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Brenipatid: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit

Status auf einen Blick

MarktStatusDatum
Vereinigte StaatenPrüfstoff—
Europäische UnionPrüfstoff—
DeutschlandPrüfstoff—
Vereinigtes KönigreichPrüfstoff—
AustralienNicht zugelassen—
KanadaNicht zugelassen—
SchweizNicht zugelassen—
Entwicklungsstufe
Phase 3
Stärkste Evidenz
Randomisierte Phase-1-Studie
WADA-Status
Verboten (S0, 2026)
Zuletzt geprüft
2026-09-26
Version
1.0

Diese Seite nennt keine Dosierungen.

Brenipatid: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit

Zusammenfassung

Brenipatid ist eine experimentelle Spritze von Eli Lilly, die einmal pro Woche gegeben wird und wie Tirzepatid zwei Andockstellen für Darmhormone anschaltet, GIP und GLP-1. Anders als Tirzepatid wird es gegen Sucht, Depression und andere psychische Erkrankungen, das Reizdarmsyndrom, Asthma und COPD entwickelt, nicht gegen Adipositas oder Typ-2-Diabetes. Die einzigen Ergebnisse am Menschen stammen von einem Kongressposter mit 212 Freiwilligen: eine Halbwertszeit von 9,08 bis 12,5 Tagen und überwiegend leichte Nebenwirkungen, dazu ungeklärte Missempfindungen der Haut bei 15,2 Prozent. Zur Wirksamkeit bei den Zielerkrankungen gibt es keine Daten, und zugelassen hat den Stoff kein Land.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Visier sind Gehirn, Darm und Lunge, nicht das Gewicht. Lillys Entwicklungsübersicht führt Brenipatid in Phase 3 gegen Alkoholabhängigkeit und schwere Depression und in Phase 2 gegen sieben weitere Erkrankungen. Adipositas und Diabetes gehören nicht dazu [1].
  • Alle Daten vom Menschen stehen auf einem einzigen Poster. Es zeigt Zwischenergebnisse von 212 zufällig zugeteilten Freiwilligen aus einer Phase-1-Studie und wurde im September 2026 auf dem Psych Congress vorgestellt. Eine von Fachleuten begutachtete Veröffentlichung gibt es nicht [2], [3].
  • Die Halbwertszeit liegt bei 9,08 bis 12,5 Tagen. Die Blutspiegel stiegen im gleichen Maß wie die gegebene Menge und blieben bei wöchentlicher Gabe stabil: Der Höchstwert lag nur 1,35- bis 1,59-mal über dem Tiefstwert [2].
  • Magen-Darm-Beschwerden waren nicht häufiger als unter Placebo. Sie betrafen in beiden Gruppen 25,0 Prozent, Durchfall gaben allerdings 11,4 gegenüber 3,6 Prozent an [2].
  • Auffällig waren Missempfindungen der Haut. Eine veränderte, oft brennende oder kribbelnde Hautempfindung (Dysästhesie) trat bei 15,2 Prozent unter Brenipatid auf, unter Placebo bei niemandem, in einer normalgewichtigen Gruppe sogar bei 41,7 Prozent [2].
  • Zur Wirksamkeit bei den Zielerkrankungen gibt es keine Daten. Keine der 18 registrierten Studien hat Ergebnisse hinterlegt, die ersten großen werden Anfang 2028 erwartet [4], [5].
  • Im Sport ist der Stoff jederzeit verboten, weil er unter die Auffangklasse für Substanzen in klinischer Entwicklung fällt [6].

Was Brenipatid ist

Brenipatid ist ein künstlich hergestelltes Peptid aus 39 Aminosäuren, das die Andockstellen für zwei Darmhormone anschaltet, GIP und GLP-1. Damit ist es ein dualer Agonist derselben Gruppe wie das zugelassene Medikament Tirzepatid. Am Molekül hängt eine Fettsäurekette; das amerikanische Stoffregister führt dasselbe Kettenstück auch für Tirzepatid [7], [8], [9].

Entwickelt hat es Eli Lilly and Company unter dem Code LY3537031, und die Firma finanziert jede registrierte Studie. Den Namen Brenipatid schlug die Weltgesundheitsorganisation 2025 vor. Einen Handelsnamen gibt es nicht, weil der Stoff noch nirgends zugelassen ist [7], [4].

Die Namensliste der WHO beschreibt Brenipatid als „GIP and GLP-1 receptor agonist, antidiabetic“ (Agonist an GIP- und GLP-1-Rezeptor, Antidiabetikum). Diese Angabe benennt die Wirkstoffgruppe und beruht weitgehend auf den Angaben des Herstellers beim Namensantrag. Die WHO übernimmt dafür keine Gewähr und aktualisiert solche Beschreibungen nicht. Ein Hinweis auf den Einsatz bei Diabetes ist das nicht, denn Lillys Entwicklungsprogramm enthält keine einzige Studie zu Typ-2-Diabetes [7], [1].

Kurzprofil

FeldWertQuelle
NameBrenipatid; vorgeschlagener internationaler Freiname, Liste 134[7]
EntwicklungscodeLY3537031, auch LY-3537031 geschrieben[8]
KlasseDualer Agonist an den Rezeptoren für GIP und GLP-1; acyliertes Peptid; die WHO-Namensliste ergänzt „Antidiabetikum“ als Gruppenbezeichnung, nicht als Anwendungsgebiet[7], [10]
Struktur39 Aminosäuren mit einem Amid am Kettenende; mehrere synthetische Bausteine und eine Fettsäurekette am Lysin an Position 17[7], [8]
Summenformel und MasseC228H354N46O72; etwa 4.891,54 Da, ein berechneter Wert[7], [8]
HalbwertszeitIm Mittel 9,08 bis 12,5 Tage, laut Phase-1-Poster[2]
Anwendungsweg in den StudienInjektion unter die Haut, einmal wöchentlich; in einer einzigen Studie eine einmalige Gabe in die Vene[2], [11]
StatusNirgends zugelassen; Phase 3[1]
EntwicklerEli Lilly and Company, Indianapolis[1]
CAS-Nummer2408921-49-1[8]
UNIIC3939LZT6J[8]
PubChemKein Verbindungseintrag; nur der Substanzeintrag SID 518139661[12]
ChEMBL, DrugBankKein Eintrag gefunden[13]
WikidataQ137841098[14]
ATC-CodeKeiner vergeben[15]

Brenipatid: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit

Wie es wirkt

Brenipatid ahmt zwei Hormone nach, die der Darm nach einer Mahlzeit ausschüttet, und zwar an Andockstellen, die über den ganzen Körper verteilt sind.

  • Die Andockstelle für GLP-1. Hier setzt die bekannteste Gruppe der Inkretin-Mittel an, jener Darmhormon-Medikamente, die bei Typ-2-Diabetes und Adipositas eingesetzt werden. Brenipatid schaltet sie an, so das amerikanische Stoffregister und der Arzneimittel-Thesaurus des amerikanischen Krebsforschungsinstituts [8], [10].
  • Die Andockstelle für GIP. GIP ist das zweite Inkretin-Hormon. Brenipatid aktiviert auch diesen Rezeptor und gehört damit in dieselbe duale Gruppe wie Tirzepatid [8], [10].
  • Warum ein Darmhormon für Psyche und Lunge? Lillys Poster weist darauf hin, dass beide Rezeptoren in Bauchspeicheldrüse, Darm, Herz, Lunge, Nieren, Leber, Fettgewebe und Gehirn vorkommen. Solche Mittel könnten deshalb im Gehirn wie im übrigen Körper nützen. Das ist eine Begründung, kein Ergebnis [2].
  • Was nicht veröffentlicht ist. Unbekannt ist, wie stark Brenipatid an jedem der beiden Rezeptoren wirkt, wie sich die Wirkung auf beide verteilt und ob nennenswerte Mengen ins Gehirn gelangen. Daten aus Labor- oder Tierversuchen sind überhaupt nicht öffentlich [16].

Vergleicht man die Abfolge der Bausteine, stimmt das Grundgerüst von Brenipatid an 35 seiner 39 Positionen mit dem von Retatrutid überein. Retatrutid schaltet zusätzlich die Andockstelle für Glukagon an; für Brenipatid nennen die Register nur GIP und GLP-1 als Ziele [9], [7].

Was die Studien zeigen

Registriert sind 18 Studien, alle von Lilly finanziert: sechs in Phase 1, acht in Phase 2 und vier in Phase 3. Sie reichen von einer ersten Studie mit Einmalgabe in Japan im Jahr 2020 bis zu Phase-3-Studien, die 2025 und 2026 begannen. Ergebnisse hat nur eine davon gezeigt, und zwar auf einem Poster [4], [2].

Die Phase-1-Studie hinter dem Poster

Phase-1-RCT In der Studie NCT06606106 mit mehrfacher Gabe wurden 212 Freiwillige zufällig auf drei Teile verteilt. Teil A schloss Menschen mit Übergewicht oder Adipositas ein, mit einem Körpermasseindex von 27,0 bis 45,0. In den Teilen B und C waren die Teilnehmer normalgewichtig, mit einem Körpermasseindex von 22,0 bis 26,9; Teil C bestand nur aus japanischen und chinesischen Teilnehmern [2], [17].

Phase-1-RCT Die Teilnehmer erhielten bis Tag 78 wöchentliche Injektionen und wurden danach noch 8 Wochen beobachtet. Auf je zwei Personen unter Placebo kamen in den Teilen A und B 16 unter Brenipatid, in Teil C 6 [2].

Phase-1-RCT Teil A prüfte fünf Dosisstufen in sechs Gruppen mit je 16 Personen unter Brenipatid, Teil B vier Stufen in vier Gruppen; die höchste Stufe kam nur in Teil A zum Einsatz. Ein vierter Teil ist noch nicht ausgewertet [2], [17].

Wie lange der Stoff im Körper bleibt

Phase-1-RCT Im Mittel war die Hälfte des Wirkstoffs nach 9,08 bis 12,5 Tagen aus dem Blut verschwunden. Den längeren Wert ergab laut einem Bericht der Fachpresse die höchste Dosisstufe [2], [18].

Phase-1-RCT Die Blutspiegel stiegen im gleichen Verhältnis wie die gegebene Menge und unterschieden sich zwischen den Herkunftsgruppen kaum. Bei wöchentlicher Gabe pendelten sie sich auf einem stabilen Niveau ein, der Höchstwert lag nur 1,35- bis 1,59-mal über dem Tiefstwert. Die Autoren folgern, dass die Daten eine wöchentliche Gabe stützen [2].

Das Körpergewicht, nur als Messgröße

Phase-1-RCT Das Gewicht diente als Zeichen dafür, dass der Wirkstoff im Körper wirkt, und half, die Mengen für spätere Studien auszuwählen. Ein Behandlungsziel war es nicht. Das Poster zeigt es nur als Grafik, ohne Tabelle, Streuung oder statistische Tests, die folgenden Werte sind deshalb ungefähr abgelesen [2].

  • Teil A, Übergewicht oder Adipositas. Auf der höchsten Dosisstufe sank das Gewicht bis Tag 78 um etwa 11 Prozent und bis Tag 85 bis 92 um etwa 11,5 Prozent. Unter Placebo lag es während der Behandlung zwischen etwa 0 und plus 1 Prozent [2].
  • Teil B, Normalgewicht. Auf der höchsten in diesem Teil geprüften Stufe sank das Gewicht um etwa 12 Prozent, auf der nächstniedrigeren um etwa 10,5 bis 11 Prozent. Unter Placebo bewegte es sich zwischen etwa plus 0,3 und plus 2 Prozent [2].
  • Nach der letzten Injektion. Das Gewicht stieg wieder an. An Tag 134 lag die Gruppe der höchsten Stufe in Teil B noch etwa 7,5 Prozent unter ihrem Ausgangsgewicht [2].

Normalgewichtige Freiwillige verloren einen mindestens ebenso großen Anteil ihres Gewichts wie Menschen mit Adipositas. Für psychisch Kranke, von denen die meisten nicht übergewichtig sind, ist das eher eine Frage der Sicherheit als ein Nutzen [2].

Bei den Erkrankungen, für die es gedacht ist

Kein Ergebnis Zu Alkohol-, Opioid- oder Tabakabhängigkeit, Depression, bipolarer Störung, Schizophrenie, Reizdarmsyndrom, Asthma oder COPD gibt es keine Daten. Die Phase-1-Studie schloss niemanden mit diesen Erkrankungen ein, und keine der Studien in Phase 2 oder Phase 3 hat bisher Ergebnisse vorgelegt [4], [3].

Was weiterhin unbekannt ist

  • Ob es bei irgendeiner Zielerkrankung wirkt. Die ersten Hauptergebnisse, zu Depression und Alkoholabhängigkeit, werden Anfang 2028 erwartet [5].
  • Die Ergebnisse der übrigen Phase-1-Studien. Die erste Studie mit Einmalgabe endete 2021. Weder die Studien bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion und zur Injektionsstelle noch eine zweite, noch laufende Studie an Menschen mit Übergewicht oder Adipositas haben etwas veröffentlicht [19], [20], [21], [11], [4].
  • Längere Behandlung. Keine Daten reichen über etwa 12 Wochen Behandlung hinaus [2].
  • Immunreaktionen und besondere Gruppen. Zu Antikörpern gegen den Wirkstoff, zu Schwangerschaft, Stillzeit, Kindern und älteren Menschen ist nichts öffentlich [2].
  • Folgen für die Psyche. Es fehlen Daten dazu, wie sich der Wirkstoff bei Patienten mit den Zielerkrankungen auf Stimmung und Suizidgedanken auswirkt [4], [3].

Nebenwirkungen und Sicherheit

Alle Sicherheitsdaten stammen aus den Zwischenergebnissen der Phase-1-Studie: 184 Personen unter Brenipatid und 28 unter Placebo. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse oder Todesfälle gab es nicht. Weil die Placebogruppe so klein ist, bleibt jeder Vergleich unsicher [2].

  • Mindestens eine Nebenwirkung. Davon berichteten 106 von 184 Personen unter Brenipatid, also 57,6 Prozent, und 12 von 28 unter Placebo, also 42,9 Prozent. Die meisten Ereignisse waren leicht: 105 Personen hatten mindestens ein leichtes, 7 ein mittelschweres und 3 ein schweres, alle schweren in Teil A [2].
  • Abbruch wegen Nebenwirkungen. Die Behandlung beendeten deshalb 4 von 184 Personen, also 2,2 Prozent, unter Placebo niemand [2].
  • Magen und Darm. Beschwerden traten in beiden Gruppen bei 25,0 Prozent auf. Übelkeit trat bei 12,0 gegenüber 10,7 Prozent auf, Erbrechen bei 4,9 gegenüber 3,6 und Durchfall bei 11,4 gegenüber 3,6 Prozent. Bis auf zwei mittelschwere Übelkeitsepisoden verliefen alle leicht, und niemand brach deshalb ab [2].
  • Veränderte Hautempfindung. Eine Dysästhesie betraf 28 von 184 Personen, also 15,2 Prozent, unter Placebo niemanden. Bis auf einen Fall waren alle leicht, alle klangen während der Behandlung oder nach der letzten Injektion ab, und ein Fall führte zum Abbruch [2].
  • Mehr Ereignisse bei Normalgewichtigen. Mindestens eine Nebenwirkung gaben in Teil A 36,5 Prozent an, in Teil B 76,6 Prozent und in Teil C 91,7 Prozent [2].
Nebenwirkungen in der Phase-1-Studie, Brenipatid gegenüber Placebo
Irgendeine Nebenwirkung, Brenipatid
57.6% der Teilnehmer
Irgendeine Nebenwirkung, Placebo
42.9% der Teilnehmer
Magen und Darm, Brenipatid
25% der Teilnehmer
Magen und Darm, Placebo
25% der Teilnehmer
Durchfall, Brenipatid
11.4% der Teilnehmer
Durchfall, Placebo
3.6% der Teilnehmer
Dysästhesie, Brenipatid
15.2% der Teilnehmer
Dysästhesie, Placebo
0% der Teilnehmer

Zwischenergebnisse von NCT06606106, Teile A bis C zusammen, 184 Personen unter Brenipatid und 28 unter Placebo, wöchentliche Injektionen bis Tag 78. Die Placebogruppe ist klein. Quelle [2].

Die Missempfindungen der Haut traten in den normalgewichtigen Gruppen weit häufiger auf: in Teil A bei 3,1 Prozent, in Teil B bei 23,4 und in Teil C bei 41,7 Prozent. Magen-Darm-Beschwerden folgten demselben Muster mit 14,6, 35,9 und 37,5 Prozent. Eine Erklärung bietet das Poster nicht [2].

Dysästhesie unter Brenipatid, nach Studienteil
Teil A, Übergewicht oder Adipositas
3.1% der Teilnehmer
Teil B, Normalgewicht
23.4% der Teilnehmer
Teil C, Normalgewicht
41.7% der Teilnehmer

Zwischenergebnisse von NCT06606106. Teil A: Übergewicht oder Adipositas, 96 Personen unter Brenipatid. Teil B: Normalgewicht, 64. Teil C: Normalgewicht, japanische und chinesische Teilnehmer, 24. Unter Placebo berichtete niemand davon. Quelle [2].

Das ist von Bedeutung, weil die Zielerkrankungen nicht an das Körpergewicht gebunden sind. Viele künftige Patienten werden nicht übergewichtig sein, und gerade die normalgewichtigen Freiwilligen hatten die meisten Nebenwirkungen [2].

Keine Behörde hat Brenipatid bewertet. Deshalb gibt es keine Fachinformation, keine Liste von Gegenanzeigen und keine amtlichen Warnhinweise. Die Phase-1-Studie schloss Menschen mit erhöhtem Calcitonin, einem Blutwert der Schilddrüse, und Menschen nach einer Operation zur Gewichtsabnahme aus. Ausschlusskriterien einer Studie sind jedoch keine Gegenanzeigen [17].

Warum hier keine Dosierungen stehen

Diese Seite nennt für Brenipatid keine Mengen in irgendeiner Einheit und keine Steigerungspläne. Der Stoff wird erforscht und ist nirgends zugelassen. Außerhalb einer klinischen Studie gibt es daher keinen rechtmäßigen Rahmen für seine Anwendung, und keine Behörde hat je geprüft, welche Menge ein Mensch verträgt [1], [22].

Wo oben Dosisstufen vorkommen, sind sie nur nach ihrem Rang benannt, weil die Werte zu den Ergebnissen gehören, die sie erklären. Die Phase-3-Studien arbeiten mit Mengen, die auf Daten ohne unabhängige Begutachtung beruhen [2].

Die Warnseite der amerikanischen Arzneimittelbehörde zu nicht zugelassenen GLP-1-Mitteln nennt Brenipatid nicht, und auch kein Warnschreiben und kein Rückruf erwähnt es. Was außerhalb einer Studie unter diesem Namen angeboten wird, kann nicht aus den Studienvorräten des Herstellers stammen, und nichts würde bestätigen, was darin enthalten ist [23], [22].

Entwicklungsstand und Zulassung

Brenipatid ist bisher in keinem Land der Welt zugelassen. Lillys Entwicklungsübersicht, zuletzt aktualisiert am 5. August 2026, führt es in Phase 3 gegen Alkoholabhängigkeit und schwere Depression und in Phase 2 gegen sieben weitere Erkrankungen [1].

Von der ersten Studie am Menschen direkt in Phase 3, ohne Phase 2

  1. 2020Erste Studie am MenschenIm Dezember beginnt eine Studie mit Einmalgabe an 40 gesunden Freiwilligen in Japan, Quelle [19]
  2. 2024Studie mit mehrfacher Gabe beginntNCT06606106 startet im September an fünf Studienzentren in den USA, Quelle [17]
  3. 2025Ein Name und die ersten Phase-3-StudienDie WHO schlägt den Namen Brenipatid vor; im Oktober starten RENEW-ALC-1 und -2 zur Alkoholabhängigkeit, danach die ersten Phase-2-Studien, Quellen [7], [24], [4]
  4. 2026Depression erreicht Phase 3RENEW-MDD-1 beginnt im Februar, dazu Phase-2-Studien zu Schizophrenie und Opioidabhängigkeit, Quellen [25], [26]
  5. Sept. 2026Erste Daten vom MenschenPoster P-175 auf dem Psych Congress zeigt Zwischenergebnisse aus Phase 1, Quelle [2]
  6. 2028Erste Hauptergebnisse erwartetLilly rechnet Anfang 2028 mit Ergebnissen aus RENEW-MDD-1 und RENEW-ALC-1, Quelle [5]
  • 2020: die erste Studie am Menschen, eine Einmalgabe an 40 gesunden Freiwilligen in Japan [19].
  • 2024: Die Studie mit mehrfacher Gabe, auf der das Poster beruht, beginnt [17].
  • 2025: Die WHO schlägt den Namen vor, und zwei Phase-3-Studien zur Alkoholabhängigkeit mit jeweils etwa 1.100 Teilnehmern starten; es folgen Phase-2-Studien zu Asthma, Rückfall nach dem Rauchstopp und bipolarer Störung [7], [24], [27], [4].
  • 2026: Die Phase 3 zur schweren Depression beginnt, ebenso Phase-2-Studien zu Schizophrenie, Opioidabhängigkeit, Reizdarmsyndrom und COPD [25], [28], [4].
  • 2028: Die ersten Hauptergebnisse aus Phase 3 werden erwartet [5].

Bei Alkoholabhängigkeit und Depression ging Lilly direkt von Phase 1 in Phase 3, ohne vorherige Phase-2-Studie. Ein Firmenvertreter bestätigte das gegenüber der Fachpresse [18].

Das Studienprogramm

StudieErkrankungPhaseGeplante TeilnehmerzahlHauptmessgröße
RENEW-ALC-1 und -2Alkoholabhängigkeit3je 1.100Veränderung des Trinkverhaltens in Woche 56
RENEW-MDD-1 und -2Schwere Depression, zusätzlich zur Standardbehandlung3je 1.000Zeit bis zum Rückfall
RENEW-Bipolar-1Bipolare Störung, zusätzlich zur Standardbehandlung2400Zeit bis zum Rückfall
RENEW-Scz-1Schizophrenie, zusätzlich zur Standardbehandlung2450Gewichtsveränderung in Woche 52, Körpermasseindex 25 oder mehr
RENEW-Op-1Opioidabhängigkeit in früher Remission2465Anteil der drogenfreien Wochen, Wochen 13 bis 24
RENEW-Smk-1Rückfall nach dem Rauchstopp2222Durchgehende Abstinenz, Wochen 1 bis 24
RENEW-IBS-D und IBS-CReizdarmsyndrom2531 und 342Kombiniertes Ansprechen der Beschwerden, Wochen 9 bis 16
RENEW-AsthmaUnkontrolliertes Asthma2531Jährliche Rate der Anfälle über 52 Wochen
RENEW-COPDCOPD2606Lungenfunktion (FEV1) in Woche 36

Quellen zur Tabelle: [24], [27], [25], [29], [30], [31], [32], [33], [34], [35], [36], [37].

MarktStatusSeit oder Anmerkung
Vereinigte StaatenNicht zugelassenNur in der Forschung
Europäische UnionNicht zugelassenKein Bewertungsbericht
DeutschlandNicht zugelassenNur Studien
Vereinigtes KönigreichNicht zugelassenKein Eintrag
AustralienNicht zugelassenNicht eingestuft
KanadaNicht zugelassenKein Produkteintrag
SchweizNicht zugelassenNichts gefunden

Jeder dieser Einträge beruht auf einer Registerabfrage vom 26. September 2026. Zur Kontrolle wurde jeweils auch nach Tirzepatid gesucht, und diesen Stoff fand dieselbe Suche. Ein leeres Ergebnis bedeutet also Abwesenheit und keine fehlgeschlagene Abfrage. Der deutsche Eintrag folgt aus dem europäischen, weil diese Wirkstoffgruppe zentral zugelassen wird [22], [38], [39], [40], [41], [42].

Der amerikanische Stoffcode und der europäische Stoffeintrag sind Kennungen, keine Zulassungen. Mehr zur Rechtslage steht unter Sind Peptide legal und von der FDA zugelassene Peptide [8].

Anti-Doping

Brenipatid ist jederzeit verboten, im Wettkampf wie außerhalb. Auf der Verbotsliste 2026 wird der Name nicht genannt, doch der Stoff fällt unter die Klasse S0. Sie erfasst jeden pharmakologischen Stoff, den derzeit keine staatliche Gesundheitsbehörde zugelassen hat, ausdrücklich auch Arzneimittel in klinischer Entwicklung [6].

Für zugelassene Verwandte gilt etwas anderes. Tirzepatid und Semaglutid sind nicht verboten, sondern stehen im Beobachtungsprogramm 2026, das die Verwendung verfolgt, ohne sie zu untersagen. Brenipatid gehört nicht zu diesem Programm. Würde es je zugelassen, änderte sich damit auch seine Einstufung [43], [6].

Stoffe der Klasse S0 gelten als spezifische Substanzen, was die Bemessung einer Sperre beeinflusst, nicht aber das Verbot. Der Anhang zum deutschen Anti-Doping-Gesetz nennt keinen Agonisten an den Rezeptoren für GIP oder GLP-1; hier greift stattdessen das Arzneimittelrecht [44]. Einen Überblick gibt die Seite im Sport verbotene Peptide.

Vergleich mit verwandten Peptiden

SubstanzAndockstellenEntwickelt gegenStatusQuelle
BrenipatidGIP und GLP-1Sucht, psychische Erkrankungen, Darm, Asthma, COPDPhase 3, nirgends zugelassen[1]
TirzepatidGIP und GLP-1Typ-2-Diabetes, AdipositasZugelassenes Medikament—
VK2735GIP und GLP-1AdipositasPhase 3, nirgends zugelassen—
EnicepatidGIP und GLP-1AdipositasPhase 3, nirgends zugelassen—
RetatrutidGIP, GLP-1 und GlukagonAdipositasPhase 3, nirgends zugelassen—
SurvodutidGlukagon und GLP-1Adipositas, LebererkrankungPhase 3, nirgends zugelassen—
MazdutidGlukagon und GLP-1Adipositas, Typ-2-DiabetesIn China zugelassen—

Brenipatid wirkt an denselben beiden Rezeptoren wie Tirzepatid, VK2735 und Enicepatid. Was es von ihnen unterscheidet, ist die Wahl der Krankheiten: Alle Studien an Patienten betreffen Erkrankungen außerhalb des Stoffwechsels. Das Körpergewicht taucht nur in drei Zusammenhängen auf: als Messgröße in den frühen Studien, als mögliche Nebenwirkung und als Hauptmessgröße der Schizophrenie-Studie bei Teilnehmern mit einem Körpermasseindex von 25 oder mehr [1], [4].

Ein Vergleich der Ergebnisse ist nicht möglich. Für Brenipatid gibt es nur Daten aus weniger als 12 Wochen Behandlung, und sie stammen von einem einzigen Phase-1-Poster. Zu den verwandten Wirkstoffen liegen dagegen große veröffentlichte Studien vor. Eine aus einer Grafik abgelesene Gewichtszahl neben Phase-3-Ergebnisse zu stellen, wäre irreführend [2].

Verbreitete Irrtümer

  • „Brenipatid wird einmal im Monat gespritzt." Das Phase-1-Poster beschreibt wöchentliche Injektionen und eine Halbwertszeit von 9,08 bis 12,5 Tagen, und die Autoren folgern, dass die Daten eine wöchentliche Gabe stützen. Von einer Monatsspritze ist nur in einer Übersichtsarbeit und auf Websites die Rede, ohne dass Primärdaten das belegen [2], [16].
  • „Es ist das nächste Abnehmmittel, ein neues Tirzepatid." Adipositas gehört nicht zu seinen Entwicklungszielen. Das Gewicht wurde in Phase 1 nur gemessen, um die Mengen für spätere Studien auszuwählen [1], [2].
  • „Es wirkt gegen Alkoholabhängigkeit oder Depression." Keine Studie zu einer der Zielerkrankungen hat bisher Ergebnisse vorgelegt. Die frühe Studie schloss nur gesunde Freiwillige und Menschen mit Übergewicht oder Adipositas ein [4].
  • „Es ist Retatrutid ohne den Glukagon-Anteil." Die Grundgerüste stimmen an 35 von 39 Positionen überein, doch niemand hat veröffentlicht, wie sich Brenipatid an der Andockstelle für Glukagon verhält. Die offizielle Namensliste nennt als Ziele nur GIP und GLP-1 [9], [7].
  • „Es wirkt an den Rezeptoren für Glukagon und GIP." So beschreibt es eine Übersichtsarbeit von 2026, doch die Namensliste, das amerikanische Stoffregister und der Thesaurus des Krebsforschungsinstituts nennen alle GIP und GLP-1 [16], [7], [10].
  • „Die Alkoholstudien messen die Abstinenz." Ihre Hauptmessgröße ist eine Veränderung des Trinkverhaltens, die Tag für Tag erfasst wird, nicht die Abstinenz [24].

Häufige Fragen

Was ist Brenipatid?

Brenipatid ist ein experimentelles Peptid zum Spritzen von Eli Lilly mit dem Code LY3537031. Es schaltet zwei Andockstellen für Darmhormone an, GIP und GLP-1, also dasselbe Paar wie Tirzepatid. Lilly erprobt es bei Sucht, Depression, Schizophrenie, bipolarer Störung, Reizdarmsyndrom, Asthma und COPD. Zugelassen ist es in keinem Land.

Ist Brenipatid ein Mittel zum Abnehmen?

Nein. In Lillys Entwicklungsübersicht vom 5. August 2026 tauchen Adipositas und Typ-2-Diabetes nicht als Ziele auf. In der frühen Studie wurde das Körpergewicht nur als Zeichen dafür gemessen, dass der Wirkstoff im Körper aktiv ist, um die Mengen für spätere Studien auszuwählen. Eine kleine Phase-1-Studie an Menschen mit Übergewicht läuft noch.

Wirkt Brenipatid bei Alkoholabhängigkeit oder Depression?

Das weiß bisher niemand. Keine Studie zu Brenipatid bei einer seiner Zielerkrankungen hat Ergebnisse vorgelegt, und die frühe Studie schloss nur gesunde Freiwillige sowie Menschen mit Übergewicht oder Adipositas ein. Die ersten großen Ergebnisse, zu Depression und Alkoholabhängigkeit, werden Anfang 2028 erwartet.

Wie oft wird Brenipatid in den Studien gespritzt?

Einmal pro Woche unter die Haut. Das Phase-1-Poster beschreibt eine wöchentliche Gabe und eine Halbwertszeit von 9,08 bis 12,5 Tagen, und die Autoren folgern, dass die Daten eine wöchentliche Gabe in späteren Studien stützen. Im Internet ist auch von einer Monatsspritze die Rede, doch keine Primärquelle belegt das.

Welche Nebenwirkungen verursachte Brenipatid in den ersten Studien?

Laut den Zwischenergebnissen der Studie mit mehrfacher Gabe berichteten 57,6 Prozent der Teilnehmer unter Brenipatid mindestens eine Nebenwirkung, unter Placebo 42,9 Prozent. Beschwerden an Magen und Darm traten in beiden Gruppen gleich häufig auf, bei 25,0 Prozent. Auffällig war eine veränderte Hautempfindung, die 15,2 Prozent unter Brenipatid angaben und niemand unter Placebo.

Was hat es mit den Hautmissempfindungen unter Brenipatid auf sich?

Das Poster nennt sie Dysästhesie: eine unangenehm veränderte Empfindung der Haut, oft als Brennen oder Kribbeln. Betroffen waren 28 von 184 Teilnehmern unter Brenipatid und keiner der 28 unter Placebo. Bei normalgewichtigen Freiwilligen kam sie deutlich häufiger vor. Bis auf einen Fall waren alle leicht, alle klangen ab, und eine Person brach deshalb ab. Die Ursache ist unbekannt.

Ist Brenipatid irgendwo zugelassen?

Nein. Registerabfragen am 26. September 2026 fanden keine Zulassung in den Vereinigten Staaten, in der Europäischen Union, in Deutschland, im Vereinigten Königreich, in Australien, in Kanada oder in der Schweiz, und auch für China und Japan ist keine bekannt. Lilly führt den Stoff in Phase 2 und Phase 3, nicht im Zulassungsverfahren.

Ist Brenipatid dasselbe wie Tirzepatid oder Retatrutid?

Nein. Brenipatid wirkt an denselben beiden Andockstellen wie Tirzepatid, GIP und GLP-1, ist aber ein anderes Molekül und wird für andere Krankheiten entwickelt. Sein Grundgerüst stimmt an 35 von 39 Positionen mit Retatrutid überein. Retatrutid wirkt jedoch zusätzlich an der Andockstelle für Glukagon, und ob Brenipatid dort irgendetwas bewirkt, wurde nie veröffentlicht.

Ist Brenipatid im Sport verboten?

Ja, jederzeit, im Wettkampf wie außerhalb. Auf der Verbotsliste 2026 steht Brenipatid nicht namentlich, fällt aber unter die Klasse S0. Sie erfasst jeden Stoff in klinischer Entwicklung, den keine staatliche Gesundheitsbehörde zugelassen hat. Zugelassene Verwandte wie Tirzepatid werden dagegen nur beobachtet und sind nicht verboten.

Quellen

  1. Eli Lilly and Company. Clinical development pipeline, as of 5 August 2026: brenipatide in phase 3 for alcohol use disorder and major depressive disorder, in phase 2 for asthma, bipolar disorder, irritable bowel syndrome with constipation and with diarrhoea, opioid use disorder, schizophrenia and tobacco use disorder. https://www.lilly.com/science/research-development/pipeline
  2. Goldsmith P, Garhyan P, Yang S, Mimura H, Bergamini B, Lydon A, de Vries D, Vaz A, Prezioso A (2026). Brenipatide, a GIP/GLP-1 Receptor Agonist: Clinical Data Supporting Dose Selection for Substance Use, Psychiatric and Immunologic Disorders. Poster P-175, Psych Congress 2026, New Orleans, 15 to 19 September 2026. Eli Lilly and Company. Conference poster, not peer reviewed; weight results shown as a graph only. https://assets.ctfassets.net/mpejy6umgthp/1DBu0eLHcS9NjjpujOaamF/f0d57d38b14a73d659c3504020088e79/Brenipatide_a_GIP_GLP-1_Receptor_Agonist_DV-041369-MDD.pdf
  3. NCBI PubMed, E-utilities search for brenipatide, LY3537031 and LY-3537031 on 26 September 2026: no records.
  4. ClinicalTrials.gov, API v2, queried 26 September 2026: 18 records under the code LY3537031 (six phase 1, eight phase 2, four phase 3) and 13 under the name brenipatide, all sponsored by Eli Lilly and Company, none with posted results. https://clinicaltrials.gov/api/v2/studies?query.term=LY3537031
  5. McKenzie H (2026). Lilly presents early data supporting GLP-1/GIP candidate's potential in depression, alcohol use disorder. BioSpace, 22 September 2026. States that the first main results of RENEW-MDD-1 and RENEW-ALC-1 are expected in early 2028. https://www.biospace.com/drug-development/lilly-presents-early-data-supporting-glp-1-gip-candidates-potential-in-depression-alcohol-use-disorder
  6. World Anti-Doping Agency. The 2026 Prohibited List, class S0 (non-approved substances), read in full on 26 September 2026; no match for brenipatide, LY3537031 or incretin receptor agonists as a group. https://www.wada-ama.org/en/resources/world-anti-doping-code-and-international-standards/prohibited-list
  7. World Health Organization (2025). International Nonproprietary Names for Pharmaceutical Substances, Proposed INN List 134: brenipatide, pp. 1156-1157. WHO Drug Information 39(4). Formula C228H354N46O72; described as a "gastric inhibitory polypeptide (GIP) and glucagon-like peptide 1 (GLP-1) receptor agonist, antidiabetic"; the list states that such descriptors rest largely on information supplied by the manufacturer. https://cdn.who.int/media/docs/default-source/international-nonproprietary-names-(inn)/pl134.pdf
  8. FDA/NCATS Global Substance Registration System. Brenipatide, UNII C3939LZT6J, queried 26 September 2026: sequence, modifications, CAS 2408921-49-1, calculated mass 4891.54, targets GIP and GLP-1 receptors (agonist). https://gsrs.ncats.nih.gov/api/v1/substances(759639ef-97c3-4baa-8cc3-86dd0b599eb6)?view=full
  9. FDA/NCATS Global Substance Registration System. Retatrutide (UNII NOP2Y096GV) and tirzepatide (UNII OYN3CCI6QE), queried 26 September 2026; own comparison of the one-letter backbones: 35 of 39 positions identical with retatrutide, 32 of 39 with tirzepatide; the same fatty-acid side-chain fragment (UNII NVV1P9GCY2) is listed for tirzepatide. https://gsrs.ncats.nih.gov/api/v1/substances/search?q=retatrutide
  10. National Cancer Institute. NCI Thesaurus C223275, Brenipatide, classified as a dual GIP/GLP-1 receptor agonist. https://api-evsrest.nci.nih.gov/api/v1/concept/ncit/C223275?include=full
  11. Eli Lilly and Company. NCT07202871, injection-site relative bioavailability and single intravenous dose, 47 participants, Singapore, completed 17 July 2026. https://clinicaltrials.gov/study/NCT07202871
  12. NCBI PubChem, PUG-REST, queried 26 September 2026: no compound record for brenipatide or LY3537031; substance record SID 518139661 only. https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/substance/sid/518139661/JSON
  13. EMBL-EBI ChEMBL, molecule search for brenipatide and LY3537031 on 26 September 2026: no entry. https://www.ebi.ac.uk/chembl/api/data/molecule/search.json?q=brenipatide
  14. Wikidata. Q137841098, brenipatide, listing CAS 2408921-49-1 and UNII C3939LZT6J; no DrugBank identifier. https://www.wikidata.org/wiki/Q137841098
  15. WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology. ATC/DDD Index 2026, search for brenipatide on 26 September 2026: no match, against A10BX16 for the control substance tirzepatide. https://atcddd.fhi.no/atc_ddd_index/?name=brenipatide
  16. Neumann J, Kirchhefer U, Hofmann B, Gergs U (2026). Acute Contractile Effects of Glucagon-like-Peptide-1 Receptor Agonists in the Human Heart. Pharmaceutics. PMID 42076099. Review; states that no public preclinical data on brenipatide were found; its description of monthly dosing and of glucagon and GIP receptor action is not supported by primary data.
  17. Eli Lilly and Company. NCT06606106 (J2S-MC-GZMD), multiple-ascending-dose study of LY3537031 in participants with overweight or obesity and in healthy volunteers, parts A to D, started 5 September 2024, five US sites. https://clinicaltrials.gov/study/NCT06606106
  18. Philippidis A (2026). Lilly's GIP/GLP-1 Candidate Brenipatide Shows Early Clinical Promise in Substance, Psych Disorders. Genetic Engineering & Biotechnology News, 19 September 2026. Trade press report on the poster. https://www.genengnews.com/topics/translational-medicine/lillys-gip-glp-1-candidate-brenipatide-shows-early-clinical-promise-in-substance-psych-disorders/
  19. Eli Lilly and Company. NCT04648865, single-ascending-dose study of LY3537031 in 40 healthy participants, Japan, December 2020 to June 2021, completed, no results posted. https://clinicaltrials.gov/study/NCT04648865
  20. Eli Lilly and Company. NCT07165015, single-dose pharmacokinetic study in renal impairment, 31 participants, completed 16 April 2026. https://clinicaltrials.gov/study/NCT07165015
  21. Eli Lilly and Company. NCT07165002, single-dose pharmacokinetic study in hepatic impairment, recruiting. https://clinicaltrials.gov/study/NCT07165002
  22. US Food and Drug Administration. openFDA approvals, label and enforcement endpoints, queried 26 September 2026: no record for brenipatide, against records for the control substance tirzepatide in all three; DailyMed also returned no label. https://api.fda.gov/drug/drugsfda.json?search=openfda.generic_name:brenipatide
  23. US Food and Drug Administration. "FDA's Concerns with Unapproved GLP-1 Drugs Used for Weight Loss", content current as of 1 September 2026, retrieved 26 September 2026: brenipatide is not named. https://www.fda.gov/drugs/drug-alerts-and-statements/fdas-concerns-unapproved-glp-1-drugs-used-weight-loss
  24. Eli Lilly and Company. NCT07219966, RENEW-ALC-1, phase 3 in moderate to severe alcohol use disorder, 1,100 planned, started 15 October 2025; primary measure change in drinking pattern by timeline follow-back to week 56. https://clinicaltrials.gov/study/NCT07219966
  25. Eli Lilly and Company. NCT07412756, RENEW-MDD-1, phase 3 in major depression added to standard care, 1,000 planned, started 9 February 2026; primary measure time to relapse. https://clinicaltrials.gov/study/NCT07412756
  26. Eli Lilly and Company. Form 10-Q for the quarter ended 31 March 2026, filed 30 April 2026, SEC EDGAR: "A Phase 3 trial was initiated for brenipatide for major depressive disorder." https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/59478/000005947826000045/lly-20260331.htm
  27. Eli Lilly and Company. NCT07219953, RENEW-ALC-2, phase 3 in alcohol use disorder, 1,100 planned, started 16 October 2025. https://clinicaltrials.gov/study/NCT07219953
  28. Eli Lilly and Company. Form 10-Q for the quarter ended 30 June 2026, filed 5 August 2026, SEC EDGAR. https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/59478/000005947826000081/lly-20260630.htm
  29. Eli Lilly and Company. NCT07775300, RENEW-MDD-2, phase 3 in major depression, 1,000 planned, not yet recruiting. https://clinicaltrials.gov/study/NCT07775300
  30. Eli Lilly and Company. NCT07286175, RENEW-Bipolar-1, phase 2, 400 planned; primary measure time to relapse. https://clinicaltrials.gov/study/NCT07286175
  31. Eli Lilly and Company. NCT07410507, RENEW-Scz-1, phase 2 in schizophrenia, 450 planned; primary measure per cent change in body weight at week 52 in participants with a body mass index of 25.0 or more. https://clinicaltrials.gov/study/NCT07410507
  32. Eli Lilly and Company. NCT07420283, RENEW-Op-1, phase 2 in opioid use disorder in early remission, 465 planned. https://clinicaltrials.gov/study/NCT07420283
  33. Eli Lilly and Company. NCT07223840, RENEW-Smk-1, phase 2, relapse prevention after quitting smoking, 222 planned. https://clinicaltrials.gov/study/NCT07223840
  34. Eli Lilly and Company. NCT07545759, RENEW-IBS-D, phase 2 in irritable bowel syndrome with diarrhoea, 531 planned. https://clinicaltrials.gov/study/NCT07545759
  35. Eli Lilly and Company. NCT07545772, RENEW-IBS-C, phase 2 in irritable bowel syndrome with constipation, 342 planned. https://clinicaltrials.gov/study/NCT07545772
  36. Eli Lilly and Company. NCT07219173, RENEW-Asthma, phase 2, 531 planned; primary measure annualised rate of asthma exacerbations over 52 weeks. https://clinicaltrials.gov/study/NCT07219173
  37. Eli Lilly and Company. NCT07759245, RENEW-COPD, phase 2, 606 planned, started 7 August 2026; primary measure change in pre-bronchodilator FEV1 to week 36. https://clinicaltrials.gov/study/NCT07759245
  38. European Medicines Agency. Dataset of European public assessment reports, downloaded and searched 26 September 2026: no entry for brenipatide or LY3537031, against an entry for tirzepatide. https://www.ema.europa.eu/system/files/documents/other/medicines_output_european_public_assessment_reports_en.xlsx
  39. Electronic Medicines Compendium, United Kingdom, searched 26 September 2026: no result for brenipatide, against 6 results for tirzepatide. https://www.medicines.org.uk/emc/search?q=brenipatide
  40. Federal Register of Legislation, Australia. Therapeutic Goods (Poisons Standard, June 2026) Instrument 2026, F2026L00633, full text searched 26 September 2026: no match for brenipatide or LY3537031, against entries for tirzepatide and semaglutide. The register of therapeutic goods was unreachable that day. https://www.legislation.gov.au/F2026L00633/asmade/2026-05-28/text/original/epub/OEBPS/document_1/document_1.html
  41. Health Canada. Drug Product Database, active ingredient endpoint, queried 26 September 2026: empty result for brenipatide, against records for tirzepatide. https://health-products.canada.ca/api/drug/activeingredient/?ingredientname=brenipatide&type=json
  42. Swissmedic. Extended list of authorised medicines (HAM), searched 26 September 2026: no match for brenipatide or LY3537031, against 19 entries for tirzepatide. https://www.swissmedic.ch/dam/swissmedic/de/dokumente/internetlisten/erweiterte_ham_ind.xlsx.download.xlsx/Erweiterte_Arzneimittelliste%20HAM.xlsx
  43. World Anti-Doping Agency. The 2026 Monitoring Program, item 6: markers of semaglutide and tirzepatide, in and out of competition; brenipatide is not named. https://www.nada.at/files/doc/Listen/Monitoring-Program-2026.pdf
  44. Annex to section 2(3) of the German anti-doping act (AntiDopG), BGBl. 2023 I no. 67, read in full on 26 September 2026: no entry for brenipatide or for GIP, GLP-1 or incretin receptor agonists. https://www.gesetze-im-internet.de/antidopg/anlage.html

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Die Angaben dieser Seite wurden am 26. September 2026 geprüft, und jedes Register hinter der Statustabelle wurde an diesem Tag abgefragt. Die Lage kann sich rasch ändern, sobald die Phase-1-Studie vollständig veröffentlicht wird oder die ersten Phase-2-Studien berichten.

myPeptides Research & Editing. (2026). Brenipatid: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit. Version 1.0, 26. September 2026. myPeptides Peptid-Register. Abgerufen von https://mypep.app/peptides/brenipatide

Wie die Seiten dieses Registers entstehen und bewertet werden, steht unter Methodik; das vollständige Register findet sich unter Peptide.

VersionDatumÄnderung
1.02026-09-26Erstveröffentlichung

Zuletzt geprüft: 26. September 2026. Nächste Prüfung: bei Veröffentlichung eines Studienergebnisses zu Brenipatid, bei einer Zulassungsentscheidung oder bei einer Änderung der Anti-Doping-Einstufung.

Identifikatoren

IdentifikatorWert
CAS-Nummer2408921-49-1
UNIIC3939LZT6J
WikidataQ137841098
SummenformelC228H354N46O72
Molekülmasse4891.5
SequenzYAEGTFTSDYSILLDKKAQAEFIEYLIAGGPSSGAPPPS-NH2

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