DSIP: Was die Studien zeigen, Zulassungsstatus und Sicherheit
Zusammenfassung
DSIP ist eine Kette aus neun Aminosäuren, die in den 1970er-Jahren in Basel im Hirnblut von Kaninchen gefunden wurde. Der Name geht auf eine Vermutung von 1977 zurück und nicht auf eine belegte Wirkung: Zwei unabhängige Arbeitsgruppen fanden bei Schlafstörungen keinen nennenswerten Nutzen, und die beste neuere Studie fand das Gegenteil. Nur Russland hat ein Nasenpräparat mit diesem Peptid zugelassen. Eine Andockstelle im Körper ist bis heute nicht bekannt.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Name stammt aus einem einzigen Kaninchenversuch. Neun Peptide wurden an 61 Kaninchen geprüft, ohne dass die Beteiligten wussten, welches Tier was bekam. Nur DSIP hob die langsamen Hirnwellen des Tiefschlafs an, und zwar um etwa 35 Prozent gegenüber den Kontrolltieren. Kein Abbauprodukt und keine abgewandelte Form schaffte dasselbe [1], [2].
- Beide Versuche einer unabhängigen Bestätigung schlugen fehl. Eine Gruppe in Montevideo nannte die Schlafverbesserung 1987 klinisch kaum bedeutsam. Eine Amsterdamer Gruppe hielt 1992 einen großen therapeutischen Nutzen für unwahrscheinlich [3], [4].
- Die jüngste kontrollierte Studie am Menschen fand das Gegenteil. Bei 24 Frauen während einer Operation nahmen die langsamen Hirnwellen ab, die Narkose wurde flacher und der Puls stieg [5].
- Das körpereigene Peptid verhält sich gar nicht wie ein Schlafsignal. Bei 12 Personen, denen alle 30 Minuten Blut abgenommen wurde, war der Wert gegen 15 Uhr am höchsten und gegen 1 Uhr nachts am niedrigsten. Im Schlaf lag er niedriger als im Wachzustand [6].
- Keine Andockstelle, kein Gen, kein Vorläufereiweiß. Die maßgebliche Übersichtsarbeit von 2006 nennt genau das als Grund dafür, dass sich der Zusammenhang mit dem Schlaf nie festmachen ließ [7].
- Zugelassen ist der Stoff in einem einzigen Land. In Russland ist seit dem 20. September 2016 ein Nasenpräparat unter der Nummer ЛП-003849 registriert, das das Peptid mit Glycin verbindet [8].
- Nicht eine einzige registrierte Studie. Im Register ClinicalTrials.gov fand sich am 7. September 2026 keine. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hält fest, dass sie zum vorgesehenen Anwendungsweg keine Sicherheitsdaten finden konnte; diese Seite war am 22. April 2026 auf dem aktuellen Stand [9], [10].
Was DSIP ist
DSIP ist ein Nonapeptid, also eine kurze Kette aus neun Aminosäuren. Der Stoff stammt aus einem ungewöhnlichen Versuch. Marcel Monnier und Guido Schoenenberger reizten bei Kaninchen eine tief liegende Hirnregion, entnahmen Blut aus einer abführenden Hirnvene und trennten daraus die kleinen Bestandteile ab.
Diese Flüssigkeit ließ andere Kaninchen einschlafen. Das Peptid wurde daraus herausgelöst, in seiner Abfolge bestimmt und anschließend künstlich hergestellt [2], [1].
Ein chemisches Detail wiegt schwerer, als es aussieht. Wirksam war in den Gründungsarbeiten nur die gewöhnliche Alpha-Aspartyl-Form, die eng verwandte Beta-Form dagegen nicht. Von Ketten, in denen Aspartat neben Glycin liegt, wie es hier der Fall ist, weiß man, dass sie sich mit der Zeit in genau diese unwirksame Form umlagern [1].
Die Weltgesundheitsorganisation vergab später den Wirkstoffnamen Emideltid. Das ist eine Entscheidung über einen Namen und keine Zulassung [11], [10].
Kurzprofil
| Feld | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Name | DSIP; internationaler Freiname Emideltid | [11] |
| Bezeichnungen | DSIP; Deltaran ist das russische Fertigarzneimittel | [8] |
| Wirkstoffklasse | Natürlich vorkommendes Nonapeptid, künstlich hergestellt | [11] |
| Struktur | Trp-Ala-Gly-Gly-Asp-Ala-Ser-Gly-Glu, neun Aminosäuren, kein Ring, keine Endgruppen | [1] |
| Summenformel und Masse | C35H48N10O15, 848,8 g/mol | [11] |
| Verweildauer | Beim Menschen nie gemessen; halber Abbau nach 4,0 ± 0,7 Minuten beim Hund, 2,9 beim Affen, 2,0 ± 0,54 bei der Ratte | [12] |
| Anwendungsweg des zugelassenen Präparats | In die Nase, als gefriergetrocknetes Pulver mit Glycin; ohne Rezept erhältlich | [8] |
| Status | Nur in Russland zugelassen, sonst überall ohne Zulassung | [8], [10] |
| Entdeckt von | Marcel Monnier und Guido Schoenenberger, Basel | [2] |
| ATC-Gruppe | N07XX, vom russischen Präparat geführt, eine Sammelrubrik | [8] |
| CAS-Nummer | 62568-57-4 | [11] |
| UNII | YN28Z5YZ73 | [11] |
| PubChem CID | 68816 | [11] |
| InChIKey | ZRZROXNBKJAOKB-GFVHOAGBSA-N | [11] |

Wie es wirkt
Das weiß niemand. Eine Andockstelle im Körper ist nicht bekannt, und die Übersichtsarbeit, die den Stand des Wissens bestimmt, trägt den Untertitel „a still unresolved riddle“ (ein noch immer ungelöstes Rätsel) [7].
- Eine Andockstelle wurde nie gefunden. Was in der Fachliteratur bisweilen als Bindungsstelle auftaucht, ist ein Transportweg. In Meerschweinchengehirn, das über eine künstliche Blutversorgung am Leben gehalten wurde, lag die Übertrittsrate in drei Hirnregionen zwischen 0,93 und 1,66 Mikrolitern je Minute und Gramm; gab man zusätzlich das unveränderte Peptid dazu, sank sie auf den Hintergrundwert. Eine Tür ist kein Schalter [13], [7].
- Weder ein Gen noch ein Vorläufereiweiß sind bekannt. Eine russische Gruppe schlug 2011 vor, Enzyme vom Typ JMJD1B könnten die Quelle sein. Der passende Abschnitt weicht an zwei der neun Stellen ab, und die Arbeit beruht auf einem Datenbankvergleich [14], [7].
- Ein Zusammenhang mit den Opioiden wurde vermutet, hielt aber nicht. Die Idee entstand, weil Naloxon die Wirkung aufhob. Diese Aufhebung zeigt jedoch keine Bindung an eine Opioid-Andockstelle. Eine zweite Studie fand die Wirkung auf die Schmerzschwelle bei Ratten überhaupt nicht durch Naloxon beeinflussbar [15], [16].
- Möglicherweise wirkt der Stoff als allgemeiner Stresspuffer. Eine umfangreiche, überwiegend russische Tierliteratur berichtet Vorteile bei Kälte, Sauerstoffmangel, Bewegungseinschränkung und verminderter Hirndurchblutung. Gerade diese Breite ist ein Warnzeichen, denn wer in jedem Modell hilft, hat oft nur schwach gemessen [17], [18].
- Vielleicht ist das gemessene Peptid gar nicht das wirksame. Der Nachweis im Gewebe beruhte auf Antikörpern, und ein Teil dessen, was sie binden, hängt an einem größeren Trägereiweiß. Die Übersichtsarbeit von 2006 hält es für möglich, dass ein anderes, bislang nicht isoliertes Peptid die Arbeit leistet [7], [19].
- Hormonelle Erklärungen wurden am Menschen geprüft und scheiterten. Weder die Stresshormone ACTH und Cortisol noch Wachstumshormon und Prolaktin veränderten sich unter dem Peptid [20], [21].
Eine Eigenschaft erschwert jede Studie. Der Zusammenhang zwischen Menge und Wirkung wurde wiederholt als nicht gleichlaufend beschrieben: Mehr bedeutet nicht mehr, und die Richtung kann sogar umschlagen [17].
Darin unterscheidet sich DSIP von den Peptiden, neben denen es meist genannt wird. Stoffe, die Wachstumshormon freisetzen, wirken an einer Andockstelle, die man benennen und messen kann. Hier gibt es nichts zu messen [7].
Was die Studien zeigen
Was am Menschen vorliegt, ist wenig, alt und einseitig. Die Datenbank PubMed führt rund 462 Einträge, doch vieles davon sind Tierversuche oder eine ganz andere Verwendung derselben Abkürzung. Untersuchungen am Menschen gibt es etwa ein Dutzend [22].
Die positiven Schlafbefunde stammen fast ausschließlich aus einer Basler Gruppe, der auch der Mitentdecker angehörte. Die beiden Gruppen, die von außen nachprüften, bestätigten sie nicht [3], [4], [23].
Die beiden größten Studien waren offen und hatten weder eine Vergleichsgruppe noch eine Verblindung. Die größte kontrollierte Studie umfasste 24 Personen. Quellen [24], [25], [26], [4], [5], [15], [27], [28].
Schlaf in den Studien der Entdeckergruppe
Kleine verblindete Studie, ein Zentrum Bei der ersten Anwendung am Menschen erhielten sechs gesunde Freiwillige eine langsame Infusion. Die Gesamtschlafzeit in den folgenden zwei Stunden lag im Median, also beim mittleren aller Messwerte, 59 Prozent höher als unter einer Scheinbehandlung [24]. Sechs Menschen mit langjährigen Schlafstörungen schliefen anschließend länger und wachten seltener auf [29].
Placebokontrolliert, ein Zentrum Die beste Anlage in dieser Reihe umfasste 14 Patienten über sieben aufeinanderfolgende Nächte und berichtete besseren Nachtschlaf sowie mehr Wachheit am Tag [26]. Eine einwöchige Studie an 18 Patienten berichtete normalen Schlaf in der jüngeren Hälfte der Gruppe [25].
Dieselbe Gruppe fasste fünf ihrer eigenen Studien zusammen und beschrieb eine Wirkung, die nach etwa einer Stunde einsetze und bis zu 20 Stunden anhalte. Das passt schlecht zu einem Stoff, der aus dem Blut von Tieren binnen Minuten verschwindet [23], [12].
Schlaf, wenn andere Gruppen prüften
Unabhängige Überprüfung, negativ Eine Gruppe in Montevideo führte über vier Nächte eine doppelt verblindete Studie im Wechselverfahren bei anhaltenden Schlafstörungen durch. Die Zahl der Aufwachvorgänge und die gesamte Wachzeit nahmen zwar ab, aber nicht gesichert gegenüber dem Ausgangswert oder den Nächten mit Scheinbehandlung. Wo ein Unterschied statistisch gesichert war, bestand er schon vor der Behandlung [3].
Zwei Einzelheiten machen diese Studie zur entscheidenden. Der Tiefschlaf, auf den sich der Name des Peptids bezieht, änderte sich nicht. Und die Autoren hielten jede Verbesserung für klinisch kaum bedeutsam [3].
Unabhängige Überprüfung, schwach Eine Amsterdamer Gruppe untersuchte 16 Patienten in einander zugeordneten Paaren über fünf Nächte im Schlaflabor. Die Schlafausbeute und die Zeit bis zum Einschlafen verbesserten sich gegenüber der Scheinbehandlung. Die Wirkungen waren schwach, und ein Teil des Unterschieds ging auf eine zufällige Verschiebung in der Vergleichsgruppe zurück. Die Autoren hielten einen großen therapeutischen Nutzen für unwahrscheinlich [4].
Narkosetiefe
Randomisiert, kontrolliert Die jüngste Studie am Menschen aus dem Jahr 2009 gab 24 Frauen während einer Operation das Peptid oder eine Kochsalzlösung, je zur Hälfte, einmal im Wachzustand und einmal unter Narkose. Der Puls stieg, und die Schwankung des Herzschlags von Schlag zu Schlag nahm ab. Die langsamen Hirnwellen gingen zurück, die flachen Pausen der tiefen Narkose wurden seltener, und der Messwert für die Narkosetiefe stieg bei der niedrigsten geprüften Menge [5].
Die Autoren lesen das als flacheren und nicht als tieferen Zustand. In der am besten kontrollierten neueren Arbeit am Menschen verringerte das Delta-Schlaf-induzierende Peptid also gerade die Delta-Wellen [5].
Entzug von Alkohol und Opiaten
Offen, ohne Vergleichsgruppe Zwei Genfer Fallreihen berichteten auffällige Zahlen. In der ersten besserten sich 48 von 49 beurteilbaren Personen aus insgesamt 67. In der zweiten verschwanden oder linderten sich die Beschwerden rasch bei 97 Prozent der Opiatentzüge und bei 87 Prozent der Alkoholentzüge unter 107 stationären Patienten [15], [27].
Keine der beiden Reihen hatte eine Vergleichsgruppe oder eine Verblindung, und rund ein Viertel der ersten Gruppe ließ sich gar nicht beurteilen. Entzugsbeschwerden klingen von selbst ab, sodass sich Zeit und Behandlung nicht auseinanderhalten lassen [15], [27], [30].
Hormonmessungen
Kontrolliert, negativ Bei gesunden Männern veränderte die Infusion weder die Antwort des Stresshormons ACTH noch die des Cortisols, weder auf einen Hormonreiz noch auf eine Mahlzeit. Die Autoren halten fest, dass ihre Daten eine hemmende Rolle beim Menschen nicht stützen [20]. Eine zweite Gruppe fand bei acht Männern durchaus ein Absinken des ACTH gegenüber Kochsalzlösung [31].
Kontrolliert, negativ Bei acht gesunden Frauen bewegten sich weder das Wachstumshormon noch das Prolaktin. Diese Arbeit enthält eine unerklärte Nebenbemerkung: Von den verwendeten Mengen sei bekannt, dass sie das Elektrokardiogramm verändern [21].
Das körpereigene Peptid
Beobachtungsdaten Zwölf Personen wurde einen ganzen Tag lang alle 30 Minuten Blut abgenommen, während gleichzeitig ihr Schlaf aufgezeichnet wurde. Die Werte waren gegen 15 Uhr am höchsten und gegen 1 Uhr nachts am niedrigsten und folgten dabei eng der Körpertemperatur (r² = 0,66; p < 0,0001). Im Traumschlaf (p < 0,005) und im Tiefschlaf (p < 0,05) lagen sie niedriger als im Wachzustand [6].
Beobachtungsdaten Menschen mit dem Cushing-Syndrom, deren Körper zu viel Cortisol bildet, schlafen weniger tief. Der Tiefschlaf füllte bei 12 Patienten 5,8 ± 1,4 Prozent der Nacht aus, bei 12 vergleichbaren Freiwilligen dagegen 14,0 ± 2,5 Prozent (p < 0,01).
Ihre morgendlichen Peptidwerte lagen niedriger statt höher: In einem größeren Vergleich von 65 Patienten mit 49 Freiwilligen waren es 797 ± 57 gegenüber 1.062 ± 99 pmol/l (p < 0,05). Je weniger tief jemand schlief, desto höher fiel der Morgenwert aus (r = -0,43; p < 0,05). Die Autoren werten das als Argument gegen einen ursächlichen Zusammenhang [32].
Beobachtungsdaten Bei Schlafapnoe und bei Narkolepsie zeigte sich zwischen den Gruppen überhaupt kein Unterschied [33].
Tierversuche
Tierdaten Der Gründungsversuch an Kaninchen bleibt das klarste positive Ergebnis: Die langsamen Tiefschlafwellen und die Schlafspindeln nahmen um etwa 35 Prozent zu, während acht andere Peptide das nicht bewirkten [1]. Im Jahr 2001 erbrachten dieselbe Tierart und derselbe Weg nichts. Von 13 abgewandelten Formen hoben zwei den Tiefschlaf um 10 bis 15 Prozent an, eine dritte unterdrückte ihn [34].
Tierdaten Der stärkste Hinweis auf eine natürliche Rolle ist indirekt. Ratten, die man vier Stunden lang am Schlafen hinderte, zeigten danach mehr Tiefschlaf (p < 0,001) und mehr Wachstumshormon (p < 0,01), und ein Antikörper gegen das Peptid verhinderte beides [35].
Tierdaten Zwei Studien zur Lebensdauer von Mäusen verwendeten das russische Kombinationspräparat, lebenslang an fünf Tagen im Monat, bei 54 Tieren je Gruppe. Die durchschnittliche Lebensdauer änderte sich nicht. Das letzte Zehntel der Überlebenden lebte 17,1 Prozent länger, die höchste erreichte Lebensdauer stieg um 24,1 Prozent, und Geschwülste traten 2,6-mal seltener auf [36], [37].
Was weiterhin unbekannt ist
- Was der menschliche Körper mit dem Stoff macht. Für den Menschen ist weder eine Halbwertszeit noch eine Ausscheidungsrate veröffentlicht. Bei Tieren dauert der Abbau der Hälfte 4,0 ± 0,7 Minuten bei vier Hunden, 2,9 Minuten bei einem Affen und 2,0 ± 0,54 Minuten bei drei Ratten [12].
- Ob sich der Stoff schlucken lässt. In einem Modell aus menschlichen Darmzellen überstanden auf der zugewandten Seite nur 8,2 ± 1,1 Prozent zwei Stunden. Auf der abgewandten Seite kam nichts an, selbst wenn die abbauenden Enzyme blockiert waren [38].
- Ob der Stoff auf Dauer sicher ist. Die längste dokumentierte Anwendung beim Menschen dauerte eine Woche, und Daten zur Reaktion des Immunsystems oder zu Abwehrstoffen gibt es nicht [25], [10].
- Ob der Weg über die Nase dem der Spritze gleicht. Keine Studie vergleicht beides. Das einzige zugelassene Präparat der Welt wird über die Nase gegeben, während fast alle westlichen Daten aus Infusionen in die Vene stammen [39], [8].
- Was in Ware aus dem Graumarkt steckt. Anders als für BPC-157 und TB-500 ist keine Laboranalyse handelsüblicher Ware veröffentlicht [10].
Nebenwirkungen und Sicherheit
Die Sicherheitslage ist dünn und nicht etwa beruhigend. Weniger als 250 Menschen haben den Stoff dokumentiert erhalten, meist ohne dass Nebenwirkungen systematisch erfasst oder Nachuntersuchungen durchgeführt wurden.
- Puls höher, Schwankung des Herzschlags geringer. Die einzige körperliche Nebenwirkung aus einer kontrollierten Studie am Menschen, beobachtet bei 24 Frauen während einer Operation [5].
- Flachere Narkose. In derselben Studie stieg der Messwert für die Narkosetiefe, und die flachen Pausen der tiefen Narkose wurden seltener. Das wiegt schwer, weil es der erwarteten Richtung zuwiderläuft [5].
- Eine unerklärte Bemerkung zum Elektrokardiogramm. Eine Hormonarbeit von 1993 hält beiläufig und ohne Zahlen fest, von den verwendeten Mengen sei bekannt, dass sie das Elektrokardiogramm verändern [21].
- Kopfschmerzen. Berichtet bei einigen wenigen Personen der Entzugsreihe mit 107 Patienten, die keine Vergleichsgruppe hatte [27].
- Allergische Reaktionen und Reizung der Nasenschleimhaut. Die beiden Nebenwirkungen der russischen Produktinformation, dort ohne Häufigkeiten angegeben. Sie beschreiben das Kombinationspräparat für die Nase und nicht das gespritzte Peptid [8].
- Ein Parkinson-ähnliches Bild bei Ratten. Berichtet 1990 nach einer Einspritzung direkt in die schwarze Substanz des Mittelhirns. Dieser Weg dient nur dem Versuch, und andere Arbeiten an derselben Stelle berichten das Gegenteil [40], [41].
Die russische Produktinformation schließt Schwangerschaft, Stillzeit und ein Alter unter 18 Jahren aus und rät bei ausgeprägt langsamem Herzschlag von der Anwendung ab. Dieser Hinweis und die Herzbefunde unter Narkose weisen in dieselbe Richtung, und zwar aus zwei voneinander unabhängigen Quellen [8], [5].
Am schärfsten fasst es die Behörde selbst. Die FDA verweist auf mögliche Reaktionen des Immunsystems bei bestimmten Anwendungswegen und auf die Schwierigkeit, den Stoff und seine Verunreinigungen genau zu beschreiben. Anschließend hält sie fest, zum vorgesehenen Anwendungsweg keine Sicherheitsdaten gefunden zu haben und deshalb nicht beurteilen zu können, ob der Stoff Schaden anrichtet [10].
Warum hier keine Dosierungen stehen
In einem Land ist ein Arzneimittel mit diesem Peptid zugelassen, mit einer amtlichen Produktinformation und einem genehmigten Anwendungsschema. Wo ein Arzneimittel zugelassen ist, gehören die Mengen in diese Produktinformation und in die Hand der Apotheke oder der Ärztin, die es abgibt, und nicht auf eine Nachschlageseite [8].
Überall sonst fehlen ein zugelassenes Präparat, eine Vorschrift des Arzneibuchs und jede überprüfbare Untersuchung am Menschen dazu, wie der Körper den Stoff aufnimmt und abbaut. Diese Seite nennt deshalb in keine Richtung Mengen, Wirkstärken, Behandlungsdauern oder Anwendungshinweise [10], [12].
Entwicklungsstand und Zulassung
Vom Basler Labor bis zum amerikanischen Sicherheitshinweis
- 1977Benannt nach einem einzigen VersuchLangsame Tiefschlafwellen bei Kaninchen um etwa 35 Prozent erhöht; das Peptid wird bestimmt und hergestellt, Quellen [2], [1]
- 1987Erste unabhängige Prüfung, negativGruppe in Montevideo hält die Schlafverbesserung für klinisch kaum bedeutsam, Quelle [3]
- 1992Zweite unabhängige Prüfung, schwachAmsterdamer Gruppe hält großen Nutzen für unwahrscheinlich; die westliche Entwicklung endet, Quelle [4]
- 2001Kaninchenbefund nicht bestätigtGleiche Tierart und gleicher Weg wie 1977; keine gesicherte Wirkung auf den Schlaf, Quelle [34]
- 2009Gegenteilige Wirkung unter Narkose24 Patientinnen; die langsamen Hirnwellen nehmen ab und die Narkose wird flacher, Quelle [5]
- 2016Zulassung in RusslandNasenpräparat am 20. September unter ЛП-003849 registriert, Quelle [8]
- 2026FDA hält fehlende Sicherheitsdaten festEintrag unter den zurückgezogenen Anträgen, Seitenstand 22. April, Quelle [10]
- 1977 und 1978 wird das Peptid in seiner Abfolge bestimmt und nach der Wirkung benannt, die man bei Kaninchen sah [2], [1].
- 1981 bis 1987 veröffentlicht die Basler Gruppe ihre Schlafstudien am Menschen [24], [26].
- 1987 und 1992 prüfen zwei außenstehende Gruppen die Schlafwirkung und bestätigen sie nicht [3], [4].
- 2009 findet die letzte kontrollierte Studie am Menschen die Wirkung in der Gegenrichtung [5].
- 2016 registriert Russland am 20. September das Nasenpräparat [8].
- 2026 hält die FDA mit Stand vom 22. April fest, dass Sicherheitsdaten am Menschen fehlen [10].
| Markt | Status | Seit oder Anmerkung |
|---|---|---|
| Russland | Zugelassen | 2016, über die Nase |
| USA | Nicht zugelassen | Liste der Sicherheitsrisiken |
| Europäische Union | Nicht zugelassen | Kein Bewertungsbericht |
| Deutschland | Nicht zugelassen | Nicht in den Anlagen gelistet |
| Großbritannien | Nicht zugelassen | Ohne Zulassung |
| Australien | Nicht registriert | Nicht in der Giftliste |
| Kanada | Nicht zugelassen | Keine Produktnummer |
| Schweiz | Nicht zugelassen | Kein Eintrag gefunden |
Die Registerabfragen erfolgten am 7. September 2026. Die Einträge für die USA, Australien und Deutschland stützen sich auf vollständig gelesene Originaldokumente; jedes davon wurde geprüft, indem in derselben Quelle nach einem Stoff gesucht wurde, von dem der Eintrag bekannt ist [10], [42], [43].
Vier Einträge stehen auf schwächerem Grund. Für die Europäische Union, Großbritannien, Kanada und die Schweiz ließ sich kein Originaldokument beschaffen, sodass sich der Status dort allein daraus ergibt, dass kein Zulassungseintrag zu finden war [10].
Der russische Eintrag beruht auf zwei voneinander unabhängigen nationalen Datenbanken, die in Nummer, Zusammensetzung und Darreichungsform übereinstimmen. Das staatliche Register selbst lieferte keine lesbare Seite [8].
Zu dieser Zulassung gehören zwei klare Sätze. Sie gilt für eine Kombination des Peptids mit Glycin, die über die Nase gegeben und ohne Rezept abgegeben wird, und nicht für den reinen gespritzten Stoff der westlichen Studien. Und sie hält fest, dass eine Behörde Unterlagen angenommen hat: Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie zu diesem Präparat ist nicht auffindbar [8], [9].
Der größere rechtliche Zusammenhang steht unter Sind Peptide legal und Von der FDA zugelassene Peptide.
Anti-Doping
Auf der Verbotsliste 2026 wird DSIP nicht genannt, und auf der Liste von 2025 stand es ebenso wenig. Seine Einordnung ist wirklich offen, und zwar aus einem ungewöhnlichen Grund [44].
Die Auffangklasse erfasst jeden Stoff, der an anderer Stelle der Liste nicht behandelt wird und für den keine staatliche Gesundheitsbehörde eine aktuelle Zulassung zur Anwendung am Menschen erteilt hat. Der erste Teil passt. Der zweite passt nicht recht, denn das russische Gesundheitsministerium hat ein Präparat mit diesem Peptid für den Menschen zugelassen [44], [8].
Dagegen lässt sich einwenden, dass die russische Zulassung ein Kombinationspräparat für die Nase betrifft und nicht den gespritzten Stoff, der als Forschungschemikalie verkauft wird. Eine veröffentlichte Entscheidung, die den Punkt klärt, gibt es nicht [44].
Zwei Aussagen sollte man deshalb vermeiden. Nicht genannt zu sein bedeutet nicht erlaubt, denn die Auffangklasse führt überhaupt keine Namen auf. Ebenso wenig greift diese Klasse hier automatisch.
Wer Dopingkontrollen unterliegt, trägt das Risiko dieser Auslegung und braucht eine verbindliche Auskunft seiner eigenen Anti-Doping-Organisation. Auch der US-Hochschulsportverband NCAA nennt das Peptid nicht, hält aber fest, dass seine Liste nicht abschließend ist [45]. Einen Überblick gibt die Seite im Sport verbotene Peptide.
Vergleich mit verwandten Peptiden
| Peptid | Herkunft | Status | Beste Belege am Menschen | Anti-Doping |
|---|---|---|---|---|
| DSIP | Aus dem Hirnblut von Kaninchen gewonnen, Basel | Nur in Russland zugelassen, Kombination für die Nase | Zwei unabhängige Studien, beide im Kern negativ [3], [4] | Offen [44] |
| Selank | Tuftsin, ein Bruchstück aus der Immunabwehr, mit stabilisierendem Anhang | Nur in Russland, rezeptfreies Arzneimittel | Hirnuntersuchung an 52 gesunden Erwachsenen, ohne gemessene Beschwerden | Offen [44] |
| Semax | Bruchstück des Stresshormons ACTH mit demselben Anhang | Nur in Russland, verschreibungspflichtig | Dasselbe Untersuchungsprogramm, 52 gesunde Erwachsene | Offen [44] |
| Epitalon | Künstliches Peptid aus vier Bausteinen, nach einem Zirbeldrüsenextrakt | Nirgends zugelassen | Auf dieser Seite nicht bewertet | Von der Auffangklasse erfasst [44] |
Diese vier stehen aus einem einzigen Grund beisammen: Russland. Drei von ihnen haben dort eine behördliche Heimat, die ihnen kein anderes Land bot, und alle vier werden international mit genau diesem Verweis gehandelt [8], [44].
DSIP fällt dabei aus der Reihe. Als einziges der vier wurde es im Westen unabhängig nachgeprüft, und diese Prüfungen fielen negativ aus. Das ist mehr Wissen, als die meisten Graumarkt-Peptide vorweisen können, und es weist in die falsche Richtung [3], [4].
Es ist außerdem das einzige, dessen zugelassene Form einen zweiten Wirkstoff enthält. Glycin ist kein Füllstoff, sondern selbst ein beruhigend wirkender Botenstoff, der in Russland getrennt verkauft wird. Jede Aussage über das russische Präparat betrifft diese Kombination [8].
Verbreitete Irrtümer
- „DSIP ist ein Schlafmittel.“ Der Name ist eine Vermutung aus dem Jahr 1977. Die Schlafwirkung ist der am schlechtesten bestätigte Befund des ganzen Feldes. 1987 blieb der Tiefschlaf unverändert, 1992 waren die Wirkungen schwach, 2001 zeigten Kaninchen nichts, und 2009 nahmen die langsamen Hirnwellen sogar ab [3], [4], [34], [5].
- „DSIP, Deltaran und Emideltid sind dasselbe.“ Emideltid ist der amtliche Wirkstoffname. Deltaran ist ein russisches Nasenpräparat, das das Peptid mit Glycin verbindet. Die westlichen Studien nutzten den reinen Stoff als Infusion, und die Befunde lassen sich nicht übertragen [8], [11].
- „Es gibt eine DSIP-Andockstelle.“ Es gibt keine, und ebenso wenig ein Gen oder ein Vorläufereiweiß. Was als Bindungsstelle zitiert wird, ist eine Fähre über die Blut-Hirn-Schranke, die sich vollständig auslasten lässt [7], [13].
- „Abwandlungen wie P-DSIP sind stärkeres DSIP.“ Es sind eigene Stoffe. In der Kaninchenarbeit von 2001 hob der Austausch einer einzigen Aminosäure den Tiefschlaf bei zwei Formen an und unterdrückte ihn bei einer dritten [34], [1].
- „In Russland zugelassen heißt ordentlich geprüft.“ Eine Zulassung hält fest, dass eine Behörde Unterlagen angenommen hat. Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie zu diesem Präparat ist nicht auffindbar, und zu dem Stoff ist nirgends eine Studie registriert [8], [9].
- „Die Wirkung hält bis zu 20 Stunden an.“ Diese Angabe stammt aus der eigenen Zusammenfassung der Entdeckergruppe. Bei Tieren verschwindet der Stoff binnen Minuten aus dem Blut, und sein wichtigstes Abbauprodukt ist die gewöhnliche Aminosäure Tryptophan. Den Widerspruch hat nie jemand aufgelöst [23], [12], [19].
Häufige Fragen
Verbessert DSIP tatsächlich den Schlaf?
Die Belege sprechen nicht dafür. Die Studien mit besserem Schlaf stammen fast ausnahmslos aus der Arbeitsgruppe, die das Peptid entdeckt hat. Beide Gruppen, die von außen nachprüften, fanden wenig oder nichts: Die eine nannte die Verbesserung klinisch kaum bedeutsam, die andere hielt einen großen Nutzen für unwahrscheinlich. Eine kontrollierte Studie fand 2009 die langsamen Tiefschlafwellen sogar abnehmen statt zunehmen.
Warum heißt DSIP Delta-Schlaf-induzierendes Peptid, wenn es keinen Tiefschlaf auslöst?
Der Name wurde 1977 vergeben, nach einem Versuch an Kaninchen, bei dem weder die Forscher noch die Auswerter wussten, welches Tier was bekam, und bei dem die langsamen Hirnwellen des Tiefschlafs um etwa 35 Prozent zunahmen. Der Name blieb, der Befund nicht. Als 2001 dieselbe Tierart und derselbe Weg noch einmal geprüft wurden, zeigte sich keine gesicherte Wirkung auf den Schlaf.
Ist DSIP irgendwo zugelassen?
Nur in Russland. Dort ist seit dem 20. September 2016 ein gefriergetrocknetes Nasenpräparat unter der Nummer ЛП-003849 registriert, das das Peptid mit Glycin verbindet. In den USA, der EU, Deutschland, Großbritannien, Australien, Kanada und der Schweiz gibt es keine Zulassung.
Ist DSIP von der FDA zugelassen?
Nein. Zwei Einträge werden regelmäßig falsch gelesen. Das amerikanische Stoffverzeichnis führt Emideltid mit dem Status „approved“, was sich auf den Namenseintrag bezieht und auf kein Arzneimittel. Davon getrennt führt die FDA den Stoff unter jenen, von denen bei der Herstellung in Apotheken erhebliche Sicherheitsrisiken ausgehen können, weil sie zum vorgesehenen Anwendungsweg keine Sicherheitsdaten fand.
Wie lange bleibt DSIP im Körper?
Beim Menschen hat das niemand gemessen. Bei Tieren verschwindet der Stoff rasch: Bis zum Abbau der Hälfte vergehen bei Hunden 4,0 Minuten, bei einem Affen 2,9 und bei Ratten 2,0 Minuten. Das passt schlecht zu der Angabe der Entdecker, die Wirkung halte bis zu 20 Stunden an, und aufgelöst wurde der Widerspruch in der Fachliteratur nie.
Ist DSIP dasselbe wie Deltaran?
Nein. Deltaran ist ein russisches Arzneimittel, das das Peptid zusammen mit Glycin als Pulver für die Nase enthält. Glycin ist selbst ein beruhigend wirkender Botenstoff und kein wirkungsloser Zusatz. Alles, was über Deltaran berichtet wird, beschreibt diese Kombination; die westliche Forschung nutzte fast durchweg das reine Peptid als Infusion.
Ist DSIP im Sport verboten?
Das ist ungeklärt. Auf der Verbotsliste 2026 wird das Peptid nicht genannt. Die Auffangklasse erfasst Stoffe ohne aktuelle Zulassung durch eine staatliche Gesundheitsbehörde, und die russische Zulassung besteht fort, sodass diese Klasse dem Wortlaut nach möglicherweise nicht greift. Wer Dopingkontrollen unterliegt, braucht eine verbindliche Auskunft seiner eigenen Anti-Doping-Organisation.
Welche Nebenwirkungen von DSIP sind bekannt?
Dokumentiert ist sehr wenig, was nicht dasselbe ist wie unbedenklich. Die einzige kontrollierte Studie, die darauf achtete, fand einen steigenden Puls und eine abnehmende Schwankung des Herzschlags, dazu eine flachere Narkose. Eine Arbeit von 1993 erwähnt unerklärte Veränderungen im Elektrokardiogramm. Die russische Produktinformation nennt allergische Reaktionen und Reizungen der Nasenschleimhaut, ohne Häufigkeiten anzugeben.
Laufen derzeit klinische Studien zu DSIP?
Keine. Im Register ClinicalTrials.gov fand sich am 7. September 2026 unter fünf Suchbegriffen keine einzige Studie. Alle Belege am Menschen stammen aus der Zeit vor der Registrierungspflicht und lassen sich deshalb nicht mit einem vorab festgelegten Plan abgleichen. Die letzte kontrollierte Studie erschien 2009.
Ist für DSIP eine Andockstelle im Körper bekannt?
Nein. Nach fast fünfzig Jahren gibt es weder eine bekannte Andockstelle noch ein zugehöriges Gen noch ein Vorläufereiweiß. Die maßgebliche Übersichtsarbeit von 2006 nennt genau das als Grund dafür, dass der Zusammenhang mit dem Schlaf nie weiter geklärt wurde. Was mancherorts als Bindungsstelle beschrieben wird, ist ein Transportweg, der das Peptid ins Gehirn befördert.
Quellen
- Schoenenberger GA, Maier PF, Tobler HJ, Wilson K, Monnier M (1978). The delta EEG (sleep)-inducing peptide (DSIP). XI. Amino-acid analysis, sequence, synthesis and activity of the nonapeptide. Pflugers Archiv 376(2):119-129. PMID 568769. DOI 10.1007/BF00581575. Sixty-one rabbits, nine peptides, double-blind; delta activity rose about 35 per cent, and only the alpha-aspartyl form was active.
- Schoenenberger GA, Monnier M (1977). Characterization of a delta-electroencephalogram (-sleep)-inducing peptide. Proceedings of the National Academy of Sciences 74(3):1282-1286. PMID 265572. DOI 10.1073/pnas.74.3.1282. The paper that named the peptide.
- Monti JM, Debellis J, Alterwain P, Pellejero T, Monti D (1987). Study of delta sleep-inducing peptide efficacy in improving sleep on short-term administration to chronic insomniacs. International Journal of Clinical Pharmacology Research 7(2):105-110. PMID 3583493. First test by a group outside the discovering circle, in Montevideo.
- Bes F, Hofman W, Schuur J, Van Boxtel C (1992). Effects of delta sleep-inducing peptide on sleep of chronic insomniac patients. A double-blind study. Neuropsychobiology 26(4):193-197. PMID 1299794. DOI 10.1159/000118919. Independent Amsterdam group, 16 patients, matched pairs.
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- Product information for Deltaran (Дельтаран), registration ЛП-003849 of 20 September 2016, re-issued 9 March 2022. Marketing authorisation holder OOO Nauchno-issledovatelskiy tsentr KOMKON; manufacturer the State Research Institute of Highly Pure Biopreparations, St Petersburg. The state register itself returned no readable page on 7 September 2026, so two independent Russian medicines databases were read instead and agreed on every core entry. Both databases give the dispensing status as without prescription. https://www.rlsnet.ru/drugs/deltaran-8383 and https://www.vidal.ru/drugs/deltaran
- ClinicalTrials.gov API v2, intervention field queried on 7 September 2026 for "delta sleep-inducing peptide", "delta sleep inducing peptide", "DSIP", "emideltide" and "deltaran". No study. The single phrase hit, NCT05251207, is a trial of L-carnitine in 40 people and does not involve the peptide. https://clinicaltrials.gov/
- US Food and Drug Administration. Certain bulk drug substances for use in compounding that may present significant safety risks. Entry "Emideltide (DSIP)" in the table of bulk drug substances nominated but withdrawn. Page content current as of 22 April 2026, retrieved 7 September 2026. https://www.fda.gov/drugs/human-drug-compounding/certain-bulk-drug-substances-use-compounding-may-present-significant-safety-risks
- PubChem compound CID 68816 and the FDA global substance register record for UNII YN28Z5YZ73, both queried on 7 September 2026. They agree on formula, mass, InChIKey and the two registry numbers. The register status "approved" refers to the name entry, not to any medicine. Wikidata points instead to CID 5523017, a separate record for the same substance. https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/68816
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Die Angaben auf dieser Seite wurden am 7. September 2026 geprüft, und die Register hinter der Statustabelle wurden am selben Tag abgefragt. Zwei Dinge können sich ändern: die russische Zulassung und die offene Frage im Anti-Doping. Version und Datum wiegen deshalb ebenso schwer wie der Text.
myPeptides Research & Editing. (2026). DSIP: Was die Studien zeigen, Zulassungsstatus und Sicherheit. Version 1.0, 7. September 2026. myPeptides Peptid-Register. Abgerufen von https://mypep.app/peptides/dsip
Wie die Seiten dieses Registers entstehen und bewertet werden, steht unter Methodik; das vollständige Register findet sich unter Peptide.
| Version | Datum | Änderung |
|---|---|---|
| 1.0 | 2026-09-07 | Erstveröffentlichung |
Zuletzt geprüft: 7. September 2026. Nächste Prüfung: bei jeder Änderung der russischen Zulassung, bei jeder Maßnahme der FDA zu diesem Stoff oder bei jeder Klärung seiner Einstufung im Anti-Doping.
