Pinealon: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit
Zusammenfassung
Pinealon ist eine künstlich hergestellte Kette aus drei Eiweißbausteinen, entwickelt an einem Institut in Sankt Petersburg. Der Name deutet auf die Zirbeldrüse, doch der Stoff stammt aus einem Extrakt der Hirnrinde, und an Zirbeldrüsengewebe in der Laborschale bewirkte er überhaupt nichts. Am Menschen wurde nie eine Studie angemeldet. Der beste Tierversuch verfehlte seine wichtigste Messung, schnitt schlechter ab als ein konkurrierendes Peptid und musste 2025 förmlich berichtigt werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Keine angemeldete Studie, nirgendwo. Das Studienregister ClinicalTrials.gov lieferte am 10. September 2026 weder unter dem Namen Pinealon noch als freier Suchbegriff noch unter dem Peptidkürzel EDR einen Treffer [1].
- Nach dem falschen Organ benannt. An Zirbeldrüsengewebe von Ratten veränderte der Stoff weder den Wachstumsmarker Ki-67 noch den Zelltod-Marker AIF. Nur ein anderes Peptid, Epitalon, brachte die Zellen der Zirbeldrüse in Bewegung [2].
- Der Alzheimer-Versuch an Mäusen verfehlte seine wichtigste Messung. Die Signalübertragung im Hippocampus zeigte keinen statistisch gesicherten Unterschied (p = 0,057), und die für das Gedächtnis wichtigen pilzförmigen Dornen blieben unverändert (p = 0,053) [3].
- Dieser Versuch wurde 2025 förmlich berichtigt. Die Zeitschrift hielt fest: "a mistake in Figures 5 and 8 as published. The mistake is that Figures 5 and 8 are the same, described differently" (ein Fehler in den Abbildungen 5 und 8, die identisch sind, aber unterschiedlich beschrieben wurden) [4].
- Der erste unabhängige Tierversuch fand nichts Aussagekräftiges. Ein Vorabdruck von 2026 gab je fünf Mäusen pro Gruppe acht Wochen lang das Peptid. Eine Tendenz in einem Labyrinth-Test war zu schwach, um sie von Zufall unterscheiden zu können [5].
- Der einzige Bericht über Menschen mit Laborwerten fand das Gegenteil der Werbeaussage. Bei 32 älteren Menschen maßen die Autoren eine oxidationsfördernde (prooxidative) Wirkung und weniger CD34-positive blutbildende Zellen, eine "significant inhibition of hemopoiesis" (deutliche Hemmung der Blutbildung) [6].
- Hinter der Zahl von 72 Patienten steckt keine Originalarbeit. Sie steht in der Einleitung einer Übersichtsarbeit, die sich auf eine zweite Übersichtsarbeit und auf ein Patent der Erfinder stützt [7], [8], [9].
- Im Sport rund um die Uhr verboten. Die Kategorie S0 erfasst jeden arzneilich wirkenden Stoff, den keine Gesundheitsbehörde für den Menschen zugelassen hat, und trifft damit auch Pinealon, ohne es zu nennen [10].
Was Pinealon ist
Pinealon ist ein im Labor hergestelltes Peptid aus drei Eiweißbausteinen: Glutaminsäure, Asparaginsäure und Arginin, geschrieben als Glu-Asp-Arg oder EDR. Es trägt das Laborkürzel T-33 und stammt aus dem Sankt Petersburger Institut für Bioregulation und Gerontologie, der Gruppe um Wladimir Chawinson [11], [12].
Das Ausgangsmaterial war nicht die Zirbeldrüse. Die Gruppe beschreibt EDR als Bruchstück von Cortexin, einem Eiweißpräparat aus der Großhirnrinde von Kälbern. Auch die russische Kapsel gibt als Inhalt einen Peptidkomplex aus der Hirnrinde an [11], [13], [14].
Die Wörter "Bioregulator" und "Cytogen" ziehen sich durch diese Literatur. Sie sind Hausbegriffe desselben Instituts. Kein Arzneibuch und keine Behörde verwendet sie, und über Zulassung, Prüfung oder Wirkung sagen sie nichts aus [15].
Steckbrief
| Feld | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Kette | Glu-Asp-Arg, drei Eiweißbausteine | [16], [12] |
| Summenformel und Masse | C15H26N6O8, 418,40 g/mol | [16] |
| Strukturschlüssel | InChIKey QPRZKNOOOBWXSU-CIUDSAMLSA-N | [16] |
| Kürzel in der Literatur | T-33, auch EDR geschrieben | [12] |
| Datenbankeintrag | PubChem CID 10273502 | [16] |
| CAS-Registriernummer | 175175-23-2 | [16], [17] |
| Kennung bei der US-Behörde | Keine | [18] |
| Einordnungscode für Arzneimittel | Keiner | [18] |
| Verhalten gegenüber Wasser | Berechneter XLogP −6,1, polare Oberfläche 261 Ų | [16] |
| Verweildauer im Körper | Kein veröffentlichter Wert, für keinen Anwendungsweg | [19] |
| Angemeldete Studien am Menschen | Keine | [1] |
| Zulassungsstatus | Nirgends zugelassen, für nichts | [18], [14] |
| Verkauft als | Kapseln und Tropfen in Russland, Fläschchen mit 20 mg Pulver im Westen | [14], [20] |
| Herkunftsgruppe | Sankt Petersburger Institut für Bioregulation und Gerontologie | [11] |

Wie es wirken soll
Das weiß niemand. Ein Andockpunkt an der Zelle wurde nie gefunden, und eine Messung an einem lebenden Menschen gibt es nicht. Jeder Schritt des angenommenen Wirkwegs beruht auf Zellen in der Laborschale, auf Nagetieren oder auf einem Computermodell [19].
Die Gruppe selbst stellt es so dar: Das Peptid gelange in die Zelle, erreiche den Zellkern, lagere sich an bestimmte Abschnitte der Erbsubstanz an und verändere, welche Gene abgelesen werden. Jeder dieser Schritte verdient eine eigene Prüfung.
- Anlagerung an die Erbsubstanz. Physikalische Messungen legen nahe, dass sich das Peptid ein Stück weit in die breite Furche der DNA-Doppelhelix schieben und dort die Guanin-Atome N7 und O6 berühren kann. Magnesium-Ionen helfen dabei, indem sie die negative Ladung der DNA abschirmen [21]. Ein Computermodell setzt es anschließend an die Steuerbereiche von Genen wie CASP3, SOD2 und GAP43 [3].
- Bindung an Verpackungseiweiße. Fluoreszenzversuche zeigten eine Bindung an Histone, also an die Spulen, auf die DNA aufgewickelt ist. Diese Histone stammten aus Weizen, also aus einem Modellsystem und nicht aus menschlichem Zellkernmaterial, und alles, was daraus abgeleitet wird, bleibt Vermutung [22], [13].
- Eintritt in die Zelle. In HeLa-Zellen tauchte eine fluoreszenzmarkierte Fassung des Peptids im Zellplasma, im Zellkern und im Kernkörperchen auf [23]. Verfolgt wurde dabei das markierte Kopplungsprodukt, nicht das reine Dreierpeptid; die Markierung verändert sowohl Größe als auch Verhalten gegenüber Wasser.
- Beförderung durch Transporteiweiße. Dazu gibt es ausschließlich Computermodelle. In einer Tabelle mit 26 sehr kurzen Peptiden erreichte Pinealon am Transporter LAT1 den Wert −30,29 und lag damit im Mittelfeld zwischen Vesilut mit −34,32 und Cartalax mit −26,65 [11], [24]. Gemessen wurde der Transport nie.
- Anstoß für die Serotonin-Bildung. In alternden Kulturen aus Hirnrinde erhöhte das Peptid den Serotoningehalt, und im Gen für das herstellende Enzym fand sich der passende DNA-Abschnitt CCTGCC [25]. Eine passende Abfolge ist aber noch keine belegte Ursache-Wirkungs-Kette.
Zwei Tatsachen passen dazu schlecht. Mit einem berechneten XLogP von −6,1 und einer polaren Oberfläche von 261 Ų ist das Molekül so wasserliebend, dass es Zellmembranen aus eigener Kraft kaum durchqueren kann [16].
Dazu kommt ein Problem des Informationsgehalts. Eine Abfolge aus nur drei Eiweißbausteinen enthält zu wenig Information, um damit ein einzelnes Gen im gesamten Erbgut anzusteuern. In denselben Kultursystemen veränderten schon einzelne Bausteine das Zellwachstum [26].
Was die Studien zeigen
Vorhanden sind Zellversuche, Nagetierversuche und fünf Berichte über Menschen ohne Vergleichsgruppe. Fast alles stammt aus einem Institut und zwei eng verbundenen russischen Gruppen. Bis 2026 hatte kein Labor außerhalb dieses Kreises den Stoff an einem lebenden Tier geprüft [19].
Nervenzellen in der Laborschale
Zelldaten In Hippocampus-Kulturen von Mäusen, die mit Amyloid geschädigt wurden, erhöhte das Peptid bei 200 ng/ml die Zahl der pilzförmigen Dornfortsätze um 71 Prozent und brachte sie damit auf den normalen Stand zurück. Das Vergleichspeptid KED schaffte 20 Prozent [27]. Das ist der größte veröffentlichte Effekt zu diesem Stoff, und er hat die Laborschale nie verlassen.
Zelldaten In Nervenzellen, die aus Hautzellen älterer Spender gezüchtet wurden, förderte das Peptid die Verzweigung und verringerte oxidative Schäden an der Erbsubstanz. Dieselbe Arbeit berichtet zwei Nullergebnisse: keine Wirkung auf die Kraftwerke der Zelle (Mitochondrien) und ihre Abfallverwertung (Lysosomen) und keine auf das Alterungseiweiß p16. Die Autoren nennen den Schutz unvollständig [28].
Der Alzheimer-Versuch an Mäusen
Tierdaten Je zehn Mäuse pro Gruppe, fünf männliche und fünf weibliche, erhielten zwei Monate lang einmal täglich 400 µg je Kilogramm Körpergewicht in die Bauchhöhle. Die Dichte der Dornfortsätze stieg um 11 Prozent, von 11,31 ± 0,36 auf 12,64 ± 0,31 Dornen je 10 µm (p = 0,039). Damit war der Stand der gesunden Linie wieder erreicht (12,89 ± 0,32; p = 0,509). Die dünnen Dornen nahmen um 10 Prozent ab (p = 0,024) [3].
Tierdaten Dieselbe Arbeit berichtet auch, was nicht funktionierte. Die pilzförmigen Dornen, also die Form, auf die es beim Gedächtnis ankommt, blieben unverändert (p = 0,053), ebenso die gedrungenen Dornen (p = 0,162). Trennt man nach Geschlecht, gewannen die männlichen Tiere 25 Prozent mehr pilzförmige Dornen (p = 0,004).
Die Autoren schreiben, dass die Wirkung des Vergleichspeptids KED die deutlichere von beiden war [3].
Wo die wichtigste Messung scheiterte
Tierdaten Die elektrische Signalverstärkung im Hippocampus, im Labor der übliche Ersatzmaßstab für Lernen, lieferte kein brauchbares Ergebnis. Schon der Abstand zwischen kranken und gesunden Tieren war zu klein, um Zufall auszuschließen (p = 0,057), sodass gar kein Ausfall übrig blieb, den man hätte beheben können. Für beide Peptide berichtet die Arbeit lediglich "a positive trend … although it has not reached the statistical significance level" (eine positive Tendenz, die das Niveau der statistischen Signifikanz aber nicht erreicht hat) [3].
Eine förmliche Berichtigung 2025
Im Januar 2025 veröffentlichte die Zeitschrift eine Berichtigung zu dieser Arbeit. Der Wortlaut: "there was a mistake in Figures 5 and 8 as published. The mistake is that Figures 5 and 8 are the same, described differently" (es gab einen Fehler in den veröffentlichten Abbildungen 5 und 8; sie sind identisch, wurden aber unterschiedlich beschrieben) [4]. Dieselben Mikroskopbilder waren einmal als männliche und einmal als weibliche Tiere beschriftet worden. Die Autoren erklären, die Schlussfolgerungen blieben davon unberührt. Die Bilder gehören zu der nach Geschlecht getrennten Auswertung, aus der das stärkste berichtete Ergebnis hervorging.
Die erste Prüfung außerhalb der Herkunftsgruppe
Tierdaten Ein Vorabdruck von 2026 prüfte fünf Kandidaten für ein längeres Leben an alternden Mäusen, je fünf Tiere pro Gruppe, mit 30 mg je Kilogramm in die Bauchhöhle, zweimal wöchentlich über acht Wochen. Pinealon war der einzige Arm mit einer Tendenz zu besserem Arbeitsgedächtnis im Labyrinth, und diese Tendenz war zu schwach, um Zufall auszuschließen [5]. Griffkraft, Bewegung, Gewicht, Temperatur und Futteraufnahme blieben unverändert. Die Arbeit hat kein Gutachterverfahren durchlaufen.
Ratten
Tierdaten Bei Nachkommen von Ratten, die während der Trächtigkeit Methionin bekamen, verkürzten täglich 10 µg je Kilogramm in die Bauchhöhle die Suchzeit im Wasserlabyrinth von 170 auf 137 Sekunden. Ungeschädigte Vergleichstiere brauchten 112 Sekunden (p < 0,01 für die Schädigung, p < 0,05 für das Peptid gegenüber beiden anderen Gruppen) [29]. Das ist eine teilweise Korrektur, keine Rückkehr zum Normalzustand.
Tierdaten In Kleinhirnzellen dieser Jungtiere, die Wasserstoffperoxid ausgesetzt wurden, sank der Messwert für Sauerstoffradikale von 158,7 ± 3,8 auf 108,6 ± 4,1. Der Anteil abgestorbener Zellen fiel von 17,7 ± 2,1 Prozent auf 7,0 ± 0,9 Prozent (beides p < 0,05) [29].
Tierdaten In Versuchen mit Sauerstoffmangel schnitt das Peptid unter vier geprüften kurzen Peptiden am besten ab [30]. Weitere Rattenarbeiten berichten von geringeren Entzündungssignalen und weniger Caspase-3 im Gehirn [31] sowie von besserem Lernen im Labyrinth als unter Cortexin [32].
Ergebnisse, die in die andere Richtung weisen
Tierdaten Nachdem die Halsschlagadern alter Ratten abgeklemmt worden waren, überlebten die Tiere unter kurzen Peptiden häufiger. Unter Pinealon schliefen sie jedoch mehr, während Erkundungsverhalten, Antrieb und Bewegung nachließen. Die Aktivität von Caspase-3, einem Anzeiger für den gesteuerten Zelltod, stieg mäßig an, auch bei scheinoperierten Tieren [33]. Das ist das Gegenteil des angenommenen Schutzmechanismus.
Zelldaten In den Laborversuchen der Gruppe selbst, mit menschlichen Blutfett-Eiweißen und roten Blutkörperchen, zeigten die kurzen Peptide überhaupt keine unmittelbar antioxidative Wirkung. Sie erhöhten den Dauerpegel reaktiver Sauerstoffverbindungen in den Zellen und senkten dennoch den Anteil abgestorbener Nervenzellen [34].
Zelldaten An Zirbeldrüsengewebe drei Monate alter Ratten ließ das Peptid sowohl Ki-67 als auch AIF unberührt, während Epitalon dieselben Zellen anregte [2]. In Hautgewebe alter Ratten fiel allein KED auf; dieses Peptid nicht [35].
Tierdaten Zwei Vergleiche sehen den Ausgangsextrakt vorn. Cortexin wirkte stärker auf Radikalvorgänge und auf Caspase-3 im Gehirn [36], und in Hirnkulturen brauchte es eine weit höhere Konzentration des Peptids, um damit gleichzuziehen [37].
Was über Menschen berichtet wurde
Beobachtungsdaten Fünf russische Berichte beschreiben Menschen, die das Peptid einnahmen, alle ohne Vergleichsgruppe, keiner angemeldet, alle in russischsprachigen Zeitschriften ohne dauerhafte Kennung veröffentlicht. In jedem einzelnen wurde es zusammen mit Vesugen oder weiteren Peptiden gegeben, sodass sich nichts allein diesem Stoff zuordnen lässt [6], [38], [39], [40], [41].
Beobachtungsdaten Der ausführlichste dieser Berichte begleitete 32 Menschen im Alter von 41 bis 83 Jahren, achtzehn Männer und zwölf Frauen, die mehrere chronische Erkrankungen hatten. Die Autoren berichten von einer aufbauenden Wirkung und einer langsameren biologischen Alterung, ohne Effektgrößen zu nennen, und halten fest, dass Vesugen von beiden die sichtbarere Wirkung zeigte [6].
Beobachtungsdaten Eine Befragung von 150 männlichen Lastwagenfahrern, im Mittel 43,3 ± 0,9 Jahre alt, gegenüber 150 Metallarbeitern berichtete bessere psychologische Werte mit p-Werten von 0,001 bis 0,05 [39]. Diese Werte stammen aus einer Messung vor und nach der Einnahme, ohne Vergleichsgruppe.
Die Behauptung mit den 72 Patienten
Ein Satz, der quer durch das Internet zitiert wird, besagt, geschlucktes Pinealon habe bei 72 Patienten nach einer Kopfverletzung das Gedächtnis verbessert und Kopfschmerzen verringert. Er steht in der Einleitung einer Übersichtsarbeit von 2020, und der zugehörige Beleg ist eine zweite Übersichtsarbeit derselben Gruppe [7], [8].
Eine ähnliche Behauptung in dieser Arbeit, über Testfehler und Hirnstrommessungen, stützt sich auf ein Patent der Erfinder [9]. Zu keiner der beiden Patientengruppen gibt es eine Originalveröffentlichung, weder in PubMed noch in Europe PMC noch in einem Register [19], [1].
Was weiterhin unbekannt ist
- Ob der Stoff nach irgendeinem Anwendungsweg überhaupt das Gehirn erreicht.
- Wie viel davon die Verdauung übersteht, obwohl das russische Produkt geschluckt wird.
- Was jenseits von acht Wochen im Tier geschieht, bei welcher Menge auch immer.
- Ob die Idee der DNA-Bindung außerhalb eines Computermodells und eines Weizeneiweißes standhält.
Nebenwirkungen und Sicherheit
Ein Sicherheitsprofil gibt es nicht. Das ist kein Freibrief, sondern bedeutet, dass niemand eines erstellt hat. Untersuchungen zur Giftigkeit fehlen in jeder Tierart, und in der US-Datenbank für unerwünschte Wirkungen findet sich kein Eintrag [18].
Was tatsächlich beobachtet wurde
- Oxidationsfördernde Wirkung beim Menschen. In dem Bericht über 32 Personen maßen die Autoren eine prooxidative statt einer antioxidativen Wirkung, der Stoff beschleunigte also Oxidationsvorgänge, statt sie zu bremsen. Sie beschreiben diese Peptide als Alterungsschutz vom "anabolic neuroprotective and no antioxidant type" (aufbauend und nervenschützend, nicht antioxidativ) [6].
- Rückgang der blutbildenden Zellen. Derselbe Bericht fand weniger CD34-positive Stammzellen im Blut, was die Autoren "significant inhibition of hemopoiesis" (deutliche Hemmung der Blutbildung) nannten. Die Verpackung der Erbsubstanz blieb unverändert, woraus sie auf Unbedenklichkeit im Zellkern schlossen [6].
- Gedämpftes Verhalten bei Ratten. Nach dem Abklemmen der Halsschlagadern schliefen die Tiere mehr und bewegten sich, erkundeten und suchten Belohnung weniger. Zugleich stieg die Caspase-3-Aktivität mäßig an, bei operierten wie bei scheinoperierten Tieren [33].
- Kein Hinweis auf Giftigkeit in der unabhängigen Prüfung. Über acht Wochen mit 30 mg je Kilogramm zweimal wöchentlich zeigten fünf Mäuse nichts Auffälliges bei Gewicht, Temperatur, Futteraufnahme, Blutbild oder Urin. In derselben Prüfreihe löste eine andere Kombination bei zwei von fünf Tieren eine Blutarmut aus, das Verfahren erkennt Schäden also durchaus [5].
- Keine Meldungen im Überwachungssystem. Die US-Datenbank für unerwünschte Wirkungen enthält nichts, während eine Kontrollabfrage Zehntausende Einträge liefert [18]. Ein Stoff, der weder zugelassen noch verschrieben wird, erzeugt keine Spontanmeldungen.
Weil das Peptid nie allein verabreicht wurde, lässt sich keiner der Befunde am Menschen ihm statt Vesugen zuordnen [6].
Was fehlt
- Keine Prüfung der Giftigkeit nach behördlichem Maßstab: nichts zur einmaligen, wiederholten oder langfristigen Gabe, nichts zu Erbgutschäden, Krebsrisiko oder Fortpflanzung.
- Keine Messung von Aufnahme, Verteilung, Abbau und Ausscheidung, in keiner Tierart und für keinen Anwendungsweg.
- Kein Nachweis, dass der Stoff aus dem Blut ins Gehirn gelangt, was bei einem derart wasserliebenden Molekül alles andere als selbstverständlich ist.
- Keine Arbeit zur Dosisfindung. Die veröffentlichten Tiermengen liegen um den Faktor 3.000 auseinander, von 10 µg bis 30 mg je Kilogramm, ohne jede Erklärung für diese Spanne.
- Keine Daten zu Abwehrreaktionen, zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln, zu Schwangerschaft oder Stillzeit beim Menschen.
- Kein amtlicher Vergleichsmaßstab. Ohne Vorschrift im Arzneibuch lässt sich gehandelte Ware an nichts messen [18].
Die Spritzenform bringt eigene Gefahren mit, unabhängig vom Stoff selbst. Fläschchen, die für Forschungszwecke verkauft werden, entstehen unter keinem pharmazeutischen Qualitätssystem, sodass Keimfreiheit, Gehalt an Fiebergiften und tatsächliche Peptidmenge unbekannt bleiben [20]. Wer unsteriles Material spritzt, riskiert Abszesse, Venenentzündungen und über das Blut übertragene Infektionen.
Dosierungen in den Studien
Jede Zeile der Tabelle nennt entweder eine Menge, die einer Nährlösung in der Laborschale zugesetzt wurde, oder eine Menge, die einem Tier gegeben wurde. Eine Zeile für den Menschen fehlt, weil keine Untersuchung am Menschen je eine solche Menge ermittelt hat.
| Studie | Modell | Menge | Verabreichung | Dauer | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|
| Kraskovskaya 2017, Amyloid-Schädigung | Hippocampus-Zellen der Maus | 200 ng/ml | In die Nährlösung gegeben | In der Kurzfassung nicht genannt | [27] |
| Khavinson 2021, Übersicht zur Peptidreihe | Allgemeine Angabe für diese kurzen Peptide | 2 bis 200 ng/ml | Zellen in der Laborschale | — | [15] |
| Arutjunyan 2012, Trächtigkeitsmodell | Trächtige Ratten, Nachkommen gemessen | 10 µg/kg | In die Bauchhöhle | Täglich, ab 5 Tage vor der Belastung | [29] |
| Khavinson 2021, Alzheimer-Modell | 5xFAD-Mäuse | 400 µg/kg | In die Bauchhöhle | Einmal täglich, 2 Monate | [3] |
| Marín-Jerez 2026, Prüfreihe zur Langlebigkeit | Alternde Mäuse | 30 mg/kg je Gabe | In die Bauchhöhle | Zweimal wöchentlich, 8 Wochen | [5] |
Diese Dosierungen stammen aus den zitierten Studien und werden nur zur wissenschaftlichen Referenz aufgeführt. Sie sind keine Empfehlung und lassen sich nicht auf die Anwendung beim Menschen übertragen.
Eine Konzentration in der Laborschale lässt sich nicht in eine Menge für einen Körper umrechnen. Zwischen der niedrigsten und der höchsten Tiermenge oben liegt der Faktor 3.000, und keine Arbeit zur Dosisfindung erklärt ihn.
Eine russische Arbeit nennt eine Menge für Menschen, und das ist ein Studienbefund, kein Schema. In einer Beobachtung von Eisenbahnpersonal ohne Vergleichsgruppe enthielten die verwendeten Kapseln 100 µg des Peptids, über zwei Wochen [38]. Der Bericht nennt weder die Zahl der Teilnehmer noch irgendeine Effektgröße. Wie oft sie eingenommen wurden, wird hier nicht wiedergegeben.
Unter Anwendern kursieren Spritzpläne mit festen Mikrogramm-Mengen unter die Haut am Abend. Sie stammen aus keiner Studie [42]. Dieselben Zahlen stehen auf jener Seite wortgleich für andere Peptide dieser Reihe, und keine hier geprüfte Veröffentlichung beschreibt eine Anwendung unter die Haut.
Entwicklungsstand und Zulassung
Ein Patent, eine dünne Reihe von Arbeiten, kein Entwicklungsprogramm
- 2008Erste Versuche in Modellen mit SauerstoffmangelBestes von vier geprüften kurzen Peptiden; zugleich der Befund, dass sie keine unmittelbaren Antioxidantien sind, Quellen [30], [34]
- 2011Keine Wirkung in dem Organ, nach dem es benannt istZirbeldrüsenkultur der Ratte: Ki-67 und AIF unverändert, Quelle [2]
- 2013Ein Patent dient als Beleg für eine Wirkung am MenschenIsraelisches Patent 194346, später für eine Aussage über Menschen zitiert, Quelle [9]
- 2021Der Alzheimer-Versuch an MäusenWichtigste Messung verfehlt, Dichte der Dornfortsätze verbessert, Quelle [3]
- 2025Förmliche Berichtigung dieser ArbeitDie Abbildungen 5 und 8 waren identisch, wurden aber unterschiedlich beschrieben, Quelle [4]
- 2026Erste Prüfung außerhalb der HerkunftsgruppeVorabdruck, fünf Mäuse je Gruppe, Tendenz ohne statistische Signifikanz, Quelle [5]
- 10. September 2026Register geprüftKeine Zulassung, keine angemeldete Studie, keine behördliche Kennung, Quellen [1], [18]
Hinter Pinealon steht kein Entwicklungsprogramm. Kein Auftraggeber hat etwas eingereicht, und keine Prüfphase hat je begonnen [1]. Vorhanden sind ein Patent, Laborarbeiten aus einem einzigen Institut und ein Nahrungsergänzungsmittel, das in Russland verkauft wird.
| Markt | Status | Anmerkung | Quelle |
|---|---|---|---|
| USA | Nicht zugelassen | Kein Stoffeintrag, keine Fachinformation, keine Meldungsakte; nie für die Herstellung in Apotheken vorgeschlagen | [18], [43] |
| Europäische Union | Nicht zugelassen | Keine Zulassung und keine Studie; das Register der Behörde ließ sich am Prüftag nicht auslesen | [44] |
| Deutschland | Nicht zugelassen | Weder zugelassenes Arzneimittel noch zulässiges Lebensmittel; das eingeführte Präparat fällt unter die Novel-Food-Regeln | [44], [45] |
| Großbritannien | Nicht zugelassen | Das Register lieferte nur eine leere Seitenhülle, der Befund stützt sich daher auf alle übrigen Register | [44] |
| Australien | Nicht zugelassen | Nicht in der Giftliste aufgeführt, was keine Erlaubnis bedeutet | [46] |
| Kanada | Nicht zugelassen | Die Arzneimitteldatenbank liefert nichts; eine Kontrollabfrage funktioniert | [47] |
| Schweiz | Nicht zugelassen | Keine Zulassung gefunden, eine Registerabfrage war nicht möglich | [44] |
| Russland | Nicht zugelassen | Kapseln und Tropfen werden als Nahrungsergänzungsmittel verkauft, was keine Arzneimittelzulassung ist | [14] |
Drei Zeilen brauchen Erläuterung. Der australische Eintrag bedeutet, dass der Stoff nie eingestuft wurde, nicht, dass er verwendet werden darf. Der europäische und der britische Eintrag stützen sich auf das Fehlen überall sonst, weil beide Register nur eine leere Seitenhülle zurückgaben [44].
Am häufigsten falsch verstanden wird der russische Eintrag. Ein Nahrungsergänzungsmittel durchläuft keine Prüfung, ob es wirkt, und eine Spritzenform wird dort überhaupt nicht verkauft [14]. Alle Register wurden am 10. September 2026 geprüft.
Anti-Doping
Pinealon ist jederzeit verboten, im Wettkampf wie außerhalb. Die Kategorie S0 der Verbotsliste 2026 erfasst "any pharmacological substance which is not addressed by any of the subsequent sections of the List and with no current approval by any governmental regulatory health authority for human therapeutic use" (jeden arzneilich wirkenden Stoff, der in keinem der folgenden Abschnitte der Liste behandelt wird und den derzeit keine staatliche Gesundheitsbehörde für die Anwendung am Menschen zugelassen hat) [10].
Der Name steht nicht auf der Liste, und das ist keine Lücke. Die Kategorie ist bewusst offen formuliert, um Stoffe zu erfassen, die keine Behörde zugelassen hat, und genau das trifft hier zu. Eine russische Registrierung als Nahrungsergänzungsmittel ist keine Zulassung zur Behandlung von Menschen [14], [10].
Das deutsche Anti-Doping-Gesetz funktioniert anders. Seine Anlage führt verbotene Stoffe einzeln auf, und dieses Peptid gehört nicht dazu, weshalb der Besitz dort keine Straftat ist [45].
Ein veröffentlichtes Nachweisverfahren für Proben gibt es nicht. Drei gewöhnliche Eiweißbausteine lassen sich kaum von den Abbauprodukten der normalen Eiweißverdauung unterscheiden. Mehr dazu steht in der Übersicht zu im Sport verbotenen Peptiden.
Vergleich mit verwandten Peptiden
Ein p-Wert unter 0,05 gilt in der Statistik als Grenze, ab der ein Ergebnis als gesichert gilt. Zwei der Messungen, mit denen der Stoff beworben wird, nämlich Signalverstärkung und pilzförmige Dornen, liegen knapp darüber. Quelle [3].
Stand 10. September 2026. Unter den Literaturtreffern sind Übersichtsarbeiten und Arbeiten, in denen das Peptid nur eines von mehreren geprüften ist. Quellen [19], [1], [5].
| Peptid | Bezug zu Pinealon | Was die Prüfungen für diese Seite ergaben |
|---|---|---|
| Pinealon | — | Glu-Asp-Arg, 418,40 g/mol; keine angemeldete Studie, nirgends zugelassen [16], [1] |
| Cartalax | Ein weiteres Dreierpeptid derselben Reihe, dem Knorpel zugeordnet | Ala-Glu-Asp, 333,29 g/mol; erreichte in der gruppeneigenen Transporttabelle −26,65 gegenüber −30,29 für Pinealon [11] |
| Epitalon | Das Zirbeldrüsenpeptid desselben Labors, um einen Baustein länger | Ala-Glu-Asp-Gly, 390,35 g/mol; das einzige Peptid, das Zirbeldrüsenzellen anregte, wo Pinealon nichts bewirkte [48], [2] |
| Semax | Ein kurzes Peptid aus russischer Institutsforschung | In der gruppeneigenen Übersichtstabelle als Arzneimittel gekennzeichnet, Pinealon dagegen nicht [15] |
| Selank | Ein weiteres russisches Kurzpeptid aus demselben Regal | In Russland ebenfalls ein zugelassenes Arzneimittel, anders als Pinealon, das dort ein Nahrungsergänzungsmittel ist [15], [14] |
| Cortexin | Der Hirnrindenextrakt, aus dem Pinealon abgeleitet wurde | In Russland zugelassenes Arzneimittel; schlug Pinealon bei Radikalen und Caspase-3 und wirkte in weit geringerer Konzentration [13], [36], [37] |
Der Vergleich sagt nichts über die Stärke aus. Er zeigt, wie Pinealon im Vergleich zu verwandten Peptiden dasteht: Die chemische Identität ist gesichert, dahinter steht fast nichts.
Zwei davon sind besonders wichtig. Epitalon ist das Peptid, das tatsächlich auf die Zirbeldrüse wirkt, und hier beginnt die Verwirrung um den Namen. Cortexin ist das zugelassene Präparat, aus dem dieser Stoff herausgeschnitten wurde, und im direkten Vergleich schnitt der Extrakt besser ab.
Verbreitete Irrtümer
- "Pinealon wirkt auf die Zirbeldrüse und hilft deshalb beim Schlaf oder beim Melatonin." Der Name führt in die Irre. Der Stoff stammt aus einem Extrakt der Hirnrinde, und an Zirbeldrüsengewebe in der Laborschale veränderte er nichts. Keine Veröffentlichung zeigt eine Wirkung auf Melatonin oder auf den Schlaf [2], [14].
- "Pinealon, Epitalon und Epithalamin sind dasselbe." Es sind drei verschiedene Dinge. Pinealon ist Glu-Asp-Arg mit 418,40 g/mol, Epitalon ist Ala-Glu-Asp-Gly mit 390,35 g/mol, und sie teilen keine gemeinsame Abfolge, die länger wäre als ein Baustein [16], [48]. Epithalamin ist ein Gemisch aus Zirbeldrüsen von Kälbern, und die Arbeiten zur Lebensdauer damit sagen über ein künstliches Dreierpeptid nichts aus [49].
- "Cortexin ist in Russland zugelassen, also ist Pinealon es auch." Cortexin ist ein anderer Stoff, nämlich ein Eiweißkomplex. Eine Zulassung für den Extrakt überträgt sich nicht auf ein im Labor hergestelltes Bruchstück [13], [14].
- "Das ist wie Semax oder Selank." Diese beiden sind in Russland zugelassene Arzneimittel und in der gruppeneigenen Tabelle auch so gekennzeichnet. Pinealon ist es nicht. Das ist ein Unterschied in der Art, nicht im Grad [15].
- "Es ist ein Antioxidans." Das hat die Herkunftsgruppe selbst widerlegt. In ihren Laborversuchen zeigten die kurzen Peptide keine unmittelbar antioxidative Wirkung und erhöhten die reaktiven Sauerstoffverbindungen, und beim Menschen maßen dieselben Autoren eine prooxidative Wirkung [34], [6].
- "72 Patienten nach einer Kopfverletzung wurden erfolgreich behandelt." Eine Originalarbeit dazu gibt es nicht. Die Spur führt von einer Übersichtsarbeit zu einer weiteren Übersichtsarbeit und zu einem Patent der Erfinder [7], [8], [9].
- "Der Mäuseversuch von 2021 beweist die Wirkung bei Alzheimer." Seine wichtigste Messung verfehlte die statistische Signifikanz, und die pilzförmigen Dornen blieben unverändert. Das konkurrierende Peptid schnitt besser ab, und die Abbildungen mussten 2025 berichtigt werden [3], [4].
- "Nur drei Eiweißbausteine, also kann es nicht schaden." Dieses Argument schneidet in beide Richtungen und wird meist nur in einer verwendet. Wenn das Molekül so gewöhnlich ist wie ein Verdauungsprodukt, lässt sich schwer erklären, warum ein paar hundert Mikrogramm etwas Bestimmtes bewirken sollten [26].
- "Es steht nicht auf der Dopingliste, also ist es erlaubt." Es wird nicht genannt, aber die Kategorie S0 erfasst jeden Stoff, den keine Behörde für den Menschen zugelassen hat [10].
Häufige Fragen
Wurde Pinealon jemals in einer klinischen Studie geprüft?
Nein. Das Studienregister ClinicalTrials.gov lieferte am 10. September 2026 keinen Treffer, weder unter dem Namen noch als freier Suchbegriff noch unter dem Peptidkürzel EDR. Fünf russische Berichte beschreiben Menschen, die den Stoff einnahmen, doch alle liefen ohne Vergleichsgruppe, keiner war angemeldet, und in jedem einzelnen wurde er zusammen mit anderen Peptiden gegeben.
Wirkt Pinealon auf die Zirbeldrüse?
Nein, trotz des Namens. An Zirbeldrüsengewebe von Ratten ließ der Stoff sowohl den Wachstumsmarker Ki-67 als auch den Zelltod-Marker AIF unverändert, während Epitalon dieselben Zellen anregte. Das Material des Herstellers selbst beschreibt den Peptidkomplex als Erzeugnis aus der Hirnrinde, nicht aus der Zirbeldrüse.
Woraus besteht Pinealon?
Aus drei Eiweißbausteinen: Glutaminsäure, Asparaginsäure und Arginin, geschrieben als Glu-Asp-Arg oder EDR. Der Datenbankeintrag nennt die Summenformel C15H26N6O8, eine Masse von 418,40 g/mol und die Registriernummer 175175-23-2. In der Fachliteratur trägt der Stoff außerdem das Laborkürzel T-33.
Ist Pinealon dasselbe wie Epitalon?
Nein. Epitalon besteht aus vier Bausteinen, Ala-Glu-Asp-Gly, hat eine Masse von 390,35 g/mol und einen eigenen Datenbankeintrag. Beide stammen aus derselben Gruppe in Sankt Petersburg, teilen aber keine gemeinsame Abfolge, die länger wäre als ein einzelner Baustein, und werden verschiedenen Organen zugeordnet.
Was hat der Alzheimer-Versuch an Mäusen zu Pinealon tatsächlich gezeigt?
Ein gemischtes Ergebnis. Die Dichte der Dornfortsätze im Hippocampus stieg um 11 Prozent (p = 0,039), die dünnen Dornen nahmen um 10 Prozent ab (p = 0,024). Die pilzförmigen Dornen, auf die es beim Gedächtnis ankommt, blieben unverändert (p = 0,053), und die Signalverstärkung verfehlte die statistische Signifikanz (p = 0,057). 2025 folgte eine förmliche Berichtigung.
Warum wurde der Mäuseversuch zu Pinealon berichtigt?
Die Zeitschrift hielt fest, dass zwei Abbildungen identisch waren, obwohl sie unterschiedlich beschrieben wurden, einmal als männliche und einmal als weibliche Tiere. Die Autoren erklären, an den Schlussfolgerungen ändere das nichts. Die Bilder gehören zu der nach Geschlecht getrennten Auswertung, aus der das stärkste berichtete Ergebnis stammt.
Ist Pinealon irgendwo als Arzneimittel zugelassen?
Nein, in keinem Land. Es gibt keine Zulassung in den USA, in der Europäischen Union, in Deutschland, Großbritannien, Australien, Kanada, der Schweiz oder Russland. In Russland wird der Stoff als Nahrungsergänzungsmittel in Kapseln und Tropfen verkauft, und dabei wird nicht geprüft, ob er wirkt.
Ist die Spritzenform von Pinealon erlaubt?
Sie hat in keinem Land eine Erlaubnis, und in Russland gibt es überhaupt keine Spritzenform des Produkts. Im Westen werden Fläschchen mit 20 mg gefriergetrocknetem Pulver angeboten, gekennzeichnet nur für Forschungszwecke. Eine Vorschrift im Arzneibuch fehlt, deshalb lassen sich Identität und Reinheit an keinem amtlichen Maßstab prüfen.
Welche Nebenwirkungen hat Pinealon?
Weitgehend unbekannt, weil kaum jemand danach gesucht hat. Es gibt keine Untersuchung zur Giftigkeit, in keiner Tierart. Der einzige Bericht über Menschen mit Laborwerten fand eine oxidationsfördernde statt einer schützenden Wirkung und weniger CD34-positive blutbildende Zellen, was die Autoren selbst eine deutliche Hemmung der Blutbildung nannten.
Ist Pinealon im Sport verboten?
Ja, zu jeder Zeit, im Wettkampf wie außerhalb. Die Kategorie S0 der Verbotsliste 2026 erfasst jeden arzneilich wirkenden Stoff, den keine Gesundheitsbehörde für die Anwendung am Menschen zugelassen hat. Pinealon steht auf der Liste nicht namentlich, und dieses Fehlen ist keine Lücke.
Quellen
- ClinicalTrials.gov, API v2. Queries on 10 September 2026: intervention "Pinealon" total count 0, free text "pinealon" 0, intervention "EDR peptide" 0. Intervention "Glu-Asp-Arg" returns one unrelated amino acid study (NCT05400733, Texas A&M University). Control query "semaglutide" returns 749 studies. https://clinicaltrials.gov/api/v2/studies
- Khavinson VKh, Linkova NS, Chalisova NI, Dudkov AV, Koncevaya EA (2011). Effect of short peptides on expression of signaling molecules in organotypic pineal cell culture. Bulletin of Experimental Biology and Medicine 152(1). PMID 22803060. DOI 10.1007/s10517-011-1473-y. Glu-Asp-Arg changed neither Ki-67 nor AIF in pineal culture; only Ala-Glu-Asp-Gly stimulated the pineal cells.
- Khavinson V, Ilina A, Kraskovskaya N, Linkova N, Kolchina N, Mironova E, Erofeev A, Petukhov M (2021). Neuroprotective effects of tripeptides-epigenetic regulators in mouse model of Alzheimer's disease. Pharmaceuticals 14(6):515. PMID 34071923. PMCID PMC8227791. DOI 10.3390/ph14060515. Full text read. EDR 400 µg/kg into the abdomen once daily for two months, ten animals per group. Long-term potentiation: model difference p = 0.057, peptide effect not significant. Spine density +11 per cent (p = 0.039), thin spines −10 per cent (p = 0.024), mushroom spines unchanged (p = 0.053), stubby spines unchanged (p = 0.162), mushroom spines in males +25 per cent (p = 0.004).
- Khavinson V, Ilina A, Kraskovskaya N, Linkova N, Kolchina N, Mironova E, Erofeev A, Petukhov M (2025). Correction: Khavinson et al. Neuroprotective effects of tripeptides-epigenetic regulators in mouse model of Alzheimer's disease. Pharmaceuticals 18(1):111. PMID 39861198. PMCID PMC11769113. DOI 10.3390/ph18010111. Full text read. Wording: "there was a mistake in Figures 5 and 8 as published. The mistake is that Figures 5 and 8 are the same, described differently."
- Marín-Jerez E, Rueda-Carrasco J, Meléndez-Rodríguez F, Partido-Borge P, Tapia E, Leibowitz BD, Parras A (2026). Short-term performance assay identifies functional benefits and early toxicity of longevity interventions in mice. Preprint, not peer-reviewed. Posted on bioRxiv, DOI 10.64898/2026.02.25.707674, and on Research Square, DOI 10.21203/rs.3.rs-9682683/v1. Europe PMC PPR1222244 and PPR1252867. Full text read. Pinealon 30 mg/kg into the abdomen twice weekly for eight weeks, five animals per group; the only arm with a trend towards higher alternation in the Y-maze, not significant; no changes in grip strength, movement, weight, temperature, food intake, blood counts or urine. Funded through tokenised decentralised science.
- Meshchaninov VN, Tkachenko EL, Zharkov SV, Gavrilov IV, Katyreva IuE (2015). Effect of synthetic peptides on aging of patients with chronic polymorbidity and organic brain syndrome of the central nervous system in remission. Advances in Gerontology 28(3). PMID 26390612. In Russian. 32 people, 18 men and 12 women, aged 41 to 83, given Vesugen and Pinealon together; Pinealon described as the weaker of the two. Reports pro-oxidant activity by chemiluminescence and a fall in CD34-positive cells termed "significant inhibition of hemopoiesis", with chromatin condensation unchanged, and recommends the peptides as geroprotectors of an "anabolic neuroprotective and no antioxidant type".
- Khavinson V, Linkova N, Kozhevnikova E, Trofimova S (2020). EDR peptide: possible mechanism of gene expression and protein synthesis regulation involved in the pathogenesis of Alzheimer's disease. Molecules 26(1):159. PMID 33396470. PMCID PMC7795577. DOI 10.3390/molecules26010159. Full text and reference list read. Carries the claims about 72 patients after head injury and about correction-test errors and the alpha index.
- Umnov RS, Lin'kova NS, Khavinson VKh (2013). Neuroprotective effects of peptide bioregulators in people of various age. Advances in Gerontology 26(4):671-678. PMID 24738258. In Russian. A review, not a primary study, and the cited support for the 72-patient claim. Distinguishes polypeptide complexes such as Cortexin and Cerebrolysin from short peptides such as Semax and Pinealon.
- Khavinson VK, Grigoriev EI, Malinin VV, Ryzhak GA (2013). Tripeptide having a stimulating effect on the regeneration of neurons. Israel patent 194346. Cited as reference 13 in PMC7795577 and used there as evidence for a claim about effects in people. A property right, not a study; the patent text itself was not read.
- World Anti-Doping Agency. The 2026 Prohibited List, in force from 1 January 2026, section S0 "Non-approved substances". Full text checked 10 September 2026: "Pinealon", "Glu-Asp-Arg" and "glutamyl-aspartyl" return no match, so the classification follows from the general clause. https://www.wada-ama.org/en/prohibited-list
- Khavinson VK, Linkova NS, Kozhevnikova EO, Dyatlova AS, Petukhov MG (2022). Transport of biologically active ultrashort peptides using POT and LAT carriers. International Journal of Molecular Sciences 23(14):7733. PMID 35887081. PMCID PMC9323678. DOI 10.3390/ijms23147733. Contains the sentence "the neuroprotective peptide EDR, which is a component of the drug Cortexin" and the docking table with Pinealon (EDR) at −30.29, Vesilut (ED) at −34.32 and Cartalax (AED) at −26.65.
- US National Library of Medicine, MeSH supplementary concept record UID 67570174, "pinealon", mapped to oligopeptides. Entry terms include T-33 peptide, Glu-Asp-Arg and glutamyl-aspartyl-arginine. Retrieved 10 September 2026.
- Kuznik BI, Davydov SO, Popravka ES, Lin'kova NS, Kozina LS, Khavinson VK (2019). Epigenetic mechanisms of peptide-driven regulation and neuroprotective protein FKBP1b. Molekuliarnaia Biologiia 53(2). PMID 31099784. DOI 10.1134/S0026898419020095. States that Cortexin is a clinically approved cerebral cortex polypeptide complex from calves and that EDR was synthesised as one of its derivatives.
- Russian trade page for Пинеалон, capsules in packs of 20 and 60 and sublingual drops of 10 ml, retrieved 10 September 2026. Gives the contents as peptide complex AC-5, an extract of brain cortex peptides, names the St Petersburg Institute of Bioregulation and Gerontology as maker and the status as a food supplement. No injectable version is offered. Trade record, cited as evidence of what is sold. Not linked.
- Khavinson V, Popovich I, Linkova N, Mironova E, Ilina A (2021). Peptide regulation of gene expression: a systematic review. Molecules 26(22):7053. PMID 34834147. PMCID PMC8619776. DOI 10.3390/molecules26227053. Full text read. Table 5 lists "EDR, Pinealon" for neuroprotection and marks Semax and Thymogen, but not Pinealon, with the addition "drug". Gives 2 to 200 ng/ml as the working range for these short peptides in culture.
- PubChem. Compound CID 10273502, Glu-Asp-Arg, C15H26N6O8, 418.40 g/mol, InChIKey QPRZKNOOOBWXSU-CIUDSAMLSA-N, calculated XLogP −6.1 and topological polar surface area 261 Ų, CAS 175175-23-2, synonyms including "pinealon" and "L-Glutamyl-L-aspartyl-L-arginine". Retrieved 10 September 2026. https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/10273502
- Wikidata, entity Q106026341 "Glu-Asp-Arg", aliases "pinealon" and "L-alpha-glutamyl-L-alpha-aspartyl-L-arginine". Holds PubChem CID 10273502, CAS 175175-23-2, InChIKey, ChEBI 156374 and the formula. A chemistry record only, with no medicines data. Retrieved 10 September 2026. https://www.wikidata.org/wiki/Q106026341
- United States register checks, 10 September 2026. FDA Global Substance Registration System, exact-name queries for "PINEALON" and "GLUTAMYL-ASPARTYL-ARGININE": zero records each, control query "SEMAGLUTIDE" returns five, so no substance code exists. openFDA drug label API: not found. openFDA adverse event database: not found, while the control query returns 66,161 reports. DailyMed web services v2: zero entries, database state 9 September 2026. https://gsrs.ncats.nih.gov
- PubMed, NCBI E-utilities, and Europe PMC, REST search, retrieved 10 September 2026. "Pinealon" returns 22 PubMed records through the substance-name mapping, two of them without any connection to the substance; Europe PMC returns 29 records, two of which are the same 2026 preprint. "Glu-Asp-Arg" returns 48 PubMed records, almost all unrelated. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=pinealon
- Western research-chemical listing for Pinealon, retrieved 10 September 2026. Freeze-dried powder in 20 mg vials, sequence given as Glu-Asp-Arg, purity stated by the seller as 99 per cent with no certificate of analysis, marked "Research Use Only". Trade record, cited as evidence of what is sold. Not linked.
- Silanteva IA, Komolkin AV, Morozova EA, Vorontsov-Velyaminov PN, Kasyanenko NA (2019). Role of mono- and divalent ions in peptide Glu-Asp-Arg-DNA interaction. Journal of Physical Chemistry B 123(9). PMID 30762356. DOI 10.1021/acs.jpcb.8b10359. Spectroscopy, NMR, viscometry and molecular dynamics; the peptide enters part way into the major groove and acts on guanine atoms N7 and O6, with magnesium ions strengthening the interaction.
- Fedoreyeva LI, Smirnova TA, Kolomijtseva GY, Khavinson VKh, Vanyushin BF (2013). Interaction of short peptides with FITC-labeled wheat histones and their complexes with deoxyribooligonucleotides. Biochemistry (Moscow) 78(2). PMID 23581987. DOI 10.1134/S0006297913020053. Binding measured against wheat histones H1, H2B, H3 and H4.
- Fedoreyeva LI, Kireev II, Khavinson VKh, Vanyushin BF (2011). Penetration of short fluorescence-labeled peptides into the nucleus in HeLa cells and in vitro specific interaction of the peptides with deoxyribooligonucleotides and DNA. Biochemistry (Moscow) 76(11). PMID 22117547. DOI 10.1134/S0006297911110022. The labelled peptide was found in cytoplasm, nucleus and nucleolus, with preferred binding to CNG- and CAG-containing oligonucleotides.
- Khavinson VK, Linkova NS, Rudskoy AI, Petukhov MG (2023). Feasibility of transport of 26 biologically active ultrashort peptides via LAT and PEPT family transporters. Biomolecules 13(3). PMID 36979488. Molecular modelling and docking only, with no experimental transport measurement.
- Khavinson VKh, Lin'kova NS, Tarnovskaya SI, Umnov RS, Elashkina EV, Durnova AO (2014). Short peptides stimulate serotonin expression in cells of brain cortex. Bulletin of Experimental Biology and Medicine 157(1). PMID 24909721. DOI 10.1007/s10517-014-2496-y. Identifies the complementary nucleotide sequence CCTGCC in the tryptophan-5-hydroxylase gene.
- Chalisova NI, Kontsevaya NE, Linkova NS, Pronyaeva VE, Chervyakova NA, Umnov RS (2013). Biological activity of amino acids in organotypic tissue cultures. Bulletin of Experimental Biology and Medicine 156(2). PMID 24143390. DOI 10.1007/s10517-013-2200-7. Shows that single standard amino acids already change cell growth in the same culture systems.
- Kraskovskaya NA, Kukanova EO, Lin'kova NS, Popugaeva EA, Khavinson VK (2017). Tripeptides restore the number of neuronal spines under conditions of in vitro modeled Alzheimer's disease. Bulletin of Experimental Biology and Medicine 163(4). PMID 28853087. DOI 10.1007/s10517-017-3847-2. EDR at 200 ng/ml raised mushroom spines by 71 per cent, KED by 20 per cent.
- Kraskovskaya N, Linkova N, Sakhenberg E, Krieger D, Polyakova V, Medvedev D et al. (2024). Short peptides protect fibroblast-derived induced neurons from age-related changes. International Journal of Molecular Sciences 25(21). PMID 39518916. EDR encouraged dendrite branching and reduced oxidative DNA damage, with explicit nil results for mitochondrial and lysosomal activity and for the p16 protein level.
- Arutjunyan A, Kozina L, Stvolinskiy S, Bulygina Y, Mashkina A, Khavinson V (2012). Pinealon protects the rat offspring from prenatal hyperhomocysteinemia. International Journal of Clinical and Experimental Medicine 5(2):179-185. PMID 22567179. PMCID PMC3342713. Full text read. Pinealon 10 µg/kg daily into the abdomen of pregnant rats from five days before the methionine load, 23 animals per group. Water maze first run: 112 s in controls, 170 s with methionine (p < 0.01), 137 s with methionine and peptide (p < 0.05 against both). Cerebellar cells: DCF fluorescence 158.7 ± 3.8 against 108.6 ± 4.1 and necrotic cells 17.7 ± 2.1 per cent against 7.0 ± 0.9 per cent (both p < 0.05).
- Kozina LS (2008). Investigation of antihypoxic properties of short peptides. Advances in Gerontology 21(1). PMID 18546825. In Russian. Of Vilon, Epitalon, Vesugen and Pinealon, Pinealon showed the strongest effect in low-oxygen models; the authors attribute it to stimulation of the cell's own antioxidant enzymes rather than to radical scavenging.
- Mendzheritskiy AM, Karantysh GV, Ryzhak GA, Dem'ianenko SV (2014). Regulation of content of cytokines in blood serum and of caspase-3 activity in brains of old rats in a model of sharp hypoxic hypoxia with Cortexin and Pinealon. Advances in Gerontology 27(1). PMID 25051764. In Russian.
- Mendzheritski AM, Karantysh GV, Abramchuk VA, Ryzhak GA (2013). Effect of peptide geroprotectors on navigation system learning and caspase-3 in brain structures in rats of different age. Advances in Gerontology 26(2). PMID 28976148. In Russian.
- Mendzheritskiĭ AM, Karantysh GV, Ivonina KO (2011). Effects of introduction of short peptides before carotid artery occlusion on behaviour and caspase-3 activity in the brain of old rats. Advances in Gerontology 24(2). PMID 21809624. In Russian. Behavioural sleep rose while exploratory behaviour, motivation and movement fell; caspase-3 activity rose moderately under Pinealon, including in sham-operated animals.
- Kozina LS, Arutiunian AV, Stvolinskiĭ SL, Khavinson VKh (2008). Biological activity of regulatory peptides in model experiments in vitro. Advances in Gerontology 21(1). PMID 18546826. In Russian. The short peptides showed no direct antioxidant activity and raised the steady-state level of intracellular reactive oxygen species, while lowering the share of dead cells except for Epitalon.
- Voicekhovskaya MA, Chalisova NI, Kontsevaya EA, Ryzhak GA (2012). Effect of bioregulatory tripeptides on the culture of skin cells from young and old rats. Bulletin of Experimental Biology and Medicine 153(4). PMID 22803085. DOI 10.1007/s10517-012-1527-9. In explants from old rats only T-38 (Lys-Glu-Asp) produced a marked effect; T-33 was among those without one.
- Mendzheritsky AM, Karantysh GV, Ryzhak GA, Prokofiev VN (2015). Pinealon and Cortexin influence on behavior and neurochemical processes in 18-month aged rats within hypoxia and hypothermia. Advances in Gerontology 28(2). PMID 28509493. In Russian. States that Cortexin shows a more pronounced effect on free radical processes and caspase-3 activity in the brain than Pinealon.
- Umnov RS, Lin'kova NS, Khavinson VKh (2014). Peptides stimulate expression of signal molecules in neuronal cultures from animals of different age. Bulletin of Experimental Biology and Medicine 157(6). PMID 25257443. DOI 10.1007/s10517-014-2646-2. T-33 and Cortexin raised serotonin, Ki-67 and vimentin; the effective concentration of T-33 considerably exceeded that of Cortexin.
- Nazimko VA, Morgul' EV, Petrova OA, Sheĭkhova RG, Kozina LS, Savenko MA (2012). Analysis of some parameters of biological age and adaptation possibilities of workers of locomotive brigades. Advances in Gerontology 25(1). PMID 22708445. In Russian. The only paper giving a figure for people: capsules containing 100 µg of Pinealon, over two weeks, in an uncontrolled observation with no group size and no effect sizes reported.
- Bashkireva AS, Artamonova VG (2012). The peptide correction of neurotic disorders among professional truck drivers. Advances in Gerontology 25(3). PMID 23734521. In Russian. 150 male drivers, average age 43.3 ± 0.9 years, against 150 metalworkers; the peptides were not randomised or placebo-controlled, and the reported p-values of 0.001 to 0.05 come from before-and-after readings. The best effect is reported for combined use of several peptides.
- Bashkireva AS, Kachan EY (2015). Assessment of work ability index in evaluation of small peptides geroprotective effect. Advances in Gerontology 28(4). PMID 28509489. In Russian. A recommendation paper with no reported effect sizes.
- Myakotnykh VS, Torgashov MN, Egorin KV, Meshchaninov VN, Gavrilov VI, Borovkova TA (2016). Comparative analysis of different methods of geroprotection. Advances in Gerontology 29(2). PMID 28539017. In Russian. 110 people; the peptides Vezugen and Pinealon were compared with carbon dioxide baths, hyperbaric oxygen and massage, with the strongest effect reported for the two peptides used together.
- User-facing page listing injection schedules for Pinealon, retrieved 10 September 2026. Gives fixed microgram amounts under the skin in the evening, daily and then every other day, and concedes on the same page that the Russian experience is not peer-reviewed by Western standards. The same figures appear on that site for other peptides of the series. Trade record, cited only as evidence that such schedules circulate. Not linked.
- US Food and Drug Administration. Bulk drug substances nominated for use in compounding under section 503A, state of 14 May 2026. Neither Pinealon nor Glu-Asp-Arg nor EDR appears in any of the three categories, so the substance was never even put forward for review. Checked in full text 10 September 2026. https://www.fda.gov/media/94155/download
- European, British, Swiss and Russian register checks, 10 September 2026. The European Medicines Agency search and its control search both returned a JavaScript shell of almost identical size, 76,899 and 77,056 bytes, with no server-rendered results. MHRA Products returned 122,696 bytes for both the search and the control. The Russian state medicines register returned only the search form for both queries, so its nil result is not usable. Swissmedic could not be queried programmatically. Recorded as unverified gaps rather than nil results; the finding of no authorisation rests on every other register checked and on the absence of any registered trial.
- German Anti-Doping Act, annex to section 2 paragraph 3, published as BGBl. 2023 I No. 67. Full text checked 10 September 2026: Pinealon, Glu-Asp-Arg and EDR do not appear, and section II lists peptide hormones, releasing factors and growth factors by name with no catch-all heading. https://www.gesetze-im-internet.de/antidopg/anlage.html
- Therapeutic Goods (Poisons Standard, June 2026) Instrument 2026, authorised version F2026L00633, registered 28 May 2026. Full text checked 10 September 2026 for "Pinealon", "Glu-Asp-Arg", "EDR" and "glutamyl-aspartyl": no match, and no general heading for peptides exists. Control: alanylglutamine appears twice.
- Health Canada, Drug Product Database API, brand-name query for "pinealon": empty result. Control query for "ozempic" returns six records with DIN 02471469. Retrieved 10 September 2026. https://health-products.canada.ca/api/drug/drugproduct/
- PubChem. Compound CID 219042, Epitalon, Ala-Glu-Asp-Gly, C14H22N4O9, 390.35 g/mol. Retrieved 10 September 2026. https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/219042
- Anisimov VN, Myl'nikov SV, Oparina TI, Khavinson VKh (1997). Effect of melatonin and epithalamin on life span and lipid peroxidation in Drosophila melanogaster. Doklady Akademii Nauk 352(5). PMID 9147629. In Russian. Cited to separate the pineal extract Epithalamin from the synthetic tripeptide.
Diese Seite zitieren
Die Registerabfragen und Literatursuchen hinter dieser Seite wurden am 10. September 2026 durchgeführt. Bei einem Stoff, zu dem es so wenig wissenschaftliche Literatur gibt, gehört das Datum, an dem diese Suchen fast leer zurückkamen, zum Befund dazu.
myPeptides Research & Editing. (2026). Pinealon: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit. Version 1.0, 10. September 2026. myPeptides Peptid-Register. Abgerufen von https://mypep.app/peptides/pinealon
Wie die Seiten dieses Registers erstellt und bewertet werden, steht unter Methodik; das vollständige Register findet sich unter Peptide.
| Version | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 1.0 | 2026-09-10 | Erstveröffentlichung |
Zuletzt geprüft: 10. September 2026. Nächste Prüfung: sobald eine angemeldete Studie am Menschen erscheint, eine unabhängige Wiederholung der Tierbefunde vorliegt oder sich die Einstufung im Anti-Doping ändert.
