BPC-157 vs. TB-500: Unterschiede, Studienlage und Sicherheit
Kurz gesagt
BPC-157 besteht aus 15 Aminosäuren. TB-500 bezeichnet hier Ac-LKKTETQ, ein acetyliertes Fragment aus sieben Aminosäuren. Ein belastbarer Vergleich beim Menschen fehlt. Eine Rattenstudie untersuchte beide einzeln und gemeinsam, bestätigte aber die chemische Identität ihres TB-500-Produkts nicht. Daraus lässt sich nicht ableiten, welcher Stoff beim Menschen wirksamer oder sicherer wäre.
Auf einen Blick
Wie sie wirken
Mit TB-500 ist hier Ac-LKKTETQ gemeint, entsprechend der analytischen Identifizierung und der FDA-Definition von 2026 [5], [38]. Der Handelsname allein belegt den Inhalt eines Produkts nicht. TB-4 (Thymosin β4) hat 43 Aminosäuren; nicht acetyliertes LKKTETQ / Fequesetid hat sieben, aber eine andere chemische Struktur. Der Vergleich TB-500 vs. TB-4 ordnet die jeweiligen Studien ein. Eine Messung, wie die beiden Peptide im menschlichen Körper wirken, ist in den ausgewerteten Quellen nicht auffindbar. Alles Folgende stammt aus Versuchen an Zellkulturen oder an Tieren und ist deshalb eine Annahme.
BPC-157. Ein gesicherter Angriffspunkt dieser Kette aus 15 Bausteinen im Körper ist in den für diese Seite ausgewerteten Quellen nicht auffindbar. Im Umlauf sind vier Erklärungsversuche:
- Wachstum neuer Blutgefäße. In menschlichen Zellen der Gefäßinnenwand soll der Stoff einen Rezeptor für das Wachstumssignal VEGF eingeschaltet haben [1].
- Stickstoffmonoxid. Bei Ratten mit einer Durchblutungsstörung des Dickdarms ließ die Wirkung nach, sobald die Bildung dieses gefäßerweiternden Botenstoffs blockiert war [2].
- Wandernde Sehnenzellen. Sehnenzellen von Ratten breiteten sich in der Kulturschale stärker aus und wanderten mehr, teilten sich aber nicht häufiger [3].
- Botenstoffe des Nervensystems. Bei Ratten unter Stress blieb der Schutz des Magens aus, wenn Dopamin oder Adrenalin blockiert wurden [4].
TB-500. Dieses im Labor hergestellte Stück aus sieben Bausteinen bildet die Positionen 17 bis 23 des menschlichen Eiweißes Thymosin β4 nach und trägt zusätzlich eine kleine chemische Kappe [5].
- Bindung an das Zellgerüst. Sein Abschnitt ist genau die Stelle, mit der Thymosin β4 an Aktin bindet, jenes Eiweiß, aus dem Zellen ihr inneres Gerüst bauen [6]. Für sich allein muss das Bruchstück allerdings nicht auf dieselbe Weise binden [7].
- Ein Ersatz für das ganze Eiweiß? Bei alten Mäusen heilte eine Fassung ohne Kappe Hautwunden ungefähr so gut wie das vollständige Eiweiß [8].
- Womöglich wirkt ein Abbauprodukt. Eine Studie von 2024 legt nahe, dass nicht TB-500 selbst, sondern ein daraus abgespaltenes Bruchstück für die Wirkung auf Wunden verantwortlich sein könnte [9].
- Der entzündungshemmende Teil fehlt. Diese Wirkung des Thymosin β4 schreibt die Fachliteratur einem anderen Abschnitt zu, der in TB-500 nicht vorkommt [6], [7].
Der wesentliche Unterschied liegt in der Herkunft. BPC-157 gilt als Bruchstück eines Magen-Eiweißes, für dessen Nachweis außerhalb der Ursprungsgruppe sich kein Beleg finden ließ [10]. TB-500 bildet dagegen ein bekanntes menschliches Eiweiß nach. Die beiden bestehen aus verschiedenen Bausteinfolgen und wirken vermutlich auf verschiedene Weise, gemeinsam ist ihnen nur der Markt [11].
Was die Studien zeigen
Direkter Vergleich: Sehnenheilung bei Ratten
Tierversuch; Stoffidentität offen Biçer und Kollegen untersuchten 32 Ratten in vier Gruppen, mit jeweils nur vier Sehnen pro Gruppe für den einzelnen Endpunkt. Unter dem als TB-500 bezeichneten Material wurden eine höhere Reißfestigkeit (p < 0,05) und niedrigere Bonar- und Movin-Werte berichtet (p = 0,016 und p = 0,017); die Kombination brachte keinen Zusatznutzen [11]. Die Methoden nennen jedoch nur eine Katalogreferenz, keine Sequenz, CAS-Nummer oder analytische Identitätsprüfung. Der Befund lässt sich daher weder Ac-LKKTETQ noch vollständigem TB-4 sicher zuordnen.
BPC-157 allein
Tierdaten Bei Ratten mit durchtrennter Achillessehne hielten die behandelten Sehnen über 14 Tage höheren Zugkräften stand als bei Tieren, die nur Kochsalzlösung bekamen [12]. Ein Modell zur Heilung zwischen Sehne und Knochen berichtete über 21 Tage eine Besserung [13]. Nach Durchtrennung eines Oberschenkelmuskels kehrten Kraft und Gangbild über 72 Tage zurück [14].
Tierdaten Wurde der Magen von Ratten durch Stress, Alkohol oder ein Schmerzmittel geschädigt, fielen die Schäden unter Behandlung milder aus [15]. Eine unabhängige Gruppe aus China berichtete auf zwei Dosisstufen eine Hemmung der Geschwüre um 45,7 bis 65,6 Prozent [16]. Fast alle übrigen Arbeiten stammen aus einer einzigen Gruppe in Zagreb [10].
Gesamtbild Eine Übersichtsarbeit von 2025 sichtete 544 Veröffentlichungen und behielt 36 davon, und nur 1 davon schloss Patienten ein [17]. Sie kam zu dem Schluss, dass brauchbare Daten vom Menschen völlig fehlen [17].
Behandlungsfälle Eine Praxis erreichte 16 von 17 Patienten, denen der Stoff ins Knie gespritzt worden war, am Telefon. Von den 12, die nur BPC-157 bekommen hatten, berichteten 11 von einer deutlichen Besserung [18]. Eine Vergleichsgruppe gab es nicht.
Behandlungsfälle Bei 12 Frauen mit einer schmerzhaften Blasenerkrankung verschwanden die Beschwerden bei 10, bei den übrigen 2 besserten sie sich um 80 Prozent [19]. Ohne Vergleichsgruppe lässt sich nicht ausschließen, dass einfach die Zeit geholfen hat.
Angemeldete Studien Gezählt werden drei Studien am Menschen, und keine hat ein Ergebnis hinterlegt [20]. Der Eintrag der frühen Sicherheitsstudie mit 42 gesunden Freiwilligen wurde seit dem 17. Dezember 2015 nicht mehr aktualisiert [21]. Ein weiterer Eintrag bleibt ungezählt, weil derselbe Auftraggeber auch Einträge angelegt hat, die sich selbst als Musterstudie oder erfundenes Beispiel bezeichnen [22].
TB-500 allein
Laborversuch Eine Studie von 2024 verfolgte, was aus TB-500 und seinen Abbauprodukten in menschlichem Blutserum und in Ratten wird. Im Wundtest in der Kulturschale wirkte nur ein bestimmtes Bruchstück deutlich, das verabreichte Peptid selbst dagegen gar nicht [9].
Tierdaten Ein Gel, in das TB-500 chemisch fest eingebaut war, ließ die Oberfläche der Hornhaut nach einer Laugenverätzung schneller nachwachsen [23]. Das Ergebnis gilt für diese Zubereitung und nicht für den freien Stoff. Die Fassung aus sieben Bausteinen ohne Kappe ließ bei alten Mäusen Hautwunden heilen [8], sie ist aber nicht das Bruchstück mit Kappe, das als TB-500 verkauft wird.
Eine verifizierte klinische Studie zu Ac-LKKTETQ wurde nicht gefunden. Die FDA fand 2026 keine auswertbaren klinischen Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit. Undokumentierte Anwendungen sind damit nicht ausgeschlossen [24], [25], [38].
Die FDA-Bewertung von 2026 nennt außerdem zwei Meldungen über als TB-500/BPC-157 bezeichnete Mischprodukte in ihrem Beschwerdesystem für Lebensmittel. Beide enthielten keine Sicherheitsbewertung. Sie klären weder den verantwortlichen Stoff noch Wirksamkeit, Sicherheit oder die Häufigkeit unerwünschter Ereignisse [38].
Das Ausgangseiweiß ist ein anderes Molekül
Die klinischen Entwicklungsprogramme für vollständiges Thymosin β4 betreffen ein anderes Molekül. Ihre Ergebnisse und Dosierungen lassen sich Ac-LKKTETQ nicht zuschreiben. Auch Befunde zum nicht acetylierten LKKTETQ sind nicht direkt auf das acetylierte Fragment übertragbar [25], [26], [27].
Phase-3-RCT Bei einer Hornhauterkrankung, bei der die Nerven des Auges geschädigt sind, heilten unter Tropfen mit dem Eiweiß 6 von 10 behandelten Augen, unter Scheintropfen 1 von 8. Der Unterschied verfehlte knapp die übliche Schwelle für einen gesicherten Befund (p = 0,0656), und die Studie endete nach 18 Teilnehmern [28]. Auf TB-500 lässt sich nichts davon übertragen.
Warum sich die Zahlen nicht vergleichen lassen
Abgesehen von dem einen Rattenversuch wurden die beiden Peptide an verschiedenen Tierarten und Verletzungen geprüft, mit anderen Dosen, anderen Messgrößen und über andere Zeiträume. Ihre Zahlen lassen sich deshalb nicht gegeneinander aufrechnen. Ein direkter Vergleich am Menschen ist nicht auffindbar.
Dosierungen in den Studien
Diese Dosierungen stammen aus den zitierten Studien und stehen hier nur als Beleg. Sie sind keine Empfehlung und taugen nicht als Anleitung für eine eigene Anwendung.
| Studie | Substanz | Modell | Dosis | Verabreichung | Dauer | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Biçer 2026, Sehnenheilung gegen TB-500 | BPC-157 | Ratte, rund 330 g | 10 µg/kg pro Tag | In die Bauchhöhle | 4 Wochen | [11] |
| Biçer 2026, Achillessehne | TB-500 laut Bezeichnung; Stoffidentität ungeklärt | Ratte | 60 µg/kg pro Tag | In die Bauchhöhle | 4 Wochen | [11] |
| Sikirić 1996, Magenläsionen | BPC-157 | Ratte | 10 µg/kg und 10 ng/kg | In die Bauchhöhle | Einmalig, akut | [15] |
| Staresinic 2003, durchtrennte Achillessehne | BPC-157 | Ratte | 10 µg/kg, 10 ng/kg oder 10 pg/kg | In die Bauchhöhle | Täglich bis Tag 14 | [12] |
| Xue 2004, Magengeschwür | BPC-157 | Ratte | 400 ng/kg und 800 ng/kg | In den Muskel oder in den Magen | Je nach Modell | [16] |
| Krivic 2006, Heilung zwischen Sehne und Knochen | BPC-157 | Ratte | 10 µg/kg, 10 ng/kg oder 10 pg/kg | In die Bauchhöhle | Täglich bis Tag 21 | [13] |
| Staresinic 2006, durchtrennter Quadrizeps | BPC-157 | Ratte | 10 µg/kg, 10 ng/kg oder 10 pg/kg | In die Bauchhöhle | Täglich bis Tag 72 | [14] |
| NCT02637284, Phase 1 | BPC-157 | Mensch, 42 gesunde Freiwillige | Tabletten zu 1 mg, 1 bis 6 Stück je Gabe | Über den Mund | Geplant über 14 Tage | [21] |
| Lee 2024, Vorstudie zu einer chronischen Blasenerkrankung | BPC-157 | Mensch, 12 Frauen | 10 mg insgesamt | Spritze bei der Blasenspiegelung | Ein Eingriff | [19] |
| Philp 2003, Hautreparatur | Bruchstück ohne chemische Kappe | Alte Maus | In der Kurzfassung nicht beziffert | Auf die Wunde | Auswertung an Tag 7 | [8], [38] |
| Rahaman 2024, Abbau im Körper | TB-500 | Ratte und Kulturschale | In der Kurzfassung nicht beziffert | Nicht angegeben | Proben bis 72 Stunden | [9] |
Die Angabe zur Phase-1-Studie gibt nur wieder, was ein Registereintrag geplant hatte, und das Register führt für diese Studie kein Ergebnis. Eine Dosis von TB-500 am Menschen ist in den ausgewerteten Quellen nicht auffindbar, und in keinem geprüften Markt ist für eines der beiden Peptide eine Dosis zugelassen.
Nebenwirkungen und Sicherheit
Kontrollierte Sicherheitsdaten vom Menschen sind für keines der beiden Peptide auffindbar.
BPC-157
- In zwei kleinen Fallsammlungen keine Nebenwirkungen. Bei 16 und 12 Patienten ohne Vergleichsgruppe sagt das über die Sicherheit nichts aus [18], [19].
- Keine Untersuchung zur Giftigkeit auffindbar. Dass sich keine Dosis als tödlich erwiesen habe, erwähnt die Ursprungsgruppe nur beiläufig in ihren Arbeiten [29].
- Offene Fragen der FDA. Die Behörde nennt mögliche Abwehrreaktionen des Körpers und unbekannte Verunreinigungen, und zu beidem gibt es keine Daten vom Menschen [30].
- Ungeprüfte Risiken. Eine Studie dazu, ob der Stoff Krebs auslösen oder das Erbgut schädigen kann, ist in den ausgewerteten Quellen nicht auffindbar [31], [32].
TB-500
- Eine Liste der Nebenwirkungen ist nicht auffindbar, weil sich in den ausgewerteten Quellen keine Studie am Menschen findet [24].
- Dieselben Bedenken der FDA. Abwehrreaktionen und Verunreinigungen nennt die Behörde auch für Zubereitungen des Bruchstücks [24].
- Ein einziger Zelltest. Weder das Peptid noch seine Abbauprodukte schädigten in einem Laborversuch die Zellen [9]. Eine einzelne Zelllinie ersetzt aber keine Prüfung der Sicherheit.
- Ungeprüfte Risiken. Ein Stoff, der neue Blutgefäße und die Wanderung von Zellen fördert, wirft Fragen zu unentdeckten Tumoren auf, und eine Studie dazu ist in den ausgewerteten Quellen nicht auffindbar [6], [32].
Bei beiden ist zudem fraglich, was tatsächlich in der Ware steckt. Ein Universitätslabor für den Pferderennsport berichtete, dass die meisten als TB-500 beschrifteten Proben überhaupt keine Eiweiße, Peptide oder deren Bausteine enthielten [33]. Bei BPC-157 hält die FDA Identität und Verunreinigungen des Materials für ungeklärt [30]. Zu wiederholten Spritzen, zur Schwangerschaft und zu Kindern sind bei TB-500 keine Daten auffindbar [24].
Diese Seite stellt keine Rangfolge der beiden auf. Fehlende Daten sind kein Beleg für Sicherheit.
Zulassung und Rechtslage
Als Arzneimittel ist keines der beiden Peptide in einem der geprüften Märkte zugelassen, Stand 6. September 2026. Australien führt beide seit dem 1. Juni 2024 namentlich als verschreibungspflichtig, und ein Anhang macht schon den Besitz ohne Erlaubnis rechtswidrig [34], [35]. Die FDA nennt beide unter den Stoffen, die für die Anfertigung in Apotheken vorgeschlagen und dann zurückgezogen wurden [30], [24]. Die Welt-Anti-Doping-Agentur verbietet beide jederzeit: BPC-157 seit dem 1. Januar 2022 in Abschnitt S0, TB-500 in Abschnitt S2.3 als nicht spezifizierte Substanz [36], [37]. Mehr dazu steht unter im Sport verbotene Peptide.
Gemeinsam angewendet?
Im Handel gibt es die beiden auch als fertige Mischung. Das Verzeichnis führt die Kombination gleich zweimal, als BPC-157 + TB-500 Blend und als zweiten Eintrag mit denselben beiden Bestandteilen in umgekehrter Reihenfolge. Außerdem tauchen beide Peptide dort gemeinsam in mehreren Mischungen mit weiteren Inhaltsstoffen auf. Für keines der beiden Peptide ist in den hier geprüften Märkten ein Arzneimittel zugelassen.
Direkter Vergleich, Tierdaten · Auffindbar ist nur ein einziger Versuch, der die beiden einzeln und gemeinsam prüfte. In der vierwöchigen Sehnenstudie an Ratten brachte die Kombination keinen Vorteil [11].
Für eine Kombination aus BPC-157 und eindeutig identifiziertem Ac-LKKTETQ liegt in den ausgewerteten Quellen keine klinische Studie vor. Die kleine Fallserie zu Knieschmerzen nennt als Kombinationspartner TB-4; sie belegt damit keine Wirkung des hier definierten TB-500-Fragments [18]. Ein fiktiver Registereintrag liefert ebenfalls keine klinischen Belege [25].
Mehrere Lücken betreffen die Mischung ebenso wie jeden ihrer Bestandteile. Eine Messung, wie der Körper beide zusammen verarbeitet, ist nicht auffindbar. Für jeden der beiden Stoffe sind Fragen zu Verunreinigungen und Abwehrreaktionen offen [30], [24]. Laborbefunde zu Ware, die als TB-500 verkauft wird, zeigen außerdem, dass das Etikett nicht garantiert, was im Vial steckt [33].
Für Sportler greifen bei einer Mischung beide Verbote zugleich, Abschnitt S0 für BPC-157 und Abschnitt S2.3 für TB-500 [37].
Diese Seite nennt weder Mengen noch ein Schema für die Kombination. Zu BPC-157 und TB-500 gibt es jeweils eine ausführliche Monographie.
Häufige Fragen
Was ist besser, BPC-157 oder TB-500?
Das lässt sich aus den vorhandenen Studien nicht beurteilen. Die Rattenstudie belegt keine Überlegenheit beim Menschen; zudem wurde die chemische Identität ihres TB-500-Produkts nicht bestätigt. Ein belastbarer direkter Vergleich beim Menschen fehlt.
Ist BPC-157 oder TB-500 sicherer?
Dazu fehlen vergleichbare Sicherheitsdaten beim Menschen. Für das eindeutig bestimmte Fragment Ac-LKKTETQ fand die FDA 2026 keine auswertbaren klinischen Daten. Diese Lücke erlaubt keine Aussage darüber, welcher Stoff sicherer wäre.
Was ist der Unterschied zwischen BPC-157 und TB-500?
BPC-157 ist ein synthetisches Peptid aus 15 Aminosäuren. TB-500 meint hier das acetylierte Fragment Ac-LKKTETQ aus sieben Aminosäuren mit etwa 889 g/mol. Das vollständige TB-4 hat dagegen 43 Aminosäuren und etwa 4,9 kDa. Der Handelsname TB-500 wird uneinheitlich verwendet und belegt allein keine bestimmte Zusammensetzung.
Kann man BPC-157 und TB-500 zusammen anwenden?
Ein zusätzlicher Nutzen von Ac-LKKTETQ zusammen mit BPC-157 ist beim Menschen nicht belastbar belegt. Eine Rattenstudie von 2026 fand keinen Zusatznutzen, nannte aber weder die Sequenz noch eine analytische Identitätsprüfung ihres als TB-500 bezeichneten Materials.
Ist TB-500 dasselbe wie Thymosin beta-4?
Das hier beschriebene Ac-LKKTETQ ist ein Fragment aus sieben Aminosäuren, während vollständiges Thymosin beta-4 aus 43 besteht. Es sind verschiedene Moleküle. Deshalb belegen klinische TB-4-Studien weder Wirkung noch Sicherheit des Fragments. Auch Ergebnisse zu nicht acetyliertem LKKTETQ sind nicht direkt auf Ac-LKKTETQ übertragbar.
Sind BPC-157 und TB-500 im Sport verboten?
Ja, beide, und zwar jederzeit. BPC-157 steht namentlich in Abschnitt S0 der Verbotsliste 2026, und das schon seit dem 1. Januar 2022. TB-500 steht in Abschnitt S2.3, wo jeder Stoff als nicht spezifische Substanz gilt, also in der strengeren Kategorie.
Wurden BPC-157 und TB-500 am Menschen geprüft?
Zu BPC-157 gibt es zwei kleine Fallserien ohne Vergleichsgruppe und drei registrierte Studien ohne hinterlegte Ergebnisse. Für eindeutig bestimmtes Ac-LKKTETQ fand die FDA 2026 keine auswertbaren klinischen Daten. Das schließt undokumentierte Anwendungen von Produkten mit der Aufschrift TB-500 nicht aus.
Wie lange bleiben BPC-157 und TB-500 im Körper?
Bei Ratten und Beagle-Hunden baut der Körper die Hälfte einer Gabe BPC-157 in weniger als 30 Minuten ab. Zu TB-500 fand eine Rattenstudie, dass in den ersten sechs Stunden ein bestimmtes Abbauprodukt überwog und ein anderes nach 72 Stunden noch vorhanden war. Messungen beim Menschen sind für keinen der beiden in den für diese Seite ausgewerteten Quellen auffindbar.
Was steckt in Produkten, die als TB-500 oder BPC-157 verkauft werden?
Oft nicht das, was auf dem Etikett steht. Ein Universitätslabor für den Pferderennsport berichtete, dass die meisten als TB-500 beschrifteten Proben überhaupt keine Eiweiße, Peptide oder deren Bausteine enthielten. Bei BPC-157 hält die FDA die Identität des Materials und seine Verunreinigungen für ungeklärt.
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- Therapeutic Goods (Poisons Standard—June 2024) Instrument 2024. Authorised version F2024L00589, signed 28 May 2024, effective 1 June 2024. Schedule 4 entry and Appendix D, clause 5, item 5. https://faolex.fao.org/docs/pdf/aus227554.pdf
- Therapeutic Goods (Poisons Standard—June 2026) Instrument 2026, authorised version F2026L00633, registered 28 May 2026, in force 1 June 2026; Schedule 4 entries "# TB-500." and "# THYMOSIN BETA 4 (THYMOSIN β4)." with Appendix D clause 5 items 35 and 36. The same two entries appear in the June 2024 instrument F2024L00589 as items 34 and 35. Full text of both extracted 6 September 2026.
- World Anti-Doping Agency. WADA publishes 2022 Prohibited List. Approved by the Executive Committee on 14 September 2021, effective 1 January 2022. https://www.wada-ama.org/en/news/wada-publishes-2022-prohibited-list
- World Anti-Doping Agency. The 2026 Prohibited List, International Standard; sections S0 and S2.3 reviewed in full. Wording verified 6 September 2026 from the official promulgation, BGBl. III Nr. 219/2025, issued 30 December 2025. https://www.wada-ama.org/en/prohibited-list
- US Food and Drug Administration (2026). Evaluation of TB-500-related Bulk Drug Substances. Chemical identity, clinical evidence and two unevaluated blend reports, pp. 7–10 and 22–30. Checked 30 September 2026. https://www.fda.gov/media/193349/download
