockerte Chromatin in gespendeten Zellen in einem lebenden Körper etwas bedeutet [20].
- Ob es ein Zielmolekül gibt, denn weder ein Rezeptor noch eine Transportmessung ist je berichtet worden [5], [6].
- Was jenseits von sechs Monaten im Tier geschieht: Länger hat kein Versuch gedauert, und selbst dieser steht allein in einem Patent [2].
Nebenwirkungen und Sicherheit
Es gibt kein Sicherheitsprofil, und das ist kein Unbedenklichkeitsnachweis. Eine begutachtete Giftigkeitsprüfung liegt für keine Tierart vor, und die amerikanische Meldedatenbank für Nebenwirkungen enthält zu diesem Namen nichts [13].
Was tatsächlich beobachtet wurde
- Keine Meldungen in der Arzneimittelüberwachung. Ein Stoff, der weder zugelassen noch verschrieben wird, löst keine Meldungen aus, weshalb das Fehlen von Meldungen über die Sicherheit nichts aussagt [13].
- Die einzigen Zahlen zur Giftigkeit stehen in einem Patent. Mäuse erhielten einmalig 1 bis 5 mg pro Kilogramm in einen Muskel. Ratten bekamen 90 Tage lang täglich 1 µg/kg, 0,3 mg/kg oder 3 mg/kg, und sechs Monate lang täglich 1 µg/kg, 0,1 mg/kg oder 1 mg/kg. Berichtet wird, es seien keine krankhaften Veränderungen aufgetreten [2].
- Das ist eine Behauptung und kein Befund. Geschrieben hat sie der Anmelder selbst; begutachtet wurde sie nie, nach Guter Laborpraxis dokumentiert wurde sie nie, und wiederholt hat sie niemand [2].
- Pharmakologisch untätig ist der Stoff nicht. Ein Molekül, das die Aktivität eines Darmenzyms halbiert und bei 20 µM Enzyme im Serum blockiert, ist nicht wirkungslos [10], [18].
- Wirkungen, die sich mit dem Alter umkehren. Bei Ratten sank die Aktivität der Verdauungsenzyme in jungen Tieren und stieg in alten [10]. Ein Stoff, dessen Richtung vom Ausgangszustand abhängt, lässt sich schwer überwachen.
Weil es keine begutachtete Studie am Menschen gibt, ist auch nie eine Nebenwirkung beim Menschen erfasst worden [1].
Was fehlt
- Jede Art von Untersuchung dazu, wie der Körper den Stoff aufnimmt und abbaut, und jede Suche nach einer wirksamen Menge: Der Patentanspruch erstreckt sich über vier Größenordnungen [2], [6].
- Untersuchungen zur Fortpflanzung und zur Erbgutschädigung im behördlichen Sinn, was angesichts der behaupteten Wirkung auf die Genaktivität die schwerwiegende Lücke ist [16].
- Jede Prüfung darauf, ob der Körper Abwehrstoffe gegen das Peptid bildet, obwohl die Handelsform gespritzt wird [8].
- Daten zu Wechselwirkungen, insbesondere dazu, was die gemessene Hemmung abbauender Enzyme neben anderen Peptiden bedeutet [18].
- Eine Arzneibuchmonographie und ein geprüftes Analyseverfahren, weshalb sich Handelsware an nichts messen lässt [13], [14].
Die Spritzenform bringt eigene Risiken mit. Vials, die für die Forschung verkauft werden, entstehen unter keinem pharmazeutischen Qualitätssystem, sodass Sterilität, Endotoxingehalt und der tatsächliche Peptidgehalt unbekannt sind [8]. Wer unsteriles Material spritzt, riskiert Abszesse, Venenentzündungen und über das Blut übertragene Infektionen.
Dosierungen in den Studien
Die folgenden Zahlen sind schlicht die Mengen, mit denen die zitierten Versuche gearbeitet haben, aufgeführt, damit sich ihre Ergebnisse einordnen lassen. Sie sind keine Empfehlung und taugen nicht als Anleitung für eine eigene Anwendung. Die meisten davon stammen aus Patentbeispielen und nicht aus begutachteten Studien, und das gilt auch für die einzige Zeile, die Menschen nennt.
Jeder Eintrag der Tabelle ist entweder eine Konzentration in der Nährlösung oder eine Menge, die ein Tier erhalten hat, mit einer Ausnahme. Die letzte Zeile ist überhaupt keine Studiendosis. Sie nennt den Bereich, den eine Patentanmeldung als ihren rechtlichen Schutzbereich beansprucht hat, veranschaulicht durch ein Beispiel, das nie veröffentlicht, nie angemeldet, nie mit Zufallszuteilung und nie verblindet durchgeführt wurde, und sie darf für niemanden als Dosis gelesen werden. Livagen ist in keinem Land zugelassen, und eine Suche nach der wirksamen Menge hat nie stattgefunden.
| Studie | Modell | Menge | Verabreichung | Dauer | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|
| Patentbeispiel 3, Eiweißbildung | Rattenleberzellen in der Laborschale, 4, 8 und 18 Monate alt | 0,005 µg/ml, das sind 5 ng/ml | Zugabe zur Nährlösung | Einmalig, über 4 Stunden | [2] |
| Patentbeispiel 4, Leberstücke in Kultur | Leberstücke von 10 bis 11 Tage alten Hühnerembryonen | 2 bis 400 ng/ml geprüft, Wirkung bei 20 ng/ml | Zugabe zur Nährlösung | 3 Tage | [2] |
| Patentbeispiel 5, giftbedingter Leberschaden | Ratten, die Tetrachlorkohlenstoff erhielten | 1 µg pro Tier, nicht pro Kilogramm | Als Spritze, Weg nicht genannt | Täglich, 5 oder 15 Tage | [2] |
| Patentbeispiel 2, Giftigkeit einer Einzelgabe | Mäuse | 1 bis 5 mg/kg, einmalig | In einen Muskel | Einmalige Gabe | [2] |
| Patentbeispiel 2, wiederholte Gabe | Ratten | 1 µg/kg, 0,3 mg/kg und 3 mg/kg | In einen Muskel | Täglich, 90 Tage | [2] |
| Patentbeispiel 2, Langzeitgabe | Ratten | 1 µg/kg, 0,1 mg/kg und 1 mg/kg | In einen Muskel | Täglich, 6 Monate | [2] |
| Kost 2003, Enzymhemmung | Menschliches Blutserum in der Laborschale | Halbhemmende Konzentration 20 µM | Zugabe zum Testansatz | — | [18] |
| Timofeeva 2005, Verdauungsenzyme | Ratten verschiedenen Alters | In der Zusammenfassung nicht genannt | Über den Mund | Täglich, 2 Wochen | [10] |
| Tifliser Chromatin-Arbeiten | Gespendete menschliche weiße Blutkörperchen | In keiner gelesenen Zusammenfassung genannt | Zugabe zur Nährlösung | Nicht genannt | [19], [20], [21] |
| Khavinson 2021, Bereich für die Peptidreihe | Zellen in der Laborschale, nicht auf dieses Peptid bezogen | 2 bis 200 ng/ml | Zugabe zur Nährlösung | — | [16] |
| Patentbeispiel 7, der einzige Bericht über Menschen | 23 Patienten, Leberentzündung seit 10 bis 20 Jahren; keine Zufallszuteilung, keine Verblindung, nie veröffentlicht | Keine geprüfte Dosis: Das Patent beansprucht Schutz für alles von 0,01 bis 100 µg/kg, vier Größenordnungen, und das Beispiel nennt keine eigene Menge | In einen Muskel | Beansprucht für 10 bis 40 Tage | [2] |
Eine Konzentration in der Nährlösung lässt sich nicht in eine Menge für einen Körper umrechnen, und eine Zahl aus dem Tierversuch ebenso wenig. Zwanzig Nanogramm pro Milliliter in der Flüssigkeit um ein Stück Hühnerembryo-Leber sagen über die Gewebespiegel in irgendetwas Lebendem nichts aus.
Der Abstand zwischen diesen Laborzahlen und den Mengen, die unter Anwendern im Umlauf sind, ist so groß, dass er benannt werden muss, und keine der umlaufenden Zahlen beruht auf einer Studie. Handels- und Übersichtsseiten nennen Mengen von 100 µg bis 2 mg am Tag, und eine davon stellt eine Kur von insgesamt 50 bis 100 mg über zehn Tage vor [26].
Bei 75 kg ergibt diese letzte Zahl etwa 67 bis 133 µg pro Kilogramm und Tag. Das liegt an der oberen Grenze dessen, was das Patent beansprucht hat, oder darüber, und es entspricht der 500- bis 1000-fachen Menge dessen, was die Ratten im oben beschriebenen Leberversuch erhielten.
Keines dieser Schemata stammt aus der Literatur, weil es keine Literatur gibt, aus der man sie ableiten könnte. Sie widersprechen sich außerdem um bis zu zwei Größenordnungen, was bei Zahlen ohne Quelle zu erwarten ist.
Entwicklungsstand und Zulassung
Ein Patent, zwei Dutzend Arbeiten, kein Entwicklungsprogramm
- 2000Patentpriorität angemeldetDas Sankt Petersburger Institut beansprucht die Aminosäurefolge Lys-Glu-Asp-Ala als Anreger der Leberzellaktivität
- 2001Erste Arbeiten, beide zur LeberKulturen aus Gewebestücken ordnen das Peptid der Leber zu; Rattenleberzellen in der Laborschale bilden mehr Eiweiß, wo Epitalon nichts verändert
- 2002Erste Chromatin-Arbeit an gespendeten menschlichen ZellenRibosomale Gene angeschaltet und dicht gepacktes Chromatin aufgelockert, in Zellen alter Spender
- 2005Der einzige begutachtete Versuch an lebenden TierenDie Aktivität der Verdauungsenzyme sinkt bei jungen Ratten und steigt bei alten, nach zwei Wochen über den Mund
- 2006Patent in den Vereinigten Staaten erteiltSeine Beispiele enthalten die einzigen Zahlen zur Giftigkeit und den einzigen Bericht über behandelte Menschen, 23 Patienten
- 2007Patent an ein russisches Unternehmen übertragenDie Übertragung eines Eigentumsrechts; es folgten keine Studie, keine Einreichung und kein Produkt
- 2022Patent erlischt, erste Transportberechnung erscheintDas Recht erlischt im August wegen nicht gezahlter Gebühren; eine Rechentabelle gibt dem Peptid minus 22,01 und versieht die Zeile mit dem Wort Hepatoprotector
- 2023Zweite Berechnung widerspricht der erstenMinus 28,83 am selben Transporteiweiß, und die Chromatin-Gruppe berichtet nun von keiner Auflockerung jenes Bereichs, den sie einst berichtet hatte
- 15. September 2026Register abgefragtNirgends eine Zulassung, keine angemeldete Studie, kein Behördencode und kein Produkt auf irgendeinem Markt
Hinter Livagen steht kein Entwicklungsprogramm. Kein Unternehmen hat etwas eingereicht, und keine Prüfphase hat begonnen [1].
Das Patent erlosch im August 2022, weil die Gebühren nicht gezahlt wurden [2]. Was bleibt, ist eine dünne Reihe von Laborarbeiten und ein Vial, das für die Forschung verkauft wird.
| Markt | Status | Anmerkung | Quelle |
|---|---|---|---|
| Vereinigte Staaten | Nicht zugelassen | Kein Substanzcode, keine Fachinformation, keine Meldedatei; nie für die Apothekenherstellung vorgeschlagen | [13], [27] |
| Europäische Union | Nicht zugelassen | Keine Zulassung und keine Studie; das Register der Behörde war am Prüftag nicht lesbar | [28] |
| Deutschland | Nicht zugelassen | Weder zugelassenes Arzneimittel noch aufgeführter Dopingstoff; ein nicht zugelassenes Spritzenpräparat darf nicht abgegeben werden | [29] |
| Vereinigtes Königreich | Nicht zugelassen | Das Register lieferte nur eine leere Seitenhülle, der Befund stützt sich daher auf alle übrigen Register | [28] |
| Australien | Nicht zugelassen | Fehlt im Giftstoffverzeichnis, was keine Erlaubnis ist | [30] |
| Kanada | Nicht zugelassen | Die Arzneimitteldatenbank liefert keinen Treffer, während eine Kontrollabfrage funktioniert | [31] |
| Schweiz | Nicht zugelassen | Keine Zulassung feststellbar, und eine Registerabfrage war nicht möglich | [28] |
| Russland | Nicht zugelassen | Kein Arzneimittel, und auch nicht als Nahrungsergänzungsmittel verkauft; den Platz für die Leber nimmt im Katalog Ovagen ein | [3], [4] |
Zwei Einträge muss man genauer lesen. Der australische bedeutet, dass der Stoff nie in das Verzeichnis aufgenommen wurde, und nicht, dass er verwendet werden darf. Nicht zugelassene Forschungspeptide werden dort ähnlich behandelt wie verschreibungspflichtige Stoffe [30].
Der russische Eintrag hebt dieses Peptid von allen seinen Verwandten ab. Cartalax, Chonluten, Pinealon und Ovagen werden dort als Kapseln verkauft, dieses überhaupt nicht. Keine Behörde hat es irgendwo in irgendeiner Form geprüft [3], [4].
Alle Register wurden am 15. September 2026 abgefragt. Wo ein Register nur eine leere Seitenhülle lieferte, ist das als ungeprüfte Lücke festgehalten und nicht als Nulltreffer [28].
Anti-Doping
Livagen ist jederzeit verboten, im Wettkampf wie außerhalb. Die Klasse S0 der Verbotsliste 2026 erfasst „any pharmacological substance which is not addressed by any of the subsequent sections of the List and with no current approval by any governmental regulatory health authority for human therapeutic use" (jeden pharmakologischen Stoff, der in keinem der folgenden Abschnitte der Liste behandelt wird und den derzeit keine staatliche Gesundheitsbehörde für die therapeutische Anwendung am Menschen zugelassen hat) [32].
Der Name steht nicht auf der Liste, und das ist keine Lücke. Die Klausel nennt Stoffe „under pre-clinical or clinical development or discontinued" (in vorklinischer oder klinischer Entwicklung oder eingestellt), und genau das beschreibt einen aufgegebenen Kandidaten mit erloschenem Patent [32], [2]. Stoffe dieser Klasse gelten als spezifizierte Substanzen, was die Höhe der Sanktion betrifft und nicht das Verbot selbst.
Ein Detail wird leicht überlesen. In einem großen Teil der Chromatin-Literatur wurde der untersuchte Schaden durch Metallsalze verursacht, Kobalt darunter, und das Peptid kam erst danach hinzu, um zu sehen, was sich ändert [25], [23]. Kobalt selbst steht namentlich auf der Liste, in Abschnitt S2.1.2, als Mittel, das den Hypoxie-induzierbaren Faktor anschaltet, und es gilt nicht als spezifizierte Substanz [32]. Von beiden wäre der Kobalt-Anteil der schwerere Verstoß.
Das deutsche Anti-Doping-Recht funktioniert anders. Sein Anhang nennt verbotene Stoffe einzeln, und ein Lebertetrapeptid kommt darin nirgends vor. Der Besitz ist nach dieser Vorschrift daher keine Straftat [29]. Das sportrechtliche Verbot bleibt davon unberührt.
Ein veröffentlichtes Verfahren, um den Stoff in einer Probe nachzuweisen, gibt es nicht. Vier gewöhnliche Aminosäuren lassen sich von den Bruchstücken einer normalen Eiweißverdauung kaum unterscheiden. Und weil niemand weiß, wie der Körper den Stoff aufnimmt und abbaut, weiß auch niemand, in welchem Zeitfenster zu suchen wäre. Den vollständigen Überblick gibt die Seite im Sport verbotene Peptide.
Vergleich mit verwandten Peptiden
Acht der 28 ultrakurzen Peptide aus Tabelle 2 der Übersichtsarbeit von 2022 aus der Herkunftsgruppe. Je negativer der Wert, desto besser die berechnete Passung, und dieselben Autoren sehen in einem Wert unter minus 15 das Zeichen für einen wahrscheinlichen Transport. In der vollständigen Tabelle steht Livagen auf Platz 10 von 28; dort ist Cortagen als Korthagen geschrieben. Quelle [5].
| Peptid | Verhältnis zu Livagen | Was die Prüfungen für diese Seite ergaben |
|---|---|---|
| Livagen | — | Lys-Glu-Asp-Ala, 461,5 g/mol; Passungswert −22,01 in der LAT1-Tabelle von 2022, und auf keinem Markt gibt es ein Produkt [9], [5], [3] |
| Ovagen | Das Peptid aus drei Bausteinen, das den Platz für die Leber tatsächlich einnimmt | Glu-Asp-Leu, geschützt durch ein eigenes, 2006 angemeldetes Patent; in Russland als Kapseln verkauft, Passungswert −28,27 in derselben Tabelle [33], [4], [5] |
| Epitalon | Dieselbe Reihe, ein Baustein an anderer Stelle und ein anderes Ende | Ala-Glu-Asp-Gly; veränderte in den Leberzellkulturen nichts, in denen Livagen wirkte, und brauchte im Enzymtest die 25-fache Konzentration [10], [18] |
| Cortagen | Dieselbe Reihe, der Hirnrinde zugeordnet | Ala-Glu-Asp-Pro; Passungswert −12,11, der niedrigste hier gezeigte Wert, und ebenfalls kein verkauftes Produkt [5], [3] |
| Pinealon | Peptid der Reihe aus drei Bausteinen, der Zirbeldrüse zugeordnet | Glu-Asp-Arg; Passungswert −30,29, und in Russland als Kapseln verkauft, wo Livagen das nicht ist [5], [3] |
| Cartalax | Peptid der Reihe aus drei Bausteinen, dem Knorpel zugeordnet | Ala-Glu-Asp; Passungswert −26,65, und dort ebenfalls als Kapseln verkauft [5], [3] |
| Chonluten | Peptid der Reihe, der Lunge und der Magenschleimhaut zugeordnet | Glu-Asp-Gly; mit −30,30 der beste Wert dieser Tabelle [5], [3] |
Der Vergleich sagt nichts über Stärke. Er zeigt, wo dieses Peptid unter seinen Nachbarn steht, und die Antwort lautet: in der Mitte der eigenen Tabelle und außerhalb des eigenen Katalogs.
Zwei Zeilen sind besonders aufschlussreich. Ovagen hat den Platz für die Leber übernommen, für den Livagen patentiert wurde. Und Epitalon ist jenes Peptid, das die beiden einzigen direkten Vergleiche in der Laborschale verlor.
Verbreitete Irrtümer
- „Livagen und Ovagen sind dasselbe Leberpeptid." Es sind verschiedene Moleküle. Livagen ist das Lys-Glu-Asp-Ala aus vier Bausteinen, aus einem Patent von 2000, Ovagen das Glu-Asp-Leu aus drei Bausteinen, aus einem Patent von 2006 [2], [33]. Verkauft wird nur Ovagen [4].
- „Livagen ist eine dieser Chawinson-Kapseln." Der Katalog führt sieben Peptide dieser Reihe auf, und dieses ist nicht darunter [3]. Unter den Peptiden dieses Programms ist es dasjenige, aus dem nie ein Produkt wurde.
- „Es gibt zu dem Stoff keinen Datenbankeintrag." Es gibt einen: PubChem CID 87919683 [9]. Abfragen nach der Aminosäurefolge, nach dem Code KEDA oder nach dem vollständigen chemischen Namen schlagen fehl, und so entsteht der falsche Eindruck einer Lücke.
- „Die 23 Patienten mit Leberentzündung waren eine klinische Studie." Sie sind Beispiel 7 eines Patents [2]. Keine Veröffentlichung, keine Anmeldung, keine Zufallszuteilung, keine Verblindung. Ein Patentbeispiel behauptet die gewerbliche Anwendbarkeit; ein Beleg ist es nicht.
- „Die Tifliser Arbeiten sind Studien am Menschen." Es sind Zellen in einer Laborschale. Alten Spendern wurde Blut abgenommen, die weißen Blutkörperchen wurden kultiviert, und das Peptid kam in die Nährlösung [19], [20]. Niemand hat etwas erhalten.
- „Die Formel ist C19H33N5O9 und die Masse 475,5." Falsch, und die richtigen Werte stimmen über drei Datenbanken hinweg überein: C18H31N5O9 und 461,5 g/mol, wobei das Patent 461,48 ohne Gegenion angibt [9], [12], [2]. Das falsche Wertepaar kursiert auf Übersichtsseiten, zusammen mit einer Zahl zur Eiweißbildung, die in keiner Arbeit vorkommt [34].
- „Hepatoprotector ist ein geprüfter Befund." Es ist eine Bezeichnung in einer Tabelle, gestützt auf eine Übersichtsarbeit derselben Gruppe, die auf Tiermodellen und Zellversuchen beruht [5], [15]. Zwei weitere Aminosäurefolgen dieser Tabelle sind ebenfalls der Leber zugeordnet [5].
- „Ein Patent in der Hand eines Pharmaunternehmens bedeutet ein Entwicklungsprogramm." Das Recht wurde 2007 übertragen und erlosch 2022 wegen nicht gezahlter Gebühren [2]. Ein abgelaufenes Patent ohne Einreichung, ohne Studie und ohne Produkt ist das Gegenteil eines Programms.
Häufige Fragen
Wurde Livagen je in einer klinischen Studie untersucht?
Nein. Am 15. September 2026 lieferte das Studienregister ClinicalTrials.gov zu diesem Namen keinen einzigen Eintrag. Eine Suche nach der Aminosäurefolge ergab 25 Treffer, durchweg Ernährungs- oder Aminosäurestudien ohne Bezug zu diesem Peptid, während eine Kontrollabfrage 752 Studien lieferte. Der einzige Bericht über Menschen, die den Stoff erhielten, ist Beispiel 7 eines Patents seines Erfinders und betrifft 23 Patienten. Dieses Beispiel wurde nie veröffentlicht, nie angemeldet, nie mit Zufallszuteilung und nie verblindet durchgeführt.
Woraus besteht Livagen?
Aus vier Eiweißbausteinen: Lysin, Glutaminsäure, Asparaginsäure und Alanin, geschrieben Lys-Glu-Asp-Ala oder KEDA. Die Chemiedatenbank nennt die Formel C18H31N5O9 und eine Masse von 461,5 g/mol. Die weit verbreiteten Angaben C19H33N5O9 und 475,5 sind falsch.
Warum wird Livagen als Leberpeptid bezeichnet?
Weil seine Hersteller es der Leber zugeordnet haben. Die Aminosäurefolge wurde am Schreibtisch aus einer Aminosäureanalyse von Leberpräparaten entworfen, und eine Tabelle in der eigenen Übersichtsarbeit der Gruppe von 2022 versieht die Zeile mit dem Wort Hepatoprotector. Zwei weitere Folgen dieser Tabelle tragen ebenfalls eine Leber-Zuordnung, und die Leberversuche dahinter stehen in einem Patent und nicht in einer begutachteten Fachzeitschrift.
Ist Livagen dasselbe wie Ovagen?
Nein. Livagen ist das Peptid Lys-Glu-Asp-Ala aus vier Bausteinen, Ovagen das Peptid Glu-Asp-Leu aus drei Bausteinen, geschützt durch ein sechs Jahre später angemeldetes Patent. Nur Ovagen nimmt im russischen Katalog dieser Peptide den Platz für die Leber ein. Livagen kommt dort überhaupt nicht vor.
Ist Livagen irgendwo als Arzneimittel zugelassen?
Nein, in keinem Land. Es gibt keine Zulassung in den Vereinigten Staaten, in der Europäischen Union, in Deutschland, im Vereinigten Königreich, in Australien, in Kanada, in der Schweiz oder in Russland. Anders als seine verwandten Peptide wird es nicht einmal als russisches Nahrungsergänzungsmittel verkauft, weshalb es keine Behörde je in irgendeiner Form geprüft hat.
Was haben die Tierversuche zu Livagen ergeben?
Wenig, das veröffentlicht und geprüft worden wäre. Leberzellen von Ratten bildeten in der Laborschale mehr Eiweiß, Leberstücke von Hühnerembryonen wuchsen bei einer Konzentration um 24 Prozent stärker, und nach zwei Wochen über den Mund sank die Aktivität der Verdauungsenzyme bei jungen Ratten und stieg bei alten. Die ersten beiden Zahlen stammen aus dem Patent und nicht aus einer begutachteten Arbeit.
Warum widersprechen sich die Transportberechnungen zu Livagen?
Weil dieselbe Gruppe zweimal gerechnet hat und zu verschiedenen Zahlen kam. Am Transporteiweiß LAT1 erhielt das Peptid in der Tabelle von 2022 den Wert −22,01 und in der von 2023 den Wert −28,83, ein Abstand von 6,82 Einheiten für dasselbe Molekül. Beides sind Computermodelle, hinter denen keine einzige Transportmessung steht.
Welche Nebenwirkungen hat Livagen?
Unbekannt, weil niemand danach gesucht hat. Es gibt keine begutachtete Giftigkeitsprüfung in irgendeiner Tierart und keinen Eintrag in der amerikanischen Meldedatenbank für Nebenwirkungen. Die einzigen Zahlen zur Giftigkeit stehen im Patent des Erfinders, das für Ratten nach sechs Monaten Gabe keine Veränderungen berichtet, und kein Labor außerhalb dieses Kreises hat sie überprüft.
Ist Livagen im Sport verboten?
Ja, jederzeit, im Wettkampf wie außerhalb. Die Klasse S0 der Verbotsliste 2026 erfasst jeden arzneimittelähnlichen Stoff, den keine Gesundheitsbehörde für die Anwendung am Menschen zugelassen hat. Der Name steht nicht auf der Liste, und dieses Fehlen ist keine Lücke.
Quellen
- ClinicalTrials.gov, API v2. Queries on 15 September 2026: term "livagen" total count 0. Term "Lys-Glu-Asp-Ala" total count 25, all of them opened and none concerning this peptide; the hyphenated query is split into its component words, so the hits are protein and amino acid nutrition studies such as NCT06769100 and NCT04072770. Control query, intervention "semaglutide", returns 752 studies, so the interface works. No record for this substance exists, and therefore none from the test sponsor whose mock records appear elsewhere in this register. https://clinicaltrials.gov/api/v2/studies
- Khavinson VKh (2006). Tetrapeptide stimulating the functional activity of hepatocytes, pharmacological substance on its basis and the method of its application. US patent 7,101,854 B2; parallel Russian patent RU 2166957 C1, priority 9 October 2000, published 20 May 2001. Filed 15 May 2001, granted 5 September 2006; original applicant Nostiji Klinika Instituta Bioregulyatsii Gerontologii OOO, transferred to GEROPHARM Ltd in 2007, legal status "expired, fee related", lapse date 17 August 2022. Both full texts read on 15 September 2026. Claims Lys-Glu-Asp-Ala as SEQ ID NO: 1, formula C18H31N5O9 and mass 461.48 without a counter-ion, with dosing claimed "from 0.01 to 100 mcg/kg of body mass, at least once per a day for a period of 10-40 days" by the parenteral, intranasal or oral route. Substance described as a white amorphous powder without smell, moisture 7 per cent, pH 5.54 of a 0.001 per cent solution; the only pharmaceutical form described is one ampoule holding 1 ml of solution at 10 µg/ml in 0.9 per cent sodium chloride. Example 2, toxicology: mice given 1 to 5 mg/kg once into a muscle; rats given 1 µg/kg, 0.3 mg/kg or 3 mg/kg daily into a muscle for 90 days; rats given 1 µg/kg, 0.1 mg/kg or 1 mg/kg daily into a muscle for six months; reported outcome "no pathologic alterations". Example 3: rat liver cells aged 4, 8 and 18 months, 0.005 µg/ml over four hours, protein synthesis raised, most strongly in old animals. Example 4: liver explants from 10- to 11-day chicken embryos, range 2 to 400 ng/ml, significant stimulation at 20 ng/ml with a 24 per cent increase of the area index on day three. Example 5: rats given carbon tetrachloride 0.5 ml per 100 g daily for five days, 1 µg of the tetrapeptide daily during exposure or for 15 days after it, with less tissue damage and biochemical values restored by day 20. Example 7, the only human account: 23 patients aged 32 to 53 with chronic persistent hepatitis of 10 to 20 years duration, against a control group of 12 patients on conventional treatment, dosed as claimed above. No example names randomisation, blinding, a placebo or an endpoint fixed in advance, and none has ever appeared in a journal. A property right, not a reviewed publication. https://patents.google.com/patent/US7101854B2/en
- St Petersburg Institute of Bioregulation and Gerontology, catalogue page for this peptide series, retrieved 15 September 2026. Lists exactly seven products: Vezugen (vessels), Pinealon (brain cells), Cartalax (cartilage), Cristagen (immune system), Ovagen (liver and digestive tract), Chonluten (lung and bronchial lining) and Vizulingval (retina). Livagen is not among them, and the liver place belongs to Ovagen. https://gerontology.ru/cytogens
- Russian trade record for Ovagen, retrieved 15 September 2026. A retail page offers Ovagen in capsules as the liver bioregulator of this series, naming glutamic acid, aspartic acid and leucine as its composition, while no equivalent product exists for Livagen. Cited only as evidence of what is and is not sold. Not linked.
- Khavinson V, Linkova N, Kozhevnikova E, Dyatlova A, Petukhov M (2022). Transport of biologically active ultrashort peptides using POT and LAT carriers. International Journal of Molecular Sciences 23(14):7733. PMID 35887081. PMCID PMC9323678. DOI 10.3390/ijms23147733. Full text and tables 1 and 2 read. Table 2 lists "Livagen (KEDA) −22.01 Hepatoprotector", rank 10 of 28, alongside Vesilut (ED) −34.32, Chonluten (EDG) −30.30, Pinealon (EDR) −30.29, Cardiogen (AEDR) −29.81, Ovagen (EDL) −28.27, Cartalax (AED) −26.65, Epitalon (AEDG) −20.38, Fuaget (DL) −16.01 and Korthagen (AEDP) −12.11. Fuaget carries the same one-word Hepatoprotector label as Livagen, and Ovagen is labelled "Nephroprotector/Hepatoprotector", so three of the 28 rows point at the liver. Table 1 places known LAT1 ligands between −19.67 and −15.00, and the threshold is the authors own: "ICM-Score function values of the studied USPs less than −15 may indicate a high probability of highly efficient binding to the LAT1 transporter." The organ labels in that table are the authors attributions, not findings, and the Livagen row is backed by reference 171, which is the review listed here as number 15. The same paper states that KEDW and KEDA peptides resist hydrolysis for three to four hours in saline, Ringer solution, hydrochloric acid and tissue homogenates, but supports that sentence with a general review of intestinal peptide absorption rather than with an experiment on this peptide; the fitting source is the paper listed here as number 10.
- Khavinson V, Linkova N, Dyatlova A, Kantemirova R, Kozlov K et al. (2023). Feasibility of transport of 26 biologically active ultrashort peptides via LAT and PEPT family transporters. Biomolecules 13(3):552. PMID 36979488. PMCID PMC10046148. DOI 10.3390/biom13030552. Full text and tables 1, 3, 5 and 7 read. KEDA scored −28.83 at LAT1 against structure 6IRT, rank 11 of 26; −21.45 at LAT2 against 7CMH, rank 17; −16.70 at PEPT1 against 7PN1, rank 20; and +11.60 at PEPT2 against 7PMY, rank 21, a positive value meaning no favourable fit. Method: docking with ICM-Pro and the ECEPP/3 force field on a supercomputer, against a comparison library of all di- and tripeptides including mirror sequences, 8,400 compounds. The paper names KEDA among the peptides likely to be stronger inhibitors of LAT2 and comparable to inhibitors of PEPT1, limits its own PEPT2 results because the available structure does not allow a reliable assessment, and explains the difference from the previous year in a footnote to table 1: "The data obtained in this work differ somewhat from preliminary calculations". Molecular docking only; no transport measurement, and no pharmacokinetic data for the substance in this or any other publication found.
- PubMed, NCBI E-utilities, and Europe PMC, REST search, retrieved 15 September 2026. "Livagen" returns 19 PubMed records and 23 Europe PMC records, all of which were opened individually; "Lys-Glu-Asp-Ala" returns 20 PubMed records. Of those, about ten are chromatin papers from one group in Tbilisi, four are explant or liver cell papers, two are docking papers, one an enzyme paper, one a bioinformatics paper, and the remainder reviews in which the name appears as a list item. Control findings: "lysyl-glutamyl-aspartyl-alanine" returns nothing, and "KEDA peptide" returns 27 mostly unrelated records because the code collides with other abbreviations. No paper by a group independent of the originating school was found. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=livagen
- Western research-chemical listing for Livagen, retrieved 15 September 2026. Freeze-dried white powder, 20 mg per vial, purity stated by the seller as "≥99% by HPLC" with a third-party certificate for one batch giving 99.917 per cent and a measured 24.39 mg against 20 mg declared, at about 100 US dollars per vial. Carries the notice "This product is intended for laboratory research use only. Not for human or veterinary use. Not approved for diagnostic, therapeutic, or medical applications", while the same page explains how to dissolve it. Trade record, cited as evidence of what is sold. Two further pages, one Ukrainian, returned HTTP 403 and could not be read. Not linked.
- PubChem. Compound CID 87919683, Livagen, C18H31N5O9, 461.5 g/mol, exact mass 461.21217758, InChIKey IKVDKWACACMDLR-BJDJZHNGSA-N, calculated XLogP −7.7, topological polar surface area 251 Ų, complexity 700, eight hydrogen-bond donors, eleven acceptors, sixteen rotatable bonds, formal charge 0. The SMILES string confirms the sequence Lys-Glu-Asp-Ala. Only four synonyms are held, one of which is the registry number 433257-50-2, so the CAS number rests on this record alone. Name resolution fails reproducibly for "Lys-Glu-Asp-Ala", "KEDA", "H-Lys-Glu-Asp-Ala-OH" and the full chemical name, which is why the compound is often reported as absent. Retrieved 15 September 2026. https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/87919683
- Timofeeva NM, Khavinson VKh, Malinin VV, Nikitina AA, Egorova VV (2005). Effect of peptide Livagen on activity of digestive enzymes in gastrointestinal tract and non-digestive organs in rats of different ages. Advances in Gerontology 16:92-96. PMID 16075683. In Russian. The only reviewed experiment in living animals that does not come from the patent. States that peptide hydrolases of the small intestine do not hydrolyse the peptide even to a small extent, and that in vitro it reduces glycyl-L-leucine dipeptidase activity in the small intestine by 50 per cent. After two weeks by mouth, digestive enzyme activity fell in young animals and rose in old ones, in most cases approaching the level of young controls. No amount and no statistics in the abstract. Also cited for the protein synthesis work of Brodskii VIa, Khavinson VKh, Zolotarev IuA, Nechaeva NV, Malinin VV, Novikova TE, Gvazava IG, Fateeva VI (2001), Rhythm of protein synthesis in cultures of hepatocytes from rats of different ages, Izvestiia Akademii Nauk Seriia Biologicheskaia (5):517-521, PMID 15926314, which is the clearest origin statement in the reviewed literature: "The peptide lyvagen (Lys-Glu-Asp-Ala) obtained by directed chemical synthesis on the basis of amino acid analysis of the liver polypeptide preparations increased the level of protein synthesis in the hepatocytes from rats of different ages; the highest effect was observed in the cells of old animals", with the contrasting result that Epitalon "did not change the intensity of protein synthesis" in the same cultures. Monolayer liver cell cultures from rats aged 1 to 24 months, 45 to 480 g; no concentration in the abstract.
- Khavinson VK (2001). Tissue-specific effects of peptides. Bulletin of Experimental Biology and Medicine 132(2):807-808. PMID 11713572. DOI 10.1023/a:1013058701974. Two pages. Organotypic explant cultures from rat brain cortex, subcortical structures, liver and thymus; the house term appears in the sentence "Synthetic peptides (cytogens) Cortagen, Epithalon, Livagen, and Vilon stimulated the growth of explants from rat brain cortex, subcortical structures, liver, and thymus, respectively", which is the origin of the liver assignment. No concentrations, group sizes or effect sizes in the abstract. The same programme is set out in Khavinson VKh (2002), Peptides and ageing, Neuro-Endocrinology Letters 23 Suppl 3:11-144, PMID 12374906, which names the liver as one of four target organs of the tetrapeptide series.
- U.S. National Library of Medicine. MeSH supplementary concept UID 67473185, "Livagen", heading mapped to oligopeptides, entry terms "lysyl-glutamyl-aspartylalanine" and "Lys-Glu-Asp-Ala", previous indexing "oligonucleotides (2003-2005)". Retrieved 15 September 2026. The record holds no registry number field, so the CAS number cannot be cross-checked here. https://eutils.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/eutils/efetch.fcgi?db=mesh&id=67473185
- United States register checks, 15 September 2026. FDA Global Substance Registration System, queries for "livagen" and for "LYS-GLU-ASP-ALA": zero records each, while the control query "semaglutide" returns five, so no substance code exists. openFDA drug label API, search "livagen" and substance name "LIVAGEN": not found. openFDA adverse event database, medicinal product "livagen": not found. DailyMed web services v2: zero entries, database state 14 September 2026. https://gsrs.ncats.nih.gov
- Curated chemistry database checks, 15 September 2026. ChEMBL molecule search for the name returns total count 0, and a search by structure key IKVDKWACACMDLR-BJDJZHNGSA-N also returns 0. No DrugBank record was found. The Wikidata entity Q137538072 carries the label and the description "pharmaceutical compound" but no statements at all, no formula, no registry number and no database links, so it is worthless as an identity source. https://www.ebi.ac.uk/chembl/api/data/
- Kuznik BI, Khasanova NB, Ryzhak GA, Mezsheriakova IE, Khavinson VK (2020). The influence of polypeptide liver complex and tetrapeptide KEDA on organism physiological function in norm and age-related pathology. Advances in Gerontology 33(1):159-164. PMID 32362099. In Russian, abstract read in both languages. Expressly a review, in its own words "In the review is shown the data", and not a primary study. It treats a polypeptide complex extracted from calf liver and the synthetic tetrapeptide together, and its Russian abstract names animal models of experimental liver disease and work in vitro as the entire basis. It asserts high efficiency and restored liver function, and it is the reference with which the 2022 overview supports the Hepatoprotector label. The whole efficacy claim for this peptide rests on it.
- Khavinson VK, Linkova NS, Dyatlova AS, Kuznik BI, Umnov RS (2021). Peptides regulation of gene expression: a systematic review. Molecules 26(22):7053. PMID 34834147. PMCID PMC8619776. DOI 10.3390/molecules26227053. Full text checked. Cited for the general working range of these peptides in culture, "from 2 to 200 ng/mL", which is not specific to this substance. Documented negative finding: Livagen, KEDA and Lys-Glu-Asp-Ala do not appear anywhere in this systematic review by the same group on gene regulation by short peptides, and the same is true of their 2020 review in the same journal, PMID 32987757.
- Khavinson VKh, Malinin VV, Chalisova NI, Grigor'ev EI (2002). Tissue-specific action of peptides in tissue culture of rats of various ages. Advances in Gerontology 9:95-100. PMID 12096446. In Russian. Compares the polypeptide preparations Cortexin, Epithalamin, Hepalin and Thymalin with the synthetic short peptides Cortagen, Epitalon, Livagen and Vilon, assigning this one to the liver preparation Hepalin. The tissue-specific effect is reported with respect to the applied concentrations, and the abstract names neither the concentrations nor any effect size. A further liver paper of the same period, Riadnova IIu, Filippov SV, Iuzhakov VV (2002), Advances in Gerontology 10:88-94, PMID 12577697, reports that the peptide stimulates structural and functional homeostasis in an organotypic liver culture, with no figures and no concentration.
- Kost NV, Sokolov OIu, Gabaeva MV, Zolotarev IuA, Malinin VV, Khavinson VKh (2003). Effect of new peptide bioregulators livagen and epitalon on enkephalin-degrading enzymes in human serum. Izvestiia Akademii Nauk Seriia Biologicheskaia (4):427-429. PMID 12942748. In Russian. Both peptides inhibited enkephalin-degrading enzymes from human serum, with half-inhibiting concentrations of 20 and 500 µM respectively, and Livagen was more effective than puromycin, leupeptin and D-PAM. Negative finding in the same paper: "No interaction was observed between the tested peptides and mu- or delta-opioid receptors of the membrane fraction from the rat brain."
- Khavinson VKh, Lezhava TA, Monaselidze JG, Dzhokhadze TA, Dvalishvili NA, Bablishvili NK, Ryadnova IY (2002). Effects of Livagen peptide on chromatin activation in lymphocytes from old people. Bulletin of Experimental Biology and Medicine 134(4):389-392. PMID 12533768. DOI 10.1023/a:1021924702103. The first paper on this peptide and chromatin: activation of ribosomal genes, decondensation of pericentromeric structural heterochromatin and release of euchromatic regions condensed with age. Cells in short-term culture; no concentration and no number of donors in the abstract.
- Khavinson VKh, Lezhava TA, Malinin VV (2004). Effects of short peptides on lymphocyte chromatin in senile subjects. Bulletin of Experimental Biology and Medicine 137(1):78-81. PMID 15085253. DOI 10.1023/b:bebm.0000024393.40560.05. White cell cultures from donors aged 75 to 88. All five peptides tested, Vilon, Epithalon, Livagen, Prostamax and Cortagen, activated ribosomal genes and decondensed tightly packed chromatin fibrils; the packed region of chromosome 1 was loosened by three of them and that of chromosome 9 by two, Livagen among them. Five peptides acting alike is an argument against a sharp tissue assignment at this level. Human cells in a dish, nobody treated, and no concentrations in the abstract.
- Lezhava T, Monaselidze J, Kadotani T, Dvalishvili N, Buadze T (2006). Anti-aging peptide bioregulators induce reactivation of chromatin. Georgian Medical News (133):111-115. PMID 16705247. Cells from donors aged 75 to 88; Epitalon, Livagen and Vilon activated ribosomal genes, and the first two loosened the packed regions of chromosomes 1 and 9 while Vilon did not.
- Lezhava T, Jokhadze T, Monaselidze J, Buadze T, Gaiozishvili M, Sigua T et al. (2023). Epigenetic modification under the influence of peptide bioregulators on the "old" chromatin. Georgian Medical News (335):79-83. PMID 37042594. Donors aged 75 to 88. Writes the assignment out in full, "Lys-Glu-Asp-Ala-Livagen", and states expressly that these peptides do not decondense the pericentromeric structural heterochromatin, contradicting the same group in 2004 and 2006. The earlier summary of that programme is Lezhava T et al. (2020), Georgian Medical News (309):120-124, PMID 33526740, using differential scanning calorimetry, nucleolar organiser activity, C-heterochromatin and sister chromatid exchanges.
- Dzhokhadze TA, Buadze TZh, Gaiozishvili MN, Rogava MA, Lazhava TA (2013). Functional regulation of genome with peptide bioregulators by hypertrophic cardiomyopathy (by patients and relatives). Georgian Medical News (225):94-97. PMID 24423684. Cell cultures from people with a thickened heart muscle and from their first-degree relatives; Epithalon, Vilon and Livagen were tested, the last of them also alongside cobalt chloride. The ranking is explicit and not in this peptide's favour: "The most effective protective action … shows Epithalon". A second paper of the same series, Georgian Medical News (234):134-137, PMID 25341254, reports more large nucleolar organiser regions under the peptide alone and with cobalt ions.
- Dzhokhadze TA, Buadze TZh, Gaiozishvili MN, Kakauridze NG, Lezhava TA (2014). Genomic instability in atherosclerosis. Georgian Medical News (236):82-86. PMID 25541832. Cell cultures from people over 80 with hardened arteries against controls aged 30 to 35. Cited here as a documented case of overreach: the paper concludes from chromosomes in a dish that "The identified protective action of Livagen proves its efficacy in prevention of atherosclerosis", which does not follow from cell culture data and is not reported on this page as a finding.
- Dzhokhadze TA, Ganozishvili MN, Lezhava TA (2008). The effect of heavy metal ions and peptide bioregulators on the expression of chromosome fragile sites in individuals of different age groups. Georgian Medical News (162):11-14. PMID 18830022. Title shortened here; the paper is cited only for its age-group result. Nickel, zinc and cobalt ions served as the damaging agents and two peptides as correctors, and the finding runs against the ageing hypothesis: "Both tested bioregulators lessen heavy metals effect that was statistically reliable only for the young people group." A related paper, Georgian Medical News (148-149):50-54, PMID 17921545, reports corrective activity after gamma irradiation at 0.2 and 0.5 Gy and at 1 and 2 Gy without giving any figures.
- Collected trade and overview pages naming amounts, retrieved 15 September 2026. Figures circulating side by side: 200 µg a day under the skin as the most common, 100 to 300 µg once or twice a day, 500 µg to 2 mg a day, and a course presented as a laboratory schedule totalling 50 to 100 mg over ten days, with courses of 10 to 14 days and breaks of 6 to 12 weeks. None of these figures appears in any paper read for this page, and they contradict each other by up to two orders of magnitude. Trade records, cited only as evidence that such figures circulate. Not linked.
- US Food and Drug Administration. Bulk drug substances nominated for use in compounding under section 503A of the Federal Food, Drug, and Cosmetic Act, state of 14 May 2026. Checked in full text on 15 September 2026: neither the name nor the code nor the sequence appears in any of the three categories, so the substance was never even put forward for review. Control: alanyl-L-glutamine, a short peptide, stands in the list. Two warning letters of 2026 were also read in full, references 729447 and 735063: they name other substances under sections 301(d) and 505(a) of the Act and not this one, although one of them names Prostamax, a preparation from the same circle. https://www.fda.gov/media/94155/download
- European, British, Swiss and Russian register checks, 15 September 2026. The European Medicines Agency search returned HTTP 403 to an automated request, so no register query was possible. MHRA Products returned 122,696 bytes for both the query and the control query, byte for byte identical, which is a page shell and not a result. The Swissmedic page for authorised medicines returned HTTP 404. The Russian state medicines register is an ASPX application and could not be queried, so neither a medicine registration nor a supplement registration could be confirmed or ruled out. All four are recorded as unverified gaps rather than nil results; the finding of no authorisation rests on every other register checked and on the absence of any registered trial.
- German Anti-Doping Act, annex to section 2 paragraph 3, published as BGBl. 2023 I No. 67. Full text checked 15 September 2026: the name, the code and the sequence do not appear, and section II lists peptide hormones, releasing factors and growth factors one by one, with no catch-all heading a liver tetrapeptide could fall under. The closing sentence extends the listed substances to their salts, esters, ethers, isomers, mixtures of isomers, complexes and derivatives, and creates no new group. Possession is therefore not an offence under that provision, which changes nothing about the sporting ban. https://www.gesetze-im-internet.de/antidopg/anlage.html
- Therapeutic Goods (Poisons Standard — June 2026) Instrument 2026, Australia, signed 27 May 2026. Full text checked 15 September 2026 for the name, the code and the sequence: no match, and no general heading for peptides exists in the standard. Control: alanylglutamine appears twice and pralmorelin three times, so short peptides are listed there by name when they are listed at all. The Australian medicines register could not be queried programmatically. Unapproved research peptides are handled there much as prescription substances are, so absence from the standard is not permission.
- Health Canada, Drug Product Database API, brand-name queries for "livagen" and "lys-glu-asp-ala": empty results. Control query returns records with DIN 02471469. Retrieved 15 September 2026. The substance is nonetheless offered by research-chemical sellers with Canadian addresses. https://health-products.canada.ca/api/drug/drugproduct/
- World Anti-Doping Agency. The 2026 Prohibited List, in force from 1 January 2026, sections S0 and S2. Wording of S0: "All prohibited substances in this class are Specified Substances. Any pharmacological substance which is not addressed by any of the subsequent sections of the List and with no current approval by any governmental regulatory health authority for human therapeutic use (e.g. drugs under pre-clinical or clinical development or discontinued, designer drugs, substances approved only for veterinary use) is prohibited at all times." Full text checked 15 September 2026: the name, the code and the sequence return no match, so the classification follows from the general clause; control check, BPC-157 is named in that same clause. Section S2 was read in full and its subsections are occupied by erythropoietin-related agents, testosterone-stimulating peptides, corticotrophins, growth hormone and its fragments, releasing factors and growth factors, none of which describes a liver tetrapeptide. Cobalt is named in section S2.1.2 as an agent activating hypoxia-inducible factor and is not a specified substance. https://www.wada-ama.org/en/prohibited-list
- "Sia Peptides" OOO (2007). Peptide stimulating regeneration of liver tissue, pharmaceutical composition on its basis and method of its application. Russian patent RU 2297239 C1, filed 30 May 2006, published 20 April 2007. Read on 15 September 2026 to separate the two substances: this patent claims H-Glu-Asp-Leu-OH, the three-part peptide Ovagen, and not Lys-Glu-Asp-Ala. It is the liver regeneration document that trade pages regularly attribute to Livagen. https://patents.google.com/patent/RU2297239C1/en
- Western overview page for Livagen, retrieved 15 September 2026. Documented source of two false figures: it gives the formula as C19H33N5O9 and the mass as 475.5 Da, against C18H31N5O9 and 461.5 in three independent records, and it names a protein synthesis improvement of 42 to 150 per cent, a range that appears in none of the papers read for this page. Trade record, cited only as the documented instance of those errors. Not linked.
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Die Registerabfragen und Literatursuchen hinter dieser Seite wurden am 15. September 2026 durchgeführt. Bei einem Stoff mit so dünner Datenlage gehört das Datum, an dem diese Suchen fast leer zurückkamen, selbst zum Befund.
myPeptides Research & Editing. (2026). Livagen: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit. Version 1.0, 15. September 2026. myPeptides Peptid-Register. Abgerufen von https://mypep.app/peptides/livagen
Wie die Seiten dieses Registers erstellt und bewertet werden, beschreibt die Methodik; das vollständige Register steht unter Peptide.
| Version | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 1.0 | 2026-09-15 | Erstveröffentlichung |
Letzte Prüfung: 15. September 2026. Nächste Prüfung: sobald eine angemeldete Studie am Menschen erscheint, ein unabhängiges Labor die Laborbefunde bestätigt oder sich die Einordnung im Anti-Doping ändert.
