Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information — keine medizinische Beratung, keine Dosier- oder Anwendungsempfehlung, keine Wirkversprechen. Viele Substanzen sind nicht als Arzneimittel zugelassen oder verschreibungspflichtig; ob Besitz und Anwendung erlaubt sind, richtet sich nach dem Recht deines Wohnsitzlandes und liegt in deiner Verantwortung. myPeptides verkauft oder liefert keine Substanzen, sondern ist ein Informations- und Organisations-Werkzeug — bei Gesundheitsfragen wende dich an zugelassenes ärztliches oder pharmazeutisches Fachpersonal.

Ara-290: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit

Status auf einen Blick

MarktStatusDatum
Vereinigte StaatenPrüfstoff2022-04-21
Europäische UnionPrüfstoff2016-08-29
DeutschlandPrüfstoff—
Vereinigtes KönigreichPrüfstoff—
AustralienNicht zugelassen—
KanadaNicht zugelassen—
SchweizNicht zugelassen—
Entwicklungsstufe
Phase 2
Stärkste Evidenz
Randomisierte Phase-2-Studie
WADA-Status
Verboten (S2.1.5, 2026)
Zuletzt geprüft
2026-09-15
Version
1.0

Diese Seite nennt keine Dosierungen.

Ara-290: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit

Zusammenfassung

Ara-290, auch Cibinetid genannt, ist ein im Labor entworfenes Peptid aus elf Bausteinen, das eine einzige Fläche des Erythropoetins nachbildet, und zwar eine Fläche, die an der Bildung roter Blutkörperchen nicht beteiligt ist. In kleinen Studien zur Sarkoidose nahm die in der Hornhaut gemessene Nervenfaserfläche zu. Die größte dieser Studien verfehlte ihren Schmerz-Endpunkt, kein Land hat den Stoff zugelassen, und der Rezeptor, für den er gebaut wurde, ist unbestätigt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die größte Studie verfehlte genau das, was Patienten spüren. Bei 64 Patienten besserte sich der Schmerz in jeder Gruppe, auch unter Placebo. Der placebokorrigierte Rückgang der Schmerzstärke erreichte p = 0,157 und damit keinen statistisch bedeutsamen Unterschied [1], [2].
  • Erreicht wurde allein ein Messwert im Auge. Hauptendpunkt war die Nervenfaserfläche in der Hornhaut, und nur die mittlere von drei Dosisstufen wurde statistisch bedeutsam. Die höchste wurde es nicht. Mehr Substanz bedeutete also nicht mehr Wirkung [1].
  • Der Rezeptor, auf dem die ganze Idee beruht, wurde nicht bestätigt. Eine unabhängige Arbeitsgruppe prüfte, ob die beiden Eiweiße, die ihn bilden sollen, tatsächlich aneinander binden. Sie tun es nicht, ob das Peptid anwesend ist oder nicht [3].
  • Eine stützende vorklinische Arbeit wurde 2026 zurückgezogen. Eine Studie von 2012 zur Nierenschädigung, lange als Standardbeleg für Organschutz zitiert, wurde im Februar 2026 zurückgezogen. Ihre Ergebnisse lassen sich nicht mehr als Befunde anführen [4], [5].
  • Sechs Orphan-Ausweisungen, keine einzige Zulassung. Vier wurden zwischen 2009 und 2016 in den Vereinigten Staaten erteilt, zwei 2013 und 2016 in der Europäischen Union. Jeder amerikanische Eintrag enthält die Zeile „Not FDA Approved for Orphan Indication“ (von der FDA nicht für die Orphan-Indikation zugelassen) [6], [7], [8].
  • Das einzige je außerhalb einer Studie verkaufte Produkt wurde zurückgerufen. Eine Rezepturapotheke in Texas verschickte eine als verschreibungspflichtig beschriftete Injektionslösung landesweit. Im April 2022 stufte die FDA den Rückruf als Klasse II ein, weil die Sterilität nicht gesichert war [9].
  • Im Sport ist der Stoff jederzeit verboten. Die Liste von 2026 nennt ihn nicht, doch die Kategorie, deren Prototyp er ist, erfasst ihn, und die Liste von 2016 nannte ihn ausdrücklich [10], [11].
  • Drei registrierte Studien haben nie ein Ergebnis veröffentlicht. Zwei niederländische und eine schwedische Studie sind registriert und schweigen, weshalb sich die veröffentlichten Ergebnisse nicht an der vollständigen Datenlage messen lassen [12], [13].
  • Die Zahl der roten Blutkörperchen steigt nicht, und das ist Absicht. Die Gründungsarbeit schreibt, dass das Peptid aus elf Bausteinen die Blutbildung weder in Zellen noch in Tieren anregt. Diese Wirkung wurde bewusst entfernt [14].
  • Die Entwicklung endete 2017 still. Die letzte Studie wurde vorzeitig beendet, und das Register nennt als Grund, dass das Prüfpräparat abgelaufen war und kein Ersatz zur Verfügung stand [15].

Was Ara-290 ist

Ara-290 ist ein künstliches Peptid aus elf Aminosäuren. Es ist kein natürliches Bruchstück von irgendetwas und kein Hormon, sondern die bewusste Nachbildung eines kleinen Teils eines viel größeren Moleküls.

Dieses größere Molekül ist Erythropoetin, das Hormon, mit dem der Körper dem Knochenmark den Auftrag gibt, rote Blutkörperchen zu bilden. Erythropoetin schützt offenbar außerdem Gewebe nach einer Verletzung, und die Forscher wollten die zweite Wirkung ohne die erste.

Sie engten den schützenden Teil auf eine einzige Helix ein und kopierten dann nur jene Seite dieser Helix, die ins umgebende Wasser zeigt, wenn Erythropoetin in seinem Rezeptor sitzt. Diese Seite hat am blutbildenden Andocken keinen Anteil [14].

Eine chemische Änderung kam absichtlich hinzu. Die erste Aminosäure wurde zu einem Ring geschlossen, was jene Enzyme bremst, die Peptide von den Enden her abbauen. Trotzdem überdauert das Molekül im Blut nur etwa zwei Minuten [14], [16].

Die Benennung ist ein echtes Hindernis für die Recherche. pHBSP ist der beschreibende Laborname, ARA 290 der Entwicklungscode der Firma, die die Studien durchführte, und Cibinetid der von der Weltgesundheitsorganisation vergebene Name. Wer nur unter einem dieser Namen sucht, bekommt nur einen Teil der Datenlage zu sehen [17], [18].

Eine weitere Falle steckt in den Buchstaben. Im Einbuchstabencode lautet die Abfolge UEQLERALNSS, und das U steht dort für den ringförmig geschlossenen ersten Baustein und nicht für Selenocystein, die seltene Aminosäure, die dieser Buchstabe normalerweise bezeichnet. In ein Suchwerkzeug eingefügt, beschreibt die Zeichenfolge ohne dieses Wissen ein anderes Molekül [18].

Kurzprofil

FeldAngabeQuelle
NameAra-290; internationaler Freiname Cibinetid[17]
Weitere NamenARA 290, ARA-290, pHBSP, PH-BSP, BC-123, Pyroglutamat-Helix-B-Oberflächenpeptid[17], [18]
KlasseKünstliches Undekapeptid; Agonist an einem postulierten Reparaturrezeptor; nicht blutbildend[14]
AufbauElf Aminosäuren, Pyr-Glu-Gln-Leu-Glu-Arg-Ala-Leu-Asn-Ser-Ser, erster Baustein zu einem Ring geschlossen[17], [18]
Summenformel und MasseC51H84N16O21, 1.257,3 g/mol[18]
Halbwertszeit im BlutEtwa zwei Minuten, aus einer Übersichtsarbeit der Entwickler; eine unabhängige Untersuchung fehlt[16]
StatusÜberall, wo geprüft wurde, nicht zugelassen; Entwicklung seit 2017 ohne Fortgang[15], [19]
Entworfen beiWarren Pharmaceuticals, New York; die klinischen Studien führte Araim Pharmaceuticals durch[14], [6]
CAS-Nummer1208243-50-8[17]
PubChem CID91810664[18]
UNII, ChEMBL, DrugBank9W5677JKDA, CHEMBL3545305, DB13006[17]
ATC-CodeKeiner; ein Code setzt ein zugelassenes Arzneimittel voraus[20]

Ara-290: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit

Wie es wirkt

Die vorgeschlagene Idee ist eng gefasst und, wenn sie zutrifft, elegant: ein Signal, das nur dort existiert, wo Gewebe bereits geschädigt ist. Ob es dieses Signal in der beschriebenen Form überhaupt gibt, ist die offene Frage des ganzen Stoffes.

  • Angestrebtes Ziel ist ein Paar aus zwei zusammenarbeitenden Rezeptoren. Die Entwickler beschreiben einen Verbund aus dem Erythropoetin-Rezeptor und einer zweiten Kette namens CD131, den sie angeborenen Reparaturrezeptor nannten [14], [21].
  • Den blutbildenden Rezeptor soll der Stoff nicht berühren. Dieser besteht aus zwei gleichen Erythropoetin-Rezeptoren, und die nachgebildete Fläche findet an ihm keinen Halt. Deshalb steigt unter dem Peptid der Blutfarbstoff Hämoglobin nicht an [14].
  • Das Ziel soll erst nach einer Schädigung auftreten. Die Entwickler schreiben, der Verbund fehle in gesundem Gewebe meist und entstehe nach einer Verletzung oder Entzündung rasch. Das ist ihre Annahme und kein unabhängiger Befund [16].
  • Eine unabhängige Arbeitsgruppe fand die Wechselwirkung nicht. Australische Forscher maßen, ob die äußeren Teile der beiden Rezeptoren aneinander binden, mit und ohne das Peptid. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die beiden nicht direkt miteinander in Wechselwirkung treten [3].
  • Mindestens eine Wirkung läuft über einen völlig anderen Weg. In Zell- und Verhaltensversuchen blockierte das Peptid einen schmerzwahrnehmenden Kanal namens TRPV1, was einen Teil der Schmerzergebnisse auch ohne den Reparaturrezeptor erklären würde [22].
  • Der zeitliche Ablauf ist unerklärt. Im Blut sind es Minuten, im Tier halten die Wirkungen Wochen an. Die Entwickler sprechen von einem molekularen Schalter, doch bestätigt hat dieses Modell keine unabhängige Arbeit [16].

An dieser Stelle unterscheidet sich Ara-290 von den meisten Peptiden, die in seiner Nachbarschaft aufgeführt werden. Wachstumshormon-Freisetzer und Appetitpeptide wirken an Rezeptoren, die in gesundem Gewebe vorhanden sind. Hier ist die Behauptung umgekehrt, und der Rezeptor selbst ist strittig [3], [14].

Was die Studien zeigen

Sechs Studien am Menschen sind veröffentlicht. Zusammen schlossen sie 217 Teilnehmer ein, von denen etwa 130 den Stoff erhielten und die übrigen ein Placebo. Jede einzelne ist klein, und gemessen wurden meist Fragebögen und Mikroskopbefunde, nicht Krankheitsereignisse [19].

Beschwerden bei Sarkoidose

Phase-2-Pilotstudie Die erste Studie verteilte 22 Patienten mit Sarkoidose und Anzeichen einer Schädigung der kleinen Nervenfasern über vier Wochen zufällig auf zwei Gruppen, zwölf auf den Stoff und zehn auf ein Placebo. Der Beschwerdefragebogen verbesserte sich in der behandelten Gruppe stärker, um −11,5 gegenüber −2,9, mit einer Fehlerspanne von 3,04 und 3,34 und einem p unter 0,05 [23].

Phase-2-Pilotstudie Bei zwei weiteren Messgrößen fand dieselbe Studie keinen Unterschied zwischen den Gruppen. Die Werte im Brief Pain Inventory, einem kurzen Schmerzfragebogen, und auf einer Erschöpfungsskala verbesserten sich in beiden Gruppen gleichermaßen deutlich, und ein Fragebogen zur Niedergeschlagenheit bewegte sich überhaupt nicht. Innerhalb der behandelten Gruppe veränderten sich zwei Teile eines allgemeinen Lebensqualitätsfragebogens, der Schmerz um −23,4 und die körperliche Funktionsfähigkeit um −14,6, mit Fehlerspannen von 5,5 und 3,9. Das sind allerdings Veränderungen gegenüber dem eigenen Ausgangswert jedes Patienten und nicht gegenüber Placebo. Klinische und laborchemische Untersuchungen ergaben in dieser Studie keine Sicherheitsbedenken [23].

Phase-2-RCT Eine verblindete Studie an 38 Patienten, 21 behandelt und 17 unter Placebo, lief 28 Tage mit zwölf Wochen Nachbeobachtung. Der Beschwerdewert sank um 12,2 Punkte gegenüber 3,8 unter Placebo. Das sind etwa 28 Prozent unter dem Ausgangswert gegenüber etwa 9 Prozent, bei einem Gruppenunterschied von p = 0,005 [24].

Phase-2-RCT Zwei weitere Messgrößen dieser Studie unterschieden sich ebenfalls. Auch die Temperaturwahrnehmung der Haut an der Hand veränderte sich: p = 0,027 für die Schwelle, ab der Kälte schmerzhaft wurde, p = 0,032 für dieselbe Schwelle bei Wärme und p = 0,008 für den kleinsten Temperaturunterschied, den die Patienten noch auseinanderhalten konnten. In einem Sechs-Minuten-Gehtest legte die behandelte Gruppe 18,7 Meter mehr zurück als zu Beginn, die Placebogruppe dagegen 15,1 Meter weniger, bei einem Gruppenunterschied von p = 0,049 [24].

Was sich in der Studie mit 38 Patienten unterschied und was nicht
Beschwerdewert, Ara-290
−28%
Beschwerdewert, Placebo
−9%
Nervenfaserfläche, Ara-290
14.5%
Nervenfaserfläche, Placebo
−5.3%
Schmerzstärke, Ara-290
−9%
Schmerzstärke, Placebo
−9%

Verblindete, placebokontrollierte Studie an 38 Patienten mit sarkoidosebedingtem Verlust kleiner Nervenfasern, 21 unter Ara-290 und 17 unter Placebo, gemessen über 28 Tage Behandlung. Für die Nervenfaserfläche der Hornhaut ist der Median der Veränderung angegeben, für die Fragebögen der Mittelwert. Die Schmerzstärke sank in beiden Gruppen um etwa 9 Prozent, ohne bedeutsamen Unterschied zwischen ihnen. Quelle [24].

Nervenfasern in der Hornhaut

Phase-2-RCT Die Hornhaut dient als Fenster zu den kleinen Nerven, weil man sie dort ohne Gewebeentnahme fotografieren kann. In der Studie mit 38 Patienten nahm die Nervenfaserfläche im Median um 14,5 Prozent zu, also um 185 Quadratmikrometer, bei p = 0,022. Unter Placebo sank sie im Median um 5,3 Prozent oder 64 Quadratmikrometer, eine Veränderung, die mit p = 0,462 deutlich im Bereich des Zufalls liegt [24].

Phase-2b-RCT Die größte Studie, 64 Patienten über 28 Tage, machte diese Messung zu ihrem Hauptendpunkt und prüfte drei Dosisstufen gegen Placebo. Die placebokorrigierte Veränderung betrug 109 Quadratmikrometer in der niedrigsten Stufe, 697 in der mittleren bei p = 0,012 und 431 in der höchsten [1], [2].

Nervenfaserfläche der Hornhaut in der Studie mit 64 Patienten, placebokorrigiert
Niedrigste Dosisstufe
109 µm²
Mittlere Dosisstufe
697 µm²
Höchste Dosisstufe
431 µm²

Randomisierte, vierfach verblindete Studie der Phase 2b an 64 Patienten mit sarkoidosebedingtem Verlust kleiner Nervenfasern und Nervenschmerz, 28 Tage, drei Dosisstufen gegen Placebo. Nur die mittlere Stufe wurde statistisch bedeutsam, bei p = 0,012 mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 159 bis 1236; die niedrigste und die höchste Stufe nicht. Der Schmerz, also das, was Patienten spüren, wurde mit p = 0,157 verfehlt. Quelle [1].

Phase-2b-RCT Zwei weitere Befunde dieser Studie stützen die Messung und nicht einen Nutzen. Nachwachsende Fasern in der Haut nahmen in der mittleren Stufe zu, p = 0,035. Die Veränderung der Nervenfaserfläche bewegte sich gemeinsam mit diesen Fasern, rho = 0,575 bei p = 0,025, und mit der Gehstrecke, rho = 0,645 bei p = 0,009; ein rho von 1 würde bedeuten, dass zwei Messgrößen völlig im Gleichschritt steigen und fallen [1].

Methodenstudie Die Messung selbst wurde von derselben Autorengruppe überprüft, an der auch der Sponsor beteiligt war. Faserfläche, Faserdichte, Verzweigung und Länge unterscheiden Patienten etwa gleich gut von Gesunden. Das ist eine Methodenarbeit und liefert daher keinen Wirksamkeitsbeleg [25].

Der Schmerz, der verfehlte Endpunkt

Phase-2b-RCT Das ist das zentrale negative Ergebnis. Der Schmerz besserte sich in allen Gruppen deutlich, und bei Teilnehmern mit mittelstarken bis starken Schmerzen erreichte der placebokorrigierte Rückgang in der mittleren Stufe p = 0,157. Ein so hoher Wert bedeutet, dass der Abstand zum Placebo klar innerhalb dessen liegt, was der Zufall allein hervorbringt; für den Schmerz kann die Studie also keine Wirkung geltend machen [1].

Phase-2-RCT Die frühere Studie wies in dieselbe Richtung. Die Schmerzstärke sank in beiden Gruppen um etwa 9 Prozent, im Mittel um 3,4 Punkte bei p = 0,01 innerhalb jeder Gruppe. Zwischen den Gruppen gab es keinen bedeutsamen Unterschied [24].

Phase-2-RCT Unterschieden hat sich in dieser Studie, wie stark der Schmerz den Alltag beeinträchtigte. Dieser Wert sank unter dem Stoff um 36 Prozent gegenüber 16 Prozent unter Placebo, bei p unter 0,02 [24].

Blutzucker bei Typ-2-Diabetes

Phase-2-RCT Ausgewertet wurden 48 Teilnehmer mit Diabetes und schmerzhaften Beschwerden in den Gliedmaßen. Der Langzeitblutzuckerwert HbA1c, der den durchschnittlichen Blutzucker der vorangegangenen Wochen abbildet, sank bis Tag 28 um 0,16 Prozentpunkte und bis Tag 56 um 0,21, bei p = 0,002. Unter Placebo bewegte er sich bis Tag 28 kaum, um 0,01 Punkte nach unten, und war bis Tag 56 um 0,21 Punkte gestiegen. Eine Veränderung dieser Größe liegt unter dem, was gemeinhin als klinisch bedeutsam gilt [26].

Phase-2-RCT Andere Messgrößen derselben Studie fielen gemischt aus. Das Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL verbesserte sich, p = 0,039, und die Triglyceride sanken, p = 0,043, während der Anstieg des HDL selbst mit p = 0,066 nicht bedeutsam wurde. Mehrere Autoren waren Angestellte oder Anteilseigner des Sponsors [26].

Phase-2-RCT Die Nervenmessungen dieser Studie bewegten sich genauso mäßig. Ein Fragebogen zum Nervenschmerz verbesserte sich unter dem Stoff um 3,3 Punkte bis Tag 28 und um 4,2 Punkte bis Tag 56, gegenüber 1,1 und 0,74 Punkten unter Placebo, bei p = 0,037. Bei jenen Teilnehmern, deren Nervenfaserdichte in der Hornhaut zu Beginn klar unter dem Normalwert lag, stieg die Dichte bei den 18 Behandelten um 2,6 Fasern pro Quadratmillimeter, bei p = 0,02, gegenüber 0,7 Fasern bei den 19 unter Placebo, was nicht bedeutsam war [26].

Diabetisches Makulaödem

Phase 2, einarmig Das ist die deutlichste negative Studie. Neun Patienten wurden zwischen Mai 2016 und April 2017 aufgenommen und zwölf Wochen begleitet, die längste jemals dokumentierte Anwendungsdauer, und acht von ihnen führten sie zu Ende. Keiner der objektiven Endpunkte verbesserte sich. Die Sehschärfe sank um 2,9 Buchstaben auf der Sehtafel, die Netzhaut verdickte sich in ihrer Mitte um 10 Mikrometer, ihre Empfindlichkeit fiel um 0,53 Dezibel und die Tränenproduktion um 0,13 Millimeter [27].

Phase 2, einarmig Die Studie endete außerdem vorzeitig, und der im Register vermerkte Grund ist eine Erwähnung wert: „expiry of study drug, no replacement available“ (das Prüfpräparat war abgelaufen, ein Ersatz stand nicht zur Verfügung). Nach oben bewegte sich allein ein Fragebogenwert, um 2,7 Punkte auf einer Skala zur sehbezogenen Lebensqualität. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse und Antikörper gegen den Stoff traten nicht auf [15], [27].

Stimmung und Gefühlsverarbeitung

RCT der Phase 1 oder 2 Eine Einzelgabe erhielten 36 gesunde Freiwillige, doppelblind gegen Placebo, mit Bildgebung des Gehirns und kognitiven Tests eine Woche später. Die Reaktionen auf fröhliche Gesichter fielen unter dem Stoff in einer Region der Sehrinde geringer aus, also in der einem Antidepressivum entgegengesetzten Richtung, und auch das Erkennen fröhlicher und angewiderter Mienen nahm tendenziell ab. Zwei kleinere Messgrößen zeigten in die andere Richtung, ein schnelleres Sortieren positiver gegenüber negativen Wörtern und mehr Aufmerksamkeit für positive Bilder. Auf Stimmung und emotionale Beschwerden gab es überhaupt keine Wirkung [28].

Tierstudien

Tierdaten Bei Ratten, bei denen durch Abbinden einer Arterie ein Herzinfarkt ausgelöst wurde, senkte eine einzige Spritze unmittelbar danach den Zelltod im gefährdeten Bereich um 80 Prozent. Die Entzündung ging um 34 Prozent zurück und der geschädigte Bereich um 50 Prozent, und zwei Wochen später war dieser Bereich noch um 25 Prozent kleiner, eine Wirkung, die über die gesamten sechs Wochen der Beobachtung anhielt. Wichtiger als die Menge war der Zeitpunkt: Dieselbe Spritze 24 Stunden nach dem Abbinden bewirkte nichts, während ein Sechzigstel davon sofort gegeben noch wirkte [29].

Tierdaten In einem Mausmodell der Alzheimer-Krankheit fällt das Ergebnis je nach Alter unterschiedlich aus. Tiere, die früh behandelt wurden, zeigten einen langsameren Aufbau der Eiweißablagerungen und eine bessere Gedächtnisleistung. Bei alten Tieren mit fortgeschrittener Erkrankung versagte dieselbe Behandlung vollständig, sowohl bei den Ablagerungen als auch bei den im Blut zirkulierenden Monozyten [30].

Tierdaten Bei Mäusen mit gequetschtem Ischiasnerv linderte der Stoff die Überempfindlichkeit gegen Druck und Kälte, bei Mäusen ohne die CD131-Kette jedoch nicht. Die Autoren lesen darin einen Hinweis, dass die Wirkung über den vorgeschlagenen Rezeptor läuft [31].

Was weiterhin offen ist

  • Wie der Körper den Stoff verarbeitet. Veröffentlicht ist allein die Halbwertszeit von zwei Minuten, und die stammt aus einer Übersichtsarbeit der Entwickler. Zur Aufnahme in den Körper, zum Höchstwert im Blut und zur Ausscheidung wurde für keinen Verabreichungsweg etwas berichtet [16].
  • Ob der Wirkmechanismus stimmt. Die direkte Bindung der beiden Rezeptorteile ließ sich von einer unabhängigen Gruppe nicht zeigen, und ein anderes Modell ist nicht etabliert [3].
  • Was drei registrierte Studien gefunden haben. Studien zu rheumatoider Arthritis, zum komplexen regionalen Schmerzsyndrom und zum Vordiabetes sind registriert, ohne dass ein Ergebnis veröffentlicht wurde. Zwei zeigen weiterhin den offensichtlich veralteten Status „laufend“ [12], [13].
  • Alles jenseits von zwölf Wochen. Die längste dokumentierte Anwendung umfasste neun Menschen über zwölf Wochen. Länger gibt es nichts, bei gesunden Menschen nichts über eine Einzelgabe hinaus und in der Schwangerschaft und bei Minderjährigen gar nichts [27].
  • Grundlegende Giftigkeitsprüfungen. Eine veröffentlichte Studie zur Giftigkeit dieses Peptids wurde nicht gefunden. Ob solche Daten in Zulassungsunterlagen vorliegen, lässt sich von außen nicht prüfen [19].
  • Was in Material vom grauen Markt steckt. Eine Laboranalyse gehandelten Materials ist nicht veröffentlicht. Der einzige amtliche Qualitätsbefund zu tatsächlich verkauftem Material ist ein Rückruf wegen nicht gesicherter Sterilität [9].

Nebenwirkungen und Sicherheit

Es gibt keine Sicherheitsdatenlage, auf die sich eine Anwendung außerhalb einer Studie stützen könnte. Etwa 130 Menschen haben den Stoff erhalten, alle unter enger Aufsicht und die meisten davon 28 Tage lang oder als Einzelgabe. Innerhalb dieser Grenzen wurde er als gut verträglich beschrieben [19].

  • Zwei schwerwiegende Ereignisse wurden als möglicherweise mit dem Stoff zusammenhängend bewertet. Beide stammen aus der Diabetesstudie, die im behandelten Arm vier schwerwiegende Ereignisse verzeichnete und unter Placebo keines. In einem Fall nahm ein Teilnehmer bereits das harntreibende Mittel Furosemid, diese Behandlung wurde nach der zweiten Woche verstärkt, und eine ohnehin grenzwertige Nierenfunktion verschlechterte sich, wobei das Kreatinin von 119 auf 159 Mikromol pro Liter stieg. Die Sicherheitskommission setzte das Prüfpräparat bei dieser Person ab. Der Bericht schildert diesen Fall ausführlich und sagt nicht, welches Ereignis das zweite der beiden war [26].
  • Ein weiteres schwerwiegendes Ereignis im selben Arm endete tödlich. Ein 70-jähriger Mann bekam zwei Wochen nach der letzten Gabe eine schwere Unterschenkelinfektion, wurde ins Krankenhaus aufgenommen und erlitt einen tödlichen Herzinfarkt. Die Sicherheitskommission bewertete dieses Ereignis als nicht mit der Behandlung verbunden [26].
  • Leichtere Ereignisse traten in beiden Armen häufig auf. Dieselbe Studie verzeichnete unter dem Stoff 54 Einstufungen als leicht, 9 als mittelschwer und 1 als schwer, unter Placebo 61 als leicht und 5 als mittelschwer [26].
  • Ein Ereignis in der Sarkoidosestudie blieb unerklärt. Ein über mehrere Monate anhaltender Gewichtsverlust von 14 Kilogramm wurde als mittelschwer eingestuft und stabilisierte sich dann. Die Ursache blieb unklar. Drei mittelschwere Ereignisse derselben Studie traten unter Placebo auf [24].
  • Eine Antikörperreaktion wurde nicht festgestellt. Drei Studien prüften auf Antikörper gegen den Stoff und fanden keine. Alle drei prüften über 28 Tage oder zwölf Wochen und in kleinen Gruppen [24], [26], [27].
  • Die Sicherheitsdaten der größten Studie sind nicht öffentlich. Der Volltext war nicht abrufbar, und die einzige Aussage zur Sicherheit dieser Studie stammt aus einer Pressemitteilung des Sponsors. Das ist kein begutachteter Befund [1], [32].
  • Die Nierenbiologie verdient Aufmerksamkeit und keine Beruhigung. Die zurückgezogene Arbeit von 2012 behandelte eine Nierenschädigung, das eine möglicherweise zusammenhängende schwerwiegende Ereignis betraf die Niere, und Daten zur Giftigkeit sind nicht veröffentlicht. Nichts davon beweist einen Schaden, aber zusammen bedeutet es, dass die Frage offen bleibt [4], [26].
  • Auf das Blut bleibt der Stoff nicht ohne Wirkung. Die roten Blutkörperchen steigen nicht, doch im Alzheimer-Modell der Maus nahmen die im Blut zirkulierenden Monozyten und deren Vorläufer im Knochenmark zu. In den Studien am Menschen zeigten Blutbild und allgemeine Blutchemie keine medizinisch bedeutsamen Abweichungen, doch keine dieser Studien war darauf angelegt, Verschiebungen in den Untergruppen der Abwehrzellen zu suchen, und systematische Daten dazu bei längerer Anwendung fehlen beim Menschen [24], [30].

Hinter allem Genannten stehen zwei strukturelle Probleme. Der größte Teil der Sicherheitsbewertung beruht auf Arbeiten, an denen Angestellte und Anteilseigner des Sponsors mitgeschrieben haben, und drei registrierte Studien wurden nie veröffentlicht. Wie groß ein Veröffentlichungsbias ausfällt, lässt sich nicht abschätzen [12], [26].

Material, das im Internet gehandelt wird, trägt allein die Beschriftung des Verkäufers. Die amerikanische Behörde hat in Briefen an andere Peptidhändler geschrieben, dass die Aufschrift „research use only“ (nur zu Forschungszwecken) nichts daran ändert, was ein Produkt rechtlich ist [33].

Warum hier keine Dosierungen stehen

Diese Seite nennt für Ara-290 keine Mengen, in keiner Einheit, weder für Menschen noch für Tiere. Keine Gesundheitsbehörde hat für dieses Peptid je eine Menge bewertet, weil es nirgends zur Zulassung geprüft wurde [19].

Die einzige je außerhalb einer Studie verkaufte Zubereitung zeigt, warum eine Zahl an dieser Stelle in die Irre führen würde. Eine Rezepturapotheke verschickte sie als verschreibungspflichtig beschriftete Injektionslösung, und die FDA stufte den Rückruf als Klasse II ein, weil die Sterilität nicht gesichert war [9].

Auch die Beziehung zwischen Menge und Wirkung ist nicht geordnet, was ungewöhnlich und wichtig ist. In der größten Studie erreichte die mittlere von drei Stufen den Hauptendpunkt und die höchste nicht. Eine Zahl auf einer Nachschlageseite würde eine Logik suggerieren, die die Daten nicht stützen [1].

Die in den veröffentlichten Studien verwendeten Mengen wurden festgelegten Patientengruppen unter enger klinischer und laborchemischer Überwachung gegeben, und eine Sicherheitskommission konnte das Prüfpräparat absetzen. In einem Fall hat sie genau das getan. Außerhalb einer Klinik existiert dieser Rahmen nicht [26].

Entwicklungsstand und Zulassung

Ara-290 wurde in keinem Markt je zugelassen und kam nie in eine Studie der Phase 3. Abfragen der Register am 15. September 2026 ergaben nirgends ein zugelassenes Produkt und in keinem geprüften Register einen Zulassungsantrag [19].

Von einer Entwurfsidee zu einem stillen Registereintrag

  1. 2008Das Molekül wird beschriebenDie Gründungsarbeit engt den schützenden Teil des Erythropoetins auf elf Aminosäuren ein und zeigt, dass die Nachbildung nicht blutbildend ist, Quelle [14]
  2. 2009Erste Orphan-AusweisungDie amerikanische Behörde weist den Stoff für eine seltene Situation nach einer Transplantation aus; drei weitere folgen bis 2016, Quelle [6]
  3. 2012Erste Studie am Menschen veröffentlichtEine Pilotstudie an 22 Patienten mit Sarkoidose berichtet einen Unterschied im Fragebogen und keinen beim Schmerz, Quelle [23]
  4. 2013Europäische AusweisungEine Orphan-Ausweisung für Sarkoidose wird erteilt; die Seite hält fest, dass nirgends in der Union eine Zulassung besteht, Quelle [7]
  5. 2015Die größte Studie endetDie Dosisfindungsstudie an 64 Patienten wird abgeschlossen; sie erreicht ihr Ziel bei der Messung im Auge und verfehlt es beim Schmerz, Quellen [1], [2]
  6. 2017Die Entwicklung endetDie letzte Studie wird vorzeitig beendet, laut Register wegen des abgelaufenen Prüfpräparats ohne verfügbaren Ersatz, Quelle [15]
  7. 2018Der Rezeptor wird angezweifeltEine unabhängige Arbeitsgruppe berichtet, dass die beiden Rezeptorteile nicht direkt miteinander in Wechselwirkung treten, Quelle [3]
  8. 2022Rezepturprodukt zurückgerufenEine als verschreibungspflichtig beschriftete Injektionslösung wird in den Vereinigten Staaten landesweit zurückgerufen und als Klasse II eingestuft, Quelle [9]
  9. 2026Eine vorklinische Arbeit wird zurückgezogenDie Nierenstudie von 2012, ein Standardbeleg für Organschutz, wird im Februar zurückgezogen, Quellen [4], [5]
  • 2008 erscheint die Nachbildung aus elf Bausteinen, zusammen mit dem Befund, dass sie keine roten Blutkörperchen bildet [14].
  • 2009 bis 2016 werden vier amerikanische Orphan-Ausweisungen erteilt, für eine Situation nach einer Transplantation, für Nervenschmerz bei Sarkoidose, für die Sarkoidose selbst und für die Transplantation von Inselzellen [6].
  • 2012 bis 2015 laufen die Studien am Menschen, alle klein und die meisten an einem niederländischen Universitätsklinikum [23], [24], [26].
  • Oktober 2013 und August 2016 werden zwei europäische Orphan-Ausweisungen erteilt, die im April 2019 beide auf eine irische Gesellschaft übergehen [7], [8].
  • Mai 2017 kündigt der Sponsor nach einem Treffen mit der amerikanischen Behörde einen nächsten Schritt an. Dieser Schritt erscheint in keinem Register [32].
  • August 2017 wird die letzte Studie vorzeitig beendet, weil das Prüfpräparat abgelaufen war und nicht ersetzt werden konnte [15].
  • Seit 2017 wurde nirgends eine neue Studie registriert, und drei ältere Registrierungen bleiben ohne Ergebnisse [12], [13].

Die europäischen Seiten legen ausdrücklich dar, was eine Ausweisung ist und was nicht. Die Ausweisung für Sarkoidose folgte einer befürwortenden Stellungnahme des zuständigen Ausschusses vom 4. September 2013 und betraf eine Erkrankung, die damals etwa 2 von 10.000 Menschen in der Union hatten; die Ausweisung für die Inselzelltransplantation vom August 2016 betraf eine Erkrankung mit weniger als 0,01 von 10.000 Betroffenen, also unter 500 Menschen. Beide Seiten enthalten denselben Satz, dass eine Orphan-Ausweisung keine Zulassung ist [7], [8].

MarktStatusSeit oder Anmerkung
Vereinigte StaatenNicht zugelassenVier Orphan-Ausweisungen
Europäische UnionNicht zugelassenZwei Orphan-Ausweisungen
DeutschlandNicht zugelassenNicht gelistet
Vereinigtes KönigreichNicht zugelassenNur Studien
AustralienNicht registriertNicht im Giftstoffverzeichnis gelistet
KanadaNicht zugelassenKein Eintrag
SchweizNicht zugelassenKein Eintrag

Fünf dieser Einträge beruhen auf Registerabfragen, die zusammen mit einer Kontrollsubstanz in derselben Datenbank liefen. Ein leeres Ergebnis bedeutet dort Abwesenheit und keine fehlgeschlagene Abfrage [19], [34], [35], [36].

Zwei Einträge sind schwächer und werden als solche gekennzeichnet. Das britische Register ließ sich überhaupt nicht abfragen, und das europäische Suchwerkzeug antwortete mit einem Berechtigungsfehler, weshalb beide Angaben auf einem Rückschluss aus der weltweiten Gesamtlage beruhen [37], [38].

Ein Befund widerspricht einer verbreiteten Annahme. Ara-290 steht auf keiner amerikanischen Liste von Grundstoffen, die für die Herstellung in Apotheken vorgeschlagen wurden, anders als BPC-157, Ipamorelin oder AOD-9604. Ohne eine solche Aufnahme war die Herstellung in der Apotheke von Anfang an nicht rechtmäßig [39].

Die rechtliche Lage im Überblick steht unter sind Peptide legal und von der FDA zugelassene Peptide.

Anti-Doping

Ara-290 ist jederzeit verboten, im Wettkampf wie außerhalb. Die Verbotsliste 2026 nennt den Namen nicht. Der Stoff fällt unter Abschnitt S2.1.5, der Agonisten am angeborenen Reparaturrezeptor erfasst, und Ara-290 ist der Prototyp dieser Kategorie [10].

Die Überschrift der Klasse schließt die Lücke ausdrücklich. Verboten sind die aufgeführten Stoffe sowie andere Stoffe mit ähnlicher chemischer Struktur oder ähnlicher biologischer Wirkung. Alles in Klasse S2 gilt als nicht spezifischer Stoff, was sich auf die Bemessung einer Sanktion auswirkt [10].

Die Liste von 2016 nannte den Stoff ausdrücklich als Punkt 1.2 derselben Klasse, unter der Überschrift „non-erythropoietic EPO-Receptor agonists“ (nicht blutbildende Agonisten am EPO-Rezeptor). Die Kategorie wurde später umbenannt und ihre Beispiele gekürzt. Dass die Kategorie später umbenannt wurde, ändert daran nichts: Der Stoff, der ihr den Namen gegeben hat, fällt weiterhin darunter [11].

Der Nachweis ist kein theoretisches Problem. Ein veröffentlichtes Urinverfahren erfasst Ara-290 gemeinsam mit siebzehn weiteren verbotenen kleinen Peptiden. Seine Nachweisgrenzen liegen zwischen 50 und 500 Pikogramm pro Milliliter und damit bequem unter den 2 Nanogramm pro Milliliter, die Dopinglabore erreichen müssen. Die Streuung des Verfahrens blieb unter 20 Prozent, und seine Messwerte verhielten sich über den gesamten Bereich von 0 bis 10 Nanogramm pro Milliliter proportional. Dieselbe Arbeit klärte für die Labore eine praktische Frage: Urinproben für diese Peptidklasse halten sich am besten bei minus 20 Grad Celsius [40].

Eine zweite Arbeit bestimmte das wichtigste Abbauprodukt, eine verkürzte Form namens PyrEQLERALN, als zusätzliche Zielstruktur. In Blutproben und mit einem gereinigten Enzym fand diese Arbeit, dass das Peptid von seinen Enden her ungewöhnlich schnell abgebaut wird, schneller als zwei Vergleichspeptide ähnlicher Größe, und genau deshalb ist das Abbauprodukt für die Analytik wichtig [41].

Das deutsche Anti-Doping-Gesetz ist eine eigene Sache und eine häufige Quelle von Verwechslungen. Sein Anhang nennt Ara-290 nicht und kennt für diese Agonisten überhaupt keine Kategorie. Das ist eine Lücke in einer abschließenden Liste und keine Erlaubnis, und die sportrechtlichen Regeln gelten unabhängig davon [42], [10].

Offen gesagt bleibt dabei eine Ungereimtheit: Von Ara-290 ist keine bessere Ausdauer zu erwarten, weil es die roten Blutkörperchen nicht erhöht. Die Liste ist nach Stoffklassen aufgebaut und nicht nach nachgewiesenem Vorteil, weshalb der Gebrauch zur Erholung die Regeln genauso bricht wie Blutdoping [10], [14]. Ausführlich behandelt das die Seite im Sport verbotene Peptide.

Vergleich mit verwandten Peptiden

StoffWie er wirken sollDaten vom MenschenQuelle
Ara-290Agonist an einem postulierten Reparaturrezeptor, strittigSechs kleine Studien; die größte verfehlte ihren Schmerz-Endpunkt[1], [3]
SS-31Bindet ein Fett innerhalb der ZellkraftwerkeErreichte späte Studienphasen; siehe eigene Seite—
BPC-157Mehrere vorgeschlagene ReparaturwegeFast keine; siehe eigene Seite—
TB-500Bruchstück, verwandt mit einem Eiweiß der ZellbewegungFast keine; siehe eigene Seite—
GHK-CuKupfertragendes TripeptidÜberwiegend Hautstudien; siehe eigene Seite—

Eine Übersichtsarbeit von 2026 zu Peptiden in der regenerativen Medizin stellt Cibinetid in genau diese Gesellschaft, neben BPC-157, TB-500 und GHK-Cu. Sie schließt mit der Bemerkung, dass die meisten davon nicht zugelassen sind [43].

Innerhalb dieser Gruppe hat Ara-290 die geordnetsten klinischen Unterlagen. Es gibt registrierte, verblindete, placebokontrollierte Studien mit vorab festgelegten Endpunkten, was für BPC-157 und TB-500 nicht zutrifft. Das ist ein echter Unterschied in der Qualität der Belege.

Zugleich ist Ara-290 der Stoff dieser Gruppe, dessen vorgeschlagener Wirkmechanismus am härtesten geprüft wurde und dabei am schlechtesten abschnitt. Sauber untersucht zu sein ist nicht dasselbe wie wirksam zu sein, und hier führten die besseren Unterlagen zu einem deutlicheren negativen Ergebnis [1], [3].

Eine gesonderte Übersichtsarbeit von 2026 über den grauen Markt nicht zugelassener Peptide in der Sportmedizin behandelt zwölf Stoffe, darunter AOD-9604 und SS-31, und erwähnt Ara-290 überhaupt nicht [44].

Verbreitete Irrtümer

  • „Ara-290 ist eine sicherere Form von EPO für die Ausdauer.“ Die Gründungsarbeit entfernte die blutbildende Wirkung absichtlich und schreibt, dass das Peptid die Blutbildung nicht anregt. Ein Gewinn beim Hämatokrit ist nicht zu holen [14].
  • „Die Liste von 2026 nennt den Stoff nicht, also erlaubt ihn der Sport.“ Die Kategorie, deren Prototyp er ist, erfasst ihn, und die Überschrift der Klasse erfasst ähnliche biologische Wirkungen. Die Liste von 2016 nannte ihn ausdrücklich, und geprüfte Nachweisverfahren gibt es [10], [11], [40].
  • „Sechs Ausweisungen bedeuten, dass die Behörden den Stoff akzeptiert haben.“ Eine Ausweisung ist ein Entwicklungsanreiz, der wegen der Seltenheit einer Erkrankung erteilt wird. Alle vier amerikanischen Einträge lauten „Not FDA Approved for Orphan Indication“ (von der FDA nicht für die Orphan-Indikation zugelassen) [6], [7].
  • „Die Studie der Phase 2b war positiv, also ist der Stoff fast fertig.“ Sie erreichte eine Mikroskopmessung in einer von drei Dosisstufen und verfehlte den Schmerz bei p = 0,157. Es folgten keine Phase 3, kein Antrag und keine neue Registrierung [1].
  • „In Amerika stand Rx only auf dem Etikett, also ist es ein zugelassenes verschreibungspflichtiges Arzneimittel.“ Dieses Etikett kam von einer Rezepturapotheke und nicht von einer Behörde. Rezepturmaterial ist per Definition nicht zugelassen, und diese Charge wurde zurückgerufen [9], [39].
  • „Die vorklinische Grundlage für den Organschutz ist solide.“ Ein Standardbeleg wurde im Februar 2026 zurückgezogen, und der vorgeschlagene Rezeptor ließ sich von einer unabhängigen Gruppe nicht bestätigen. Widerlegt sind nicht die beobachteten Wirkungen, sondern deren Erklärung [3], [4].
  • „Eine Halbwertszeit von zwei Minuten bedeutet, dass der Stoff harmlos ist.“ Die Entwickler selbst argumentieren, dass die Wirkungen Wochen anhalten. Eine kurze Halbwertszeit im Blut liefert deshalb keine Logik für die Menge und keinen selbstbegrenzenden Sicherheitsabstand [16].
  • „Der Stoff steht nicht im deutschen Anti-Doping-Gesetz, also ist er unproblematisch.“ Es sind zwei getrennte Regelwerke. Der Anhang dieses Gesetzes nennt weder den Stoff noch eine Kategorie für diese Agonisten, und er lässt sich nicht darauf ausdehnen, weil der Stoff die Bildung roter Blutkörperchen nicht anregt. Die sportrechtlichen Regeln gelten für jeden, der einem Anti-Doping-Code unterliegt, und das Arzneimittelrecht ist noch eine dritte Frage [42], [10].
  • „Es ist ein Peptid für die Stimmung.“ Diese Hoffnung wurde direkt geprüft und nicht bestätigt. Bei 36 gesunden Freiwilligen senkte eine Einzelgabe die Reaktion des Gehirns auf fröhliche Gesichter, statt sie zu erhöhen, und Stimmung und emotionale Beschwerden veränderten sich überhaupt nicht [28].
  • „Die Ergebnisse zur Sarkoidose lassen sich auf Nervenschäden allgemein übertragen.“ Bei Diabetes war die Wirkung viel kleiner, und beim Makulaödem fehlte sie. Bei alten Mäusen mit fortgeschrittener Erkrankung verschwand sie vollständig [26], [27], [30].

Häufige Fragen

Was ist Ara-290?

Ara-290 ist ein künstliches Peptid aus elf Aminosäuren, auch bekannt als Cibinetid und als pHBSP. Es bildet jene Seite einer Helix des Erythropoetins nach, die ins umgebende Wasser zeigt; Erythropoetin ist das Hormon, das die Bildung roter Blutkörperchen antreibt. Genau diese Seite wurde ausgewählt, weil sie am blutbildenden Signal nicht beteiligt ist. Das Molekül ist ein Laborentwurf und kein natürliches Bruchstück, das im Körper vorkommt.

Ist Ara-290 irgendwo als Arzneimittel zugelassen?

Nein. Abfragen der Register am 15. September 2026 ergaben kein zugelassenes Produkt in den Vereinigten Staaten, in der Europäischen Union, in Deutschland, im Vereinigten Königreich, in Australien, in Kanada oder in der Schweiz. Es gibt keinen ATC-Code und keine Arzneibuch-Monographie. Vorhanden sind sechs Ausweisungen als Arzneimittel für seltene Leiden, die Entwicklungsanreize für seltene Erkrankungen sind, und keine einzige Zulassung.

Ist die größte Studie zu Ara-290 geglückt?

Zum Teil, und gescheitert ist sie in genau dem Punkt, den Patienten merken. Die Studie mit 64 Patienten erreichte ihren Hauptendpunkt, die in der Hornhaut gemessene Nervenfaserfläche, allerdings nur in der mittleren von drei Dosisstufen. Der Schmerz besserte sich in jeder Gruppe, auch unter Placebo, und der placebokorrigierte Unterschied erreichte p = 0,157, was statistisch nicht bedeutsam ist.

Ist Ara-290 eine Form von EPO, die die Ausdauer steigert?

Nein, und das Gegenteil war das Entwicklungsziel. Das Molekül bildet jene Seite des Erythropoetins nach, die ins umgebende Wasser zeigt und am Andocken an den blutbildenden Rezeptor nicht beteiligt ist. Die Gründungsarbeit schreibt unmissverständlich, dass das Peptid aus elf Bausteinen die Blutbildung weder in der Zellkultur noch im Tier anregt. Wer auf einen höheren Hämatokrit hofft, hat sich ausgerechnet das Molekül ausgesucht, dem diese Wirkung absichtlich genommen wurde.

Ist Ara-290 im Sport verboten?

Ja, jederzeit, im Wettkampf wie außerhalb. Die Verbotsliste 2026 nennt den Namen nicht, aber Abschnitt S2.1.5 erfasst Agonisten am angeborenen Reparaturrezeptor, und Ara-290 ist der Prototyp dieser Kategorie. Die Liste von 2016 nannte den Stoff ausdrücklich. Geprüfte Nachweisverfahren in Urin und Serum sind veröffentlicht, darunter eines für sein wichtigstes Abbauprodukt.

Warum nennt diese Seite keine Dosierungen für Ara-290?

Weil der Stoff nirgends zugelassen ist und in den Vereinigten Staaten als verschreibungspflichtig beschriftete Rezepturinjektion verkauft wurde, die die FDA zurückrief, weil die Sterilität nicht gesichert war. Keine Behörde hat für dieses Peptid je eine Menge bewertet. Hinzu kommt, dass die Beziehung zwischen Menge und Wirkung in der größten Studie nicht geordnet war: Die mittlere Stufe wirkte auf den Hauptendpunkt, die höchste nicht.

Was bedeuten die Orphan-Ausweisungen für Ara-290?

Sie sind Entwicklungsanreize und kein Urteil darüber, ob der Stoff wirkt. Vier amerikanische und zwei europäische Ausweisungen wurden zwischen 2009 und 2016 für seltene Erkrankungen erteilt. Alle vier amerikanischen Einträge tragen die Zeile „Not FDA Approved for Orphan Indication“ (von der FDA nicht für die Orphan-Indikation zugelassen). Die europäische Seite zur Sarkoidose-Ausweisung hält fest, dass das Mittel für diese Erkrankung nirgends in der Europäischen Union zugelassen war.

Sind Ara-290, pHBSP und Cibinetid derselbe Stoff?

Es sind drei Namensschichten für ein Molekül. pHBSP ist der beschreibende Laborname, ARA 290 der Entwicklungscode und Cibinetid der von der Weltgesundheitsorganisation vergebene Name. Alle drei verweisen auf dieselben Registerkennungen. Die Aufspaltung hat praktische Folgen: Eine Suche im europäischen Studienregister nach Cibinetid liefert nichts, ARA 290 dagegen sechs Einträge.

Was ist aus der Entwicklung von Ara-290 geworden?

Sie endete ohne Ankündigung. Die letzte Studie lief 2017 aus, und das Register nennt als Grund, dass das Prüfpräparat abgelaufen war und kein Ersatz zur Verfügung stand. Seither gibt es keine Studie der Phase 3, keinen Zulassungsantrag und keine neue Registrierung. Drei registrierte Studien haben nie Ergebnisse veröffentlicht, weshalb sich die veröffentlichten Ergebnisse nicht an der vollständigen Datenlage messen lassen.

Was ist über die Sicherheit von Ara-290 bekannt?

Wenig, und nur unter Aufsicht. Etwa 130 Menschen haben den Stoff in sechs kleinen Studien erhalten, am längsten zwölf Wochen lang neun Patienten. Diese Studien beschrieben ihn als gut verträglich. Zwei schwerwiegende Ereignisse in einer Studie wurden als möglicherweise mit dem Stoff zusammenhängend bewertet, eines davon eine Verschlechterung einer bereits grenzwertigen Nierenfunktion. Langzeitdaten gibt es nicht, und bei gesunden Menschen liegt nichts über eine Einzelgabe hinaus vor.

Quellen

  1. Culver DA, Dahan A, Bajorunas D, Jeziorska M, van Velzen M, Aarts LPHJ, et al. (2017). Cibinetide improves corneal nerve fiber abundance in patients with sarcoidosis-associated small nerve fiber loss and neuropathic pain. Investigative Ophthalmology & Visual Science 58(6):BIO52-BIO60. PMID 28475703. DOI 10.1167/iovs.16-21291. Abstract only; the full text returned HTTP 403 on 15 September 2026, so all figures come from the structured abstract and no safety data were available from it.
  2. ClinicalTrials.gov. NCT02039687, "A Double Blind, Placebo Controlled Phase 2 Dose Ranging Study of the Effects of ARA 290 on Corneal Nerve Fiber Density and Neuropathic Symptoms of Subjects With Sarcoidosis". Sponsor Araim Pharmaceuticals, phase 2, enrolment 64 actual, status completed, primary outcome change in corneal nerve fiber area at 28 days, no results posted. Queried via API v2 on 15 September 2026.
  3. Cheung Tung Shing KS, Broughton SE, Nero TL, Gillinder K, Ilsley MD, Ramshaw H, et al. (2018). EPO does not promote interaction between the erythropoietin and beta-common receptors. Scientific Reports 8(1):12457. PMID 30127368. DOI 10.1038/s41598-018-29865-x. Independent biophysical work; erratum Sci Rep 2019;9:7851.
  4. Patel NSA, Kerr-Peterson HL, Brines M, Collino M, Rogazzo M, Fantozzi R, et al. (2026). Retraction Note: Delayed administration of pyroglutamate helix B surface peptide (pHBSP), a novel nonerythropoietic analog of erythropoietin, attenuates acute kidney injury. Molecular Medicine 32(1):31. PMID 41749083. DOI 10.1186/s10020-026-01439-y. Published 26 February 2026.
  5. Patel NS, Kerr-Peterson HL, Brines M, Collino M, Rogazzo M, Fantozzi R, et al. (2012). Delayed administration of pyroglutamate helix B surface peptide attenuates acute kidney injury. Molecular Medicine 18(1):719-727. PMID 22415011. Retracted; listed in PubMed as a retracted article. Its results are not used as findings on this page.
  6. US Food and Drug Administration, Office of Orphan Products Development. Designation records 289609 (18 September 2009, prevention of delayed graft function following renal transplant), 349111 (13 September 2011, treatment of neuropathic pain in patients with sarcoidosis), 523816 and 523116 (both 13 June 2016, treatment of sarcoidosis and islet transplantation). Sponsor Araim Pharmaceuticals. All four read "Designated" and "Not FDA Approved for Orphan Indication"; retrieved individually on 15 September 2026.
  7. European Medicines Agency. Orphan designation EU/3/13/1191, treatment of sarcoidosis, positive opinion of the Committee for Orphan Medicinal Products on 4 September 2013, designated 7 October 2013, the date given on the page as 07/10/2013 in day-month order; sponsor Araim Pharmaceuticals Europe Limited, Dublin, status positive; sarcoidosis affected about 2 in 10 000 people in the Union at the time of designation. The page states: "At the time of submission, the medicine was not authorised anywhere in the EU for sarcoidosis." and "An orphan designation is not a marketing authorisation." Retrieved 15 September 2026.
  8. European Medicines Agency. Orphan designation EU/3/16/1721, prevention of graft loss in pancreatic islet transplantation, designated 29 August 2016, same sponsor, status positive. Fewer than 0.01 in 10 000 people in the Union were affected at the time of designation. Retrieved 15 September 2026.
  9. openFDA, drug enforcement endpoint, queried 15 September 2026: exactly one record, recall D-0775-2022, Class II, event 89954. Recalling firm North American Custom Laboratories, LLC dba FarmaKeio Superior Custom Compounding, Richardson, Texas. Product "ARA-290 (Cibinetide Acetate) Injection, Rx only", 28 vials, distributed nationwide. Reason: "Lack of Assurance of Sterility: deviations from Current Good Manufacturing Practices (CGMP) that call into question the sterility of products intended to be sterile." Initiated 5 April 2022, classified 21 April 2022, terminated 5 October 2023.
  10. World Anti-Doping Agency. The 2026 Prohibited List, in force 1 January 2026, class S2 and section S2.1.5, read in full text on 15 September 2026. Section S2.1.5: "Innate repair receptor agonists, e.g. asialo EPO; carbamylated EPO (CEPO)." Class heading: "PROHIBITED AT ALL TIMES … All prohibited substances in this class are non-Specified Substances. The following substances, and other substances with similar chemical structure or similar biological effect(s), are prohibited." Ara-290 is not named; its classification here is a subsumption, not a quotation.
  11. World Anti-Doping Agency. World Anti-Doping Code International Standard Prohibited List January 2016, class S2, item 1.2 under "Erythropoietin-Receptor agonists": "Non-erythropoietic EPO-Receptor agonists, e.g. ARA-290; asialo EPO; carbamylated EPO." The class heading of that year already prohibited "other substances with a similar chemical structure or similar biological effect(s)". Read from the PDF on 15 September 2026. The year in which the category was renamed could not be determined, because the 2021 to 2025 lists were not retrievable from the addresses checked.
  12. EU Clinical Trials Register, searched 15 September 2026 for "ARA 290": six registrations. 2010-023469-22 (rheumatoid arthritis, authorised 20 December 2010, status ongoing, no publication found), 2012-003688-24 (complex regional pain syndrome type 1, authorised 18 September 2012, status ongoing, no publication found), 2012-003207-35, 2012-005590-32, 2013-003016-45 and 2015-001940-12. A search for "cibinetide" in the same register returns nothing. The ongoing statuses are plainly outdated.
  13. ClinicalTrials.gov. NCT01933529, a phase 2 study of glucose tolerance in prediabetes and drug-naive type 2 diabetes, sponsor Claes-Göran Östenson with Araim as collaborator, 24 participants estimated. Primary data collection completed June 2014; the record has stood at "unknown" for over ten years, no results are posted and no publication was found. Queried via API v2 on 15 September 2026.
  14. Brines M, Patel NS, Villa P, Brines C, Mennini T, De Paola M, et al. (2008). Nonerythropoietic, tissue-protective peptides derived from the tertiary structure of erythropoietin. PNAS 105(31):10925-10930. PMID 18676614. DOI 10.1073/pnas.0805594105. The founding paper: "helix B (amino acid residues 58-82) of EPO, which faces the aqueous medium when EPO is bound to the receptor homodimer, is both neuroprotective in vitro and tissue protective in vivo"; "As anticipated, neither helix B nor the 11-aa peptide is erythropoietic in vitro or in vivo." Several authors were employed by Warren Pharmaceuticals.
  15. ClinicalTrials.gov. NCT06626971, "A Phase II Clinical Trial on the Use of ARA 290 for the Treatment of Diabetic Macular Oedema", sponsor Belfast Health and Social Care Trust with Araim as collaborator, 9 participants actual, status terminated, reason given as "Expiry of study drug - no replacement available.", completion August 2017, no results posted. Also registered as EudraCT 2015-001940-12 and ISRCTN16962255. Queried via API v2 on 15 September 2026.
  16. Collino M, Thiemermann C, Cerami A, Brines M (2015). Flipping the molecular switch for innate protection and repair of tissues: long-lasting effects of a non-erythropoietic small peptide engineered from erythropoietin. Pharmacology & Therapeutics 151:32-40. PMID 25728128. DOI 10.1016/j.pharmthera.2015.02.005. Abstract only, the full text returned HTTP 403. Source of the two-minute plasma half-life: "Despite a short plasma half-life (~2min), pHBSP activates a molecular switch that triggers sustained biological effects." Several authors were connected to the sponsor.
  17. US Food and Drug Administration, Global Substance Registration System, substance record UNII 9W5677JKDA, name CIBINETIDE, retrieved 15 September 2026. Holds CAS 1208243-50-8 as primary, INN 10264, USAN BC-123, ChEMBL CHEMBL3545305, DrugBank DB13006, the four orphan designation keys, and the names ARA 290, ARA-290, PHBSP and the full amino acid sequence.
  18. PubChem, compound CID 91810664, queried 15 September 2026 for formula, mass, InChIKey and synonyms: C51H84N16O21, 1257.3 g/mol, exact mass 1256.59969375, InChIKey WZTIQQBMSJTRBR-WYKNNRPVSA-N. The synonym list also holds the one-letter form UEQLERALNSS, in which the U stands for the ring-closed first residue and not for selenocysteine.
  19. Summary of the verification work behind this page, carried out on 15 September 2026: PubMed searches under four names of the substance, ClinicalTrials.gov API v2 including a sponsor query, the EU Clinical Trials Register, openFDA, the Health Canada database, two official Swiss lists, the Australian Poisons Standard, the WHO ATC index and two anti-doping primary documents. No published toxicology study and no independent pharmacokinetic publication were found. No registry entry names Hudson Biotech as sponsor or collaborator.
  20. WHO Collaborating Centre for Drug Statistics Methodology, ATC/DDD Index 2026, queried 15 September 2026 for cibinetide: "No match found. Please try again." Control query for semaglutide the same day: "Found 2 entries."
  21. Dahan A, Brines M, Niesters M, Cerami A, van Velzen M (2016). Targeting the innate repair receptor to treat neuropathy. Pain Reports 1(1):e566. PMID 29392190. DOI 10.1097/PR9.0000000000000566. States the proposed structure: "The innate repair receptor (IRR) is a heteromer of the erythropoietin receptor and the beta-common (CD131) receptor."
  22. Zhang W, Yu G, Zhang M (2016). ARA 290 relieves pathophysiological pain by targeting TRPV1 channel: integration between immune system and nociception. Peptides 76:73-79. PMID 26774587. DOI 10.1016/j.peptides.2016.01.003. Proposes the peptide as an antagonist at the TRPV1 channel, a route independent of the proposed receptor.
  23. Heij L, Niesters M, Swartjes M, Hoitsma E, Drent M, Dunne A, et al. (2012). Safety and efficacy of ARA 290 in sarcoidosis patients with symptoms of small fiber neuropathy: a randomized, double-blind pilot study. Molecular Medicine 18(1):1430-1436. PMID 23168581. DOI 10.2119/molmed.2012.00332. Symptom score change −11.5 ± 3.04 against −2.9 ± 3.34 standard error, p < 0.05; pain inventory and fatigue improved equally in both groups; "No safety concerns were raised by clinical or laboratory assessments."
  24. Dahan A, Dunne A, Swartjes M, Proto PL, Heij L, Vogels O, et al. (2013). ARA 290 improves symptoms in patients with sarcoidosis-associated small nerve fiber loss and increases corneal nerve fiber density. Molecular Medicine 19(1):334-345. PMID 24136731. DOI 10.2119/molmed.2013.00122. Full text read via PubMed Central; erratum Mol Med 2016;22:674. Source of the 38 randomised participants, the symptom and nerve fibre figures, the walking test, the pain interference figures, the absence of a group difference in pain intensity, and the adverse event list.
  25. Brines M, Culver DA, Ferdousi M, Tannemaat MR, van Velzen M, Dahan A, Malik RA (2018). Corneal nerve fiber size adds utility to the diagnosis and assessment of therapeutic response in patients with small fiber neuropathy. Scientific Reports 8(1):4734. PMID 29549285. DOI 10.1038/s41598-018-23107-w. A methods paper by the same author group including the sponsor; it validates the measurement rather than an effect.
  26. Brines M, Dunne AN, van Velzen M, Proto PL, Ostenson CG, Kirk RI, et al. (2015). ARA 290, a nonerythropoietic peptide engineered from erythropoietin, improves metabolic control and neuropathic symptoms in patients with type 2 diabetes. Molecular Medicine 20(1):658-666. PMID 25387363. DOI 10.2119/molmed.2014.00215. Full text read via PubMed Central: 61 screened, 49 included, 48 analysed; the HbA1c and lipid figures; the adverse event counts; the four serious events in the treated arm, two of them judged possibly related. Several authors were employees or shareholders of the sponsor.
  27. Lois N, Gardner E, McFarland M, Armstrong D, McNally C, Lavery NJ, et al. (2020). A phase 2 clinical trial on the use of cibinetide for the treatment of diabetic macular edema. Journal of Clinical Medicine 9(7):2225. PMID 32674280. DOI 10.3390/jcm9072225. Nine recruited, eight completed, twelve weeks, no improvement in any objective endpoint; "No serious adverse events/reactions or anti-cibinetide antibodies were seen."
  28. Cerit H, Veer IM, Dahan A, Niesters M, Harmer CJ, Miskowiak KW, et al. (2015). Testing the antidepressant properties of the peptide ARA290 in a human neuropsychological model of drug action. European Neuropsychopharmacology 25(12):2289-2299. PMID 26431906. DOI 10.1016/j.euroneuro.2015.09.005. Thirty-six healthy volunteers, single dose, double-blind; conclusion: "the direction and the strength of its effects do not unequivocally support an antidepressant-like profile for ARA290."
  29. Ahmet I, Tae HJ, Juhaszova M, Riordon DR, Boheler KR, Sollott SJ, et al. (2011). A small nonerythropoietic helix B surface peptide based upon erythropoietin structure is cardioprotective against ischemic myocardial damage. Molecular Medicine 17(3-4):194-200. PMID 21170473. DOI 10.2119/molmed.2010.00235. Rat model; effective immediately after the injury and ineffective when given 24 hours later at sixty times the amount.
  30. Al-Onaizi MA, Thériault P, Lecordier S, Prefontaine P, Rivest S, ElAli A (2022). Early monocyte modulation by the non-erythropoietic peptide ARA 290 decelerates AD-like pathology progression. Brain, Behavior, and Immunity 99:363-382. PMID 34343617. DOI 10.1016/j.bbi.2021.07.016. Effective in young animals, and in old animals with advanced pathology: "ARA 290 failed to reverse Abeta pathology and to increase the levels of circulating monocytes." Also reports raised monocyte progenitors in the bone marrow.
  31. Swartjes M, van Velzen M, Niesters M, Aarts L, Brines M, Dunne A, et al. (2014). ARA 290, a peptide derived from the tertiary structure of erythropoietin, produces long-term relief of neuropathic pain coupled with suppression of the spinal microglia response. Molecular Pain 10:13. PMID 24529189. DOI 10.1186/1744-8069-10-13. Relief absent in mice lacking the CD131 chain.
  32. Araim Pharmaceuticals, Inc. Press release, Tarrytown, New York, 8 May 2017. Used only as a sponsor statement, never as evidence: it is the sole source for a claimed fast track designation, which no public database records, for the assertion that "No significant safety issues were observed for any treatment group in the trial", and for a reported "successful end-of-phase 2 meeting with the FDA".
  33. US Food and Drug Administration, warning letters to peptide traders, checked 15 September 2026 as negative controls: Gram Peptides, 31 March 2026, and Wholesale Peptide, 17 June 2026. Neither names Ara-290. The second contains the transferable wording: "Despite statements on your product labeling marketing your products for, RESEARCH USE ONLY and not for human consumption, evidence obtained from your product labeling establishes that your products are intended to be drugs for human use." A full-text search of the warning letter database was not possible, so this negative finding is not conclusive.
  34. openFDA, label and Drugs@FDA endpoints, queried 15 September 2026 for "cibinetide" and "ARA 290": each returned "NOT_FOUND – No matches found!". Control query for semaglutide in the same endpoint on the same day: 18 records.
  35. Health Canada, Drug Product Database, active ingredient endpoint, queried 15 September 2026 for cibinetide and for ARA 290: empty result in each case, against 49 records for the control substance semaglutide.
  36. Swissmedic, the extended list of authorised human medicines with active ingredients and the list of authorised human medicines with indications, both downloaded and searched in full on 15 September 2026: no match for cibinetide, ARA 290 or helix B. Controls found in the same files: epoetinum 61 times, somatropinum 18, semaglutidum 17, darbepoetinum 12, and the brand controls Aranesp, Ozempic and Genotropin.
  37. Standard for the Uniform Scheduling of Medicines and Poisons, Australia, full text of 711 914 characters searched on 15 September 2026: no match for cibinetide, ARA 290 or pHBSP. Controls found: "Schedule 4" 2493 times, "Appendix D" 182, erythropoietin 6, somatropin 3. The Australian register of therapeutic goods could not be queried; the request timed out. Absence from the schedule does not make an unregistered injectable lawful to supply.
  38. Verification limits for two markets, recorded on 15 September 2026. The British medicines register and the electronic medicines compendium return results only through scripting and could not be read; the documented API path answered with HTTP 404. The European agency's full-text search answered with HTTP 401, so the absence of a European authorisation rests on the two orphan designation pages, the missing ATC code and the absence of any product in every other register, not on an assessment document.
  39. US Food and Drug Administration, "Certain Bulk Drug Substances for Use in Compounding that May Present Significant Safety Risks — Category 2", page state 22 April 2026, full text searched 15 September 2026: no match for cibinetide, ARA 290, pHBSP or helix B, in the category list or among withdrawn nominations. Controls found in the same text: Kisspeptin-10, BPC-157, AOD-9604, Ipamorelin acetate, Melanotan II.
  40. Thomas A, Görgens C, Guddat S, Thieme D, Dellanna F, Schänzer W, Thevis M (2016). Simplifying and expanding the screening for peptides <2 kDa by direct urine injection, liquid chromatography, and ion mobility mass spectrometry. Journal of Separation Science 39(2):333-341. PMID 26578461. DOI 10.1002/jssc.201501060. Covers ARA-290 among eighteen prohibited small peptides; detection limits 50 to 500 pg/mL against a required performance level of 2 ng/mL; imprecision below 20 per cent; linear range 0 to 10 ng/mL.
  41. Thomas A, Knoop A, Schänzer W, Thevis M (2017). Characterization of in vitro generated metabolites of selected peptides <2 kDa prohibited in sports. Drug Testing and Analysis 9(11-12):1799-1803. PMID 28941172. DOI 10.1002/dta.2306. Describes ARA-290 as a prohibited peptide, reports extensive exopeptidase-driven breakdown and names PyrEQLERALN as the main metabolite and an additional analytical target.
  42. Annex to section 2(3) of the German anti-doping act, official citation BGBl. 2023 I no. 67, full text searched 15 September 2026: no entry for cibinetide, ARA 290, pHBSP or repair receptor. Control: section II.1 on substances stimulating red cell production is present and lists erythropoietin, the epoetins, darbepoetin alfa, methoxy polyethylene glycol-epoetin beta, peginesatide and four HIF activators. There is no category for these agonists at all.
  43. Luansritisakul C, Chiang MC, Burns SL, Fonseca ACG (2026). Peptides in regenerative medicine: a comprehensive review of clinical applications in tissue repair and chronic pain management. Current Pain and Headache Reports 30(1):109. PMID 42635865. DOI 10.1007/s11916-026-01542-z. Covers cibinetide alongside collagen peptides, BPC-157, thymosin beta-4, TB-500, GHK-Cu and growth hormone related peptides, and notes that most of these remain unapproved by the American regulator.
  44. Mendias CL, Awan TM (2026). Safety and efficacy of approved and unapproved peptide therapies for musculoskeletal injuries and athletic performance. Sports Medicine 56(8):1921-1935. PMID 41966639. DOI 10.1007/s40279-026-02437-0. Reviews twelve grey-market peptides, among them AOD-9604 and SS-31; Ara-290 is not covered.

Diese Seite zitieren

Die Angaben auf dieser Seite wurden am 15. September 2026 geprüft, und jedes Register hinter der Statustabelle wurde an diesem Tag abgefragt. Drei Punkte können sich noch bewegen: Der britische und der europäische Eintrag beruhen auf einem Rückschluss und nicht auf einem Dokument, der Volltext der größten Studie war nicht zugänglich, und drei registrierte Studien könnten noch veröffentlichen.

myPeptides Research & Editing. (2026). Ara-290: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit. Version 1.0, 15. September 2026. myPeptides Peptid-Register. Abgerufen von https://mypep.app/peptides/ara-290

Wie die Seiten dieses Registers entstehen und bewertet werden, steht unter Methodik; das vollständige Register findet sich unter Peptide. Fragen zur Lagerung behandelt allgemein die Seite Peptid-Lagerung.

FassungDatumÄnderung
1.02026-09-15Erstveröffentlichung

Zuletzt geprüft: 15. September 2026. Nächste Prüfung: bei einer Veröffentlichung aus den drei schweigenden Registrierungen, bei einer neu registrierten Studie oder bei einer Änderung der Anti-Doping-Einstufung.

Identifikatoren

IdentifikatorWert
CAS-Nummer1208243-50-8
PubChem CID91810664
UNII9W5677JKDA
InChIKeyWZTIQQBMSJTRBR-WYKNNRPVSA-N
DrugBankDB13006
ChEMBLCHEMBL3545305
WikidataQ27273306
SummenformelC51H84N16O21
Molekülmasse1257.3
SequenzPyr-Glu-Gln-Leu-Glu-Arg-Ala-Leu-Asn-Ser-Ser

Diese Seite zitieren

Nimm diese Angabe, wenn du die Seite zitierst, und den JSON-Export, wenn du sie maschinell verarbeitest.

myPeptides Research & Editing (2026). Ara-290: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit (Version 1.0). myPeptides. https://mypep.app/de/peptides/ara-290

Maschinenlesbare Fassung (JSON)

Zuletzt geprüft: September 2026

Theorie in die Praxis bringen

Kostenlose Tools, die die Konzepte von oben in echte Zahlen übersetzen — ohne Anmeldung.

Nimm myPeptides mit

Dosen, Pläne und Fortschritt am Handy verfolgen — Ende-zu-Ende verschlüsselt.

Dieser Beitrag dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. myPeptides gibt keine Dosierungsempfehlungen.