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Vesugen: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit

Status auf einen Blick

MarktStatusDatum
Vereinigte StaatenNicht zugelassen—
Europäische UnionNicht zugelassen—
DeutschlandNicht zugelassen—
Vereinigtes KönigreichNicht zugelassen—
AustralienNicht zugelassen—
KanadaNicht zugelassen—
SchweizNicht zugelassen—
Entwicklungsstufe
Präklinisch
Stärkste Evidenz
Beobachtungsstudie
WADA-Status
Verboten (S0, 2026)
Zuletzt geprüft
2026-09-17
Version
1.0

Vesugen: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit

Zusammenfassung

Vesugen ist eine im Labor hergestellte Kette aus drei Eiweißbausteinen, die aus einem Sankt Petersburger Institut stammt und als Peptid für die Blutgefäße verkauft wird. Ungewöhnlich für diese Reihe: Hinter dem Etikett stehen tatsächlich Arbeiten, die etwas an Gefäßzellen messen. Die auffälligen Gefäßzahlen aber, die mit dem Namen kursieren, wurden an einem anderen Präparat aus Rindergefäßen gemessen. Eine Studie am Menschen wurde nie registriert, und der einzige Bericht, der die Sicherheit mitgemessen hat, fand eine oxidationsfördernde Wirkung und weniger blutbildende Zellen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nirgends wurde eine registrierte Studie gefunden. Sechs Abfragen des Registers ClinicalTrials.gov am 17. September 2026 ergaben nichts, und alle drei scheinbaren Treffer gehören zu anderen Themen [1].
  • Das Gefäßetikett hält stand, was in dieser Reihe selten ist. Die Tabelle der Gruppe selbst führt zwei Arbeiten an, die wirklich Gefäßgrößen messen, und beide halten der Prüfung stand [2], [3], [4].
  • Die stärksten Gefäßzahlen gehören einem anderen Stoff. Ein 2,5-fach dichteres Netz kleinster Gefäße bei alten Ratten und ein 2,8-fach höherer Anteil arterieller Gefäße wurden mit Slavinorm gemessen, einem Präparat aus Rindergefäßen [5], [6].
  • Sechs russische Berichte beschreiben Menschen, die es einnahmen, 32 bis 150 je Bericht. Keiner war registriert, keiner hatte eine echte Vergleichsgruppe, und vier der sechs gaben zusätzlich ein zweites Peptid [7], [8], [9], [10], [11], [12].
  • Der einzige Bericht am Menschen mit Laborwerten fand ein Sicherheitssignal. Bei 32 Personen maßen die Autoren eine oxidationsfördernde Wirkung und weniger CD34-positive Zellen, eine „significant inhibition of hemopoiesis" (eine deutliche Hemmung der Blutbildung) [7].
  • Die einzige Zahl aus dem Tierversuch betrifft Nervenzellen, nicht Gefäße. Bei 400 µg je Kilogramm stieg der Anteil pilzförmiger Dornfortsätze von 39,15 ± 1,08 auf 41,25 ± 1,09 Prozent (p = 0,003), während sich ihre Dichte nicht veränderte (p = 0,103) [13].
  • Als Arzneimittel nirgends zugelassen. Der einzige amtliche Status weltweit ist eine russische Registrierung als Nahrungsergänzungsmittel vom 12. August 2022, und wie viel Peptid eine Kapsel enthält, steht nirgends [14].

Was Vesugen ist

Vesugen ist ein im Labor hergestelltes Peptid aus drei Eiweißbausteinen — Lysin, Glutaminsäure und Asparaginsäure, geschrieben Lys-Glu-Asp oder KED. Es stammt aus dem Sankt Petersburger Institut für Bioregulation und Gerontologie, der Gruppe um Wladimir Chawinson [15], [16].

Für diese Ecke des Marktes ist der Stoff ungewöhnlich gut dokumentiert: Fünf voneinander unabhängige Einträge nennen dieselbe Abfolge der Bausteine, darunter der Schlagwortkatalog der amerikanischen Nationalbibliothek, der auch den Laborcode T-38 führt [17], [15], [18], [19], [20]. Weite Teile der Originalliteratur erscheinen nur unter T-38, weshalb eine Suche nach dem Handelsnamen viel zu wenige Arbeiten findet [21], [22].

Woher das Peptid kommt, berichtet allein die Gruppe selbst: KED sei aus einem Polypeptidgemisch herausgelöst worden, das man aus Blutgefäßen gewonnen habe — und genau darauf beruht das Gefäßetikett [23]. Die einzige Arbeit, die diese Angabe stützt, ließ sich nicht auffinden und nicht lesen [24].

Kurzprofil

FeldWertQuelle
KetteLys-Glu-Asp, drei Eiweißbausteine[17], [15]
Formel und MasseC15H26N4O8, 390,39 g/mol[15]
StrukturschlüsselInChIKey LLSUNJYOSCOOEB-GUBZILKMSA-N[15]
Code in der LiteraturT-38, auch KED geschrieben[17], [21]
Chemische DatenbankenPubChem CID 87571363, ChEBI 159909[15], [18]
Registriernummer204271-66-9, aus Sammeldatenbanken und nicht am Register selbst geprüft[15]
Code bei der US-BehördeKeiner[25]
Wasserliebender CharakterBerechneter XLogP −7,4, polare Oberfläche 222 Ų[15]
Verweildauer im KörperKein veröffentlichter Wert, für keinen Weg[23], [26]
Registrierte Studien am MenschenKeine gefunden[1]
ZulassungsstatusNirgends zugelassen, in Russland Nahrungsergänzungsmittel[14], [25]
Angeboten alsKapseln, Tabletten und eine Lösung für unter die Zunge in Russland, Vials mit 20 mg Pulver im Westen[14], [27]
PatentUS 7,851,449 B2, erteilt am 14. Dezember 2010[19]
UrsprungsgruppeSankt Petersburger Institut für Bioregulation und Gerontologie[16]

Vesugen: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit

Wie es wirkt

Das weiß niemand. Kein Rezeptor ist benannt, keine Dosis-Wirkungs-Kurve veröffentlicht, keine Messung an einem lebenden Menschen gemacht: Jeder Schritt des vorgeschlagenen Wirkwegs beruht auf Zellen in der Schale, auf einem Computermodell oder auf einem einzigen Mausversuch [23]. Die Gruppe stellt es sich so vor, dass das Peptid in die Zelle gelangt, den Zellkern erreicht, sich an kurze Abschnitte der Erbsubstanz legt und so ändert, welche Gene abgelesen werden.

  • Anlagerung an ein Wachstumsgen. Eine Computersimulation setzte das Peptid auf den Steuerabschnitt des Ki-67-Gens, auf eine Strecke von 27 Buchstaben nahe dem Startpunkt — nachdem dieselbe Gruppe in Zellen der Gefäßinnenwand alter Tiere einen Anstieg von Ki-67 gemessen hatte [3].
  • Senkung von Alterungsmarkern der Zelle. In menschlichen Stammzellen aus der Mundhöhle senkte es in Passage 25 die Alterungsmarker p16 und p21 um das 1,82- bis 3,23-Fache [28]; in Hautzellen senkte es MMP-9 und hob Ki-67 und CD98hc an [29].
  • Mitfahren auf Transporteiweißen. Nur Rechenmodell: Unter 26 bewerteten Peptiden kam KED am Transporter LAT1 mit −24,79 auf Platz 21 und an LAT2 mit −20,09 auf Platz 19, und die Autoren zählen es nicht zu den wirksamen [26].
  • Ein vorgeschlagener Gefäßbezug ohne Versuch dahinter. Eine Übersichtsarbeit vermutet, das Peptid könne auf das Gen des Haftmoleküls JAM-A wirken, bezeichnet ihren eigenen Vorschlag aber als Hypothese; ein Versuch wird nicht berichtet, nicht einmal eine Simulation [30].

Zwei Umstände passen schlecht dazu. Mit einem berechneten XLogP von −7,4 ist das Molekül ausgesprochen wasserliebend, was einen leichten Durchtritt durch Zellmembranen nicht nahelegt [15]. Und drei Eiweißbausteine tragen sehr wenig Information, um damit ein einzelnes Gen in einem ganzen Erbgut zu treffen — die Transporttabelle der Gruppe widerspricht sogar ihrer eigenen Originalarbeit und gibt −18,91 an, wo die Quelle −24,79 nennt [2], [26].

Was die Studien zeigen

Zellversuche, ein Mausversuch, sechs unkontrollierte Berichte an Menschen. Nimmt man die falschen Treffer heraus, betreffen rund 30 Arbeiten den Stoff, praktisch alle mit einem Autor aus dem Ursprungsinstitut [22].

Die Gefäßarbeiten, auf denen das Etikett ruht

Zelldaten In Kulturen aus der Gefäßinnenwand junger und alter Tiere hob das Peptid den Wachstumsmarker Ki-67 an, der mit dem Alter normalerweise sinkt. Genau diese Arbeit steht hinter dem Wort „Gefäßschutz" in der Übersichtstabelle der Gruppe [3], [2]. In Zellen der Innenwand aus gesundem, verdicktem und wieder verengtem Gefäßgewebe senkte es das erhöhte Signal Endothelin-1, stellte die über Connexine vermittelten Zellverbindungen wieder her und hob Sirtuin-1 an [4].

Zelldaten Eine dritte Arbeit, geführt unter dem Code T-38, berichtet in alternden Gefäßzellkulturen über mehr Ki-67, weniger p53 und weniger E-Selektin, ein Haftmolekül, das an der Bildung von Ablagerungen beteiligt ist [31].

Alle drei teilen dieselben Grenzen: Keine ist frei zugänglich, sodass sich nicht eine einzige verwendete Konzentration nachlesen lässt; alle sind Zellkultur; alle stammen aus dem Institut, dessen Tabelle sie stützen; und keine wurde anderswo wiederholt [22].

Die Zahlen, die zu einem anderen Stoff gehören

Jede Zahl dieses Abschnitts wurde mit Slavinorm gemessen, nicht mit Vesugen. Slavinorm ist eine in Russland verschreibungspflichtige Injektion, deren Wirkstoff ein nicht näher bestimmtes Polypeptidgemisch aus Rindergefäßen ist, 5,0 mg je Durchstechflasche mit 20,0 mg Glycin [6].

Tierdaten, Slavinorm Vier Rattenstudien berichten die stärksten Gefäßwirkungen dieser ganzen Literatur. Unter Slavinorm war das Netz kleinster Gefäße bei alten Tieren 2,5-fach dichter, der Anteil arterieller Gefäße 2,8-fach höher und bei Tieren mit hohem Blutdruck 1,7-fach höher; nach zwei Kuren war das Netz 1,6-fach dichter, bei 15 Prozent mehr Durchblutung [5].

Gemeinsam ist beiden nur die Verkaufsnische: Das eine ist ein synthetisches Molekül bekannter Abfolge, das als Nahrungsergänzungsmittel verkauft wird, das andere ein Tierextrakt unbekannter Zusammensetzung, das es auf Rezept gibt. Keine dieser Zahlen sagt etwas über das Tripeptid aus [6], [16].

Die einzige Tierstudie mit einer Zahl

Tierdaten Zehn Mäuse je Gruppe, fünf männliche und fünf weibliche, bekamen vom zweiten bis zum vierten Lebensmonat täglich 400 µg je Kilogramm Körpergewicht in den Bauchraum. Der Anteil pilzförmiger Dornfortsätze stieg von 39,15 ± 1,08 auf 41,25 ± 1,09 Prozent (p = 0,003), der Anteil dünner Dornfortsätze sank um 13 Prozent (p = 0,008). Dieselbe Arbeit berichtet auch, was nicht gelang: Die Dichte der Dornfortsätze blieb unverändert (p = 0,103), und die bessere Signalübertragung beschrieben die Autoren nur als Tendenz. Eine förmliche Berichtigung erschien 2025; ihr Inhalt ließ sich hier nicht klären [13], [32].

Die Mausstudie, Messgröße für Messgröße
Pilzförmige Dornfortsätze
0.003 p-Wert
Dünne Dornfortsätze
0.008 p-Wert
Dichte der Dornfortsätze, unverändert
0.103 p-Wert

Ein p-Wert unter 0,05 gilt üblicherweise als bedeutsam. Die beiden Messgrößen, die sich bewegt haben, betreffen die Form von Nervenzellkontakten, nicht Gefäße. 5xFAD-Mäuse, zehn je Gruppe, 400 µg/kg täglich über zwei Monate. Quelle [13].

Nerven- und Stammzellen in der Schale

Zelldaten In Mauskulturen aus dem Hippocampus, die mit Amyloid vergiftet worden waren, hob das Peptid bei 200 ng/ml die pilzförmigen Dornfortsätze um 20 Prozent an, gegenüber 71 Prozent beim Vergleichspeptid EDR — und EDR ist jenes, das die Autoren zur weiteren Prüfung vorschlagen [33]. In Nervenzellen, die aus Hautzellen älterer Spender gezüchtet wurden, förderte es die Verzweigung der Zellfortsätze, bei ausdrücklichen Nullbefunden: keine Wirkung auf die Kraftwerke der Zelle, auf die Lysosomen oder auf das Alterungseiweiß p16 [34].

Zelldaten In menschlichen Stammzellen aus dem Knochenmark drückte es FOXO1 um das 1,6- bis 2,3-Fache herunter, IGF1 stieg um das 3,5- bis 5,6-Fache (gemeinsam für drei Peptide berichtet), und TNKS2 bewegte sich in zwei Alterungsmodellen derselben Zelllinie in entgegengesetzte Richtungen [35].

Was an Menschen berichtet wurde

Beobachtungsdaten Zwei Berichte beschreiben die Durchblutung bei Patienten mit verengten Arterien, je 41 Personen, der erste an den Beinarterien, der zweite in einem anderen Gefäßgebiet. Beide berichten eine Besserung bei klinischen und Ultraschallbefunden, ohne einen einzigen Messwert, eine Effektgröße oder einen p-Wert, und beide liefen ohne Vergleichsgruppe und ohne Verblindung [8], [9]. Im ersten waren die Patienten gerade an den Gefäßen operiert worden, sodass sich eine Besserung nicht von der gewöhnlichen Erholung trennen lässt; und da beide Arbeiten Gruppengröße, Autoren und Zeitschrift teilen, könnten sie dieselben Patienten zweimal beschreiben [9].

Beobachtungsdaten Bei 32 Personen im Alter von 41 bis 83 Jahren mit mehreren chronischen Erkrankungen berichten die Autoren von einer aufbauenden Wirkung und einer langsameren biologischen Alterung, ohne Zahlen; gegeben wurde das Peptid zusammen mit Pinealon [7]. Ein Vergleich von Verfahren gegen das Altern an 110 Personen, ohne Zufallszuteilung, setzte die beiden Peptide gemeinsam vor Kohlensäurebäder, Sauerstoffüberdruck und Massage — wieder eine Kombination, wieder keine Zahlen [10].

Beobachtungsdaten Eine Befragung von 150 männlichen Lkw-Fahrern, Durchschnittsalter 43,3 ± 0,9 Jahre, berichtet bessere psychologische Werte bei p-Werten von 0,001 bis 0,05; die 150 Metallarbeiter, mit denen verglichen wurde, unterschieden sich im Beruf und nicht in dem, was sie einnahmen, und die p-Werte gehören zu Peptiden in Kombination, nicht zu diesem allein [11]. Ein weiterer Bericht zur Arbeitsfähigkeit nennt weder Gruppengröße noch Effektgrößen [12].

Beobachtungsdaten Ein oft wiederholter Satz behauptet, das Schlucken des Peptids habe bei älteren Menschen Gedächtnis und Aufmerksamkeit verbessert. Die Quelle wurde zurückverfolgt und gelesen: Die zitierte Arbeit erwähnt weder das Peptid noch den Handelsnamen noch den Code und spricht nur von „peptide bioregulators" (Peptid-Bioregulatoren) [23], [36].

Keiner dieser sechs Berichte war registriert. Vier der sechs gaben gleichzeitig ein zweites Peptid, und nicht einer hatte eine Vergleichsgruppe, die sich allein im Peptid unterschied, sodass sich nichts davon diesem Stoff für sich zuschreiben lässt.

Befunde, die in die andere Richtung weisen

Zelldaten In Kulturen aus Zirbeldrüsengewebe hatte das Peptid keinen Einfluss darauf, ob Immunzellen heranreifen konnten, während Vilon und Epitalon das sehr wohl hatten; es steigerte nur deren Teilungsfähigkeit [37]. In alternden Hautzellen unterdrückten zwei andere Peptide der Reihe den programmierten Zelltod, dieses ausdrücklich nicht [29].

Zelldaten In den eigenen Versuchen der Gruppe mit menschlichen Lipoproteinen und roten Blutkörperchen zeigten die kurzen Peptide überhaupt keine direkte antioxidative Wirkung und hoben den Dauerpegel reaktiver Sauerstoffverbindungen in den Zellen an [38]. Und in jener Arbeit, die zeigen soll, dass jedes Peptid der Reihe sein eigenes Zielgewebe hat, ist das Zielgewebe für dieses hier die Bindegewebszelle und nicht das Gefäß [20].

Was weiterhin unbekannt ist

  • Ob der Stoff überhaupt eine Gefäßwand erreicht, auf welchem Weg auch immer.
  • Welche Konzentrationen zu den Gefäßbefunden geführt haben, da keine der drei Arbeiten zugänglich ist.
  • Was ein lebendes Säugetier bei einer Gefäßmessung zeigt und was die beiden veröffentlichten Berichtigungen geändert haben.

Nebenwirkungen und Sicherheit

Ein Sicherheitsprofil gibt es nicht. Das ist kein Freibrief: Es heißt, dass kaum jemand nachgesehen hat und dass bei keiner Tierart Giftigkeitsprüfungen vorliegen [25].

Was tatsächlich beobachtet wurde

  • Oxidationsfördernde Wirkung und weniger blutbildende Zellen beim Menschen. In dem Bericht über 32 Personen maßen die Autoren per Chemilumineszenz eine oxidationsfördernde statt einer antioxidativen Wirkung sowie weniger CD34-positive Zellen im Blut, was sie als „significant inhibition of hemopoiesis" (deutliche Hemmung der Blutbildung) bezeichneten. Sie selbst lesen das so, dass diese Zellen schlicht nicht angefordert wurden; eine tatsächliche Wirkung auf die Blutbildung wird weder erörtert noch ausgeschlossen [7].
  • Mehr reaktive Sauerstoffverbindungen in den Zellen. Die eigenen Laborarbeiten der Gruppe hoben deren Dauerpegel an, während sie keine direkte antioxidative Wirkung fanden [38].
  • Ein Entzündungsschalter wurde hochgedreht. In beiden Alterungsmodellen einer menschlichen Stammzelllinie steigerten die Peptide die Ablesung von NFκB, einem zentralen Treiber von Entzündungen, was die Arbeit nicht erörtert [35].
  • Das Wachstum embryonaler Stammzellen wurde gebremst. Bei 0,1 bis 10 ng/ml verlangsamte das Peptid die Teilung embryonaler Stammzellen aus Erstkulturen, was sich schlecht mit der Behauptung verträgt, es fördere Wachstum [39].
  • Der Hersteller schließt Schwangerschaft und Stillzeit aus. Als Gegenanzeigen nennt er Unverträglichkeit im Einzelfall, Schwangerschaft und Stillzeit, bei den Tabletten zusätzlich eine Neigung zu Darmbeschwerden. Eine Begründung fehlt, und Prüfungen zur Fortpflanzung gibt es nicht [14].
  • Keine Meldungen im Überwachungssystem. Die amerikanische Nebenwirkungsdatenbank enthält nichts [25] — ein Stoff, der weder zugelassen noch verordnet wird, erzeugt allerdings auch keine Spontanmeldungen. Das ist ein fehlender Meldeweg und kein Beleg für Sicherheit.

Da das Peptid zusammen mit Pinealon gegeben wurde, lässt sich keiner dieser Befunde am Menschen ihm allein zuordnen [7] — was den berichteten Nutzen ebenso schwächt wie das berichtete Signal. Keinem der beiden Signale ist jemals jemand nachgegangen.

Was fehlt

  • Keine Messung von Aufnahme, Verteilung, Abbau oder Ausscheidung, bei keiner Tierart und auf keinem Weg, sodass es auch keine Halbwertszeit gibt [23], und keine Giftigkeitsprüfung nach behördlichem Maßstab: nichts zur wiederholten Gabe, nichts zu Erbgutschäden, nichts zur Fortpflanzung.
  • Überhaupt keine Sicherheitsdaten zur Injektion des reinen Tripeptids; jede belegte Anwendung am Menschen wurde geschluckt oder unter die Zunge gelegt [14].
  • Keine Daten zu Wechselwirkungen mit den Medikamenten, die ältere Gefäßpatienten gewöhnlich nehmen: Blutverdünner, Statine, Blutdrucksenker.
  • Keine unabhängige Analyse der gehandelten Ware: Verkäufer geben „≥ 99 % (HPLC verified)" (mindestens 99 Prozent, per HPLC geprüft) an, ohne Zertifikat und ohne benanntes Labor, und für die westlichen Vials gibt es weder Sterilitäts- noch Endotoxinwerte; sie sind als nicht für den Gebrauch am Menschen oder am Tier gekennzeichnet [27].

Dosierungen in den Studien

Die folgenden Zahlen sind schlicht die Mengen, mit denen die zitierten Quellen gearbeitet haben, aufgeführt, damit sich ihre Ergebnisse einordnen lassen. Sie sind keine Empfehlung und taugen nicht als Anleitung für eine eigene Anwendung, und die Angaben, die überhaupt je mit Menschen verbunden waren, stammen aus Patentbeispielen und vom Etikett eines russischen Nahrungsergänzungsmittels, nicht aus begutachteten Studien.

In drei der neun Zeilen steht gar keine Zahl, und genau darum geht es: Die Berichte an Menschen und die Gefäßversuche haben nie veröffentlicht, mit welcher Menge sie gearbeitet haben.

StudieModellMengeWegDauerQuelle
Khavinson 2021, Alzheimer-Modell5xFAD-Mäuse, zehn je Gruppe400 µg/kgIn den BauchraumEinmal täglich, 2 Monate[13]
Kraskovskaya 2017, AmyloidschadenMaus-Hippocampuszellen200 ng/mlIn die Nährlösung gegebenNicht angegeben[33]
Khavinson 2011, Stamm- und KulturzellenEmbryonale Stammzellen und Zelllinien0,1, 1 und 10 ng/mlIn die Nährlösung gegebenNicht angegeben[39]
Patentbeispiele, GewebeversucheRattengefäßstücke, 32 Stück1 bis 200 ng/mlIn die Nährlösung gegebenNicht angegeben[19]
Patentbeispiele, Tiere und zwei Patientenreihen45 Ratten mit Zahnfleischentzündung; 25 und 23 Patienten0,01 bis 100 µg je kgIn den Muskel, auch auf das GewebeNicht angegeben[19]
Russisches Nahrungsergänzungsmittel, HerstellerangabeMenschen1 bis 2 Kapseln oder Tabletten; Peptidgehalt je Kapsel nicht veröffentlichtZum Essen geschluckt; es gibt auch eine Lösung für unter die ZungeKur von 10 bis 30 Tagen, Wiederholung nach 3 bis 6 Monaten[14]
Kitachov 2013 und Kitachev 2014, die GefäßberichteMenschen, je 41Nicht veröffentlichtNicht veröffentlichtNicht veröffentlicht[8], [9]
Meshchaninov 2015 und drei weitere BerichteMenschen, 32 bis 300Nicht veröffentlichtGeschluckt, aus der Darreichungsform erschlossenNicht veröffentlicht[7], [10], [11], [12]
Khavinson 2014, Kozlov 2016 und Khavinson 2014, die GefäßversucheGefäßzellkulturenNicht veröffentlichtIn die Nährlösung gegebenNicht angegeben[3], [4], [31]

Eine Konzentration in der Schale lässt sich nicht in eine Menge für einen Körper umrechnen, und eine Menge je Kilogramm Maus lässt sich nicht auf einen Menschen hochrechnen. Für das einzige belegte Produkt für Menschen ist das Kapselgewicht von 0,215 g bekannt und der Peptidgehalt nicht, sodass jede Umrechnung ausfällt [14].

Auf Verkaufsseiten kursieren zwei Schemata, die sich gegenseitig ausschließen: Das eine nennt 500 bis 2.000 µg täglich unter die Haut mit einem Aufbau über acht Wochen, das andere 10 mg täglich in den Muskel über zehn Tage [40]. Sie unterscheiden sich um bis zu Faktor 20, nehmen verschiedene Wege und werden von keiner der oben aufgeführten Studien gedeckt.

Entwicklungsstand und Zulassung

Ein Patent, eine Registrierung als Nahrungsergänzung, kein Entwicklungsprogramm

  1. 2006Patent auf das Tripeptid angemeldetUS 7,851,449 B2, beansprucht das Molekül und seine Verwendung bei Durchblutungsstörungen, Quelle [19]
  2. 2008Keine direkte antioxidative Wirkung gefundenLaborarbeit der Ursprungsgruppe; reaktive Sauerstoffverbindungen stiegen, Quelle [38]
  3. 2013Erster Bericht an Gefäßpatienten41 Personen, unkontrolliert, auf Russisch und ohne Zahlen veröffentlicht, Quelle [8]
  4. 2014Die Gefäßzellarbeit hinter dem EtikettKi-67 in Kulturen der Gefäßinnenwand plus Computersimulation, Quelle [3]
  5. 2015Der einzige Bericht am Menschen mit LaborwertenOxidationsfördernde Wirkung und weniger blutbildende Zellen, Quelle [7]
  6. 2021Der einzige MausversuchMessgröße an der Nervenzelle erreicht, Dichte der Dornfortsätze verfehlt, Quelle [13]
  7. 12. August 2022Aktuelle russische Registrierung als NahrungsergänzungsmittelKapseln, Tabletten und eine Lösung für unter die Zunge, Quelle [14]
  8. 17. September 2026Register geprüftNirgends eine Zulassung gefunden, keine registrierte Studie, Quellen [1], [25]

Hinter Vesugen steht kein Entwicklungsprogramm: Kein Sponsor hat etwas eingereicht, und keine Prüfphase hat begonnen [1]. Vorhanden sind ein Patent, Laborarbeiten aus einem einzigen Institut und ein russisches Nahrungsergänzungsmittel.

MarktStatusAnmerkungQuelle
Vereinigte StaatenNicht zugelassenKein Stoffcode, keine Fachinformation, keine Nebenwirkungsakte; nie für die Herstellung in der Apotheke vorgeschlagen[25], [41]
Europäische UnionNicht zugelassenWeder eine Zulassung noch ein Verfahren gefunden; das Register der Behörde selbst war am Prüftag nicht lesbar[42]
DeutschlandNicht zugelassenWeder ein zugelassenes Arzneimittel noch ein verkehrsfähiges Lebensmittel; das eingeführte Präparat fällt unter das Recht für neuartige Lebensmittel[42], [43]
Vereinigtes KönigreichNicht zugelassenDas Register lieferte nur ein leeres Seitengerüst, der Befund stützt sich daher auf alle übrigen Register[42]
AustralienKeine Zulassung auffindbarDas Warenregister war am Prüftag nicht erreichbar; im Giftstoffverzeichnis nicht genannt, was keine Erlaubnis bedeutet[42]
KanadaNicht zugelassenDie Arzneimitteldatenbank liefert nichts; eine Kontrollabfrage funktioniert[44]
SchweizNicht zugelassenKeine Zulassung feststellbar, und ein Registerauszug ließ sich nicht erzeugen[42]
RusslandNicht als Arzneimittel zugelassenKapseln, Tabletten und Tropfen werden als Nahrungsergänzungsmittel verkauft, registriert am 12. August 2022[14]

Fünf Zeilen verlangen Sorgfalt: Die Register der Europäischen Union, des Vereinigten Königreichs, Australiens und der Schweiz sowie das russische Verbraucherregister ließen sich nicht unmittelbar lesen. Diese Einträge sind daher Befunde der Nichtauffindbarkeit und keine bestätigte Abwesenheit. Sie stützen sich auf die lesbaren Register, auf die amerikanischen und kanadischen Nullbefunde mit funktionierenden Kontrollabfragen und auf das Fehlen eines internationalen Freinamens [42].

Am häufigsten falsch gelesen wird die russische Zeile. Eine Registrierung als Nahrungsergänzungsmittel prüft nicht, ob das Erzeugnis wirkt, und eine spritzbare Form dieses Peptids wird dort nicht verkauft [14]; das dort erhältliche Injektionspräparat enthält einen anderen Stoff [6]. Alle Register wurden am 17. September 2026 geprüft.

Anti-Doping

Vesugen ist jederzeit verboten, im Wettkampf wie außerhalb. Die Klasse S0 der Verbotsliste 2026 erfasst „any pharmacological substance which is not addressed by any of the subsequent sections of the List and with no current approval by any governmental regulatory health authority for human therapeutic use" (jeden pharmakologischen Stoff, der in keinem der folgenden Abschnitte der Liste behandelt wird und den derzeit keine staatliche Gesundheitsbehörde für die therapeutische Anwendung am Menschen zugelassen hat) [45].

Der Name steht nicht auf der Liste, und das ist keine Lücke: Eine russische Registrierung als Nahrungsergänzungsmittel ist keine Zulassung für die Behandlung von Menschen — genau solche Fälle soll die Klasse erfassen [14], [45].

Eine strengere Lesart lässt sich vertreten: Die Klasse S2.3 endet mit einer offenen Wendung, die Wachstumsfaktor-Modulatoren erfasst, welche „vascularisation … regenerative capacity" (Gefäßbildung … Regenerationsfähigkeit) beeinflussen — also genau das, womit dieses Peptid beworben wird. Stoffe der Klasse S0 gelten sämtlich als spezifische Substanzen, die der Klasse S2 nicht, weshalb der Unterschied auf das Strafmaß durchschlägt [45].

Das deutsche Anti-Doping-Gesetz ist anders gebaut: Seine Anlage führt Wachstumsfaktoren einzeln auf, ohne eine solche offene Wendung, und dieses Peptid steht nicht darunter [43]. Ein veröffentlichtes Nachweisverfahren gibt es nicht. Mehr dazu in der Übersicht zu im Sport verbotenen Peptiden.

Vergleich mit verwandten Peptiden

Die Datenlage zu Vesugen, abgezählt
Arbeiten zu dem Stoff
30 Veröffentlichungen
PubMed-Einträge zum Namen
27 Veröffentlichungen
Unkontrollierte Berichte an Menschen
6 Veröffentlichungen
Unabhängige Wiederholungen
0 Veröffentlichungen
Registrierte Studien am Menschen
0 Veröffentlichungen

Stand 17. September 2026, nachdem falsche Treffer von Hand aussortiert wurden. Die Berichte an Menschen sind unkontrolliert und nicht registriert, und die meisten gaben zusätzlich ein zweites Peptid. Quellen [22], [1].

PeptidBezug zu VesugenWas die Prüfungen hinter dieser Seite ergaben
Vesugen—Lys-Glu-Asp, 390,39 g/mol; keine registrierte Studie, nirgends zugelassen [15], [1]
SlavinormIn derselben Nische verkauft, aber ein völlig anderer StoffEin nicht näher bestimmtes Polypeptidgemisch aus Rindergefäßen; in Russland verschreibungspflichtig und Ursprung der 2,5-fachen und 2,8-fachen Rattenzahlen [6], [5]
PinealonEin weiteres Dreier-Peptid derselben Reihe, dem Gehirn zugeordnetGlu-Asp-Arg; hob Dornfortsätze um 71 Prozent an, wo dieses Peptid auf 20 kam, und war in Sauerstoffmangelmodellen das stärkere der beiden [33], [46]
EpitalonEinen Eiweißbaustein länger, der Zirbeldrüse zugeordnetAla-Glu-Asp-Gly; brachte Immunzellen der Zirbeldrüse in Bewegung, wo dieses Peptid nichts bewirkte [37]
LivagenDieselben drei Eiweißbausteine plus AlaninLys-Glu-Asp-Ala; ein anderes Molekül, dessen Befunde regelmäßig diesem hier zugeschrieben werden [18], [22]
VilonDie Fassung aus zwei Eiweißbausteinen, Lys-GluLenkte die Reifung von Immunzellen in Zirbeldrüsenkultur, wo dieses Peptid das nicht tat [37]

Zwei Zeilen wiegen besonders schwer: Slavinorm ist jenes Präparat, dessen Rattenzahlen unter dem Namen dieses Peptids kursieren, und Pinealon ist das Peptid, das gewöhnlich mit ihm zusammen gegeben wurde — weshalb die Berichte an Menschen für keines von beiden etwas belegen.

Verbreitete Irrtümer

  • „Die Rattenstudien zeigten 2,8-fach dichtere Netze kleinster Gefäße." Das taten sie, und zwar mit Slavinorm, einem Extrakt aus Rindergefäßen, der in Russland auf Rezept verkauft wird. Wer diese Zahlen auf ein synthetisches Tripeptid überträgt, tauscht einen Stoff gegen einen anderen [5], [6].
  • „Das ist dasselbe wie Ventfort." Ventfort ist ein Extrakt aus den Gefäßen junger Tiere, von unbekannter Zusammensetzung; hier geht es um ein einzelnes synthetisches Molekül mit festgelegter Abfolge. Das Ursprungsinstitut hält die beiden Klassen auseinander, auch wo der Markt das nicht tut [16].
  • „Das Gefäßetikett ist erfunden, wie bei den Schwesterpeptiden." Hier nicht: Die Tabelle der Gruppe führt zwei Arbeiten an, die wirklich Gefäßgrößen messen. Was dem Etikett fehlt, sind ein lebendes Säugetier, eine Konzentration und eine unabhängige Wiederholung [2], [3], [4].
  • „Es gibt eine registrierte Studie, ich habe sie im Register gefunden." Bei einer Textsuche tauchen drei Einträge auf: Einer ist die Abkürzung eines Behandlungsschemas aus einer fremden Studie, zwei sind Ernährungsstudien, die auf die Namen einzelner Eiweißbausteine ansprechen [1].
  • „Es ist in Russland registriert, also wurde es geprüft." Eine Registrierung als Nahrungsergänzungsmittel prüft weder Wirksamkeit noch Sicherheit, und wie viel Peptid das Erzeugnis enthält, ist nicht veröffentlicht [14]. Einem Sportler hilft dieser Status ebenfalls nicht: Die Klasse S0 erfasst jeden Stoff, den keine Gesundheitsbehörde für Menschen zugelassen hat, ganz gleich, wie ein Laden ihn nennt [45].

Häufige Fragen

Wurde Vesugen jemals in einer klinischen Studie geprüft?

Eine registrierte Studie wurde nicht gefunden. Sechs Abfragen des Registers ClinicalTrials.gov am 17. September 2026 ergaben zu dem Peptid nichts. Die drei scheinbaren Treffer waren die Abkürzung eines Behandlungsschemas aus einer fremden Studie und zwei Ernährungsstudien. Sechs russische Berichte beschreiben Menschen, die es einnahmen, keiner davon registriert.

Ist das Gefäßetikett von Vesugen wirklich durch Daten gedeckt?

Besser als bei den meisten Peptiden dieser Reihe, ja. Die Tabelle der Gruppe selbst verweist auf zwei Arbeiten, die tatsächlich Gefäßgrößen messen: den Wachstumsmarker Ki-67 in Zellen der Gefäßinnenwand sowie Endothelin-1, Connexine und Sirtuin-1 in erkranktem Innenwandgewebe. Beides ist Zellkultur aus jenem Institut, das die Behauptung aufstellt, und beides wurde nirgends wiederholt.

Ist Vesugen dasselbe wie Slavinorm?

Nein, und diese Verwechslung hat die größten Folgen. Vesugen ist das synthetische Tripeptid Lys-Glu-Asp; Slavinorm ist eine in Russland verschreibungspflichtige Injektion, deren Wirkstoff ein nicht näher bestimmtes Polypeptidgemisch aus Rindergefäßen ist. Die Rattenstudien mit bis zu 2,8-fach dichteren Netzen kleinster Gefäße wurden mit Slavinorm gemacht.

Woraus besteht Vesugen?

Aus drei Eiweißbausteinen: Lysin, Glutaminsäure und Asparaginsäure, geschrieben Lys-Glu-Asp oder KED. Die chemischen Datenbanken geben die Formel C15H26N4O8 und eine Masse von 390,39 g/mol an; in weiten Teilen der Originalliteratur taucht der Stoff nur unter dem Laborcode T-38 auf.

Was hat die Mausstudie zu Vesugen gezeigt?

In einem Alzheimer-Mausmodell bekamen zehn Tiere je Gruppe zwei Monate lang täglich 400 µg je Kilogramm in den Bauchraum. Der Anteil pilzförmiger Dornfortsätze stieg von 39,15 ± 1,08 auf 41,25 ± 1,09 Prozent (p = 0,003), während sich ihre Dichte selbst nicht änderte (p = 0,103). Gemessen wurde an einer Nervenzelle, nicht an einem Gefäß.

Ist Vesugen irgendwo als Arzneimittel zugelassen?

In keinem geprüften Markt wurde eine Zulassung gefunden: weder in den Vereinigten Staaten noch in der Europäischen Union, in Deutschland, im Vereinigten Königreich, in Australien, Kanada, der Schweiz oder Russland. Der einzige amtliche Status weltweit ist eine russische Registrierung als Nahrungsergänzungsmittel vom 12. August 2022, für Kapseln, Tabletten und eine Lösung für unter die Zunge.

Welche Nebenwirkungen hat Vesugen?

Kaum jemand hat danach gesucht. Der einzige Bericht am Menschen mit Laborwerten fand eine oxidationsfördernde Wirkung und einen Rückgang der CD34-positiven blutbildenden Zellen, den seine Autoren als deutliche Hemmung der Blutbildung bezeichneten. Nachgegangen ist dem niemand, und Giftigkeitsprüfungen gibt es bei keiner Tierart.

Wie viel Vesugen steckt in einer russischen Kapsel?

Das ist nicht veröffentlicht. Vier Nachschlage- und Handelsquellen wurden geprüft, keine nennt den Peptidgehalt. Bekannt ist nur das Gewicht der ganzen Kapsel, 0,215 g, das größtenteils aus Füllstoff besteht, sodass sich daraus keine Mikrogramm Tripeptid errechnen lassen.

Ist Vesugen ein Antioxidans?

Die Originalliteratur sagt das Gegenteil: In den eigenen Laborversuchen der Ursprungsgruppe zeigte das Peptid keinerlei direkte antioxidative Wirkung und hob den Dauerpegel reaktiver Sauerstoffverbindungen in den Zellen an. Auch der einzige Bericht am Menschen mit Laborwerten maß eine oxidationsfördernde Wirkung.

Ist Vesugen im Sport verboten?

Ja, jederzeit, im Wettkampf wie außerhalb. Die Klasse S0 der Verbotsliste 2026 erfasst jeden arzneiähnlichen Stoff, den keine Gesundheitsbehörde für Menschen zugelassen hat. Der Verkauf als Nahrungsergänzungsmittel in Russland schützt davor nicht, und eine strengere Lesart über die Klasse S2.3 lässt sich vertreten.

Quellen

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Die Registerabfragen und Literatursuchen hinter dieser Seite wurden am 17. September 2026 durchgeführt. Bei einem Stoff, dessen bekannteste Zahlen zu einem anderen Präparat gehören, ist dieses Datum Teil des Befundes.

myPeptides Research & Editing. (2026). Vesugen: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit. Version 1.0, 17. September 2026. myPeptides Peptid-Register. Abgerufen von https://mypep.app/peptides/vesugen

Wie die Seiten dieses Registers entstehen und bewertet werden, steht unter Methodik; das vollständige Register findet sich unter Peptide.

VersionDatumÄnderung
1.02026-09-17Erstveröffentlichung

Zuletzt geprüft: 17. September 2026. Nächste Prüfung: sobald eine registrierte Studie am Menschen erscheint, eine unabhängige Wiederholung der Gefäßbefunde vorliegt oder sich die Einstufung im Anti-Doping ändert.

Identifikatoren

IdentifikatorWert
CAS-Nummer204271-66-9
PubChem CID87571363
InChIKeyLLSUNJYOSCOOEB-GUBZILKMSA-N
SummenformelC15H26N4O8
Molekülmasse390.39
SequenzKED

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myPeptides Research & Editing (2026). Vesugen: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit (Version 1.0). myPeptides. https://mypep.app/de/peptides/vesugen

Maschinenlesbare Fassung (JSON)

Zuletzt geprüft: September 2026

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