PEG-MGF: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit
Zusammenfassung
PEG-MGF wird als länger wirksame Form des Mechano Growth Factor verkauft. Hergestellt, gemessen oder geprüft hat ein solches Molekül jedoch keine veröffentlichte Studie. Die einzige begutachtete Arbeit, die den Namen nennt, ist eine Übersichtsarbeit von 2026, und sie ordnet den Stoff ihrer untersten Evidenzstufe zu. Jede veröffentlichte Analyse beschlagnahmten MGF-Materials fand stattdessen eine Variante ohne PEG-Kette. Im Sport ist der Stoff verboten, zugelassen ist er nirgends.
Das Wichtigste in Kürze
- Nur eine einzige begutachtete Arbeit nennt den Namen, und sie ist eine Übersichtsarbeit. Eine erzählende Übersichtsarbeit von 2026 ordnet PEG-MGF gemeinsam mit zwei weiteren Graumarkt-Peptiden der Stufe D zu, ihrer untersten. Zu Stoffen dieser Stufe schreibt sie: „have no peer-reviewed human studies and are supported only by preclinical extrapolation and grey-literature user narratives“ (es gibt keine begutachteten Studien am Menschen, und sie stützen sich allein auf Übertragungen aus Vorversuchen und auf Anwenderberichte aus grauer Literatur) [1].
- Die Halbwertszeit wurde nie gemessen. Dieselbe Arbeit fasst die gesamte Pharmakologie von PEG-MGF, also alles darüber, wie der Körper den Stoff aufnimmt und wieder abbaut, in einer Zeile zusammen: „pegylation extends stability, t½ not reported“ (die Pegylierung verlängert die Stabilität, Halbwertszeit nicht berichtet) [1].
- Wer danach sucht, findet so gut wie nichts. Eine PubMed-Abfrage nach PEG-MGF lieferte am 16. September 2026 einen einzigen Treffer, nämlich die Übersichtsarbeit selbst. Die Kontrollabfrage nach Mechano Growth Factor ergab 2.386 Treffer, die Suche funktionierte also [2].
- Eine chemische Identität ist nirgends hinterlegt. In der amerikanischen Stoffdatenbank fehlt jeder Eintrag: keine Registriernummer, keine Summenformel und keine Angabe dazu, an welcher Stelle die Kette aus Polyethylenglykol sitzt [3].
- Registriert wurde nie eine Studie. Eine Abfrage des amerikanischen Studienregisters nach PEG-MGF als Prüfsubstanz ergab null Studien [4].
- Drei Labore öffneten beschlagnahmte MGF-Vials und fanden kein pegyliertes Molekül. In Gent 2012, in Köln 2014 und in Salt Lake City 2017 lag jeweils eine andere Variante ohne PEG-Kette vor [5], [6], [7].
- Behörden benutzen den Namen, obwohl die Wissenschaft ihn nicht kennt. Ein amerikanischer Beratungsausschuss soll vor Ende Februar 2027 über „Mechano Growth Factor, Pegylated (PEG-MGF)“ beraten [8].
- Im Sport ist der Stoff jederzeit verboten, und zwar über die Klasse für Wachstumsfaktoren, die Mechano Growth Factors in der Mehrzahl nennt [9].
Was PEG-MGF ist
PEG-MGF ist ein Handelsname und kein charakterisierter Stoff. Was darunter verkauft wird, soll ein Peptid mit einer angehängten Kette aus Polyethylenglykol sein, geliefert als gefriergetrocknetes Pulver im Vial.
Die eine Hälfte, das Peptid, ist real und gut beschrieben. Mechano Growth Factor ist das Endstück aus 24 Bausteinen einer Spleißvariante des insulinähnlichen Wachstumsfaktors 1. Seine Sequenz lautet YQPPSTNKNTKSQRRKGSTFEEHK und wird von den Exons 4 bis 6 des menschlichen Transkripts abgelesen [10], [6].
Bei der anderen Hälfte hören die Angaben auf. Keine Quelle gibt an, wie groß die Kette aus Polyethylenglykol ist, ob sie verzweigt ist oder an welcher Stelle des Peptids sie hängt. Ohne diese drei Angaben lassen sich weder eine Summenformel noch eine Masse bestimmen [3].
Woher die Idee stammt, ist dagegen dokumentiert. Eine Patentanmeldung des University College London und der University of Illinois von 2005 beschrieb die Pegylierung des MGF-Peptids als Weg, das Molekül haltbarer zu machen. Diese Patentfamilie ist erloschen, und kein späteres Patent beansprucht ein pegyliertes MGF als Wirkstoff [11], [12].
Kurzprofil
| Feld | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Name | PEG-MGF; kein internationaler Freiname | [1] |
| Weitere Namen | Pegylierter Mechano Growth Factor; PEG MGF; in amerikanischen Behördentexten „Mechano Growth Factor, Pegylated“ | [1], [8] |
| Klasse | Angeblich ein Konjugat aus Peptid und Polymer; sicher einordnen lässt es sich nicht, weil der Polymeranteil unbestimmt bleibt | [1], [3] |
| Angeblicher Peptidanteil | Das Peptid der E-Domäne aus 24 Bausteinen der Spleißvariante IGF-1Ec, rund 2,8 kDa | [10] |
| Formel und Masse | Nicht bestimmbar; keine Quelle nennt die Masse des Polymers oder seinen Ansatzpunkt | [3] |
| Halbwertszeit | Nie berichtet, in keiner Tierart und nicht beim Menschen | [1] |
| Anwendungsweg in Studien | Es gibt keine Studie, also ist auch kein Anwendungsweg berichtet | [1], [4] |
| Status | Nirgends zugelassen; nie in die Entwicklung gelangt | [4], [8] |
| Ursprung der Idee | Eine erloschene Patentanmeldung von 2005, die keine Halbwertszeitdaten zur pegylierten Form enthält | [11], [13] |
| CAS, PubChem, UNII, InChIKey | Am 16. September 2026 nicht auffindbar | [3] |

Wie es wirkt
Keine veröffentlichte Studie hat den Wirkmechanismus von PEG-MGF untersucht. Jede Aussage dazu stammt aus Arbeiten am Peptid ohne PEG-Kette, und ausgerechnet die Übersichtsarbeit, die den Stoff aufführt, erklärt eine solche Übertragung für unzulässig.
- Die Pegylierung ist ein etabliertes Verfahren. Hängt man Polyethylenglykol an ein Eiweiß, wird es langsamer aus dem Blut entfernt. Mehrere zugelassene Arzneimittel nutzen genau das [14].
- Ein harmloser Zusatz ist die PEG-Kette allerdings nicht. Beim insulinähnlichen Wachstumsfaktor 1 sank dadurch die Bindungsstärke am Rezeptor. Mit zwei Ansatzpunkten fiel die Rezeptoraktivierung etwa auf die Hälfte, mit einem dritten in einer Zelllinie auf weniger als ein Zehntel und in der anderen auf etwa ein Drittel. Wie rasch sich das Molekül an seine Transporteiweiße anlagerte, ging auf ein Zehntel zurück [15], [16].
- Eine Funktion kann dabei ganz verschwinden. Sämtliche pegylierten Varianten dieses Moleküls verloren die Fähigkeit, Zellen zur Wanderung anzuregen, während die Lebensfähigkeit der Zellen unberührt blieb [16].
- Die Übertragung ist ausdrücklich untersagt. Die Pegylierung „fundamentally alters pharmacokinetics and tissue exposure“ (verändert grundlegend, wie der Stoff aufgenommen und im Gewebe verteilt wird), schreibt die Übersichtsarbeit von 2026, weshalb sich die Wirkungen des natürlichen Moleküls „cannot be assumed to apply to PEG-conjugated constructs“ (nicht ohne Weiteres auf mit Polyethylenglykol verbundene Konstrukte übertragen lassen) [1].
- Auch das Ausgangspeptid hat keinen geklärten Mechanismus. Blockierte man den Rezeptor des insulinähnlichen Wachstumsfaktors 1 mit einem Antikörper, blieb die Wirkung auf die Vorläuferzellen des Muskels bestehen. Das Peptid greift also anderswo an [17].
- Eine verbreitete Behauptung widerspricht sich selbst. In Foren heißt es, der Stoff wirke örtlich und nicht im ganzen Körper. Die Pegylierung gibt es aber gerade deshalb, weil sie die Verweildauer im ganzen Körper verlängert. Die Übersichtsarbeit stuft solche Berichte als Anekdoten ein [1].
Die Grundlagen zum Stoff ohne PEG-Kette, seine Biologie und die offenen Fragen dazu stehen auf der eigenen Seite zu MGF. Hier geht es darum, was das angehängte Polymer verändert, und darum, dass auf diese Frage keine Antwort vorliegt.
Was die Studien zeigen
Zu PEG-MGF selbst gibt es nichts zu berichten. Es folgen daher das Ergebnis der Literatur- und Registersuche, danach das nächstverwandte Molekül, an dem tatsächlich geforscht wurde, und schließlich die Laboranalysen des Materials, das im Umlauf ist.
Studien zu PEG-MGF
Keine Evidenz Nicht eine einzige. Das Studienregister lieferte für PEG-MGF als Prüfsubstanz null Studien. Die Kontrollabfrage nach Mechano Growth Factor ergab 105 Einträge, allesamt Worttreffer aus der Forschung zum insulinähnlichen Wachstumsfaktor 1 und zum Wachstumshormon [4].
Keine Evidenz In der Literatur sieht es genauso leer aus. Eine Volltextsuche lieferte drei Treffer, von denen zwei reine Zufälle waren: eine Methodenarbeit, die MGF nur als Modellsubstanz für die Messtechnik verwendete, und eine Arbeit zu Nanopartikeln, bei der MGF als Adressanhänger diente [18], [19], [20].
Keine Evidenz Der einzige inhaltliche Treffer war die Übersichtsarbeit von 2026. Zur Wirksamkeit kommt sie zu dem Schluss, dass „claims that PEG-MGF reliably accelerates recovery or improves body composition in humans remain unproven, and robust RCTs in human populations are lacking“ (Behauptungen, PEG-MGF beschleunige zuverlässig die Erholung oder verbessere die Körperzusammensetzung beim Menschen, unbelegt bleiben und belastbare randomisierte Studien am Menschen fehlen) [1].
Pegyliertes IGF-1, das Molekül, das wirklich entwickelt wurde
Phase 1 Dies ist der Vergleichsfall, und es ist ein anderes Molekül. Roche stellte einen gentechnisch hergestellten menschlichen insulinähnlichen Wachstumsfaktor 1 her, der an einer genau bestimmten Stelle pegyliert war, und prüfte ihn in einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie an 62 gesunden Freiwilligen [14].
Phase 1 Die Halbwertszeit lag bei 140 bis 200 Stunden, und die Menge im Blut stieg ungefähr im gleichen Verhältnis wie die verabreichte Menge. Die häufigste Nebenwirkung war eine Rötung an der Einstichstelle, Unterzuckerungen traten nicht auf [14].
Tierdaten Spritzte man dieses Molekül Mäusen in einen verletzten Muskel, kehrte dessen Kraft früher zurück als unter Kochsalzlösung, und zwar um 27 Prozent stärker (p < 0,05). Die Querschnittsfläche der Muskelfasern war 13 Prozent größer als unter der Form ohne PEG-Kette (p < 0,05). Verabreichte man beide über den Blutkreislauf, wirkte keine von ihnen [21].
So sieht die Datenlage aus, wenn ein pegyliertes Mitglied dieser Familie wirklich entwickelt wird. Für PEG-MGF gibt es nichts davon.
Was Labore in beschlagnahmten Vials fanden
Analytische Studie Gent, 2012. Ein Dopingkontrolllabor untersuchte zwei Schwarzmarktpräparate und bestimmte darin ein MGF-Analogon, dessen eines Ende amidiert war. Vom natürlichen Molekül ließ es sich am Übergang m/z 717,8 auf 431,1 unterscheiden [5].
Analytische Studie Köln, 2014. Ein vollständiges MGF aus illegalen Quellen wurde entschlüsselt: monoisotopische Masse 12.264,9 Da, das endständige Lysin fehlte, und an Position 109 stand Histidin statt Arginin. Nach Anpassung der Routineverfahren war es ab 0,25 ng/ml nachweisbar [6].
Analytische Studie Salt Lake City, 2017. In beschlagnahmten Ampullen steckte die Variante MGF R23H, die sich im Blutplasma als stabil erwies [7].
Drei Dopingkontrolllabore öffneten zwischen 2012 und 2017 MGF-Material vom Graumarkt und bestimmten seinen Inhalt: Gent ein amidiertes Analogon, Köln eine vollständige Variante mit Austausch von Arginin gegen Histidin, Salt Lake City die Variante MGF R23H. Diese drei veröffentlichten Analysen sind der gesamte Bestand, die Null bedeutet also, dass nichts gefunden wurde, und nicht, dass es nichts gibt. Quellen [5], [6], [7].
Was weiterhin unbekannt ist
- Was der Stoff überhaupt ist. Keine Masse des Polymers, keine Angabe zur Verzweigung, kein Ansatzpunkt, und keine veröffentlichte Analyse eines gehandelten Präparats, die überhaupt bestätigt, dass Polyethylenglykol enthalten ist [3].
- Was der Körper damit macht. Keine Halbwertszeit, keine Angaben zur Aufnahme, keine zur Verteilung im Körper, weder bei Tieren noch beim Menschen [1].
- Ob er irgendetwas bewirkt. Zur pegylierten Form gibt es keine veröffentlichte Tierstudie und überhaupt keine Untersuchung am Menschen [1], [4].
- Ob das Immunsystem darauf reagiert. Bei pegylierten Arzneimitteln wird während der Entwicklung routinemäßig nach Antikörpern gegen Polyethylenglykol gesucht. Dieser Stoff war nie in der Entwicklung [22].
- Ob die Krebsgefahr für die pegylierte Form ebenso gilt. Dass das Peptid ohne PEG-Kette das Zellwachstum anregen kann, ist dokumentiert. An einem pegylierten Konstrukt wurde das nie geprüft [1], [23].
Nebenwirkungen und Sicherheit
Für PEG-MGF gibt es keine Sicherheitsdaten, weil es nie eine Studie gab, die welche hätte liefern können. Die Übersichtsarbeit von 2026 trägt in jede Sicherheitsspalte ihrer Tabelle denselben Vermerk ein: keine begutachteten Studien am Menschen [1].
- Antikörper gegen Polyethylenglykol sind das bekannte Problem pegylierter Arzneimittel. Sie treten nach einer Gabe in den Blutkreislauf regelmäßig auf. Außerdem finden sie sich schon bei Menschen, die nie ein solches Mittel erhalten haben, weil Polyethylenglykol in Lebensmitteln und Kosmetika weit verbreitet ist [22], [24].
- Zwei Folgen sind belegt. Der Wirkstoff wird schneller abgebaut und wirkt dann nicht mehr, und über die Aktivierung des Komplementsystems, eines Teils der Immunabwehr, kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, bis hin zu einem in seltenen Fällen tödlichen anaphylaktischen Schock [22].
- Vorhersagen lässt sich das Risiko nicht. Wie viele dieser Antikörper jemand hat, ist von Mensch zu Mensch verschieden, und nach pegylierten Lipid-Nanopartikeln in Impfstoffen stiegen die Werte nachweislich an. Getestet wird darauf nur innerhalb von Studien, außerhalb steht kein Verfahren zur Verfügung [25], [24].
- Beim Ausgangspeptid gibt es Hinweise auf angeregtes Zellwachstum. In menschlichem Prostatagewebe war MGF im Tumor stark vermehrt und in gesundem Deckgewebe nicht nachweisbar. Das künstlich hergestellte Peptid regte das Wachstum von Krebszelllinien an [23].
- Über welchen Weg das Peptid dabei wirkt, ist unklar. Schaltete man den Rezeptor des insulinähnlichen Wachstumsfaktors 1 und den Insulinrezeptor ab, blieb die Wirkung bestehen [23].
- Für die Stoffgruppe gelten die üblichen hormonellen Bedenken. Für Peptide, die an dieser Achse ansetzen, führt die Übersichtsarbeit von 2026 Wassereinlagerungen, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie einen veränderten Umgang des Körpers mit Zucker auf. Sie stellt zugleich klar, dass es für PEG-MGF keine Daten am Menschen gibt [1].
- Auf den Inhalt des Vials ist kein Verlass. Von 1.190 an der Schweizer Grenze beschlagnahmten Dopingpräparaten enthielten weniger als 20 Prozent den angegebenen Stoff in der angegebenen Menge. 146 davon, also 12 Prozent, waren als Peptidhormone oder Wachstumsfaktoren ausgewiesen [26].
Gegenanzeigen lassen sich nicht aufzählen, denn dafür bräuchte es ein Sicherheitsprofil, das es nicht gibt. Veröffentlicht sind auch keine Vorgaben zu Reinheit, Keimfreiheit oder Endotoxingehalt, und eine Arzneibuch-Monographie existiert nicht [1], [3].
Warum hier keine Dosierungen stehen
Diese Seite nennt für PEG-MGF keine Mengen, in keiner Einheit. Der Grund ist in erster Linie kein rechtlicher, sondern ein sachlicher: Es gibt schlicht nichts zu zitieren. Keine veröffentlichte Studie hat einem Menschen oder einem Tier ein pegyliertes MGF verabreicht, also existiert in der Literatur auch keine Studiendosis [1], [4].
Die Zahlen, die dennoch kursieren, stammen aus Bodybuilding-Foren und dem Blog eines Verkäufers. Die Übersichtsarbeit von 2026, die sie in einer Tabelle sammelt, schreibt das in ihrer eigenen Fußnote: Das Material stamme aus dem Netz, sei nicht begutachtet und widerspreche sich häufig selbst [1].
Die Rechtslage weist in dieselbe Richtung. In Australien ist die Stoffgruppe verschreibungspflichtig, und der Besitz ohne Erlaubnis ist verboten; in Deutschland wird sie in der Anlage zum Anti-Doping-Gesetz genannt [27], [28].
Entwicklungsstand und Zulassung
PEG-MGF ist nirgends zugelassen und kam nie in die Entwicklung. Es gibt kein Unternehmen dahinter, keinen Antrag auf eine klinische Prüfung und kein vorklinisches Programm. Abfragen in sieben Märkten am 16. September 2026 ergaben nichts [4], [29], [30], [31], [32].
Einundzwanzig Jahre von einem Satz in einer Patentschrift bis zu einem Beratungsausschuss
- 2002Das Peptid wird beschriebenDie E-Domäne des MGF wirkt auf Vorläuferzellen des Muskels, offenbar nicht über den Rezeptor des insulinähnlichen Wachstumsfaktors 1, Quelle [17]
- 2005Die Pegylierung wird vorgeschlagenEine Patentanmeldung beschreibt die Pegylierung des MGF-Peptids als Weg zu mehr Haltbarkeit, ohne Angaben zur Halbwertszeit; die Familie erlischt später, Quelle [11]
- 2012Gent öffnet die VialsIn zwei Schwarzmarktpräparaten wird ein amidiertes MGF-Analogon bestimmt, Quelle [5]
- 2014Köln entschlüsselt eine VarianteEin vollständiges MGF aus illegalen Quellen wird mit 12.264,9 Da und dem Austausch R109H beschrieben, Quelle [6]
- 2017Salt Lake City bestätigt das MusterBeschlagnahmte Ampullen enthalten MGF R23H; erneut nichts Pegyliertes, Quelle [7]
- 2026Die erste und einzige ArbeitEine Übersichtsarbeit nennt PEG-MGF und ordnet ihn der Stufe D zu, Halbwertszeit nicht berichtet, Quelle [1]
- 2027Ein Beratungsausschuss steht anEin amerikanischer Ausschuss soll den Stoff vor Ende Februar für die Grundstoffliste der Apothekenherstellung erörtern, Quelle [8]
- 2002 wird das Peptid der E-Domäne des Mechano Growth Factor an Vorläuferzellen des Muskels beschrieben [17].
- 2005 beschreibt eine Patentanmeldung die Pegylierung dieses Peptids, ohne sie zu messen; die Familie erlischt [11], [13].
- Zwischen 2012 und 2017 untersuchen drei Dopingkontrolllabore beschlagnahmtes MGF-Material und finden jedes Mal Varianten ohne PEG-Kette [5], [6], [7].
- Im Mai 2026 führt die amerikanische Vorschlagsliste für Grundstoffe der Apothekenherstellung Mechano Growth Factor in Kategorie 3, also unter den ohne ausreichende Begründung vorgeschlagenen Stoffen. Das Wort pegyliert kommt in dem Dokument nicht vor [29].
- 2026 wird eine erzählende Übersichtsarbeit zur ersten und bis heute einzigen begutachteten Veröffentlichung, die PEG-MGF beim Namen nennt [1].
- Vor Ende Februar 2027 soll ein Beratungsausschuss über den Stoff unter der Bezeichnung „Mechano Growth Factor, Pegylated (PEG-MGF)“ beraten [8].
| Markt | Status | Seit oder Anmerkung |
|---|---|---|
| Vereinigte Staaten | Nicht zugelassen | Für die Apothekenherstellung vorgeschlagen |
| Europäische Union | Nicht zugelassen | Kein Bewertungsbericht |
| Deutschland | Nicht zugelassen | In der Anlage zum Anti-Doping-Gesetz genannt |
| Vereinigtes Königreich | Nicht zugelassen | Ohne Zulassung |
| Australien | Verschreibungspflichtig, abgeleitet | Schedule 4 und Appendix D als insulinähnlicher Wachstumsfaktor; der Name PEG-MGF ist nicht aufgeführt |
| Kanada | Nicht zugelassen | Kein Produkteintrag |
| Schweiz | Nicht zugelassen | Nichts gefunden |
Der australische Eintrag ist der strengste, und er beruht auf einer Ableitung und nicht auf einer direkten Nennung. Der dortige Giftstoffstandard führt PEG-MGF nicht auf. Er stellt „insulin-like growth factors“ (insulinähnliche Wachstumsfaktoren) als Gruppe in Schedule 4 und in Appendix D unter Punkt 5, wo der Besitz ohne Erlaubnis verboten ist, und das angebliche Peptid ist ein Bruchstück eines solchen Wachstumsfaktors [27].
Für die Einfuhr gilt eine eigene Beschränkung. Wachstumshormone und insulinähnliche Wachstumsfaktoren brauchen nach den Zollvorschriften eine Genehmigung, und ein australisches Offenlegungsdokument nennt PEG MGF unter diesem Punkt. Das Dokument selbst ließ sich nicht direkt abrufen, die Nennung ist daher berichtet und nicht im Original geprüft [27], [33].
Zwei Einträge stehen auf schwächerem Grund als die übrigen. Das europäische und das britische Register ließen sich maschinell nicht abfragen. Diese beiden Ergebnisse sind daraus erschlossen, dass der Stoff überall sonst fehlt, und beruhen nicht auf einem Registertreffer [30].
Der größere rechtliche Zusammenhang steht unter Sind Peptide legal und Von der FDA zugelassene Peptide.
Anti-Doping
PEG-MGF ist jederzeit verboten, im Wettkampf wie außerhalb. Auf der Liste von 2026 steht der Name nicht, und er muss dort auch nicht stehen [9].
Abschnitt S2.3 führt „Mechano growth factors (MGFs)“ (Mechano Growth Factors) in der Mehrzahl auf sowie „Insulin-like growth factor 1 (IGF-1, mecasermin) and its analogues“ (den insulinähnlichen Wachstumsfaktor 1, Mecasermin, und seine Analoga). Die Überschrift der Klasse ergänzt „other substances with similar chemical structure or similar biological effect(s)“ (andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher biologischer Wirkung) [9].
Alles in der Klasse S2 zählt als nicht spezifizierte Substanz, was bei der Sanktionierung die strengere Einstufung bedeutet. MGF gilt seit 2005 als verboten [9], [6].
Das deutsche Recht nennt die Stoffgruppe unmittelbar. Die Anlage zum Anti-Doping-Gesetz führt „Mechano Growth Factor (MGF) und MGF-Varianten“ auf, und die Schlussklausel dieser Anlage erstreckt die Aufzählung auf Komplexe und Derivate [28].
Die Mengenverordnung legt fest, ab welcher Menge Erwerb, Besitz, Handel und Herstellung zu Dopingzwecken strafbar werden. Für Mechano Growth Factor und seine Varianten liegt diese Rechtsschwelle bei 3 mg und damit zwanzigmal niedriger als bei Mecasermin [34].
Jeder Balken zeigt eine gesetzliche Schwelle, keine Dosis und keine in einer Studie verwendete Menge. Es ist die Menge, ab der Erwerb, Besitz, Handel und Herstellung zu Dopingzwecken nach der deutschen Dopingmittel-Mengen-Verordnung strafbar werden. Eine Studienmenge für PEG-MGF gibt es in keiner Einheit. Quelle [34].
Eine Behauptung gehört richtiggestellt. Für ein pegyliertes MGF ist bislang kein eigenes Nachweisverfahren veröffentlicht worden. Das ist jedoch eine Lücke in der Methodenliteratur und kein Beleg für irgendetwas. Die veröffentlichten Verfahren setzen an der Peptidsequenz an, und die Labore haben bisher jede neue Variante aufgenommen, sobald sie auftauchte [6], [7].
Das vollständige Bild steht unter Im Sport verbotene Peptide.
Vergleich mit verwandten Peptiden
| Stoff | Was er ist | Daten am Menschen | Quelle |
|---|---|---|---|
| PEG-MGF | Angeblich pegylierte Form eines Spleißpeptids des insulinähnlichen Wachstumsfaktors 1 | Keine; keine registrierte Studie | [1], [4] |
| MGF | Das Peptid selbst, ohne PEG-Kette | Siehe die eigene Seite | — |
| IGF-1 LR3 | Verändertes Analogon des insulinähnlichen Wachstumsfaktors 1, dieselbe Graumarkt-Gruppe | Von derselben Übersichtsarbeit ebenfalls der Stufe D zugeordnet | [1] |
| HGH 191aa | Gentechnisch hergestelltes Wachstumshormon, zugelassenes Arzneimittel | Umfangreiches klinisches Programm; siehe die eigene Seite | — |
| Follistatin-344 | Konstrukt eines Eiweißes, das Myostatin bindet | Siehe die eigene Seite | — |
Die Tabelle zeigt ein Gefälle. Das Wachstumshormon ist ein zugelassenes Arzneimittel mit einem Zulassungsdossier dahinter, während die vier anderen auf absteigenden Stufen der Dokumentation stehen [1].
Ganz unten steht PEG-MGF gemeinsam mit IGF-1 LR3. Dieselbe Übersichtsarbeit ordnet beide der Stufe D zu und hält fest, dass ein plausibler Wirkmechanismus bei Stoffen dieser Stufe keinen klinischen Beleg ersetzt [1].
Noch deutlicher ist der Gegensatz zum pegylierten IGF-1. Jenes Molekül wurde an einer bekannten Stelle pegyliert, an 62 Freiwilligen gemessen und veröffentlicht. Mit PEG-MGF teilt es allein das Wort pegyliert [14].
Verbreitete Irrtümer
- „PEG-MGF ist eine charakterisierte, länger wirksame Form von MGF.“ Keine veröffentlichte Arbeit hat eine solche Form hergestellt oder gemessen. Es gibt keinen Datenbankeintrag, keine Registriernummer und keine Summenformel [1], [2], [3].
- „Die Pegylierung verlängert die Wirkung von Minuten auf Tage.“ Das ist eine Verkaufsaussage. Die Übersichtsarbeit hält ausdrücklich fest, dass die Halbwertszeit nie berichtet wurde, und die Patentschrift von 2005 nennt Zielwerte statt Messwerte [1], [11].
- „Wer PEG-MGF kauft, bekommt pegyliertes MGF.“ Drei veröffentlichte Analysen beschlagnahmten MGF-Materials fanden Varianten ohne PEG-Kette. Und weniger als 20 Prozent der beschlagnahmten Dopingpräparate enthalten das, was auf dem Etikett steht [5], [6], [7], [26].
- „Das pegylierte IGF-1 wurde doch am Menschen geprüft.“ Das ist ein anderes Molekül. Dabei handelt es sich um gentechnisch hergestelltes IGF-1, das an einem bestimmten Lysin pegyliert ist und zu dem eine Phase-1-Studie veröffentlicht wurde [14], [15].
- „Ein Registereintrag beweist, dass daran geforscht wird.“ Der einzige Treffer bei lockerer Suche ist NCT02375620, eine Phase-2-Studie zu pegyliertem Wachstumshormon bei 96 Kindern, die zu klein für ihr Schwangerschaftsalter geboren wurden, durchgeführt von Changchun GeneScience. Eine genaue Abfrage liefert null Treffer [4].
- „Der Stoff steht nicht auf der Dopingliste, also ist er erlaubt.“ Die Liste arbeitet mit Klassen. Sie nennt Mechano Growth Factors in der Mehrzahl und ergänzt eine Auffangklausel für ähnliche Strukturen und Wirkungen [9].
- „Durch die Pegylierung ist der Stoff für Kontrollen unsichtbar.“ Das ist unbelegt. Ein eigenes Verfahren ist nicht veröffentlicht, was etwas anderes ist, als nicht nachweisbar zu sein [6], [7].
- „Die FDA prüft den Stoff, also kommt die Zulassung.“ Der Ausschuss berät über die Verwendung als Grundstoff in der Apothekenherstellung, und das ist kein Zulassungsweg. Sein Rat bindet die Behörde nicht [8], [29].
- „Forschung zu MGF gilt auch für PEG-MGF.“ Die Übersichtsarbeit sagt ausdrücklich das Gegenteil: Wirkungen des natürlichen Peptids lassen sich nicht auf pegylierte Konstrukte übertragen [1].
Häufige Fragen
Was ist PEG-MGF?
PEG-MGF ist ein Handelsname für ein Spritzpräparat, das Mechano Growth Factor mit einer angehängten Kette aus Polyethylenglykol sein soll. Mechano Growth Factor ist ein Peptid aus 24 Bausteinen, das aus einer Spleißvariante des insulinähnlichen Wachstumsfaktors 1 herausgeschnitten ist. Ob das unter diesem Namen verkaufte Material tatsächlich Polyethylenglykol trägt, hat keine veröffentlichte Analyse je bestätigt.
Gibt es Studien am Menschen zu PEG-MGF?
Keine einzige. Eine Abfrage des amerikanischen Studienregisters nach PEG-MGF als Prüfsubstanz ergab im September 2026 null Studien. Eine Übersichtsarbeit von 2026 ordnet den Stoff ihrer untersten Evidenzstufe zu und beschreibt ihn als einen, zu dem es keine begutachteten Studien am Menschen gibt und der sich allein auf Übertragungen aus Vorversuchen und auf Erfahrungsberichte von Anwendern stützt.
Hält PEG-MGF durch die Pegylierung wirklich länger?
Gemessen hat das niemand. Die Übersichtsarbeit von 2026 fasst den Stand in fünf Worten zusammen: half-life not reported (Halbwertszeit nicht berichtet). Bei anderen Molekülen verlängert eine Kette aus Polyethylenglykol die Verweildauer tatsächlich, sie verändert aber auch, wie diese Moleküle an ihre Rezeptoren binden, mitunter erheblich. Für dieses Präparat ist keiner der beiden Effekte je geprüft worden.
Ist PEG-MGF dasselbe wie MGF?
Nein, und beide für einen Stoff zu halten ist der folgenschwerste Irrtum bei diesem Thema. Die gesamte vorklinische Literatur entstand mit dem Peptid ohne PEG-Kette, das eine eigene Seite unter /peptides/mgf hat. Die Übersichtsarbeit von 2026 hält fest, dass sich die am natürlichen Molekül beobachteten Wirkungen nicht auf pegylierte Konstrukte übertragen lassen.
Was fanden Labore in beschlagnahmten PEG-MGF- und MGF-Vials?
Kein pegyliertes Material. Ein belgisches Labor bestimmte 2012 in zwei Schwarzmarktpräparaten ein MGF-Analogon mit einem amidierten Ende. Ein deutsches Labor entschlüsselte 2014 die Sequenz eines vollständigen MGF, bei dem Arginin gegen Histidin ausgetauscht war. Ein amerikanisches Labor fand 2017 in beschlagnahmten Ampullen die Variante MGF R23H. Ein pegyliertes Molekül tauchte in keiner dieser Analysen auf.
Ist PEG-MGF legal?
In keinem der geprüften Länder ist PEG-MGF ein zugelassenes Arzneimittel. In Australien stehen insulinähnliche Wachstumsfaktoren als Gruppe in Schedule 4 und in Appendix D, wo der Besitz ohne Erlaubnis verboten ist und die Einfuhr eine Genehmigung verlangt; der Name PEG-MGF selbst ist dort nicht aufgeführt, diese Einstufung ist also eine Ableitung. In Deutschland nennt die Anlage zum Anti-Doping-Gesetz Mechano Growth Factor und MGF-Varianten ausdrücklich, mit einer Strafbarkeitsschwelle von 3 mg.
Ist PEG-MGF im Sport verboten?
Ja, jederzeit, im Wettkampf wie außerhalb. Die Verbotsliste 2026 nennt in Abschnitt S2.3 Mechano Growth Factors in der Mehrzahl, neben dem insulinähnlichen Wachstumsfaktor 1 und dessen Analoga. Dazu kommt eine Auffangklausel für Stoffe mit ähnlicher Struktur oder ähnlicher Wirkung. Alles in der Klasse S2 gilt als nicht spezifizierte Substanz.
Warum befasst sich die FDA mit PEG-MGF?
Ein Beratungsausschuss soll vor Ende Februar 2027 erörtern, ob der Stoff als Grundstoff für die Herstellung in Apotheken verwendet werden darf. Das ist kein Zulassungsverfahren, und der Ausschuss kann die Behörde nicht binden. Die Vorschlagsliste selbst führt weiterhin allein Mechano Growth Factor, und zwar in der Kategorie für Stoffe, die ohne ausreichende Begründung vorgeschlagen wurden.
Welche Sicherheitsbedenken bestehen bei PEG-MGF?
Drei, von denen für dieses Präparat keines gemessen wurde. Pegylierte Arzneimittel lösen regelmäßig Antikörper gegen Polyethylenglykol aus, die die Wirkung aufheben oder schwere Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen können. Das MGF-Peptid selbst regte in der Zellkultur das Wachstum von Prostatakrebszellen an. Und beschlagnahmte Dopingpräparate enthalten selten das, was auf dem Etikett steht.
Warum nennt diese Seite keine Dosierungen für PEG-MGF?
Weil es keine gibt. Keine veröffentlichte Studie hat einem Menschen oder einem Tier ein pegyliertes MGF verabreicht, deshalb existiert keine Zahl, die sich zitieren ließe. Die Angaben, die im Netz kursieren, stammen aus Bodybuilding-Foren, die die Übersichtsarbeit von 2026 als nicht begutachtet und oft in sich widersprüchlich beschreibt.
Quellen
- Dominikowski A, Rękoś Z, Olejarz M, Szczepanek-Parulska E, Domin R, Ruchała M (2026). The emerging landscape of performance-enhancing peptides modulating GH-IGF1 axis: bridging the gap between clinical evidence and patient self-administration. Frontiers in Endocrinology 17:1822475. PMID 42395176. PMCID PMC13322892. DOI 10.3389/fendo.2026.1822475. Full text read. The only peer-reviewed publication naming PEG-MGF; tier D classification, table 1 entry "pegylation extends stability, t½ not reported", section 3.4.4.1 on the limits of extrapolation, and the footnote identifying the tabulated protocols as forum and seller material.
- NCBI PubMed E-utilities, https://eutils.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/eutils/, queried 16 September 2026. "PEG-MGF": 1 record, the review above. "pegylated mechano growth factor": 5 records, none about a pegylated MGF. "PEG-MGF muscle": 0. "MGF peptide half-life serum stability": 0. Control queries: "mechano growth factor" 2,386; "mechano growth factor doping detection" 19; "anti-PEG antibodies" 409.
- PubChem PUG-REST and autocomplete APIs, https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/, queried 16 September 2026. Compound lookups for "PEG-MGF", "pegylated mechano growth factor" and "mechano growth factor" each returned HTTP 404, "No CID found that matches the given name"; autocomplete returned a total of zero for the first term. No CAS registry number, UNII, InChIKey, DrugBank or ChEMBL record was found for PEG-MGF on the same day.
- ClinicalTrials.gov API v2, https://clinicaltrials.gov/api/v2/studies, queried 16 September 2026. Intervention query "PEG-MGF": 0 studies. Control query "mechano growth factor": 105 studies, all word matches from insulin-like growth factor 1 and growth hormone research, none testing MGF or PEG-MGF. A looser term query returned three studies of pegylated growth hormone, including NCT02375620 in children born small for gestational age, sponsor Changchun GeneScience, phase 2, n = 96.
- Esposito S, Deventer K, Van Eenoo P (2012). Characterization and identification of a C-terminal amidated mechano growth factor (MGF) analogue in black market products. Rapid Communications in Mass Spectrometry 26(6):686-692. PMID 22328223. DOI 10.1002/rcm.6144. Doping-control laboratory, Ghent University. Two black-market preparations; the analogue differed from the reference standard by one mass unit because of a C-terminal amidation; diagnostic transition m/z 717.8 to 431.1. No pegylated molecule found.
- Thevis M, Thomas A, Geyer H, Schänzer W (2014). Mass spectrometric characterization of a biotechnologically produced full-length mechano growth factor (MGF) relevant for doping controls. Growth Hormone & IGF Research 24(6):276-280. PMID 25466910. DOI 10.1016/j.ghir.2014.10.004. Centre for Preventive Doping Research, Cologne. Monoisotopic mass 12,264.9 Da, terminal lysine absent, R109H substitution; detectable from 0.25 ng/mL after adapting routine methods. Records that MGF has been considered prohibited under the anti-doping rules since 2005, and that the synthetic 24-unit peptide derives from exons 4 to 6 of IGF-1Ec. No pegylated molecule found.
- Cox HD, Miller GD, Eichner D (2017). Detection and in vitro metabolism of the confiscated peptides BPC 157 and MGF R23H. Drug Testing and Analysis 9(10):1490-1498. PMID 28035768. DOI 10.1002/dta.2152. Sports Medicine Research and Testing Laboratory, Salt Lake City. Confiscated ampoules contained BPC 157 and MGF R23H; the latter was stable in plasma in vitro. No pegylated molecule found.
- US Food and Drug Administration. Meeting of the Pharmacy Compounding Advisory Committee, https://www.fda.gov/advisory-committees/pharmacy-compounding-advisory-committee/meeting-pharmacy-compounding-advisory-committee, content current as of 15 April 2026, retrieved 16 September 2026. States that a meeting will be held before the end of February 2027 and that the committee will discuss substances for inclusion on the 503A bulks list, listing "Mechano Growth Factor, Pegylated (PEG-MGF)". The only regulatory document found that uses the name.
- World Anti-Doping Agency. World Anti-Doping Code International Standard, Prohibited List 2026, in force 1 January 2026. Full text checked 16 September 2026. Section S2.3 lists "Mechano growth factors (MGFs)" and "Insulin-like growth factor 1 (IGF-1, mecasermin) and its analogues"; the class heading reads "PROHIBITED AT ALL TIMES (IN- AND OUT-OF-COMPETITION)", "All prohibited substances in this class are non-Specified Substances" and covers "other substances with similar chemical structure or similar biological effect(s)". A full-text search for "PEG" and "pegylat" returned no match.
- Zabłocka B, Goldspink PH, Goldspink G, Górecki DC (2012). Mechano-Growth Factor: an important cog or a loose screw in the repair machinery? Frontiers in Endocrinology 3:131. PMID 23125840. PMCID PMC3485521. DOI 10.3389/fendo.2012.00131. Full text read. Critical review by the group that first described the peptide. Gives the sequence YQPPSTNKNTKSQRRKGSTFEEHK, records that the endogenous existence of free E-domain peptides is unconfirmed, that the mechanism is unknown, and that synthetic E-domains benefit from chemical stabilisation, with no numerical half-life given anywhere.
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- Google Patents search interface, queried 16 September 2026. The phrase "pegylated mechano growth factor" matched 3 documents and "PEG-MGF" matched 4. None of them claims a pegylated MGF as an active substance; the mentions occur in lists of candidate agents within drug-delivery patents.
- Goldspink G, Yang SY, Goldspink P; UCL Business PLC and Board of Trustees of the University of Illinois. Mechano Growth Factor Peptides and Uses thereof. KR20080021588A, priority 18 March 2005, published 7 March 2008. Retrieved from patents.google.com on 16 September 2026. Family member of the same application; claims the natural 24-unit E-peptide and a variant carrying an arginine-to-histidine substitution, the same change later found in seized material.
- Kletzl H, Guenther A, Höflich A, Höflich C, Frystyk J, Staack RF, et al. (2017). First-in-man study with a novel PEGylated recombinant human insulin-like growth factor-I. Growth Hormone & IGF Research 33:9-16. PMID 28110155. DOI 10.1016/j.ghir.2017.01.001. RO5046013, pegylated at lysine 68. Single-centre, randomised, double-blind, placebo-controlled, ascending single dose, parallel groups, 62 healthy volunteers in France. Half-life 140 to 200 hours, approximately dose-proportional exposure, injection-site erythema as the commonest adverse event, no hypoglycaemia.
- Metzger F, Sajid W, Saenger S, Staudenmaier C, van der Poel C, Sobottka B, et al. (2011). Separation of fast from slow anabolism by site-specific PEGylation of insulin-like growth factor I (IGF-I). Journal of Biological Chemistry 286(22):19501-19510. PMID 21460230. PMCID PMC3103329. DOI 10.1074/jbc.M110.172189. Pegylation at lysine 68 lowered affinity for the IGF-1 and insulin receptors and slowed association with binding proteins, while extending half-life and reducing hypoglycaemia risk in vivo.
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- Yang SY, Goldspink G (2002). Different roles of the IGF-I Ec peptide (MGF) and mature IGF-I in myoblast proliferation and differentiation. FEBS Letters 522(1-3):156-160. PMID 12095637. DOI 10.1016/s0014-5793(02)02918-6. The E-domain inhibited terminal differentiation and increased proliferation of muscle precursor cells; blocking the IGF-1 receptor with a specific antibody showed that the effect runs through a different route.
- Europe PMC REST full-text search, https://www.ebi.ac.uk/europepmc/webservices/rest/search, queried 16 September 2026. Phrase search "PEG-MGF" returned 3 hits, "pegylated MGF" 1 and "pegylated mechano growth factor" 2. Two of the three hits are the false positives listed above.
- Peng Z, Bu J, McLuckey SA (2017). The Generation of Dehydroalanine Residues in Protonated Polypeptides: Ion/Ion Reactions for Introducing Selective Cleavages. Journal of the American Society for Mass Spectrometry 28(9):1765-1774. PMID 28497355. PMCID PMC5681889. DOI 10.1007/s13361-017-1672-5. Control source, false positive. Returned by a full-text search for "pegylated MGF"; a methods paper that uses MGF only as a model analyte. No pegylated MGF.
- Malhotra M, Tomaro-Duchesneau C, Saha S, Prakash S (2013). Intranasal, siRNA Delivery to the Brain by TAT/MGF Tagged PEGylated Chitosan Nanoparticles. Journal of Pharmaceutics 2013:812387. PMID 26555995. PMCID PMC4590831. DOI 10.1155/2013/812387. Control source, false positive. The pegylated component is the chitosan nanoparticle; MGF serves only as a targeting tag. No pegylated MGF.
- Martins KJ, Gehrig SM, Naim T, Saenger S, Baum D, Metzger F, Lynch GS (2013). Intramuscular administration of PEGylated IGF-I improves skeletal muscle regeneration after myotoxic injury. Growth Hormone & IGF Research 23(4):128-133. PMID 23608055. DOI 10.1016/j.ghir.2013.03.002. Mouse tibialis anterior. Local pegylated IGF-I on day 4 after injury improved normalised force by 27 per cent against saline (p < 0.05); unpegylated IGF-I given locally had no effect and systemic administration of either was ineffective. Fibre cross-sectional area was 13 per cent larger than with the unpegylated form (p < 0.05).
- Kozma GT, Shimizu T, Ishida T, Szebeni J (2020). Anti-PEG antibodies: Properties, formation, testing and role in adverse immune reactions to PEGylated nano-biopharmaceuticals. Advanced Drug Delivery Reviews 154-155:163-175. PMID 32745496. DOI 10.1016/j.addr.2020.07.024. Anti-PEG IgG and IgM cause loss of effect through accelerated blood clearance and hypersensitivity reactions up to occasionally fatal anaphylaxis, both driven by complement activation.
- Armakolas A, Philippou A, Panteleakou Z, Nezos A, Sourla A, Petraki C, Koutsilieris M (2010). Preferential expression of IGF-1Ec (MGF) transcript in cancerous tissues of human prostate. The Prostate 70(11):1233-1242. PMID 20564425. DOI 10.1002/pros.21158. MGF was overexpressed in prostate cancer tissue and undetectable in normal prostate epithelial cells; the synthetic E-peptide stimulated growth of PC-3 and LNCaP cells and activated ERK1/2 without affecting Akt. Silencing the IGF-1 receptor and the insulin receptor did not abolish the mitogenic effect.
- Gaballa SA, Shimizu T, Ando H, Takata H, Emam SE, Ramadan E, et al. (2024). Treatment-induced and Pre-existing Anti-PEG Antibodies: Prevalence, Clinical Implications, and Future Perspectives. Journal of Pharmaceutical Sciences 113(3):555-578. PMID 37931786. DOI 10.1016/j.xphs.2023.11.001. Anti-PEG antibodies are reported regularly after systemic administration of pegylated therapeutics and pre-exist in healthy people never treated with one; American industry guidance recommends screening for them in clinical trials of pegylated proteins.
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- Weber C, Krug O, Kamber M, Thevis M (2017). Qualitative and Semiquantitative Analysis of Doping Products Seized at the Swiss Border. Substance Use & Misuse 52(6):742-753. PMID 28156209. DOI 10.1080/10826084.2016.1263665. 1,190 seized products; 146 (12 per cent) labelled as peptide hormones or growth factors. Fewer than 20 per cent of all products contained the stated substance in the stated amount, and unapproved substances were detected. The authors describe the pharmaceutical quality as substandard.
- Poisons Standard February 2020 (Standard for the Uniform Scheduling of Medicines and Poisons; legislative instrument F2020L00017), Australia, dated 23 December 2019. Full PDF read on 16 September 2026. Schedule 4 contains "INSULIN-LIKE GROWTH FACTOR I." and "INSULIN-LIKE GROWTH FACTORS except when separately specified in this Schedule."; the substance index records "Schedule 4 / Appendix D, Item 5"; paragraph 3.5(1)(b) reads "A person must not … knowingly have in his or her possession a poison listed in Appendix D paragraph 5 without authority." A newer compilation could not be retrieved by machine.
- Annex to section 2(3) of the German Anti-Doping Act (AntiDopG), official citation BGBl. 2023 I no. 67, 1-5. Full text read on 16 September 2026. Section II.3 lists "Mechano Growth Factor (MGF) und MGF-Varianten" alongside mecasermin, IGF-1 analogues and thymosin beta-4. The closing clause reads "Die Aufzählung schließt die verschiedenen Salze, Ester, Ether, Isomere, Mischungen von Isomeren, Komplexe oder Derivate mit ein."
- US Food and Drug Administration. Bulk Drug Substances Nominated for Use in Compounding Under Section 503A of the Federal Food, Drug, and Cosmetic Act, version updated 14 May 2026, https://www.fda.gov/media/94155/download, read on 16 September 2026. "Mechano growth factor (MGF)" appears in category 3, bulk drug substances nominated without adequate support. A full-text search for "pegylat", "PEG-" and "polyethylene" returned no match anywhere in the document.
- Register checks of 16 September 2026 across the remaining markets. The European and British registers could not be queried by machine, returning HTTP 401, 403 and 404 respectively, so those entries are inferred rather than matched; no Swissmedic authorisation was found. Details and limitations are recorded in the verification notes for this page.
- Health Canada Drug Product Database API, https://health-products.canada.ca/api/drug/activeingredient/, queried 16 September 2026. "PEG-MGF" and "MECHANO GROWTH FACTOR" each returned an empty result; the control query "MECASERMIN" returned a record, so the interface was working.
- openFDA APIs, https://api.fda.gov/, queried 16 September 2026. The approvals, labelling and enforcement endpoints each returned no record for "PEG-MGF" or for "mechano growth factor"; a control query for mecasermin returned records. No American labelling document and no recall exists for either name.
- Therapeutic Goods Administration, Australia, freedom-of-information release document foi-1103-1819-01. Names PEG MGF as an import prohibited under Schedule 7A item 3 of the Customs (Prohibited Imports) Regulations 1956, which covers natural and manufactured growth hormones including insulin-like growth factors. The regulation text was read from a 2007 compilation on 16 September 2026; direct retrieval of the release document was blocked by the server, so its wording is reported from the search index rather than verified in the original.
- Regulation on the determination of the non-minor quantity of doping agents (Dopingmittel-Mengen-Verordnung, DmMV), Germany, https://www.gesetze-im-internet.de/dmmv_2023/DmMV.pdf, read on 16 September 2026. Section II.3 sets the threshold for "Mechano Growth Factor (MGF) und MGF-Varianten" at 3 mg, against 60 mg for mecasermin, 3 mg for IGF-1 analogues and 100 mg for thymosin beta-4 and its derivatives.
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Die Angaben auf dieser Seite wurden am 16. September 2026 geprüft. Zwei Punkte bleiben offen: Der europäische und der britische Registereintrag beruhen auf einem Rückschluss und nicht auf einem Datenbanktreffer, und die australische Nennung bei der Einfuhr stammt aus einem Dokument, das sich nicht direkt abrufen ließ.
myPeptides Research & Editing. (2026). PEG-MGF: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit. Version 1.0, 16. September 2026. myPeptides Peptid-Register. Abgerufen von https://mypep.app/peptides/peg-mgf
Wie die Seiten dieses Registers entstehen und bewertet werden, steht unter Methodik; das vollständige Register findet sich unter Peptide.
| Fassung | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 1.0 | 2026-09-16 | Erstveröffentlichung |
Zuletzt geprüft: 16. September 2026. Nächste Prüfung: sobald eine Studie zu einem pegylierten MGF erscheint, sobald das Ergebnis der angekündigten Ausschusssitzung vorliegt oder sobald sich die Anti-Doping-Einstufung ändert.
