Crystagen: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit
Zusammenfassung
Crystagen ist eine künstliche Kette aus drei Aminosäuren aus einem Institut in Sankt Petersburg, die als Immunpeptid gehandelt wird. Genau eine Arbeit der Fachliteratur trägt seinen Namen, und sie berichtet, dass der Stoff B-Zellen anregt, in der alternden Milz aber nichts erneuert. Jede Immunzahl dazu steht in der Patentanmeldung der Erfinder, auch der einzige Fall, in dem Menschen ihn erhielten. Als Arzneimittel ist er nirgends zugelassen, und im Sport ist er jederzeit verboten.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Studie am Menschen wurde nie registriert. Eine Registerabfrage am 20. September 2026 lieferte weder zu Crystagen noch zu Kristagen einen Treffer, weder als Prüfsubstanz noch als freier Suchbegriff. Die wenigen Treffer zur Aminosäurefolge gehören zu Studien ohne Bezug zum Stoff [1].
- Nur ein einziger Eintrag der Fachliteratur trägt den Namen. Eine Suche in PubMed liefert eine einzige Arbeit. Europe PMC liefert drei, von denen zwei Übersichtsarbeiten derselben Gruppe sind [2].
- Diese eine Arbeit fällt teilweise negativ aus. Sie vergleicht vier kurze Peptide an der alternden Milz und berichtet, dass Crystagen den B-Zell-Arm anregt, „however, the peptide doesn't cause cell renewal in spleen as it ages“ (das Peptid bewirkt jedoch keine Zellerneuerung in der alternden Milz). Die Wirkung auf die Helferzellen ging von zwei anderen Peptiden aus [3].
- Die einzige begutachtete Arbeit zur Aminosäurefolge handelt von Haut. In der Haut junger Ratten steigerte das Peptid neben drei weiteren das Zellwachstum. In Haut alter Ratten wurde eine deutliche Wirkung nur für ein anderes Peptid berichtet [4].
- Die Zahlen zum Menschen stammen aus einem Patent und nicht aus einer Studie. 38 ältere Patienten, zehn Tage, und die Behauptung, die Abwehrlage habe sich bei 82 Prozent von ihnen normalisiert gegenüber 56 Prozent in einer Vergleichsgruppe. Keine Zufallszuteilung, keine Verblindung, keine Registrierung, keine Begutachtung [5].
- Es ist ein Molekül aus drei Bausteinen mit 359,33 g/mol. Glu-Asp-Pro, Summenformel C14H21N3O8, Chemieeintrag CID 145455337 [6].
- Der Handelsname steht in keiner der Nachschlagedatenbanken. Das amerikanische Substanzregister liefert nichts dazu, die Chemiedatenbank findet den Stoff nur über die Aminosäurefolge, und es gibt weder eine CAS-Nummer noch einen Behördencode noch einen Eintrag in der offenen Wissensdatenbank [6], [7], [8].
- In Russland ist es ein Nahrungsergänzungsmittel zum Einnehmen. Kapseln und Tropfen für unter die Zunge enthalten den Bruchteil eines Milligramms des Peptidkomplexes am Tag, und die Verkaufsseite schreibt selbst, dass es kein Arzneimittel ist. Die im Westen verkaufte Spritzform ist nirgends zugelassen [9], [10].
- Die kursierenden Spritzpläne liegen 100- bis 200-mal höher. Seiten für Anwender nennen tägliche Spritzen über zwölf Wochen, gegenüber zehn Tagen im Patentbeispiel. Die Zahlen selbst stehen weiter unten bei den Dosierungen [5], [11].
- Im Sport rund um die Uhr verboten durch jene Klasse, die jeden Stoff erfasst, den keine Gesundheitsbehörde zugelassen hat [12].
Was Crystagen ist
Crystagen ist ein im Labor hergestelltes Tripeptid aus Glutaminsäure, Asparaginsäure und Prolin, in dieser Reihenfolge verknüpft. Drei Aminosäuren und 359,33 g/mol machen es zu einem sehr kleinen Molekül, das sich chemisch kaum von einem gewöhnlichen Bruchstück verdauten Eiweißes unterscheiden lässt. Die amerikanische medizinische Bibliothek führt die Aminosäurefolge als Peptid, das das Wachstum von Hautzellen anregt [6], [13].
Der Stoff stammt aus dem Institut für Bioregulation und Gerontologie in Sankt Petersburg, also aus der Arbeitsgruppe um Vladimir Khavinson. Ab 2006 meldete die Gruppe ihn in den Vereinigten Staaten und in Europa zum Patent an [5], [14]. Die Aminosäurefolge leitete sie aus Thymalin ab, einem Gemisch aus dem Thymus von Rindern, und berichtete später, das Tripeptid als Nebenbestandteil in diesem Gemisch gefunden zu haben [15], [16].
Die Wörter Bioregulator und Cytogen stammen von demselben Institut und seinen Händlern. Sie kommen in keinem Arzneibuch vor, in keiner Arzneimitteleinteilung und in keiner Begriffsbestimmung einer Behörde. Ein Cytogen ist in dieser Haussprache ein künstliches kurzes Peptid im Unterschied zu einem aus Gewebe gewonnenen Gemisch [17], [18].
Eines muss gleich zu Beginn deutlich gesagt werden. Der Name Crystagen existiert im Verkaufsmaterial, nicht in der Chemie. Die Chemiedatenbank hat keinen Eintrag darunter, das amerikanische Substanzregister ebenfalls nicht und die offene Wissensdatenbank auch nicht. Nur die Aminosäurefolge Glu-Asp-Pro führt zu dem Molekül [6], [7], [8].
Kurzprofil
| Feld | Angabe | Quelle |
|---|---|---|
| Name | Crystagen; in Russland Кристаген; kein internationaler Freiname | [9], [10] |
| Weitere Bezeichnungen | Glu-Asp-Pro, EDP, H-Glu-Asp-Pro-OH, Tripeptid T-36 | [6], [13] |
| Stoffgruppe | Künstliches Tripeptid; Bioregulator und Cytogen sind Wörter des Herstellers | [18] |
| Kette | Glu-Asp-Pro, drei Aminosäuren, Prolin am Ende | [5], [6] |
| Summenformel und Masse | C14H21N3O8, 359,33 g/mol für die freie Säure | [6] |
| Strukturschlüssel | InChIKey CKOFNWCLWRYUHK-XHNCKOQMSA-N | [6] |
| Offene Frage zur Struktur | Der Chemieeintrag beschreibt den Prolinring als (2R), während die gewöhnliche L-Form (2S) lauten müsste; ungeklärt | [6] |
| Chemieeintrag | PubChem CID 145455337, nur über die Aminosäurefolge auffindbar | [6] |
| Registriernummer | Keine CAS-Nummer auffindbar | [6] |
| Code bei der amerikanischen Behörde | Keiner; eine Kontrollabfrage in derselben Datenbank funktioniert | [7] |
| Verweildauer im Körper | Nie veröffentlicht, für keinen Weg und keine Tierart | [2] |
| Registrierte Studien am Menschen | Keine | [1] |
| Zulassungsstatus | Nirgends zugelassen, für nichts | [7], [9] |
| Verkauft als | Kapseln und Tropfen für unter die Zunge in Russland; Vials mit 20 mg Pulver im Westen | [9], [10], [19] |
| Herkunftsgruppe | Institut für Bioregulation und Gerontologie in Sankt Petersburg | [5], [9] |

Wie es wirkt
Niemand weiß es. Ein Rezeptor wurde nie gefunden, eine Bindung nie gemessen, und jede angebotene Erklärung ist entweder eine Computerberechnung oder die Beschreibung dessen, was sich in einer Laborschale veränderte.
Die Gruppe selbst stellt sich den Ablauf so vor: Das Peptid gelange über ein Trägereiweiß in die Zelle, erreiche den Zellkern, setze sich dort auf einen bestimmten Abschnitt der DNA und verändere, welche Gene abgelesen werden. Jeden dieser Schritte muss man getrennt betrachten, weil die Belege dahinter sehr unterschiedlich ausfallen.
- Das Andocken an die DNA. Eine Berechnung zum Andocken von 19 kurzen Peptiden setzt Crystagen auf einen Abschnitt, der „agat“ geschrieben wird. Dieselbe Berechnung ordnet genau diesen Abschnitt auch Vilon zu, einem Peptid aus nur zwei Bausteinen, sodass eine Kette aus drei und eine aus zwei Bausteinen dieselbe Stelle erkennen würden [20].
- Der Weg in die Zelle. Eine Berechnung von 2023 setzte 26 kurze Peptide an vier Transportern in eine Rangfolge. Crystagen kam am Transporter LAT1 auf Platz 9 von 26 und an LAT2 auf Platz 23 von 26, und es gehört nicht zu den Peptiden, die die Autoren als aussichtsreich hervorheben [21].
- Das Wecken von Abwehrzellen. Zellen aus dem Bauchfell alternder Mäuse gaben mehr Botenstoffe ab, wenn das Peptid zugesetzt wurde, im Bereich von 0,5 bis 500 ng/ml. Das steht ausschließlich im Patent [5].
- Der Anstoß zur Teilung von Thymuszellen. In einer menschlichen Thymus-Zelllinie trat die Wirkung erst in der siebten Passage auf und nicht in der ersten oder vierten, und sie nahm mit steigender Konzentration nicht zu [5].
Hinter all dem steht ein grundsätzliches Problem: die Größe des Moleküls. Eine Kette aus drei Aminosäuren trägt nur sehr wenig Information, viel zu wenig, um aus einem ganzen Erbgut ein einzelnes Gen herauszugreifen. Glutaminsäure, Asparaginsäure und Prolin kreisen außerdem als gewöhnliche Aminosäuren frei im Blut.
Berechnete Passungswerte aus einer Arbeit von 2023, keine Messungen: Je negativer der Wert, desto besser die errechnete Passung. Ein Transport dieses Peptids wurde nie gemessen. Quelle [21].
Eine Abgrenzung zu den benachbarten Molekülen lohnt sich. Thymogen, ein Peptid aus zwei Bausteinen aus derselben Reihe, ist in Russland ein zugelassenes Arzneimittel, und die Tabelle der Gruppe selbst bezeichnet es auch so. Crystagen trägt diese Bezeichnung nirgends [18].
Was die Studien zeigen
Die Datenlage besteht aus einer begutachteten Arbeit, die den Stoff benennt, einer begutachteten Arbeit, die die Aminosäurefolge prüft, zwei Rechenarbeiten, einer Handvoll Übersichtsarbeiten aus demselben Institut und einem Patent, in dem fast alles Übrige steht [2], [5].
Literatursuchen und eine Registerabfrage vom 20. September 2026. Unter den drei Einträgen in Europe PMC sind zwei Übersichtsarbeiten der Herkunftsgruppe. Quellen [1], [2], [3], [4].
Die alternde Milz, die einzige Arbeit mit dem Namen
Gewebekultur An alterndem Milzgewebe wurden vier kurze Peptide verglichen: Vilon, Thymogen, Crystagen und eines mit dem Code R-1. Crystagen regte den B-Zell-Arm der Abwehr an. Anschließend hält die Arbeit fest, dass es im alternden Milzgewebe keine Zellerneuerung bewirkt [3].
Gewebekultur Die Helferzellen wurden in diesem Versuch von R-1 und Vilon angeregt. Thymogen wirkte über weniger Zelltod und mehr Wachstum, einen Weg, den Crystagen nicht zeigte. Die Kurzfassung der Arbeit nennt weder Gruppengrößen noch Konzentrationen noch p-Werte [3].
Das ist der einzige Eintrag in PubMed, der den Handelsnamen trägt, und das Ergebnis für dieses Peptid ist das schwächste der vier geprüften [2], [3].
Hautzellen, wo die Aminosäurefolge tatsächlich geprüft wurde
Tiergewebe In Hautkulturen junger und alter Ratten wurden fünf Tripeptide verglichen: T-32, T-33, T-34, T-36 und T-38. T-36 ist Crystagen. In der Haut junger Ratten regte jedes Peptid außer T-34 das Zellwachstum an [4].
Tiergewebe In der Haut alter Ratten wurde eine deutliche anregende Wirkung nur für T-38 berichtet, ein anderes Peptid. Für T-36 im gealterten Gewebe wird nichts Eigenes berichtet. Bei einem Stoff, der gegen das Altern verkauft wird, ist das ein unangenehmes Ergebnis [4].
Das ist die einzige begutachtete Originalarbeit, in der die Aminosäurefolge als Prüfsubstanz mit einem genannten Ergebnis vorkommt. Ihr Thema ist die Haut und nicht die Abwehr, und genau so beschreibt auch die amerikanische medizinische Bibliothek das Molekül [4], [13].
Die Befunde zur Abwehr, allesamt aus dem Patent
Patentschrift Stücke von Thymus und Milz aus 24 Monate alten Ratten wurden in einer Schale gezüchtet. Am dritten Tag wuchsen die Thymusstücke bei 0,5 ng/ml um 24 Prozent stärker als die Kontrollen und die Milzstücke bei 10 ng/ml um 28 Prozent stärker. Bis zum siebten Tag schwächte sich die Wirkung auf die Milz ab [5].
Patentschrift In einer menschlichen Thymus-Zelllinie stieg das Wachstum nur in der siebten Passage: 523 ± 32 in den Kontrollen gegenüber 705 ± 46, 680 ± 41 und 795 ± 49 bei steigenden Konzentrationen, jeweils unter der Schwelle von 0,05. In der ersten und der vierten Passage gab es überhaupt keinen Unterschied [5].
Patentschrift Bei bestrahlten Ratten, die das Peptid zehn Tage lang unter die Haut erhielten, erreichte der Wachstumsindex 55 Prozent gegenüber 26 Prozent bei unversehrten Tieren. Der Wert für die bestrahlte Kontrollgruppe, auf den es beim Vergleich ankäme, wird nur als „hoch“ angegeben, ohne Zahl [5].
Keiner dieser Versuche ist je in einer Fachzeitschrift erschienen. Eine Übersichtsarbeit derselben Gruppe gibt sie wieder und führt als Quelle das Patent an [5], [17].
Die 38 Patienten, und warum das keine Studie ist
Patentbeispiel, keine Studie 38 ältere Patienten im Alter von 62 bis 83 Jahren, alle über lange Zeit geringer Strahlung ausgesetzt, erhielten das Peptid zehn Tage lang in einen Muskel. Weitere 32 erhielten nur die herkömmliche Behandlung. Der Anteil der T-Zellen stieg von 43,5 ± 2,3 Prozent auf 55,7 ± 2,6 Prozent [5].
Patentbeispiel, keine Studie Das Patent berichtet, die Abwehrlage habe sich bei 82 Prozent der behandelten Gruppe normalisiert gegenüber 56 Prozent der Vergleichsgruppe. Das Verhältnis von Helfer- zu Suppressorzellen verschob sich von 1,1 auf 1,4. Die Werte für die CD8- und die B-Zellen veränderten sich nicht [5].
Diese Zahlen lassen sich nicht als klinischer Beleg lesen, und die Gründe liegen im Aufbau. Es gab keine Zufallszuteilung, keine Verblindung, keine Registrierung, keinen Ethikvermerk, keine Berechnung der nötigen Teilnehmerzahl und kein vorher festgelegtes Hauptergebnis. Die Vergleichsgruppe erhielt schlicht nichts zusätzlich statt einer Scheinbehandlung [1], [5].
Das Patent sagt außerdem nie, wie viele der 38 Patienten welche seiner drei Mengen bekamen. Eine dieser drei Mengen ist das 500-Fache der beiden anderen und liegt außerhalb des Bereichs, den dasselbe Patent beansprucht, sodass man sie nicht so nehmen kann, wie sie gedruckt steht [5].
Wie beiläufig diese Zahlen weitergereicht werden, zeigt eine weitere Einzelheit. Eine Übersichtsarbeit derselben Gruppe von 2021 gibt die 82 und die 56 Prozent als Ergebnisse einer Einnahme durch den Mund wieder. Im Patent steht eine Spritze in den Muskel [5], [17].
Das Chromatin, ein Befund mit zwei Lesarten
Patentschrift Lymphozyten, eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen, von 95 Spendern im Alter von 75 bis 88 Jahren wurden mit dem Peptid bei 0,01 µg/ml gezüchtet. Die Austausche zwischen Schwesterchromatiden stiegen von 5,9 ± 0,2 auf 8,4 ± 0,5 je Zelle, und die Auflockerung dicht gepackter Chromosomenabschnitte von 1,17 ± 0,05 auf 2,32 ± 0,12 [5].
Solche Austausche gelten als anerkanntes Anzeichen für Schäden und Belastung des Erbguts. Die Autoren lesen den Anstieg als Rückkehr zum Niveau junger Spender, 7,7 ± 0,4, und das ist eine mögliche Lesart, aber nicht die einzige. Eine Prüfung auf erbgutschädigende Wirkung nach heutigen Maßstäben gibt es nicht [5].
Auch die Gruppe selbst berichtet diesen Versuch nicht einheitlich. Das Patent beschreibt eine Auflockerung dicht gepackter Chromosomenabschnitte, die Übersichtsarbeit von 2021 das Gegenteil, nämlich eine Verdichtung, und beruft sich dabei auf dieselbe Quelle [5], [17].
Was weiterhin unbekannt ist
- Alles darüber, wie der Körper mit dem Stoff umgeht. Es gibt keine Halbwertszeit, keine Angaben zur Aufnahme, zur Verteilung, zum Abbau und zur Ausscheidung, für keinen Weg in den Körper und keine Tierart [2], [21].
- Ob er überhaupt in eine Zelle gelangt. Die Aufnahme wurde bisher nur berechnet, und in dieser Berechnung liegt das Peptid im mittleren bis unteren Feld [21].
- Ob in einem lebenden Abwehrsystem etwas geschieht. Jede Zahl zur Abwehr stammt aus einer Laborschale, einem Tier oder einem Patentbeispiel [5].
- Ob sich irgendetwas davon wiederholen lässt. Kein Labor außerhalb der Herkunftsgruppe und ihrer Mitautoren hat einen einzigen Befund nachvollzogen [2].
- Was in der verkauften Ware steckt. Es gibt keine Arzneibuch-Monographie und keinen amtlichen Vergleichsstandard, sodass sich ein gehandeltes Vial mit nichts vergleichen lässt [7], [19].
- Welche genaue Form des Moleküls der Eintrag beschreibt. Die Chemiedatenbank benennt den Prolinring als (2R), während der gewöhnliche Eiweißbaustein (2S) lauten müsste. Ob der Eintrag oder die Erwartung falsch ist, ließ sich nicht klären, und kein Verkäufer nennt überhaupt eine Konfiguration [6], [19].
Nebenwirkungen und Sicherheit
Ein Sicherheitsprofil gibt es nicht. Das bedeutet nicht, dass der Stoff gut vertragen wird, sondern dass nie etwas erfasst wurde, das sich berichten ließe [1], [2].
- Es gibt keine Meldungen über unerwünschte Wirkungen. Die amerikanische Meldedatenbank für Arzneimittelrisiken lieferte am 20. September 2026 keinen Eintrag zu dem Namen, und in der Fachliteratur fand sich kein Fallbericht [2], [7].
- Die einzige Beruhigung kommt von den Erfindern. Das Patent erklärt, das Präparat verursache keine Nebenwirkungen, keine Komplikationen und keine Abhängigkeit. Diese Aussage stützt sich auf 38 Menschen über zehn Tage, wurde nie unabhängig begutachtet und steht in keinem Register [5].
- Das eine Laborsignal weist in die andere Richtung. Die Austausche zwischen Schwesterchromatiden, ein Anzeichen für Belastung des Erbguts, stiegen unter dem Peptid von 5,9 ± 0,2 auf 8,4 ± 0,5 je Zelle. Dem ist niemand nachgegangen [5].
- Die Giftigkeitsprüfung stammt von den Erfindern selbst. Mäuse, Ratten und Meerschweinchen zeigten bis zu einer Einzelgabe von 5 mg/kg keine giftigen Reaktionen und ebenso wenig bei täglichen Mengen über 90 Tage und sechs Monate. Eine Prüfrichtlinie, Rohdaten für die höheren Gruppen und Gewebebefunde fehlen [5].
- Die Spritzform ist die am wenigsten kontrollierte von allen. Vials mit 20 mg gefriergetrocknetem Pulver werden außerhalb jedes pharmazeutischen Qualitätssystems verkauft; Sterilität, Endotoxingehalt und der tatsächliche Peptidgehalt sind unbekannt [19].
Durch die gesamte Datenlage ziehen sich Lücken. Nichts ist darüber bekannt, wie der Körper den Stoff aufnimmt und wieder loswird, nichts über Abwehrreaktionen gegen den Stoff selbst, nichts über das Krebsrisiko und nichts über Auswirkungen auf die Fortpflanzung. Nichts ist bekannt zu Schwangerschaft, Stillzeit, Kindern sowie eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion [2].
Eine Lücke verdient es, beim Namen genannt zu werden. Der Stoff wird wegen seiner behaupteten Wirkung auf das Abwehrsystem verkauft. Würde er die Abwehr tatsächlich beeinflussen, wäre das für alle bedeutsam, die eine Autoimmunerkrankung haben, eine die Abwehr unterdrückende Behandlung erhalten oder ein Organ übertragen bekommen haben. Da kein Wirkweg geklärt ist, könnte niemand sagen, worauf zu achten wäre [5], [18].
Auch der Unterschied zwischen den Mengen ist für sich genommen ein Risiko. Die längste je bei einem Menschen beschriebene Anwendung dauerte zehn Tage. Die unter Anwendern kursierenden Pläne liegen 100- bis 200-mal höher und laufen über zwölf Wochen, ein Bereich, zu dem es überhaupt keine Daten gibt [5], [11].
Dosierungen in den Studien
Diese Dosierungen stammen aus den zitierten Quellen und stehen hier nur als Beleg, damit die Ergebnisse verständlich werden. Sie sind keine Empfehlung und taugen nicht als Anleitung für eine eigene Anwendung. Die Angaben zum Menschen stammen aus einem Patentbeispiel und nicht aus einer begutachteten Studie.
Jede Zeile der Tabelle nennt eine Konzentration in einer Nährlösung, eine einem Tier verabreichte Menge, einen in einem Patent beanspruchten Bereich oder das eine Patentbeispiel an Menschen ohne Kontrollgruppe. Keine einzige stammt aus einer klinischen Studie, und weder die Wege in den Körper noch die Modelle lassen sich miteinander vergleichen.
| Studie | Modell | Menge | Verabreichung | Dauer | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|
| Patentbeispiel 2, Wachstum von Thymus und Milz | Gewebestücke aus 24 Monate alten Ratten | 0,5, 10 und 100 ng/ml | Zugabe zur Nährlösung | 3 und 7 Tage | [5] |
| Patentbeispiel 3, Botenstoffe | Bauchfellzellen aus 19 bis 20 Monate alten Mäusen | 0,5 bis 500 ng/ml | Zugabe zur Nährlösung | Nicht angegeben | [5] |
| Patentbeispiel 4, Thymus-Zelllinie | Menschliche Zellen VTEC2.H/S | 2, 20 und 200 ng/ml | Zugabe zur Nährlösung | Über 7 Passagen | [5] |
| Patentbeispiel 5, Bestrahlungsmodell | 40 männliche Wistar-Ratten, 180 bis 210 g | 0,5 µg pro Tier | Unter die Haut | 10 Tage | [5] |
| Patentbeispiel 6, Chromosomenmerkmale | Menschliche Lymphozyten (weiße Blutkörperchen), Spender von 75 bis 88 Jahren | 0,01 µg/ml | Zugabe zur Nährlösung | Bis zur Aufarbeitung | [5] |
| Patentbeispiel 7, Giftigkeit | Maus, Ratte, Meerschweinchen | 1 bis 5 mg/kg einmalig; 1 µg/kg, 0,1 mg/kg und 1 mg/kg täglich | In einen Muskel | Einmalig, 90 Tage, 6 Monate | [5] |
| Patentanspruch 4, ein Schutzrecht und keine geprüfte Menge | An keinen Versuch gebunden | 0,01 bis 100 µg/kg Körpergewicht | Parenteral, nach den Ansprüchen 3 und 5 | „Mindestens einmal täglich“, ohne Angabe einer Dauer | [5] |
| Patentbeispiel 8 am Menschen, keine begutachtete Studie | 38 Patienten im Alter von 62 bis 83 Jahren | 10,0 µg, und eine dritte Untergruppe mit gedruckten 5,0 mg | In einen Muskel | 10 Tage, einmal täglich | [5] |
| Russisches Handelserzeugnis, keine Studie | Erwachsene, durch den Mund | 0,1 mg des Peptidkomplexes am Tag | Tropfen für unter die Zunge oder Kapseln | Packung für 10 Tage bemessen | [10] |
Eine Konzentration in einer Laborschale lässt sich nicht in eine Menge für einen Körper umrechnen. Zwischen der kleinsten und der größten Angabe dieser Tabelle liegt ein Faktor von mehreren Tausend, und keine Studie zur Mengenfindung erklärt davon irgendetwas [5].
Zwei Zeilen brauchen Aufmerksamkeit. Die für eine Untergruppe gedruckten 5,0 mg sind das 500-Fache der beiden anderen Mengen desselben Versuchs. Außerdem liegen sie außerhalb des Bereichs, den das Patent selbst beansprucht, und lassen sich deshalb nicht für bare Münze nehmen [5]. Die Zeile mit 0,01 bis 100 µg/kg ist die Formulierung eines Patentanspruchs; als Dosis wurde sie nie geprüft [5].
Die unter Anwendern kursierenden Pläne liegen weit jenseits von all dem. Seiten, die sich an Käufer der 20-mg-Vials richten, nennen 1.000 Mikrogramm täglich in der ersten Woche und einen Anstieg auf 2.000 Mikrogramm für die Wochen drei bis zwölf [11].
Das ist 100- bis 200-mal so viel wie die einzige Menge, die je ein Mensch erhalten hat, und 10- bis 20-mal so viel wie die Obergrenze des im Patent beanspruchten Bereichs. Es stammt aus keiner Studie, weil es keine Studie gibt [5], [11].
Entwicklungsstand und Zulassung
Es gibt kein Entwicklungsprogramm. Bei keiner Arzneimittelbehörde wurde etwas eingereicht, keine Prüfphase hat je begonnen, und der Stoff erscheint in keiner Substanzdatei einer Behörde [1], [7].
Ein Patent im Jahr 2006, und seither fast nichts
- 2006Die Gruppe aus Sankt Petersburg meldet das Patent anErstanmeldung in Russland; die Anmeldung enthält acht Beispiele, darunter jenes mit 38 Menschen, Quelle [5]
- 2011Patente in Europa und den Vereinigten Staaten erteiltIn Europa am 22. Juni, in den Vereinigten Staaten am 15. November erteilt; ein Schutzrecht und keine Zulassung, Quellen [5], [14]
- 2012Die Aminosäurefolge wird begutachtet geprüft, und zwar an HautFünf Tripeptide in Hautkulturen von Ratten; im gealterten Gewebe wirkte ein anderes Peptid, Quelle [4]
- 2014Die einzige Arbeit mit dem Namen des Stoffes erscheintAlternde Milz: B-Zellen angeregt, keine Zellerneuerung, Quelle [3]
- 2016 und 2023Zwei RechenarbeitenErst das Andocken an die DNA, dann das Andocken an Transporter, das dem Peptid einen Platz im Mittelfeld gibt, Quellen [20], [21]
- 2021Übersichtsarbeiten geben die Patentzahlen wiederDieselbe Gruppe berichtet die Zahlen des Patents als Ergebnisse einer Einnahme durch den Mund, Quelle [17]
- 20. September 2026Register abgefragtKeine Zulassung in irgendeinem Markt, keine registrierte Studie, kein Substanzcode einer Behörde, Quellen [1], [7]
- 2006 meldet die Gruppe aus Sankt Petersburg die Patentfamilie an, die ein Peptid gegen Abwehrschwäche und Alterung beansprucht [5].
- 2011 werden das europäische und das amerikanische Patent erteilt, fünf Monate auseinander [5], [14].
- 2012 wird die Aminosäurefolge zum ersten und einzigen Mal in einer begutachteten Zeitschrift geprüft, und zwar an Rattenhaut [4].
- 2014 erscheint die einzige Arbeit, die den Handelsnamen trägt, mit einem teilweise negativen Ergebnis [3].
- 2016 und 2023 ordnen zwei Rechenarbeiten das Peptid unter kurzen Peptiden ein, die an die DNA und an Transporter angedockt wurden [20], [21].
- 2021 geben Übersichtsarbeiten derselben Gruppe die Patentbefunde wieder und schreiben sie in einem Fall der Einnahme durch den Mund zu [17].
| Markt | Status | Anmerkung | Quelle |
|---|---|---|---|
| Vereinigte Staaten | Nicht zugelassen | Kein Substanzcode, keine Fachinformation, keine Meldedatei; nie für die Apothekenherstellung vorgeschlagen | [7], [22] |
| Europäische Union | Nicht zugelassen | Kein Bewertungsbericht und keine Studie; die Suche der Behörde selbst war am Prüftag nicht lesbar | [1], [23] |
| Deutschland | Nicht zugelassen | Ein nicht zugelassenes Präparat zum Spritzen darf nicht in den Verkehr gebracht werden | [23] |
| Vereinigtes Königreich | Nicht zugelassen | Das Register lieferte nur eine leere Seitenhülle, der Befund stützt sich daher auf alle übrigen Register | [23] |
| Australien | Nicht zugelassen | Fehlt im Giftstoffverzeichnis, was keine Erlaubnis ist | [24] |
| Kanada | Nicht zugelassen | Die Arzneimitteldatenbank liefert keinen Treffer, während eine Kontrollabfrage funktioniert | [25] |
| Schweiz | Nicht zugelassen | Keine Zulassung feststellbar, und eine Registerabfrage war nicht möglich | [23] |
| Russland | Nicht zugelassen | Kapseln und Tropfen für unter die Zunge werden als Nahrungsergänzungsmittel verkauft, und das ist keine Arzneimittelzulassung | [9], [10] |
Drei Zeilen muss man genauer lesen. Der australische Eintrag bedeutet, dass der Stoff nie in das Verzeichnis aufgenommen wurde, und nicht, dass er abgegeben werden darf. Die Einträge zu Europa, zum Vereinigten Königreich und zur Schweiz stützen sich darauf, dass der Stoff überall sonst fehlt, weil sich diese Register am Prüftag nicht lesen ließen [23], [24].
Am häufigsten falsch gelesen wird die Zeile zu Russland. Ein Nahrungsergänzungsmittel wird als Lebensmittel freigegeben, und dabei wird nie geprüft, ob es wirkt. Das Institut nennt auf seiner eigenen Seite eine Lebensmittel-Registriernummer, das staatliche Arzneimittelregister ließ sich nicht abfragen, und eine Form zum Spritzen ist auch dort nicht zugelassen [9], [10], [23].
Ein weiterer Absatzmarkt ist erwähnenswert. Eine ukrainische Handelsseite bewirbt das Erzeugnis für eine lange Liste von Beschwerden, von Abwehrschwäche bis zur Erholung nach Herzinfarkt und Schlaganfall. Nichts davon stützt sich auf eine Studie, und solche Aussagen wären nach deutschem Werberecht unzulässig [26].
Alle Register wurden am 20. September 2026 abgefragt. Die rechtliche Lage im Überblick steht unter Sind Peptide legal und Von der FDA zugelassene Peptide.
Anti-Doping
Crystagen ist jederzeit verboten, im Wettkampf wie außerhalb. Auf der Liste von 2026 wird es nicht namentlich genannt. Die Klasse S0 erfasst „any pharmacological substance which is not addressed by any of the subsequent sections of the List and with no current approval by any governmental regulatory health authority for human therapeutic use“ (jeden pharmakologischen Stoff, der in keinem der folgenden Abschnitte der Liste behandelt wird und den derzeit keine staatliche Gesundheitsbehörde für die therapeutische Anwendung am Menschen zugelassen hat) [12].
Die Einstufung braucht hier keine Auslegung, weil es nirgends eine Zulassung gibt, über die sich streiten ließe. Der russische Status als Nahrungsergänzungsmittel ist keine Zulassung für eine therapeutische Anwendung. Stoffe der Klasse S0 gelten als spezifische Stoffe, was sich auf die Bemessung einer Sanktion auswirkt, nicht aber auf das Verbot selbst [12].
Das deutsche Anti-Doping-Recht funktioniert anders. Sein Anhang zählt verbotene Stoffe einzeln auf und nennt kein Tripeptid dieser Art, weshalb der Besitz dort keine Straftat ist. Das ist eine Lücke in einer abschließenden Liste und keine Erlaubnis [27].
Ein geprüftes Verfahren, um den Stoff in einer Probe nachzuweisen, wurde nie veröffentlicht, und eine Kette aus drei gewöhnlichen Aminosäuren nachzuweisen wäre anspruchsvoll [2]. Den vollständigen Überblick gibt die Seite im Sport verbotene Peptide.
Vergleich mit verwandten Peptiden
| Stoff | Verhältnis zu Crystagen | Was die Prüfungen hinter dieser Seite ergaben |
|---|---|---|
| Crystagen | — | Glu-Asp-Pro, 359,33 g/mol; eine Arbeit trägt den Namen, keine registrierte Studie, nirgends zugelassen [1], [3], [6] |
| Cortagen | Dieselbe Aminosäurefolge mit einem zusätzlichen Baustein davor, der Hirnrinde zugeordnet | Ala-Glu-Asp-Pro; die meisten Literaturtreffer zu Glu-Asp-Pro betreffen stattdessen dieses Peptid [28] |
| Thymalin | Der Thymusextrakt vom Rind, aus dem die Aminosäurefolge abgeleitet wurde | Ein Gemisch und kein einzelnes Molekül; die Gruppe berichtet Crystagen darin als Nebenbestandteil [15], [16] |
| Thymogen | Das Peptid aus zwei Bausteinen derselben Reihe und das einzige zugelassene Arzneimittel darunter | Glu-Trp; in der Tabelle der Gruppe selbst als „immunoprotector, medicinal product“ (Immunschutzstoff, Arzneimittel) bezeichnet, während Crystagen keine solche Bezeichnung trägt [18] |
| Vilon | Ein Peptid aus zwei Bausteinen derselben Reihe, neben Crystagen geprüft | Lys-Glu; in der alternden Milz regte es die Helferzellen an, wo Crystagen das nicht tat [3] |
| Chonluten | Ein Schwester-Tripeptid aus demselben Labor | Glu-Asp-Gly; im selben Versuch an Rattenhaut geprüft, wo es als einziges Peptid im jungen Gewebe ohne Wirkung blieb [4] |
Der Vergleich dreht sich nicht um Stärke, denn eine direkte Messung der Wirkstärke gegeneinander gibt es nicht. Er zeigt, wo dieses Peptid zwischen seinen Nachbarn steht: dasselbe Labor, dasselbe Namensmuster und die dünnste Datenlage der ganzen Reihe.
Zwei Zeilen sind besonders aufschlussreich. Cortagen erklärt, warum eine Literatursuche einen erheblichen Forschungsstand vorzutäuschen scheint, obwohl fast nichts davon dieses Molekül betrifft. Thymogen erklärt, warum der Satz „die Russen haben diese Peptide zugelassen“ in die Irre führt: Eines der Reihe ist dort tatsächlich ein zugelassenes Arzneimittel, und es ist nicht dieses [18], [28].
Vilon und Chonluten wurden jeweils in einem der beiden begutachteten Versuche neben Crystagen geprüft. In beiden Fällen zeigte sich das interessante Ergebnis bei einem anderen Peptid [3], [4].
Verbreitete Irrtümer
- „Crystagen und Cortagen sind dasselbe Peptid.“ Sind sie nicht. Cortagen ist Ala-Glu-Asp-Pro, also eine Aminosäure länger, und ist der Hirnrinde zugeordnet. Die Aminosäurefolge von Crystagen steckt darin, und deshalb bringt die Suche beide durcheinander [28].
- „Es hat ein amerikanisches und ein europäisches Patent, also wurde es geprüft.“ Ein Patent prüft Neuheit und erfinderische Leistung, nicht die Wirkung, die Sicherheit oder das Recht zum Verkauf. An der Erteilung war keine Arzneimittelbehörde beteiligt [5], [14].
- „38 Patienten wurden erfolgreich behandelt, also gibt es klinische Belege.“ Diese Schilderung steht in der Patentanmeldung der Erfinder. Keine Zufallszuteilung, keine Verblindung, keine Registrierung, keine Begutachtung und keine Angabe dazu, wer welche Menge bekam [1], [5].
- „Es ist in Russland registriert.“ Registriert ist es dort als Lebensmittel, in Kapseln und Tropfen, und die Verkaufsseite schreibt selbst, dass es kein Arzneimittel ist. Eine Lebensmittel-Registrierung prüft nicht, ob ein Erzeugnis wirkt, und eine Form zum Spritzen ist dort nicht zugelassen [9], [10].
- „Die Kapseln und die Spritze sind dasselbe Erzeugnis.“ Das russische Nahrungsergänzungsmittel wird in Bruchteilen eines Milligramms am Tag durch den Mund eingenommen. Das westliche Vial enthält 20 mg Pulver zum Spritzen, und die darauf aufgebauten Pläne liegen um Größenordnungen höher. Keine Daten verbinden beides [10], [11].
- „Die Ergebnisse zu Thymalin und Thymogen zeigen, dass Crystagen wirkt.“ Thymalin ist ein aus Gewebe gewonnenes Gemisch und Thymogen ein anderes Peptid aus zwei Bausteinen, das in Russland als Arzneimittel zugelassen ist. Ihre Ergebnisse gelten für sie selbst und nicht für Crystagen [16], [18].
- „Studien zeigen, dass es die Abwehr stärkt.“ Die einzige Arbeit mit diesem Namen berichtet eine Anregung der B-Zellen und keine Zellerneuerung in der alternden Milz. Jedes bezifferte Ergebnis zur Abwehr steht im Patent [3], [5].
- „Der Anstieg der Chromosomenaustausche beweist eine Verjüngung.“ Diese Austausche sind ein anerkanntes Anzeichen für Schäden am Erbgut. Den Anstieg als Verjüngung zu lesen, ist die Deutung der Autoren, und eine Prüfung auf erbgutschädigende Wirkung gibt es nicht [5].
- „Es steht nicht auf der Dopingliste, also ist es erlaubt.“ Namentlich genannt wird es nicht, aber die Klasse S0 erfasst jeden Stoff, den keine Gesundheitsbehörde zugelassen hat. Genau das ist hier der Fall [12].
- „Crystalgen stellt es her.“ Crystalgen Inc. ist ein amerikanischer Anbieter von Laborbedarf, 1994 gegründet, und hat mit dem Peptid nichts zu tun. Die Schreibweise unterscheidet sich um einen einzigen Buchstaben [29].
Häufige Fragen
Was ist Crystagen?
Es ist eine künstliche Kette aus drei Aminosäuren: Glutaminsäure, Asparaginsäure und Prolin, geschrieben Glu-Asp-Pro oder EDP und mit dem Code T-36 versehen. Die Masse beträgt 359,33 g/mol, womit es ein sehr kleines Molekül ist. Es stammt aus einem Institut in Sankt Petersburg, das solche Peptide Bioregulatoren und Cytogene nennt — Hausbegriffe, die in keiner amtlichen Einteilung vorkommen.
Wurde Crystagen je am Menschen untersucht?
In keiner registrierten und in keiner begutachteten Studie. Eine Abfrage des Studienregisters am 20. September 2026 lieferte zu keiner der beiden Schreibweisen einen Treffer. Der einzige beschriebene Fall, in dem Menschen den Stoff erhielten, ist ein Beispiel innerhalb der Patentanmeldung der Erfinder und betrifft 38 ältere Patienten über zehn Tage, ohne Zufallszuteilung, ohne Verblindung und ohne unabhängige Begutachtung.
Was hat die einzige veröffentlichte Arbeit zu Crystagen ergeben?
Ein halbes Ergebnis. In einem Vergleich von vier kurzen Peptiden an der alternden Milz regte Crystagen den B-Zell-Arm der Abwehr an, führte im alternden Gewebe aber zu keiner Zellerneuerung. Die Wirkung auf die Helferzellen ging in demselben Versuch von zwei anderen Peptiden aus, nicht von diesem.
Ist Crystagen dasselbe wie Cortagen?
Nein, und die Verwechslung liegt nahe. Cortagen besteht aus vier Bausteinen, Ala-Glu-Asp-Pro, mit einem zusätzlichen Alanin am Anfang, und ist der Hirnrinde zugeordnet. Crystagen hat drei Bausteine. Wer nach der Folge Glu-Asp-Pro sucht, findet überwiegend Arbeiten zu Cortagen, die über Crystagen nichts aussagen.
Ist Crystagen irgendwo als Arzneimittel zugelassen?
Nein, in keinem Land. Die Registerabfragen am 20. September 2026 ergaben keine Zulassung in den Vereinigten Staaten, in der Europäischen Union, in Deutschland, im Vereinigten Königreich, in Australien, in Kanada, in der Schweiz und in Russland. In Russland wird der Stoff als Kapsel und als Tropfen für unter die Zunge verkauft, also als Nahrungsergänzungsmittel, und dabei wird nie geprüft, ob das Erzeugnis wirkt.
Bedeutet ein amerikanisches Patent, dass Crystagen geprüft oder zugelassen ist?
Nein. Ein erteiltes Patent ist ein Schutzrecht an einer Erfindung. Geprüft werden Neuheit und erfinderische Leistung, nicht aber, ob ein Stoff wirkt, ob er sicher ist oder ob er verkauft werden darf. Weder die amerikanische noch die europäische Arzneimittelbehörde war an der Erteilung beteiligt.
Wie viel Crystagen hat je ein Mensch erhalten?
Einmal, und nicht in einer Studie. Der einzige je beschriebene Fall ist ein Patentbeispiel: zehn Tage lang täglich eine Spritze in einen Muskel, bei 38 älteren Patienten. Die Menge steht in der Dosistabelle auf dieser Seite. Die im Netz kursierenden Spritzpläne liegen 100- bis 200-mal höher und dauern mehr als zwölfmal so lange, und sie stammen aus keiner Studie.
Ist Crystagen im Sport verboten?
Ja, und zwar jederzeit, im Wettkampf wie außerhalb. Der Name steht nicht auf der Verbotsliste 2026. Die Klasse S0 erfasst jeden pharmakologisch wirksamen Stoff, den keine staatliche Gesundheitsbehörde für die Anwendung am Menschen zugelassen hat, und genau das trifft auf Crystagen zu.
Welche Nebenwirkungen hat Crystagen?
Das weiß niemand, weil sie nie jemand erfasst hat. Es gibt keine begutachtete Giftigkeitsprüfung, keine Meldung in der amerikanischen Datenbank für Arzneimittelrisiken und keinen Fallbericht in der Fachliteratur. Die eigenen Zellversuche der Erfinder zeigten allerdings einen Anstieg bei einem Anzeichen für Belastung des Erbguts, dem nie jemand nachgegangen ist.
Warum nennt diese Seite Versuchskonzentrationen zu Crystagen, aber keine Dosis?
Weil die vorhandenen Zahlen Mengen sind, die einer Flüssigkeit in einer Laborschale zugesetzt wurden, Mengen für Ratten und Mäuse, ein in einem Patent beanspruchter Bereich und ein einziges Patentbeispiel ohne Kontrollgruppe. Keine davon stammt aus einer klinischen Studie, und keine lässt sich in eine Menge für einen Menschen umrechnen.
Quellen
- ClinicalTrials.gov, API v2, queried 20 September 2026. query.intr and query.term for "Crystagen" and "Kristagen" each returned a total count of zero. "Glu-Asp-Pro" returns two unrelated studies (NCT05214872, NCT05400733) and "EDP peptide" returns one unrelated cancer study (NCT03095079). https://clinicaltrials.gov/api/v2/studies
- PubMed via NCBI E-utilities and Europe PMC REST search, queried 20 September 2026. "crystagen" returns one PubMed record and three Europe PMC records; "kristagen" returns none in either. The MeSH supplementary concept for the sequence is attached to one PubMed record. No pharmacokinetic study, no case report and no doping-control detection method was found for the substance.
- Chervyakova NA, Linkova NS, Chalisova NI, Kontsevaya EA, Trofimova SV, Khavinson VKh (2014). Molecular aspects of immunoprotective activity of peptides in spleen during the ageing process. Advances in Gerontology 27(1):224-228. PMID 28976144. In Russian with English abstract, read 20 September 2026: "Crystagen also activates B-cells of the immune system; however, the peptide doesn't cause cell renewal in spleen as it ages." The full text is not openly accessible; the abstract gives no group sizes, concentrations or p-values.
- Voicekhovskaya MA, Chalisova NI, Kontsevaya EA, Ryzhak GA (2012). Effect of bioregulatory tripeptides on the culture of skin cells from young and old rats. Bulletin of Experimental Biology and Medicine 152(3):357-359. PMID 22803085. DOI 10.1007/s10517-012-1527-9. Abstract read: T-32 (Glu-Asp-Ala), T-33 (Glu-Asp-Arg), T-34 (Glu-Asp-Gly), T-36 (Glu-Asp-Pro) and T-38 (Lys-Glu-Asp) compared in skin explants from rats aged 3 weeks and 18 months. In young tissue all peptides except T-34 stimulated growth; in old tissue a marked effect is reported for T-38 only.
- Khavinson VK, Grigoriev EI, Malinin VV, Ryzhak GA. Peptide substance revealing an immunogeroprotective effect, pharmaceutical composition on its base and the method of its application. US 8,057,810 B2; priority RU 2006118488 of 30 May 2006, granted 15 November 2011. Full text read 20 September 2026: claim 1 "A peptide of the formula H-Glu-Asp-Pro-OH", claim 4 with the range 0.01 to 100 µg/kg, claims 3 and 5 restricting the composition to parenteral use, examples 1 to 8 and tables 1 to 4, including the synthesis and 97.19 per cent purity, the organ cultures, the thymus cell line across seven passages, the irradiation model, the lymphocyte cytogenetics, the toxicology, and example 8 in 38 patients aged 62 to 83 with the statement that the preparation "does not exert any side effects, complications or drug addiction". https://patents.google.com/patent/US8057810B2/en
- PubChem, compound CID 145455337, queried 20 September 2026 for formula C14H21N3O8, mass 359.33 g/mol, InChIKey CKOFNWCLWRYUHK-XHNCKOQMSA-N, SMILES and IUPAC name. The compound is reachable through the name "Glu-Asp-Pro" but not through "crystagen", which returns no hit. No CAS registry number was obtainable; repeated synonym queries failed with server-busy responses, so the absence of a CAS number is recorded as not established rather than as a confirmed nil. The stored IUPAC name describes the proline ring as (2R), where an N-acylated L-proline would be expected to read (2S); this discrepancy could not be resolved. https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/145455337
- United States register checks, 20 September 2026. FDA Global Substance Registration System: exact name searches for "CRYSTAGEN" and "GLUTAMYL-ASPARTYL-PROLINE" each returned zero records, while the control search for "EPITALON" returned two, so the substance has no regulator code. openFDA drug label and adverse event endpoints: not found for either name, against 18 control hits for semaglutide. DailyMed web services v2: no entries, database state 18 September 2026, against a control hit for Ozempic. https://gsrs.ncats.nih.gov
- Wikidata, wbsearchentities in English for "Crystagen" and "Kristagen", queried 20 September 2026: no entity exists under either spelling. https://www.wikidata.org/w/api.php
- St Petersburg Institute of Bioregulation and Gerontology, section "Цитогены", retrieved 20 September 2026. The institute's own page lists Кристаген® with a state food registration certificate number and assigns it to immune function, alongside sister products of the same series. Manufacturer page, cited as evidence of how the product is presented, never as a scientific source. https://gerontology.ru
- Russian trade page for the sublingual product Кристаген лингвал, retrieved 20 September 2026. Declares the contents as peptide complex AC-6 made of proline, glutamic acid and aspartic acid, gives an average of 0.1 mg of the complex per daily portion, recommends 5 to 6 drops three to four times a day before meals, sizes the pack for ten days, and states in its own words that the preparation is not a medicinal product. Trade record, cited only as evidence of what is sold. Not linked.
- User-facing dosing page for 20 mg vials of the substance, retrieved 20 September 2026. Sets out a twelve-week course of daily injections rising to 2,000 µg a day, while stating on the same page that the substance is not approved by the American or European regulator for human administration and that no rigorous large-scale clinical trials have been completed. Trade record, cited only as evidence that such schedules circulate. Not linked.
- World Anti-Doping Agency. The 2026 Prohibited List, in force 1 January 2026, class S0 Non-Approved Substances: "Any pharmacological substance which is not addressed by any of the subsequent sections of the List and with no current approval by any governmental regulatory health authority for human therapeutic use … is prohibited at all times." Full text checked 20 September 2026: no match for "crystagen", "kristagen", "glu-asp-pro" or the Russian spelling; BPC-157 appears in the same text as a control. https://www.wada-ama.org/en/prohibited-list
- United States National Library of Medicine, MeSH supplementary concept "glutamyl-aspartyl-proline", retrieved through E-utilities 20 September 2026. Entry terms Glu-Asp-Pro and T-36 tripeptide; heading mapped to Oligopeptides; described as "a synthetic peptide that stimulates proliferation of skin cells". The trade name is not an entry term, and a MeSH search for it returns nothing.
- Khavinson VK, Grigoriev EI, Malinin VV, Ryzhak GA. Peptide substance revealing an immunogeroprotective effect, pharmaceutical composition on its base and the method of its application. EP 2032595 B1, granted 22 June 2011, applicant OOO "SIA Peptides". Claim 1, grant date, designated states and family status checked 20 September 2026. The family also covers RU 2301074 C1, EA 010575 B1, KR 101382947 B1, UA 91135 C2 and WO 2007/139435 A1, whose full texts were not read. https://patents.google.com/patent/EP2032595B1/en
- Khavinson VK, Zhurkovich IK, Ryzhak GA, Mironova ES, Kovrov NG (2021). Identification of short peptides: optimization of target therapeutic properties of the thymus medicine. Molecular Medicine 19(3):32-37. DOI 10.29296/24999490-2021-03-05. Abstract read 20 September 2026: "the short peptides KE and EDP were found to be a part (minor components) of the thymus polypeptide complex (thymalin)". No independent confirmation of this finding was located.
- Khavinson VKh (2020). Medicinal peptide preparations: past, present, future. Clinical Medicine 98(3):165-177. DOI 10.30629/0023-2149-2020-98-3-165-177. Read in Russian 20 September 2026: the tripeptide Glu-Asp-Pro was detected in Thymalin by liquid chromatography with mass spectrometry and given the name Кристаген.
- Khavinson VK, Linkova NS, Trofimova SV, Kuznik BI, et al. (2021). The Use of Thymalin for Immunocorrection and Molecular Aspects of Biological Activity. Biology Bulletin Reviews. PMCID PMC8365293. DOI 10.1134/S2079086421040046. Full text read 20 September 2026: it names EDP (crystagen) as a component identified in Thymalin, repeats the 82 and 56 per cent figures as results of oral administration although the patent describes injection into the muscle, and states that the peptide promotes tightening of chromatin in the lymphocytes of elderly people, the opposite direction to the patent, citing the same 2006 source.
- Khavinson V, Linkova N, Kozhevnikova E, Dyatlova A, Petukhov M (2022). Transport of Biologically Active Ultrashort Peptides Using POT and LAT Carriers. International Journal of Molecular Sciences 23(14):7733. PMID 35887081. PMCID PMC9323678. DOI 10.3390/ijms23147733. Full text read: the cytogen table carries the row "Crystagen (EDP) −20.22 Immunoprotector", whose cited evidence is reference 174, the US patent above rather than a study, and the row "Thymogen (EW) −24.72 Immunoprotector, medicinal product".
- Western research-chemical listings for the substance in 20 mg vials, retrieved 20 September 2026 from sellers in the United States, the United Kingdom and Canada. They give the sequence as Glu-Asp-Pro, state purity above 99 per cent without independent testing, and carry wording restricting the material to research use and excluding human or animal consumption. Trade records, cited only as evidence of what is sold and how it is labelled. Not linked.
- Khavinson VKh, Lin'kova NS, Tarnovskaya SI (2016). Short Peptides Regulate Gene Expression. Bulletin of Experimental Biology and Medicine 162(2):288-292. PMID 27909961. DOI 10.1007/s10517-016-3596-7. Molecular docking of 19 short peptides to DNA: "Peptides KE and EDP bind agat sequence". No structural determination and no binding experiment accompanies it.
- Khavinson VK, Linkova NS, Rudskoy AI, Petukhov MG (2023). Feasibility of Transport of 26 Biologically Active Ultrashort Peptides via LAT and PEPT Family Transporters. Biomolecules 13(3):552. PMID 36979488. PMCID PMC10046148. DOI 10.3390/biom13030552. Full text and tables 2, 3, 5 and 7 read: EDP scores −32.60 at LAT1 (rank 9 of 26), −18.75 at LAT2 (rank 23 of 26), −17.29 at PEPT1 (rank 18 of 26) and −5.40 at PEPT2 (rank 9 of 26), all by calculation. EDP is not among the peptides the authors highlight as favourable. No transport measurement and no pharmacokinetic data appear here or anywhere else searched.
- United States Food and Drug Administration (14 May 2026). Bulk Drug Substances Nominated for Use in Compounding Under Section 503A of the Federal Food, Drug, and Cosmetic Act. Checked in full text 20 September 2026: neither the trade name nor Glu-Asp-Pro nor EDP appears in any of the three categories, while the dipeptide alanyl-L-glutamine appears in category 1 as a control that short peptides are indeed listed there. https://www.fda.gov/media/94155/download
- Registers that could not be read on 20 September 2026, documented here rather than treated as negative findings: the European Medicines Agency full-text search returned HTTP 401; the British medicines register returned only the JavaScript shell of its search page; the Swiss overview page returned HTTP 404; the Russian state medicines register returned page scaffolding without result rows, including for the control query with a genuinely registered medicine; the Russian consumer-protection register of supplement certificates was unreachable; and the Australian goods register could not be queried programmatically. The findings for those markets therefore rest on the absence of any entry in every register that could be read.
- Commonwealth of Australia. Therapeutic Goods (Poisons Standard—June 2026) Instrument 2026, version of 27 May 2026, full text checked 20 September 2026: no entry for the trade name, for Glu-Asp-Pro or for "glutamyl", and no general heading covering peptides. Controls found in the same text: alanylglutamine in schedule 4, pralmorelin and the GHRP entries.
- Health Canada, Drug Product Database API, brand-name queries for "crystagen" and "kristagen" on 20 September 2026: empty results, while the control query for Ozempic returns DIN 02471469. https://health-products.canada.ca/api/drug/drugproduct/
- Ukrainian trade page for the product, retrieved 20 September 2026. Advertises it for immune deficiency, rehabilitation after heart attack and stroke and cancer prevention, names a peptide complex as the contents and gives no registration number. Trade record, cited only as evidence of how the product is advertised. Not linked.
- Germany, annex to section 2(3) of the Anti-Doping Act, read in full 20 September 2026: no entry for the trade name, for Glu-Asp-Pro or for "glutamyl". The peptide hormone section lists erythropoiesis-stimulating agents, chorionic gonadotrophin and luteinising hormone, corticotrophins, growth hormone with its fragments and releasing factors, and growth factors including IGF-1, MGF and TB-500, all by name, with no catch-all position covering a thymus tripeptide.
- Kazakova TB, Barabanova SV, Khavinson VKh, Glushikhina MS, Parkhomenko EP, Malinin VV, Korneva EA (2002). In vitro effect of short peptides on expression of interleukin-2 gene in splenocytes. Bulletin of Experimental Biology and Medicine 133(6):614-616. PMID 12447482. DOI 10.1023/a:1020210615148. Abstract read: it names "Cortagen (Ala-Glu-Asp-Pro)", confirming that the four-part sequence belongs to Cortagen and not to Crystagen. A companion paper, PMID 12420072, uses the same naming.
- Crystalgen Inc., company website, retrieved 20 September 2026. An American manufacturer and distributor of laboratory consumables founded in 1994 and based in New York, with no connection to the peptide. Recorded only because the two names differ by one letter. https://crystalgen.com
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Die Literatur- und Registerabfragen hinter dieser Seite wurden am 20. September 2026 durchgeführt. Bei einem Stoff mit so wenig wissenschaftlicher Datenlage gehört der Tag, an dem diese Abfragen fast leer zurückkamen, zum Befund selbst. Drei Dinge könnten daran noch etwas ändern: ein russischsprachiger Bericht außerhalb der internationalen Datenbanken, eine unabhängige Wiederholung irgendeines einzelnen Ergebnisses oder eine Änderung der Anti-Doping-Einstufung.
myPeptides Research & Editing. (2026). Crystagen: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit. Version 1.0, 20. September 2026. myPeptides Peptid-Register. Abgerufen von https://mypep.app/peptides/crystagen
Wie die Seiten dieses Registers entstehen und bewertet werden, steht unter Methodik; das vollständige Register findet sich unter Peptide.
| Fassung | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 1.0 | 2026-09-20 | Erstveröffentlichung |
Zuletzt geprüft: 20. September 2026. Nächste Prüfung: sobald eine registrierte Studie erscheint, eine unabhängige Gruppe die Befunde zur Milz oder zur Haut wiederholt oder sich die Anti-Doping-Einstufung ändert.
