Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information — keine medizinische Beratung, keine Dosier- oder Anwendungsempfehlung, keine Wirkversprechen. Viele Substanzen sind nicht als Arzneimittel zugelassen oder verschreibungspflichtig; ob Besitz und Anwendung erlaubt sind, richtet sich nach dem Recht deines Wohnsitzlandes und liegt in deiner Verantwortung. myPeptides verkauft oder liefert keine Substanzen, sondern ist ein Informations- und Organisations-Werkzeug — bei Gesundheitsfragen wende dich an zugelassenes ärztliches oder pharmazeutisches Fachpersonal.

SNAP-8: Was die Daten zeigen, Status und Sicherheit

Status auf einen Blick

MarktStatusDatum
Vereinigte StaatenNicht zugelassen—
Europäische UnionNicht zugelassen—
DeutschlandNicht zugelassen—
Vereinigtes KönigreichNicht zugelassen—
AustralienNicht zugelassen—
KanadaNicht zugelassen—
SchweizNicht zugelassen—
Entwicklungsstufe
Präklinisch
Stärkste Evidenz
Keine Studienevidenz
WADA-Status
Nicht gelistet
Zuletzt geprüft
2026-09-17
Version
1.0

Kosmetischer Inhaltsstoff. Als Injektion ist er in keinem Markt zugelassen.

SNAP-8: Was die Daten zeigen, Status und Sicherheit

Zusammenfassung

SNAP-8 ist ein Kosmetikstoff und kein Arzneimittel: ein acht Bausteine langes Bruchstück eines menschlichen Nervenproteins, das Cremes zugesetzt wird. Zu dem Stoff selbst ließ sich weder eine begutachtete Studie noch eine registrierte Untersuchung finden. Die beste Messung in diesem Feld stammt aus dem eigenen Labor der US-Arzneimittelbehörde FDA und gilt dem kürzeren Schwesterpeptid: Unterhalb der Oberhaut war nichts mehr nachweisbar. Das angenommene Ziel liegt noch tiefer.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zu SNAP-8 selbst ließ sich keine begutachtete Arbeit finden. Abfragen der beiden großen biomedizinischen Datenbanken am 17. September 2026 lieferten keine Originalarbeit über den Stoff, weder zu seiner Herstellung noch zu seinem Wirkprinzip oder seiner Wirkung [1].
  • Die jüngste systematische Übersichtsarbeit zu diesem Feld enthält keine einzige SNAP-8-Studie. Sie wertete elf Studien mit 412 Teilnehmern zu sieben anderen Peptiden derselben Gruppe aus. In keiner davon kommt SNAP-8 vor [2].
  • Eine registrierte Studie ist nicht auffindbar. Eine Registerabfrage am 17. September 2026 ergab null Einträge, die Kontrollabfrage nach dem Schwesterpeptid dagegen sechs. Die Suche funktionierte, die Lücke ist also echt [3].
  • Das eigene Labor der FDA hat gemessen, wohin das Schwesterpeptid gelangt. Aus einer Emulsion mit 10 Prozent Peptid auf menschlicher Haut blieben 0,22 Prozent der aufgetragenen Menge in der äußersten Hornschicht hängen. In der Oberhaut fanden sich 0,01 Prozent, in der Lederhaut nichts [4].
  • Eine Behörde hat Faltenversprechen als Arzneimittelaussage bezeichnet. Bei einer Sachverständigensitzung zu dieser Peptidgruppe im Dezember 2020 sagte das ein anwesender FDA-Vertreter unmissverständlich: Werbung gegen Falten sei eine Arzneimittelanwendung und keine kosmetische [5].
  • Die einzige auffindbare Sicherheitsbewertung gilt dem Schwesterpeptid und reicht bis 0,005 Prozent. Oberhalb dieser Konzentration hielt das Gremium die Datenlage für unzureichend. Für Acetyl Octapeptide-3 ließ sich keine solche Bewertung finden [6].
  • In jedem geprüften Markt ist es ein Kosmetikstoff und in keinem ein Arzneimittel. Europa führt es als feuchtigkeitsbindenden und hautpflegenden Stoff [7]; in amerikanischen Arzneimitteldaten taucht es nur unter den Hilfsstoffen auf [8].
  • Für eine gespritzte Anwendung ließ sich nirgends eine Grundlage finden. Keine Zulassung, keine registrierte Studie, kein Arzneibuchstandard. Was kursiert, stammt aus dem Onlinehandel [9].
  • Kupfer ist nicht enthalten. Die Formel lautet C41H70N16O16S, ein Metall kommt darin nicht vor [10], [11].
  • Auf der Verbotsliste 2026 im Sport steht der Stoff nicht [12].

Was SNAP-8 ist

SNAP-8 ist eine im Labor hergestellte Kette aus acht Aminosäuren, die als Rohstoff für Cremes und Seren verkauft wird. Der Name im Zutatenrecht lautet Acetyl Octapeptide-3. SNAP-8 ist dagegen ein Handelsname und keine wissenschaftliche Bezeichnung.

Die Abfolge EEMQRRAD ist dem vorderen Teil von SNAP-25 nachgebaut, einem menschlichen Protein, das Nervenzellen beim Ausschütten ihrer Botenstoffe hilft. Ein Ende der Kette trägt eine Acetylgruppe, das andere eine Amidgruppe. Ungewöhnliche Bausteine oder Metalle sind nicht enthalten [11].

Entwickelt wurde der Stoff von Lipotec in Barcelona, heute Teil von Lubrizol, als verlängerte Fassung des firmeneigenen Sechs-Bausteine-Peptids Argireline. Die zugrunde liegende Patentfamilie von 1999 beansprucht kurze Bruchstücke von SNAP-25 allgemein; die acht Bausteine lange Abfolge wird darin nicht genannt [13], [14].

Steckbrief

FeldWertBeleg
NameAcetyl Octapeptide-3; SNAP-8 ist ein Handelsname[7], [11]
Weitere NamenAcetyl Glutamyl Heptapeptide-3, Acetyl Glutamyl Heptapeptide-1, Acetyl Octapeptide-1[7], [11]
GruppeKosmetikstoff; ein künstliches Peptid, kein Hormon und kein Metallkomplex[7], [11]
AbfolgeAc-Glu-Glu-Met-Gln-Arg-Arg-Ala-Asp-NH2, acht gewöhnliche Aminosäuren[11]
Formel und MasseC41H70N16O16S, 1075,2 g/mol[10]
HalbwertszeitKeine veröffentlichte Angabe gefunden, für keinen Anwendungsweg[1]
Angegebene kosmetische FunktionFeuchtigkeitsbindend; hautpflegend[7]
StatusIn jedem geprüften Markt ein Kosmetikstoff; in keinem ein Arzneimittel[7], [8]
Entwickelt vonLipotec, Barcelona, als verlängerte Fassung des eigenen Sechs-Bausteine-Peptids[14]
CAS-Nummer868844-74-0[11]
PubChem-CID76283482; ein zweiter Eintrag, CID 71587832, ist strukturell falsch[10], [15]
UNII8K14HJF88S[11]
InChIKeyKMACPCJUCHVVGP-FNRPHRCSSA-N[10]

SNAP-8: Was die Daten zeigen, Status und Sicherheit

Wie es wirken soll

Die angenommene Idee ist dem Botulinumtoxin abgeschaut, läuft aber in die andere Richtung. Für SNAP-8 selbst ließ sich zu keinem der folgenden Schritte eine veröffentlichte Messung finden [1].

  • Die Abfolge stammt aus dem Protein, das Botulinumtoxin angreift. Das Toxin zerschneidet SNAP-25 im Inneren der Nervenenden, wodurch der Botenstoff Acetylcholin nicht mehr freigesetzt wird und der Muskel erschlafft [16].
  • Ein Bruchstück könnte sich dazwischenschieben. Die Annahme lautet, dass das Peptid dem unversehrten Protein den Platz in der Verschmelzungsmaschinerie streitig macht, sodass weniger Botenstoff austritt. Für das kürzere Peptid zeigen Zellversuche das; ein entsprechender Versuch mit SNAP-8 ließ sich nicht finden [13], [14].
  • Die Konzentrationen in diesen Versuchen waren sehr hoch. In der Patentschrift blockierte ein Peptid aus sechs Bausteinen bei 1 Millimol pro Liter etwa 20 Prozent der Ausschüttung, ein Peptid aus dreizehn Bausteinen etwa 35 Prozent. Die Zellen waren zuvor geöffnet worden, womit genau die Barriere wegfällt, auf die es bei Haut ankommt [14].
  • Der Weg wäre weit. Das Peptid müsste die Hornschicht, die lebende Oberhaut und die Lederhaut durchqueren und dort noch in brauchbarer Menge ankommen. Die einzige sorgfältige Messung in diesem Feld fand unterhalb der Oberhaut nichts mehr [4].
  • Die Rezeptur verschiebt die Zahlen etwas, nicht das Gesamtbild. Eine mehrfache Emulsion brachte mehr vom Schwesterpeptid in Schweineohrhaut als einfache Emulsionen, doch die absoluten Mengen blieben klein [17]. Verwandte Arbeiten an anderen Bruchstücken kamen nur voran, indem sie die Zellen öffneten oder einen Transporthelfer anhängten [18].
  • Es gibt eine einfachere Erklärung. In Europa sind für diesen Inhaltsstoff Feuchtigkeitsbindung und Hautpflege als Funktion angegeben, nicht Muskelentspannung. Schon das Aufquellen der Hornschicht kann feine Linien weicher erscheinen lassen [7].

Eine Übersichtsarbeit von 2025 zum besser untersuchten Schwesterpeptid benennt die Lage deutlich. Ob es die Kontaktstelle zwischen Nerv und Muskel überhaupt erreicht, ist weiterhin offen, und keine der dort geprüften Untersuchungen an lebender Haut bestätigte eine Wirkung auf die Muskelanspannung [19].

Was die Studien zeigen

Eine Studie zu SNAP-8, über die sich berichten ließe, war nicht auffindbar. Die Frage auf dieser Seite lautet deshalb nicht, was die Studien ergeben haben, sondern was an ihrer Stelle steht.

Untersuchungen zu SNAP-8 allein

Registerabfrage Eine Abfrage des amerikanischen Studienregisters am 17. September 2026 ergab null Studien zu SNAP-8 und null zu Acetyl Octapeptide-3. Die Kontrollabfrage nach Argireline lieferte am selben Tag sechs Einträge, die Schnittstelle arbeitete also [3].

Literatursuche Die Suchläufe in den biomedizinischen Datenbanken am selben Tag brachten keine Originalarbeit zu dem Stoff. In der Literatur erscheint er fast nur in Aufzählungen kosmetischer Peptide und in den Zutatentabellen von Produkten mit mehreren Wirkstoffen [1].

Am 17. September 2026 gefundene registrierte Studien
SNAP-8
0 Einträge
Argireline, Kontrollabfrage
6 Einträge

Amerikanisches Studienregister, Schnittstelle v2, abgefragt am 17. September 2026. Die Null bei SNAP-8 ist eine echte Fehlanzeige und kein misslungener Suchlauf: Die Kontrollabfrage nach dem kürzeren Schwesterpeptid Argireline lieferte am selben Tag über dieselbe Schnittstelle sechs Einträge. Quelle [3].

Die Lücke in der jüngsten Übersichtsarbeit

Systematische Übersichtsarbeit Im Jahr 2026 untersuchte eine systematische Übersichtsarbeit Peptide zum Auftragen, die als nadelfreie Alternative zur Spritze vermarktet werden. Eingeschlossen wurden elf Studien mit 412 Teilnehmern, sieben davon randomisiert und kontrolliert [2].

Erfasst wurden Acetyl Hexapeptide-8, Leuphasyl, Syn-Ake, Myoxinol, Acetyl Hexapeptide-3, ein neueres Rezeptorpeptid und Pentapeptide-3. SNAP-8 ist in keiner dieser Studien enthalten. Für die tatsächlich erfassten Peptide fand die Arbeit eine messbare Faltenminderung und hielt zugleich fest, dass diese nicht an gespritztes Botulinumtoxin heranreicht [2].

Wo das Peptid tatsächlich landet

Laborversuch an menschlicher Spenderhaut Die verlässlichste Messung in diesem Feld stammt aus dem eigenen Labor der FDA und gilt dem sechs Bausteine langen Schwesterpeptid. Eine Emulsion mit 10 Prozent Peptid wurde 24 Stunden lang mit 2 mg pro Quadratzentimeter aufgetragen, danach wurde die Haut Schicht für Schicht untersucht [4].

Der größte Teil ließ sich abwaschen. In menschlicher Haut blieben 0,22 Prozent der aufgetragenen Menge in der Hornschicht und 0,01 Prozent in der Oberhaut. In Meerschweinchenhaut enthielt die Hornschicht 0,54 Prozent. In der Lederhaut und in der Flüssigkeit darunter war weder das Peptid noch sein Abbauprodukt nachweisbar [4].

Wo das Schwesterpeptid nach 24 Stunden auf der Haut gefunden wurde
Hornschicht, Meerschweinchen
0.54% der aufgetragenen Menge
Hornschicht, Mensch
0.22% der aufgetragenen Menge
Oberhaut, beide Arten
0.01% der aufgetragenen Menge
Lederhaut und darunter, beide Arten
0% der aufgetragenen Menge

Messung im FDA-Labor am sechs Bausteine langen Schwesterpeptid Acetyl Hexapeptide-8, nicht an SNAP-8: eine Emulsion mit 10 Prozent Peptid, aufgetragen mit 2 mg pro Quadratzentimeter auf menschliche Spenderhaut und auf Meerschweinchenhaut, 24 Stunden lang, danach Schicht für Schicht massenspektrometrisch untersucht. Das angenommene Ziel liegt unterhalb der Lederhaut. SNAP-8 ist zwei Bausteine größer. Quelle [4].

Studien, in denen SNAP-8 einer von mehreren Wirkstoffen ist

Vergleich der beiden Gesichtshälften Eine Studie von 2024 gab 24 gesunden Teilnehmern über Nacht ein sich auflösendes Mikronadelpflaster, auf der anderen Gesichtshälfte ein reines Hyaluronsäure-Pflaster, und begleitete sie 28 Tage lang. Das Wirkstoffpflaster schnitt bei Augenfalten, Feuchtigkeitsverlust, Elastizität und Straffung besser ab, ohne unerwünschte Wirkungen und ohne Prozentangaben in der Zusammenfassung [20].

Dieses Pflaster enthielt neben dem Träger drei Wirkstoffe, das Vergleichspflaster keinen davon. Jeder Unterschied kann auf jeden der drei zurückgehen oder auf das Nadeln selbst. Vier der fünf Autoren gehören dem Pflasterhersteller an, obwohl die Arbeit keinen Interessenkonflikt angibt [20].

Studie ohne Kontrollgruppe Eine Untersuchung von 2020 über 12 Wochen verwendete ein Pflaster mit fünf Wirkstoffen und hatte überhaupt keine Kontrollgruppe. Feine Linien und Falten gingen um 25,8 Prozent zurück, die Hautfeuchtigkeit stieg um 15,4 Prozent [21].

Die Hautdichte nahm im selben Zeitraum um 14,2 Prozent zu, die Hautdicke um 12,9 Prozent. Die Autoren selbst vermuten lediglich, dass die Inhaltsstoffe zusammengewirkt haben könnten [21].

Was weiterhin offen ist

  • Ob das Peptid überhaupt irgendwo ankommt. Für SNAP-8 selbst ließ sich keine Messung zum Eindringen in die Haut finden; jede Zahl weiter oben gehört zu einem kürzeren Molekül [1], [4].
  • Ob es auf Muskeln überhaupt wirkt. Ein direkter Nachweis am Menschen ließ sich für kein Peptid dieser Gruppe finden [19].
  • Was es für sich allein bewirkt. Eine Studie, die SNAP-8 gegen eine reine Grundlage vergleicht, ließ sich nicht finden [1].
  • Wie sicher es ist. Daten zu Hautreizung, Allergieauslösung, Erbgutschäden oder Giftigkeit für den ganzen Körper ließen sich für diesen Inhaltsstoff nicht finden [6].
  • Was jenseits von 12 Wochen geschieht. Eine längere Untersuchung, in der der Stoff vorkommt, war nicht auffindbar [20], [21].
  • Wie viel in fertigen Produkten steckt. Eine behördliche Erhebung zu den verwendeten Konzentrationen dieses Inhaltsstoffs ließ sich nicht finden [6].

Nebenwirkungen und Sicherheit

Belegt ist nichts Bestimmtes, weil sich keine Untersuchung des Stoffes für sich allein finden ließ. Die leere Akte steht hier für eine fehlende Prüfung und nicht für eine bestandene.

  • Eine Sicherheitsbewertung zu SNAP-8 ließ sich nicht finden. Weder das amerikanische Sachverständigengremium für Kosmetikstoffe noch der europäische wissenschaftliche Ausschuss hat eine solche zu Acetyl Octapeptide-3 veröffentlicht, geprüft am 17. September 2026. Der Kontrollfall zeigt, dass die Lücke echt ist: Dieselbe Suche liefert für das Schwesterpeptid eine vollständige Bewertung [6].
  • Diese Bewertung ist an eine Konzentration gebunden. Sie stuft das Schwesterpeptid bis 0,005 Prozent als sicher ein und hält die Daten darüber für unzureichend. Die Entwarnung beruht also auf der geringen Menge und nicht auf positiven Sicherheitsbefunden [6].
  • Dem Gremium wurde berichtet, die tatsächlichen Werte könnten weit höher liegen. Zur Sitzung im Dezember 2020 lag die Meldung vor, dass Ware dieser Gruppe mit bis zu 10 bis 30 Prozent vermarktet werde. Der Vorsitzende hielt fest, dass Daten zu Hautreizung und Allergieauslösung für diesen Bereich fehlen [5].
  • Beide Pflaster-Studien berichteten keine unerwünschten Wirkungen. Über den einzelnen Inhaltsstoff sagt das nichts aus, weil beide Produkte mehrere enthielten [20], [21].
  • Für diese Gruppe von Inhaltsstoffen fehlen klassische Giftigkeitsstudien weitgehend. Eine Rahmenarbeit von 2026 beschreibt, wie rechnergestützte Prüfverfahren dort einspringen, wo Tier- und Humandaten fehlen [22].
  • Für das Spritzen ließ sich überhaupt keine Sicherheitsgrundlage finden. Keine Daten am Menschen, keine Tierdaten, kein Standard für Sterilität oder Endotoxine, keine Arzneibuchmonographie [9].

Gegenanzeigen lassen sich aus demselben Grund nicht aufzählen. Eine klinische Untersuchung des Stoffes war nicht auffindbar, entsprechend ist keine dokumentiert, und dieses Schweigen ist keine Entwarnung.

Warum hier keine Dosierungen stehen

Diese Seite nennt für SNAP-8 keine Mengen, in keiner Einheit und für keinen Anwendungsweg. Ein Kosmetikstoff hat keine Dosis. Er hat einen Anteil an einer Rezeptur, und der lässt sich nicht in eine Menge für einen Menschen umrechnen [7].

Es gibt zudem nichts, worauf man sich berufen könnte. Weder die Literatursuche noch die Registerabfrage vom 17. September 2026 förderte eine Beschreibung zutage, wie dieser Stoff angewendet wird. Jede Zahl käme daher aus Werbematerial und nicht aus der Forschung [1], [3].

Drei Konzentrationsangaben tauchen in den Unterlagen auf. Jede davon beschreibt einen Anteil an einer Rezeptur oder an einer Studienzubereitung, keine ist eine Menge für einen Menschen. Die Arbeit von 2002 am Schwesterpeptid verwendete eine Emulsion mit 10 Prozent Peptid, 30 Tage lang täglich aufgetragen [13].

Ein Händler-Datenblatt beschreibt eine SNAP-8-Lösung mit 0,05 Prozent Peptid, gedacht zum Einarbeiten in eine fertige Rezeptur mit 3 bis 10 Prozent [23]. Für das Schwesterpeptid vermerkte das Sachverständigengremium als höchste gemeldete Konzentration 0,005 Prozent in Produkten, die auf der Haut bleiben [6]. Beide Zahlen beschreiben, was im Tiegel ist, und nicht, was einen Menschen erreicht.

Das Spritzen ist eine Sache für sich. Der Onlinehandel füllt kosmetischen Rohstoff in Vials zu 10 mg ab und legt eigene Anwendungshinweise bei. Diese Zahlen stammen von Verkaufsseiten und nicht aus Studien; sie werden hier nicht wiedergegeben [9].

Entwicklungsstand und Zulassung

SNAP-8 wurde nie als Arzneimittel entwickelt. Der Weg führte unmittelbar von einer Patentfamilie zu einem kosmetischen Rohstoff, und jede Registerprüfung am 17. September 2026 bestätigt diese Einordnung.

Vom Patentanspruch zum leeren Registereintrag

  1. 1999Das Patent wird angemeldetIm April wird eine Familie zu kurzen SNAP-25-Bruchstücken angemeldet; die acht Bausteine lange Abfolge wird darin nicht genannt, Beleg [14]
  2. 2002Das Schwesterpeptid wird veröffentlichtDas sechs Bausteine lange Argireline wird in einer kosmetikwissenschaftlichen Zeitschrift beschrieben, die einzige begutachtete Erstbeschreibung dieser Linie, Beleg [13]
  3. 2015Das FDA-Labor misst das EindringenDie Untersuchung Schicht für Schicht findet 0,22 Prozent in der Hornschicht und nichts in der Lederhaut, Beleg [4]
  4. 2020Eine Behörde zieht die GrenzeBei einer Sachverständigensitzung im Dezember nennt ein FDA-Vertreter die Werbung gegen Falten eine Arzneimittelanwendung, Beleg [5]
  5. 2025Das Schwesterpeptid wird bewertetDie veröffentlichte Bewertung hält es bis 0,005 Prozent für sicher und die Daten darüber für unzureichend, Beleg [6]
  6. 2026Eine systematische Übersichtsarbeit enthält nichts dazuElf Studien und 412 Teilnehmer zu sieben anderen Peptiden; SNAP-8 kommt in keiner vor, Beleg [2]
  7. 2026Register geprüftAm 17. September: keine registrierte Studie, kein zugelassenes Arzneimittel, nur die Kosmetiklistung, Belege [3], [7], [8]
  • 1999 wird eine Patentfamilie zu kurzen Bruchstücken von SNAP-25 angemeldet, mit Daten aus geöffneten Zellen statt aus Haut [14].
  • 2002 wird das sechs Bausteine lange Schwesterpeptid erstmals in einer begutachteten Zeitschrift beschrieben [13].
  • 2015 veröffentlicht das eigene Labor der FDA die Messung Schicht für Schicht zum Eindringen in die Haut [4].
  • Dezember 2020 erörtert ein Sachverständigengremium, wo für diese Gruppe die Grenze zwischen kosmetischer und arzneilicher Werbeaussage verläuft [5].
  • 2025 erscheint die Bewertung des Schwesterpeptids in endgültiger, an eine Konzentration gebundener Form [6].
  • 2026 schließt eine systematische Übersichtsarbeit zum gesamten Feld keine SNAP-8-Studie ein [2].
  • 17. September 2026 werden für diese Seite Register, Zulassungen und Kosmetiklistungen geprüft [3], [7], [8].
MarktStatusSeit oder Anmerkung
Vereinigte StaatenKosmetikNur als Hilfsstoff
Europäische UnionKosmetikGelistet, ohne Beschränkung
DeutschlandKosmetikEs gilt europäisches Recht
Vereinigtes KönigreichKosmetikÜbernommenes Recht
AustralienChemikalieIndustriechemikalien-System
KanadaNicht zugelassenKein Arzneimitteleintrag
SchweizKosmetikLebensmittelrecht, nicht Arzneimittelrecht

Zwei Einträge beruhen auf Registerabfragen, die in derselben Datenbank mit einem Kontrollstoff gegengeprüft wurden. Ein leeres Ergebnis bedeutet dort eine Fehlanzeige und keine fehlgeschlagene Abfrage [8], [24]. Der europäische und der britische Eintrag stützen sich auf die Inhaltsstoffliste und auf die Vorschriften, die sie übernehmen [7], [25].

Zwei Einträge sind schwächer belegt und als solche gekennzeichnet. Die australische Angabe ist ein Nichtfinden und keine bestätigte Fehlanzeige, weil die maßgeblichen Texte nicht erreichbar waren [26]. Die Schweizer Angabe stützt sich auf Beschreibungen aus zweiter Hand zur Kosmetikverordnung [27].

Ein Befund gilt über alle sieben Märkte hinweg. Kosmetische Inhaltsstoffe brauchen nirgends, wo geprüft wurde, eine Zulassung vor dem Verkauf. Die FDA sagt das unmissverständlich: Weder das Gesetz noch ihre Vorschriften verlangen bestimmte Prüfungen für einzelne Inhaltsstoffe [28]. Dass etwas im Regal stehen darf, ist deshalb kein Sicherheitsurteil.

Über die Einordnung entscheidet die Werbeaussage. Was ein Kosmetikum ist, ergibt sich aus dem beabsichtigten Zweck, und den liest man an Kennzeichnung, Werbung und Internetauftritt ab. Ein Produkt, das eine Wirkung auf eine Körperfunktion verspricht, wird zum Arzneimittel [29].

In keiner amerikanischen Liste der für die Apothekenherstellung vorgeschlagenen Grundstoffe taucht SNAP-8 auf, was zu einem Stoff passt, der nie als Arzneimittel gedacht war [30]. Der größere Zusammenhang steht unter Sind Peptide legal und FDA-zugelassene Peptide.

Diese Grenze ist nicht bloß theoretisch. Im November 2025 verschickte die FDA 18 Abmahnschreiben wegen des unerlaubten Vertriebs nicht zugelassener Botulinumtoxin-Produkte [31].

Ware aus nicht autorisierten Quellen, hielt die Behörde fest, könne nicht zugelassen, gefälscht oder verunreinigt sein [31]. Genau in diesem Marktsegment bewegt sich die Rede von der nadelfreien Alternative. Den gemeinsamen europäischen Rechtsrahmen und seine Regeln für Werbeaussagen legt die Kommission dar [32].

Anti-Doping

SNAP-8 steht nicht auf der Verbotsliste 2026. Der Volltext wurde am 17. September 2026 durchsucht, ohne Treffer für den Stoff oder seine Gruppe. Ein Kontrollbegriff lieferte zehn Treffer, die Suche funktionierte also [12].

Als Cremebestandteil wirft der Stoff überhaupt keine Anti-Doping-Frage auf. Ein gespritztes Präparat, das eine Wirkung auf den Körper verspricht, wäre anders zu beurteilen. Die Auffangklasse S0 erfasst Stoffe, die derzeit von keiner staatlichen Gesundheitsbehörde für die Anwendung am Menschen zugelassen sind [12].

Das wäre eine rechtliche Auslegung und keine Entscheidung einer Anti-Doping-Stelle; ein solcher Fall war nicht auffindbar. Auch die Anlage zum deutschen Anti-Doping-Gesetz führt den Stoff nicht auf [33]. Das vollständige Bild steht unter im Sport verbotene Peptide.

Vergleich mit verwandten Peptiden

StoffAngenommene WirkweiseDaten am MenschenBeleg
SNAP-8Bruchstück eines Nervenproteins, soll die Botenstofffreisetzung behindernFür sich allein keine[1], [3]
ArgirelineDasselbe Prinzip, zwei Bausteine kürzerEin Bericht von 2002, ohne angegebene Kontrollgruppe[13]
Pentapeptide-3Blockiert den Rezeptor auf der MuskelseiteIn der Übersichtsarbeit von 2026 erfasst[2]
GHK-CuKupferkomplex, soll auf Reparaturvorgänge wirkenSiehe eigene Seite—
Botulinumtoxin AZerschneidet gespritzt das Nervenprotein im NervenendeZugelassenes Arzneimittel, breite Datenlage[16]

Nützlich ist dieser Vergleich vor allem als Rangfolge der Belege. Hinter Argireline stehen eine Erstbeschreibung, Messungen zum Eindringen in die Haut und eine Sachverständigenbewertung. Für SNAP-8 fanden dieselben Suchläufe nur die Familienähnlichkeit und keines dieser drei Dokumente [13], [4], [6].

Der Abstand zum gespritzten Vergleichsmittel ist einer des Ortes und nicht des Grades. Botulinumtoxin wird in den Muskel gebracht. Die Peptide bleiben an der Oberfläche, und genau dort findet die sorgfältige Messung am Schwesterpeptid sie auch [16], [4].

Die Übersichtsarbeit von 2026 ist die fairste verfügbare Bilanz. Für die Peptide, die sie einschließen konnte, fand sie eine echte, aber bescheidene Faltenminderung bei guter Verträglichkeit. Sie hielt ebenso fest, dass dies der Spritze nicht gleichkommt. SNAP-8 war nicht darunter [2].

Verbreitete Irrtümer

  • „SNAP-8 ist ein Kupferpeptid." Es enthält weder Kupfer noch ein anderes Metall. Die Formel lautet C41H70N16O16S, und der Stoff ist als Eiweiß aus acht gewöhnlichen Aminosäuren registriert [10], [11].
  • „Das ist Botulinumtoxin im Tiegel." Gemeinsam ist beiden ein Protein in der Theorie, nicht eine Wirkung in der Praxis. Das eine ist ein Enzym, das in den Muskel gespritzt wird. Das andere ist ein Bruchstück, das auf der Haut bleibt, und die beste Messung in diesem Feld findet es in der Lederhaut nicht wieder [16], [4].
  • „Es ist klinisch bewiesen, dass es Falten um einen hohen Prozentsatz mindert." Die kursierende Zahl stammt aus Werbematerial und beschreibt einen Bestfall statt eines Durchschnitts. Sie kommt ohne Teilnehmerzahl, ohne Studiendauer, ohne Kontrollgruppe und ohne jedes Streuungsmaß [23], [1].
  • „SNAP-8 und Argireline sind dasselbe." Sie unterscheiden sich um zwei Aminosäuren, und das fällt ins Gewicht. Nahezu die gesamte brauchbare Literatur bezieht sich auf Argireline, die Arbeit zum Eindringen in die Haut und die Sicherheitsbewertung eingeschlossen [13], [6].
  • „Verschiedene Namen bedeuten verschiedene Stoffe." Acetyl Octapeptide-3, Acetyl Glutamyl Heptapeptide-3 und Acetyl Glutamyl Heptapeptide-1 bezeichnen ein und dasselbe Molekül nach unterschiedlichen Benennungsregeln [7], [11].
  • „Ein Vial mit 10 mg heißt, es ist ein Spritzpräparat." Die Verpackung ist eine Geschäftsentscheidung. Kosmetischer Rohstoff wird weder auf Sterilität geprüft noch auf Endotoxine im für Injektionen nötigen Maß, und für Reste aus der Peptidherstellung gibt es keine Vorgabe [9].
  • „In Kosmetika erlaubt heißt als sicher bewertet." In keinem geprüften Markt braucht ein kosmetischer Inhaltsstoff eine Zulassung vor dem Verkauf. Ein Gremium hat diesen hier nicht bewertet [6], [28].
  • „Der Datenbankeintrag klärt die Chemie." Unter diesem Namen gibt es zwei öffentliche Einträge. Der richtige, CID 76283482, zeigt alle acht Peptidbindungen; der andere, CID 71587832, ist an einer Stelle mit einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung gezeichnet, wo eine Peptidbindung hingehört. Deshalb trägt seine Formel einen Kohlenstoff und zwei Wasserstoffatome mehr und einen Sauerstoff weniger. Das amerikanische Stoffregister verweist genau auf diesen fehlerhaften Eintrag [10], [15].

Häufige Fragen

Was ist SNAP-8?

Ein künstlich hergestelltes Peptid aus acht Bausteinen, das als Kosmetikstoff unter dem Namen Acetyl Octapeptide-3 verkauft wird. Seine Abfolge ist einem menschlichen Nervenprotein namens SNAP-25 nachgebaut. In Europa ist es als feuchtigkeitsbindender und hautpflegender Stoff gelistet. In keinem geprüften Markt ist es ein Arzneimittel.

Wirkt SNAP-8 wie Botulinumtoxin?

Übernommen wurde die Idee, nicht der Nachweis. Botulinumtoxin ist ein Enzym, das in den Muskel gespritzt wird und dort im Inneren der Nervenenden das Protein SNAP-25 zerschneidet. SNAP-8 ist ein Bruchstück eben dieses Proteins und wird auf die Hautoberfläche aufgetragen. Eine Studie, die für SNAP-8 einen dieser Effekte beim Menschen gemessen hätte, ließ sich nicht finden.

Wie viele Studien gibt es zu SNAP-8?

Keine, die den Stoff für sich allein prüft. Eine begutachtete Arbeit zu SNAP-8 selbst ließ sich nicht finden. Eine Abfrage des amerikanischen Studienregisters am 17. September 2026 ergab keine registrierte Untersuchung, während die Kontrollabfrage nach dem Schwesterpeptid am selben Tag sechs Einträge lieferte. SNAP-8 taucht nur als einer von mehreren Wirkstoffen in zwei Pflaster-Studien auf.

Ist SNAP-8 ein Kupferpeptid?

Nein. Die Summenformel C41H70N16O16S enthält kein Kupfer und auch kein anderes Metall. Es sind acht gewöhnliche Aminosäuren in einer Kette, vorn mit einer Acetylgruppe, hinten mit einer Amidgruppe. Die Verwechslung geht vermutlich auf GHK-Cu zurück, den bekanntesten kosmetischen Peptidrohstoff.

Ist SNAP-8 dasselbe wie Argireline?

Die beiden sind nahe Verwandte, aber nicht derselbe Stoff. Argireline ist Acetyl Hexapeptide-8 und sechs Bausteine lang; SNAP-8 hat dieselbe Abfolge mit zwei zusätzlichen Bausteinen am Ende. Beide stammen aus demselben Labor. Nahezu die gesamte brauchbare Literatur in diesem Feld bezieht sich auf Argireline, einschließlich der Messungen zum Eindringen in die Haut.

Kann SNAP-8 aus der Creme bis in den Muskel gelangen?

Für SNAP-8 selbst gibt es dazu keine Messung. Für das kürzere Schwesterpeptid fand das eigene Labor der FDA 0,22 Prozent der aufgetragenen Menge in der äußersten Hornschicht wieder. In der Oberhaut waren es 0,01 Prozent, in der Lederhaut nichts. SNAP-8 ist das größere Molekül und dürfte deshalb eher schlechter abschneiden.

Ist SNAP-8 zugelassen oder auf Sicherheit geprüft?

Es ist in Kosmetika erlaubt, und das ist etwas anderes. Kosmetische Inhaltsstoffe brauchen in keinem geprüften Markt eine Zulassung vor dem Verkauf. Eine Sicherheitsbewertung durch ein Sachverständigengremium zu Acetyl Octapeptide-3 ließ sich nicht finden. Die eine Bewertung, die es gibt, betrifft das Schwesterpeptid und gilt nur bis zu einer Konzentration von 0,005 Prozent.

Kein geprüfter Markt hat eine Spritzform zugelassen, und eine Studie dazu ließ sich nicht finden. Im Umlauf ist kosmetischer Rohstoff, den Händler in Vials zu 10 mg abfüllen. Diese Verpackung ist eine Geschäftsentscheidung und keine Qualitätsaussage: Für Kosmetikware sind weder Sterilität noch Endotoxingrenzen noch Lösungsmittelreste festgelegt.

Ist SNAP-8 im Sport verboten?

Es steht nicht auf der Verbotsliste 2026, geprüft im Volltext mit einer funktionierenden Kontrollsuche. Als Kosmetikstoff auf der Haut wirft es überhaupt keine Anti-Doping-Frage auf. Ein gespritztes Präparat mit einem Versprechen zur Körperwirkung wäre anders zu beurteilen, denn die Auffangklasse erfasst Stoffe ohne behördliche Zulassung.

Woher stammt die Prozentzahl zur Faltenreduktion bei SNAP-8?

Aus Werbematerial, nicht aus einer Fachzeitschrift. Die vielfach wiederholte Zahl steht auf einem Händler-Datenblatt, ohne Teilnehmerzahl, ohne Studiendauer, ohne Kontrollgruppe und ohne jedes Streuungsmaß. Sie beschreibt außerdem einen Bestfall und keinen Durchschnitt. Eine Veröffentlichung dahinter ließ sich nicht auffinden.

Quellen

  1. Literature search on SNAP-8 and Acetyl Octapeptide-3, run on 17 September 2026 through the PubMed programming interface and Europe PMC. No original work on the substance itself was found, whether on synthesis, mechanism, penetration or effect. The substance appears in the literature in lists of cosmetic peptides and in the ingredient tables of multi-ingredient products. Every quantitative figure quoted on this page for a peptide of this class therefore belongs to a different, shorter molecule, and is marked as such where it appears.
  2. Aung PZ, Nararatwanchai T (2026). NoTox Tweakments: evidence for topical neurocosmetic peptides as needle-free neuromodulators for facial wrinkle reduction — a systematic review. Journal of Cosmetic Dermatology 25(9):e71137. PMCID PMC13504718. DOI 10.1111/jocd.71137. Eleven studies, 412 participants, seven of them randomised and controlled. Peptides covered: Acetyl Hexapeptide-8, Leuphasyl, Syn-Ake, Myoxinol, Acetyl Hexapeptide-3, a newer receptor peptide and Pentapeptide-3. SNAP-8 is in none of the included studies. Several included datasets are marked as manufacturer data and carry a high risk of bias.
  3. ClinicalTrials.gov, programming interface v2, queried 17 September 2026. query.intr=SNAP-8 returned a total of 0; a full-text query for "acetyl octapeptide" or "SNAP-8" also returned 0. The control query for argireline returned 6 entries the same day through the same interface. https://clinicaltrials.gov/api/v2/studies?query.intr=SNAP-8
  4. Kraeling MEK, Zhou W, Wang P, Ogunsola OA (2015). In vitro skin penetration of acetyl hexapeptide-8 from a cosmetic formulation. Cutaneous and Ocular Toxicology 34(1):46-52. PMID 24754410. DOI 10.3109/15569527.2014.894521. Work of the FDA's own laboratory on the six-unit sister peptide, not on SNAP-8. Emulsion with 10 per cent peptide, 2 mg per square centimetre, 24 hours, human cadaver skin and hairless guinea pig skin, quantified by mass spectrometry with isotope-labelled internal standards.
  5. Cosmetic Ingredient Review (2021). Safety assessment of Acetyl Hexapeptide-8 Amide as used in cosmetics, draft final report for panel review, released 16 February 2021, with the team meeting minutes of 7 December 2020. Retrieved 17 September 2026. The document is marked for comment only, so its content is given here in substance rather than as quotation, and the published conclusion is cited under entry 6. The minutes record the director's position that anti-wrinkle creams are a drug use, the attending FDA representative's agreement, the chair's remark that irritation and sensitisation data are absent at high concentrations, and a report that material of this class was being marketed at up to 10 to 30 per cent.
  6. Johnson W Jr, Bergfeld WF, Belsito DV, Cohen DE, Klaassen CD, Liebler DC, et al. (2025). Safety assessment of Acetyl Hexapeptide-8 Amide as used in cosmetics. International Journal of Toxicology 44(2_suppl):54S-63S. PMID 40673537. DOI 10.1177/10915818251340391. Published conclusion on the sister peptide: safe up to 0.005 per cent, with the data insufficient above that concentration. No equivalent assessment for Acetyl Octapeptide-3 could be found, checked the same day; the control case shows the gap is genuine.
  7. European Commission cosmetic ingredient database, reference number 54131, "Acetyl Octapeptide-3", with the entry 24088 of the COSMILE Europe database run by Cosmetics Europe. Both retrieved 17 September 2026. Declared functions: humectant and skin conditioning; no restriction listed. The Commission database is a browser application whose detail page could not be read directly, so the reference number and the field values rest on the COSMILE entry and on search results.
  8. openFDA drug endpoints, queried 17 September 2026. The approved-drug endpoint returned no match for the substance name. The label endpoint returned 46 records, all over-the-counter products in which Acetyl Octapeptide-3 appears among inactive ingredients, never as an active one; the control query for semaglutide returned 18 records with the substance as an active ingredient. https://api.fda.gov/drug/label.json?search=%22acetyl+octapeptide%22
  9. Online trade listings for injectable "SNAP-8", retrieved 17 September 2026, used only as evidence of how the material is marketed and never as a scientific reference. They show cosmetic raw material decanted into 10 mg vials with research-use labelling and instructions of their own. No approval, no study, no pharmacopoeial standard and no pharmaceutical quality specification exists for any injectable form. Cosmetic-grade material is not specified for sterility, for endotoxins at injection level or for residues left over from peptide synthesis.
  10. PubChem compound CID 76283482, queried 17 September 2026 for formula, mass, key and structure: C41H70N16O16S, 1075.2 g/mol, InChIKey KMACPCJUCHVVGP-FNRPHRCSSA-N, with eight intact peptide bonds in the deposited structure. Resolves through the registry number 868844-74-0. https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/76283482
  11. FDA Global Substance Registration System, unique ingredient identifier 8K14HJF88S, full record retrieved 17 September 2026. Substance class protein, subunit sequence EEMQRRAD, acetylated at the front end, with the systematic name Ac-Glu-Glu-Met-Gln-Arg-Arg-Ala-Asp-NH2 and the registry number 868844-74-0. Lists Acetyl Glutamyl Heptapeptide-3 and Acetyl Octapeptide-1 as synonyms. The registered status refers to substance identity, not to any medicine approval. https://gsrs.ncats.nih.gov/
  12. World Anti-Doping Agency, The 2026 Prohibited List, in force 1 January 2026. Full text searched on 17 September 2026: no match for octapeptide, hexapeptide, SNAP, argireline or botulinum, against 10 matches for the control term peptide. Class S0 covers "any pharmacological substance which is not addressed by any of the subsequent sections of the List and with no current approval by any governmental regulatory health authority for human therapeutic use".
  13. Blanes-Mira C, Clemente J, Jodas G, Gil A, Fernández-Ballester G, Ponsati B, et al. (2002). A synthetic hexapeptide (Argireline) with antiwrinkle activity. International Journal of Cosmetic Science 24(5):303-310. PMID 18498523. DOI 10.1046/j.1467-2494.2002.00153.x. First description of the six-unit sister peptide, not of SNAP-8. An emulsion with 10 per cent peptide on healthy women volunteers "reduced wrinkle depth up to 30% upon 30 days treatment"; the abstract gives no participant number, no control group, no measure of spread and no p value.
  14. European patent application EP 1180524 A1, "Neuronal exocytosis inhibiting peptides and cosmetic and pharmaceutical compositions", applicant Lipotec SA, priority 23 April 1999, retrieved 17 September 2026. Claims peptides of 3 to 30 adjacent amino acids from the front region of SNAP-25. Data from permeabilised chromaffin cells: a six-unit peptide blocked approximately 20 per cent of release at 1 millimolar, a thirteen-unit peptide approximately 35 per cent, and a combination of a front and an end peptide 55 per cent at 0.5 millimolar each. The eight-unit sequence is not named in the document. https://patents.google.com/patent/EP1180524A1/en
  15. PubChem compound CID 71587832, queried 17 September 2026. A second entry under the same name, carrying C42H72N16O15S and 1073.2 g/mol. One of the eight peptide bonds is drawn as a carbon-carbon double bond instead of an amide, visible in the structure string and in the chemical name. The difference to the correct entry matches exactly one missing carbonyl oxygen. Cited here as evidence of the error; the substance register's own code list points at this entry.
  16. Benoit RM, Frey D, Hilbert M, Kevenaar JT, Wieser MM, Stirnimann CU, et al. (2014). Structural basis for recognition of synaptic vesicle protein 2C by botulinum neurotoxin A. Nature 505(7481):108-111. PMID 24240280. DOI 10.1038/nature12732. Source for the biological context of the sequence: the toxin "causes long-lasting flaccid paralysis of muscles through inhibiting the release of the neurotransmitter acetylcholine by cleaving synaptosomal-associated protein 25 (SNAP-25) within presynaptic nerve terminals".
  17. Hoppel M, Reznicek G, Kählig H, Kotisch H, Resch GP, Valenta C (2015). Topical delivery of acetyl hexapeptide-8 from different emulsions: influence of emulsion composition and internal structure. European Journal of Pharmaceutical Sciences 68:27-35. PMID 25497319. DOI 10.1016/j.ejps.2014.12.006. A multiple emulsion increased penetration into pig-ear skin significantly against simple emulsions, with absolute amounts staying low. Concerns the sister peptide.
  18. Yang Y, Kong B, Jung Y, Park JB, Oh JM, Hwang J, et al. (2018). SNARE-derived peptides for regulation of mast cell degranulation. Frontiers in Immunology 9:725. PMID 29696021. DOI 10.3389/fimmu.2018.00725. Fragments of two other proteins of the same machinery reduced release by interfering with complex formation, but only after the cells were opened up or a transport helper was attached. Evidence for the principle, not for use on skin.
  19. Zdrada-Nowak J, Surgiel-Gemza A, Szatkowska M (2025). Acetyl hexapeptide-8 in cosmeceuticals — a review of skin permeability and efficacy. International Journal of Molecular Sciences 26(12):5722. PMID 40565185. DOI 10.3390/ijms26125722. Full text read. "The ability of AH-8 to reach neuromuscular junctions remains uncertain"; "None of the aforementioned in vivo application studies confirmed the peptide's inhibitory effect on muscle contractions." SNAP-8 is not covered in the review.
  20. Shin JY, Han D, Yoon KY, Jeong DH, Park YI (2024). Clinical safety and efficacy evaluation of a dissolving microneedle patch having dual anti-wrinkle effects with safe and long-term activities. Annals of Dermatology 36(4):215-224. PMID 39082657. DOI 10.5021/ad.23.136. 24 healthy participants, active patch against a plain hyaluronic acid patch, applied overnight, 28 days of follow-up. The active patch carried Acetyl Octapeptide-3 plus two further actives, so no effect can be assigned to any single one. Four of the five authors are affiliated with the patch manufacturer, while the paper declares nothing to disclose.
  21. Avcil M, Akman G, Klokkers J, Jeong D, Çelik A (2020). Efficacy of bioactive peptides loaded on hyaluronic acid microneedle patches: a monocentric clinical study. Journal of Cosmetic Dermatology 19(2):328-337. PMID 31134751. DOI 10.1111/jocd.13009. Single-centre, open study over 12 weeks without a control group; the product held five actives including Acetyl Octapeptide-3. Fine lines and wrinkles -25.8 per cent, skin moisture +15.4 per cent, skin density +14.2 per cent, skin thickness +12.9 per cent, with no skin reactions. Authors come from the commissioning test institute and the manufacturer.
  22. Bjerke DL, Li J, Gao Y, Hu P, Lintner K, Hakozaki T (2026). A framework for the safety evaluation of peptides in cosmetics. Current Research in Toxicology 10:100291. PMID 41953401. DOI 10.1016/j.crtox.2026.100291. Describes how computer screening tools are used for this class of ingredient where classical toxicity studies do not exist. Five of the six authors are employed by a consumer goods manufacturer.
  23. Distributor data sheet for a SNAP-8 peptide solution, retrieved 17 September 2026; trade material, cited only as evidence of the claims in circulation and of the raw material specification. Declared composition water, Acetyl Octapeptide-3 and caprylyl glycol, holding 0.05 per cent peptide, for use at 3 to 10 per cent of a finished recipe. It reproduces a wrinkle figure and a comparison against the sister peptide, both without participant number, study length, control group, mean or measure of spread; the underlying manufacturer document could not be retrieved, and the figures are therefore not reproduced on this page.
  24. Health Canada drug product database, active ingredient endpoint, queried 17 September 2026: no entry for octapeptide, against results for the control term insulin. The Canadian cosmetic ingredient hotlist was also queried and returned no entry, but the control term botulinum toxin returned none either, so that retrieval was incomplete and the cosmetic finding is not treated as verified.
  25. The Cosmetic Products Enforcement Regulations 2013 (S.I. 2013/1478), regulation 2, full text retrieved 17 September 2026. Carries the European cosmetics regulation into British law and names the enforcement authorities. The substance is neither prohibited nor restricted there, and no British medicine authorisation exists. https://www.legislation.gov.uk/uksi/2013/1478/regulation/2
  26. Australia: cosmetic ingredients are industrial chemicals under the national introduction scheme, while a product carrying therapeutic claims becomes a therapeutic good under the medicines authority. Checked 17 September 2026. Both authority websites were unreachable from this environment and the poisons standard could not be downloaded, so the absence of a scheduling entry is a failure to find rather than a verified negative finding.
  27. Switzerland: cosmetic products fall under food law and the federal ordinance on cosmetic products, with enforcement by the cantonal authorities, while a product advertised as a remedy falls under medicines law. Checked 17 September 2026. The ordinance text is only reachable through a browser application and the responsible office's guidance page returned a server error, so this entry rests on secondary descriptions.
  28. FDA, "Modernization of Cosmetics Regulation Act of 2022", retrieved 17 September 2026. Obligations: facility registration, product listing with ingredients, adequate safety substantiation, reporting of serious adverse events within 15 working days. On the reach of that regime: "Neither the law nor FDA regulations require specific tests to demonstrate the safety of individual products or ingredients."
  29. FDA, "Is it a cosmetic, a drug, or both? (Or is it soap?)", retrieved 17 September 2026. A cosmetic is defined as articles "intended to be rubbed, poured, sprinkled, or sprayed on … for cleansing, beautifying, promoting attractiveness, or altering the appearance"; a drug as articles "intended to affect the structure or any function of the body". The intended use is read from "claims stated on the product labeling, in advertising, on the Internet, or in other promotional materials".
  30. FDA, "Bulk drug substances nominated for use in compounding under section 503A", version of 14 May 2026, full text checked 17 September 2026: no match for octapeptide, hexapeptide or argireline in any of the three categories, against 6 matches for the control term GHK in the same file.
  31. FDA press release of 5 November 2025, 18 warning letters over the illegal marketing of unapproved and misbranded botulinum toxin products. Context for the market segment rather than a source on SNAP-8. "Products purchased from unauthorized sources may be unapproved, misbranded, adulterated, counterfeit, contaminated, improperly stored and transported, ineffective and/or unsafe."
  32. European Commission, "Cosmetics — legislation", retrieved 17 September 2026. Names Regulation (EC) No 1223/2009 as the main framework for finished cosmetic products on the European market and Regulation (EU) No 655/2013 as the act laying down common criteria for the justification of claims. Obligations: a safety report before placing on the market, a responsible person in the Union, notification through the central portal. No pre-market approval of ingredients. The consolidated legal texts themselves could not be read, because the official database blocks automated access.
  33. Annex to section 2(3) of the German anti-doping act, official citation BGBl. 2023 I no. 67, full text checked 17 September 2026: no entry for octapeptide, for SNAP or for botulinum, against a complete text containing the sections on peptide hormones, growth factors and metabolic modulators.

Diese Seite zitieren

Die Angaben auf dieser Seite wurden am 17. September 2026 geprüft, und jedes Register hinter der Status-Tabelle wurde an diesem Tag abgefragt. Zwei Punkte können sich noch bewegen: Eine Bewertung dieses Inhaltsstoffs könnte erscheinen, und die Angaben zu Australien und zur Schweiz stützen sich auf Material aus zweiter Hand statt auf die Originaltexte.

myPeptides Research & Editing. (2026). SNAP-8: Was die Daten zeigen, Status und Sicherheit. Version 1.0, 17. September 2026. myPeptides Peptid-Register. Abgerufen von https://mypep.app/peptides/snap-8

Wie die Seiten dieses Registers entstehen und bewertet werden, steht unter Methodik; das vollständige Register findet sich unter Peptide.

VersionDatumÄnderung
1.02026-09-17Erstveröffentlichung

Zuletzt geprüft: 17. September 2026. Nächste Prüfung: sobald eine begutachtete Veröffentlichung zum Stoff selbst, eine registrierte Studie oder eine Sachverständigenbewertung zu Acetyl Octapeptide-3 vorliegt.

Identifikatoren

IdentifikatorWert
CAS-Nummer868844-74-0
PubChem CID76283482
UNII8K14HJF88S
InChIKeyKMACPCJUCHVVGP-FNRPHRCSSA-N
SummenformelC41H70N16O16S
Molekülmasse1075.2
SequenzAc-EEMQRRAD-NH2

Diese Seite zitieren

Nimm diese Angabe, wenn du die Seite zitierst, und den JSON-Export, wenn du sie maschinell verarbeitest.

myPeptides Research & Editing (2026). SNAP-8: Was die Daten zeigen, Status und Sicherheit (Version 1.0). myPeptides. https://mypep.app/de/peptides/snap-8

Maschinenlesbare Fassung (JSON)

Zuletzt geprüft: September 2026

Theorie in die Praxis bringen

Kostenlose Tools, die die Konzepte von oben in echte Zahlen übersetzen — ohne Anmeldung.

Nimm myPeptides mit

Dosen, Pläne und Fortschritt am Handy verfolgen — Ende-zu-Ende verschlüsselt.

Dieser Beitrag dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. myPeptides gibt keine Dosierungsempfehlungen.