AHK-Cu vs. GHK-Cu: Unterschiede, Studienlage und Sicherheit
Kurz gesagt
AHK-Cu und GHK-Cu sind Kupferkomplexe zweier Tripeptide, die sich in einem Baustein unterscheiden. GHK kommt natürlich vor und wird seit Jahrzehnten an Zellen und Tieren erforscht. Seine zwei kontrollierten Studien am Menschen verfehlten ihre objektiven Ziele. Zum künstlichen AHK-Cu gibt es eine Studie an Haarwurzeln in der Laborschale. Als Arzneimittel zugelassen ist keines. Ein direkter Vergleich ließ sich nicht finden.
Auf einen Blick
Wie sie wirken
Für keines der beiden Kupferpeptide ist belegt, wie es im Menschen wirkt. Alles Folgende stammt aus Zellen, aus Gewebe in der Laborschale oder aus Tierversuchen, und jeder Punkt ist deshalb eine Vermutung.
GHK-Cu. GHK ist die Abfolge der drei Bausteine Glycin, Histidin und Lysin, die im menschlichen Blutserum vorkommt [1]. In GHK-Cu ist sie an ein Kupfer-Ion gebunden [2]. Dieselbe Dreierfolge steckt im Kollagen vom Typ I, dem wichtigsten Gerüsteiweiß der Haut. Daraus entstand die Vermutung, dass eine Verletzung das Peptid aus dem Gewebe freisetzt [3].
- Kollagen in Hautzellen. Fibroblasten sind die Zellen, die Bindegewebe aufbauen. In menschlichen Fibroblasten in Kultur stieg die Kollagenbildung ab etwa 10⁻¹² mol/l an und erreichte bei 10⁻⁹ mol/l ihren Höhepunkt, ohne dass sich die Zahl der Zellen änderte [3].
- Das Zuckergerüst zwischen den Zellen. Dieselben Zellen bildeten mehr schwefelhaltige Glykosaminoglykane, also Zuckerketten, die den Raum zwischen den Zellen füllen. Die Reaktion verlief glockenförmig, mit einem Höhepunkt bei 10⁻⁹ bis 10⁻⁸ mol/l [4].
- Ein Träger für Kupfer. Im Reagenzglas konkurriert GHK mit Albumin, dem wichtigsten Bluteiweiß, um Kupfer. Bei gleicher Konzentration saßen rund 42 Prozent des Kupfers am Peptid. Bei den Konzentrationen, wie sie im Blut vorkommen, waren es nur etwa 6 Prozent, die an kleinen Molekülen saßen [5].
- Womöglich kommt es gar nicht auf das Kupfer an. Wo beides an Hautzellen geprüft wurde, erzielte kupferfreies GHK dasselbe Ergebnis wie der Komplex [6].
AHK-Cu. Bei AHK-Cu steht am vorderen Ende der Kette Alanin statt Glycin, chemisch ist das eine einzige zusätzliche Methylgruppe [7]. Alle Daten zur Wirkweise stammen aus einer einzigen Studie, die 2007 erschien [8].
- Zellen aus der Haarwurzel. Die dermale Papille ist das kleine Gewebebündel, das ein Haar versorgt. Ihre Zellen vermehrten sich stärker und zeigten in einem gängigen Wachstumstest eine höhere Überlebensrate [8].
- Signale für das Überleben der Zelle. Berichtet wurde eine Verschiebung bei zwei Eiweißen, die über das Überleben einer Zelle entscheiden, nämlich ein höheres Verhältnis von Bcl-2 zu Bax. Eine statistische Prüfung dazu fehlt allerdings [8].
- Eine längere Wachstumsphase. Menschliche Haarwurzeln, die in der Laborschale am Leben gehalten wurden, wuchsen unter Behandlung länger [8].
Der Kernunterschied liegt darin, wo die beiden Stoffe untersucht wurden. Die Forschung zu GHK-Cu dreht sich um Hautzellen, Wunden und Bindegewebe, während die zu AHK-Cu aus einem einzigen Versuch an der Haarwurzel besteht.
Eine Übersichtsarbeit von 2026 hält fest, die Signalwege von AHK-Cu seien „less well characterized than GHK-Cu“ (schlechter beschrieben als die von GHK-Cu) [9]. Die Studie von 2007 prüfte zudem weder Kupfer allein noch das kupferfreie Peptid zum Vergleich. Ob das Peptid, das Kupfer oder der Komplex wirkt, ist deshalb ungeprüft [8].
Was die Studien zeigen
Eine Studie, die AHK-Cu und GHK-Cu direkt vergleicht, ist in der für diese Seite ausgewerteten Literatur nicht auffindbar. Die Patentschrift von 1996, die AHK-Cu zuerst beschreibt, nennt den Stoff auf der Haut von Mäusen aktiver als verwandte Peptide [7]. Diese Behauptung steht in einem Patent und nicht in einer Fachzeitschrift mit Begutachtung, und sie nennt keinen Versuch, der den Stoff gegen GHK-Cu prüft.
Wie viele Daten es zu beiden gibt
Systematische Übersicht Eine Übersichtsarbeit von 2026 zu GHK-Cu durchsuchte drei große Literaturdatenbanken und schloss 20 Studien ein, davon 18 vorklinische und 2 randomisierte kontrollierte Studien [10]. Ihre Autoren schreiben, die Befunde seien „constrained by methodological variability and a limited number of well-designed clinical studies“ (durch uneinheitliche Methoden und die geringe Zahl gut angelegter klinischer Studien begrenzt).
Datenlage Zu AHK-Cu besteht die gesamte Literatur aus einer von Fachleuten geprüften Arbeit, einer Patentschrift und einer Übersichtsarbeit, die die Zahlen dieser Arbeit wiedergibt. Literatursuchen am 20. September 2026 fanden keine weitere Studie, die den Stoff prüft [11]. Registerabfragen am selben Tag fanden keine Studie am Menschen [12].
Angemeldete Studien Eine überprüfte Studie mit GHK-Cu allein ist nicht angemeldet [13]. Ein Registereintrag, der das Peptid nennt, prüft bei 27 Menschen ein Gerät zusammen mit einem Booster-Serum. Ein anderer will bei 100 Menschen die Blutspiegel unter einem Pflaster messen. Keiner der beiden gibt GHK-Cu als die geprüfte Behandlung an.
Haar: was tatsächlich geprüft wurde
Organkultur außerhalb des Körpers Menschliche Haarwurzeln wuchsen länger, wenn AHK-Cu der umgebenden Nährlösung zugesetzt wurde, im Bereich von 10⁻¹² bis 10⁻⁹ M [8]. Die Übersichtsarbeit von 2026 gibt einen weiteren Bereich an, 10⁻¹³ bis 10⁻⁷ M, und nennt 10⁻⁹ M die günstigste Konzentration [9].
Zellkultur, nicht signifikant Bei 10⁻⁹ M sank die Zahl der absterbenden Haarwurzelzellen, doch die Arbeit hält fest, dass „this decrease was not statistically significant“ (dieser Rückgang war statistisch nicht signifikant) [8]. Nach den Worten der Autoren hat ihre Studie die Wirkung auf den Zelltod lediglich „proposed“ (vorgeschlagen). Es ist das einzige Ergebnis zu AHK-Cu, das überhaupt statistisch geprüft wurde.
Tierdaten, nicht von Fachleuten geprüft Nach einer Spritze in die Haut von C3H-Mäusen berichtet die Patentschrift aktives Haarwachstum zwischen Tag 14 und Tag 20 [7]. Am stärksten war der Effekt um Tag 29 herum, auf Flächen von etwa 0,5 bis 5 cm². Eine Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift oder eine Wiederholung dieser Mausdaten ließ sich nicht finden [11].
Randomisierte Studie am Menschen, Kombinationspräparat Eine veröffentlichte Studie am Menschen, die GHK-Cu allein am Haar prüft, ließ sich nicht finden. Bei 45 Männern mit anlagebedingtem Haarausfall stieg die Zahl der Haare nach sechs Monaten täglicher Anwendung einer Lösung in zwei Gruppen um 52,6 und 71,5. Unter Placebo betrug der Zuwachs 9,6 [14]. Das Präparat war eine Verbindung aus 5-Aminolävulinsäure und kupferfreiem GHK.
Beobachtungsdaten Eine offene Untersuchung an 1000 Patienten berichtete bei 83 Prozent von weniger Haarausfall. Sie hatte keine Vergleichsgruppe, und ihre Zubereitung enthielt fünf Wachstumsfaktoren, Thymosin beta-4 und Copper Tripeptide-1 zugleich [15]. In vier weiteren Fallberichten wurde ein Kupferpeptid zusammen mit Finasterid auf die Haut aufgetragen [16].
Beim Haar gibt es zu AHK-Cu also stoffeigene Daten nur aus der Laborschale und aus einer Patentschrift. Zu GHK-Cu gibt es Daten vom Menschen nur für Mischungen. Für keinen der beiden liegt eine kontrollierte Haarstudie mit dem Stoff allein vor.
Haut und Wunden: nur Daten zu GHK-Cu
Randomisierte Studie am Menschen Die größte kontrollierte Studie verglich drei Cremes bei 86 Patienten mit Beingeschwüren infolge einer Venenschwäche. Eine Creme mit 0,4 Prozent Kupfertripeptid schnitt nicht besser ab als eine wirkstofffreie Scheincreme: „There was no difference between the latter two treatments.“ (Zwischen den beiden letztgenannten Behandlungen gab es keinen Unterschied.) [17]
Randomisierte Studie am Menschen Dreizehn Patienten schlossen eine Studie zu einer GHK-Cu-Hautpflege nach einer Laserbehandlung der Haut ab und wurden 12 Wochen lang begleitet. Die Autoren berichten, dass „objective evaluation found no significant improvement in wrinkles or overall skin quality“ (die objektive Auswertung keine signifikante Besserung bei Falten oder der Hautqualität insgesamt ergab) [18]. Höher lag nur die selbst berichtete Zufriedenheit (p = 0,04).
Tierdaten Bei Ratten mit schlecht durchbluteten offenen Wunden schrumpfte die Wundfläche unter einem Gel mit Kupfertripeptid bis zum 13. Tag um 64,5 Prozent. Unter dem Gel ohne Peptid waren es 45,6 Prozent, ganz ohne Behandlung 28,2 Prozent [19]. In Wundkammern bei Ratten baute sich Bindegewebe umso stärker auf, je höher die Konzentration war [20].
Tierdaten Bei 72 Ratten, denen im Knie ein Kreuzband ersetzt worden war, war das Gelenk in der Gruppe mit der niedrigeren Konzentration nach sechs Wochen weniger locker. Nach zwölf Wochen war der Unterschied verschwunden, und die Autoren nennen den Effekt vorübergehend [21].
Keine Daten Zu AHK-Cu ließ sich bei keinem Lebewesen eine Studie zu Haut, Falten oder Wunden finden [11]. Die Ergebnisse zu Kollagen und Wundheilung, die oft für AHK-Cu angeführt werden, gehören zu GHK-Cu [9].
Der Weg durch die Haut
Versuch an gespendeter Haut In einem Versuch mit GHK-Cu an gespendeter menschlicher Haut hielten die Autoren fest: „almost no peptide or copper permeated through intact human skin“ (durch unverletzte menschliche Haut drang fast kein Peptid und fast kein Kupfer) [22]. Durch Haut, die mit winzigen Nadeln vorbehandelt war, gingen in neun Stunden 134 ± 12 Nanomol Peptid und 705 ± 84 Nanomol Kupfer hindurch.
Keine Daten Eine Messung, ob AHK-Cu durch unverletzte Haut gelangt, ließ sich bei keinem Lebewesen finden [11].
Warum sich die Zahlen nicht nebeneinanderstellen lassen
Die beiden Stoffe wurden in verschiedenen Modellen geprüft, mit anderen Konzentrationen, anderen gemessenen Ergebnissen und über andere Zeiträume. Die meisten Zahlen zu AHK-Cu beschreiben die Flüssigkeit um Zellen herum, während die Studien zu GHK-Cu Cremes auf Wunden und Haut verwendeten.
Dosierungen in den Studien
Diese Dosierungen stammen aus den zitierten Studien und stehen hier nur als Beleg. Sie sind keine Empfehlung und taugen nicht als Anleitung für eine eigene Anwendung.
| Studie | Substanz | Modell | Dosis | Verabreichung | Dauer | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Pyo 2007, Haarwurzeln und Zellen daraus | AHK-Cu | Menschliche Haarwurzeln außerhalb des Körpers; menschliche Zellen der dermalen Papille | 10⁻¹² bis 10⁻⁹ M; die Versuche zum Zelltod liefen bei 10⁻⁹ M | Der Nährlösung zugesetzt | Dauer der Kultur, in der Kurzfassung nicht genannt | [8] |
| US-Patent 5.538.945, Mausversuche | AHK-Cu | C3H-Maus | Verhältnisse von Peptid zu Kupfer von 2:1 und 1:1 bei 10 mg/ml; 0,5 Prozent auf der Haut | Spritze in die Haut; Auftragen auf die Haut | Messungen bis Tag 34 | [7] |
| Maquart 1988, Kollagen | GHK-Cu | Menschliche Bindegewebszellen | 10⁻¹² bis 10⁻⁷ mol/l, Höhepunkt bei 10⁻⁹ mol/l | In die Nährlösung gegeben | Dauer der Zellkultur | [3] |
| Canapp 2003, schlecht durchblutete Wunden | GHK-Cu | Ratte | Ein Gel mit 2 Prozent Kupfertripeptid | Auf die Haut | 13 Tage, einmal täglich | [19] |
| Fu 2015, Kreuzbandheilung | GHK-Cu | Ratte | 0,3 mg/ml oder 3 mg/ml | In das Gelenk | Wöchentlich über 4 Wochen | [21] |
| Bishop 1992, Beingeschwüre | GHK-Cu | Mensch | Creme mit 0,4 Prozent Kupfertripeptid | Auf die Haut | Dauer der Studie | [17] |
| Lee 2016, Haare | Verbindung mit kupferfreiem GHK | Mensch | 100 mg/ml oder 50 mg/ml einer Verbindung mit 5-Aminolävulinsäure | Auf die Haut | 6 Monate, einmal täglich | [14] |
| Hostynek 2010, Aufnahme durch die Haut | GHK-Cu | Gespendete menschliche Haut | 0,68 Prozent Kupfer in Wasser, als Diacetat | Auf die Haut, im Überschuss | 48 Stunden | [23] |
| Markterhebung Kosmetik 2014 | GHK-Cu | Mensch, Marktdaten | Meist unter 10 ppm, also 0,001 Prozent; Spanne der Erhebung 0,0000001 bis 0,002 Prozent | Auf die Haut | Anwendung über Jahre möglich | [24] |
Konzentrationen aus der Laborschale beschreiben die Flüssigkeit um Zellen herum und lassen sich nicht in eine Menge für einen Menschen umrechnen. Eine veröffentlichte Dosisangabe für den Menschen ließ sich zu AHK-Cu nicht finden, und ebenso wenig eine Studie zur Dosisfindung von gespritztem GHK-Cu am Menschen.
Nebenwirkungen und Sicherheit
Kontrollierte Sicherheitsdaten zum Spritzen ließen sich für keines der beiden Kupferpeptide finden. Für Cremes wurde nur GHK-Cu bewertet.
GHK-Cu
- Eine Bewertung als Kosmetik. Ein Sachverständigengremium kam 2014 zu dem Schluss, die geprüften Inhaltsstoffe seien „safe in the present practices of use and concentration in cosmetics“ (in der damaligen Verwendung und Konzentration in Kosmetika sicher) [24]. Dieses Urteil ist an Konzentrationen von 1 bis 30 ppm gebunden, wobei die meisten Produkte unter 10 ppm lagen. Heute verkaufte Produkte liegen oft deutlich darüber [24].
- Ein benanntes Risiko beim Spritzen. Die FDA schreibt, gespritztes GHK-Cu „may pose risk for immunogenicity due to the potential for aggregation and peptide-related impurities“ (kann ein Risiko für Immunogenität bergen, weil der Stoff verklumpen und peptidbedingte Verunreinigungen enthalten kann) [25]. Immunogenität bedeutet, dass das Immunsystem auf einen Stoff reagieren kann.
- Zwei schwerwiegende Spontanmeldungen. Eine Abfrage der Nebenwirkungsdatenbank der FDA am 7. September 2026 ergab zwei schwerwiegende Meldungen. Die eine beschreibt einen anaphylaktischen Schock, die andere eine unerwünschte Reaktion und eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems [26]. In beiden Fällen waren mehrere Peptide zugleich angewendet worden, und Spontanmeldungen können keine Ursache belegen.
- Kupfer auf der Haut ist nicht harmlos. Eine Studie zu mehreren Kupferverbindungen an Hautzellen hielt fest, dass ihr Potenzial, die Haut zu reizen, „is often overlooked“ (oft übersehen wird) [27].
- Reinheit der Handelsware. Der Bericht von 2014 vermerkt, Handelsware sei „approximately 95% pure, but often includes small amounts of mildly neurotoxic materials“ (etwa 95 Prozent rein, enthalte aber oft kleine Mengen leicht nervenschädigender Stoffe) [24].
- Eine offene Warnung. Im Jahr 2013 hielt das Gremium im Protokoll fest, dass „some small peptides are potent stimulators of angiogenesis“ (manche kleinen Peptide die Bildung neuer Blutgefäße stark anregen). Bei Menschen mit einem unerkannten Hautkrebs „might then be an issue“ (könnte das dann ein Problem sein). Der Abschlussbericht ließ den Punkt fallen, und ein Versuch, der ihm nachgeht, ließ sich nicht finden [28].
AHK-Cu
- Keinerlei Sicherheitsstudie. Eine Prüfung mit einmaliger oder wiederholter Gabe, auf Erbgutschäden oder auf Folgen für die Fortpflanzung ließ sich nicht finden [11]. Die eine Studie maß die Überlebensrate von Zellen, und das ist kein Sicherheitstest [8].
- Keine Bewertung durch Sachverständige. Die amerikanische Inhaltsstoffprüfung behandelt Tripeptide-1 und verwandte Peptide, nicht AHK [24]. Der europäische Verbraucherschutzausschuss hat keine Stellungnahme abgegeben.
- Keine Meldungen über Nebenwirkungen. Die amerikanische Datenbank enthielt am 20. September 2026 keine Meldung unter diesem Namen, zu GHK-Cu dagegen zwei [29]. Bei einem so wenig untersuchten Stoff bedeutet eine Null fast nichts.
- Am größten ist die Lücke beim Spritzen. AHK-Cu steht nicht auf der Risikoliste der FDA [25]. Dort stehen nur Stoffe, die für die Herstellung in Apotheken vorgeschlagen wurden. Das Fehlen zeigt deshalb, dass die Behörde den Stoff nicht kennt, und nicht, dass er unbedenklich wäre.
- Die Reinheit lässt sich nicht prüfen. Einen Arzneibucheintrag gibt es nicht, und die kursierenden Reinheitsangaben stammen von den Verkäufern selbst [30].
Gemeinsame Fragen. Gemessen an der Masse besteht AHK-Cu zu etwa 15,3 Prozent aus Kupfer und GHK-Cu zu etwa 15,8 Prozent, beides aus der Summenformel berechnet [31], [2]. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat für Erwachsene 5 mg Kupfer am Tag als Obergrenze festgelegt, und dieser Wert beschreibt das Schlucken [32].
Beim Spritzen entfällt die Steuerung, mit der der Darm die Aufnahme von Kupfer regelt. Eine Messung des Kupferhaushalts bei wiederholter Anwendung eines der beiden Peptide ließ sich nicht finden [32].
Wie lange einer der beiden Stoffe im menschlichen Körper verbleibt, ließ sich keiner Messung entnehmen. GHK wurde bei Ratten nach dem Spritzen rasch abgebaut [33]; zu AHK-Cu ließ sich bei keinem Lebewesen eine Messung finden [11]. Diese Seite stellt keine Rangfolge der beiden auf.
Zulassung und Rechtslage
Als Arzneimittel ist keiner der beiden Stoffe in einem der sieben geprüften Märkte zugelassen, Stand 7. September 2026 für GHK-Cu und 20. September 2026 für AHK-Cu. Als Kosmetik-Inhaltsstoff ist GHK-Cu unter dem Namen Copper Tripeptide-1 gelistet [34]. AHK-Cu ist in Kosmetika nicht verboten, doch sein Handelsname Copper Tripeptide-3 fehlt im verbindlichen EU-Verzeichnis [34]. Die FDA führt gespritztes GHK-Cu unter den Stoffen, die erhebliche Sicherheitsrisiken bergen können, AHK-Cu dagegen nicht [25]. Namentlich steht keiner der beiden auf der Verbotsliste 2026. Gespritzte Formen fallen unter die Kategorie S0; eine amtliche Klarstellung zu Kosmetika für die Haut ließ sich nicht finden [35], [36]. Mehr dazu steht unter im Sport verbotene Peptide.
Gemeinsam angewendet?
Das Mischungsverzeichnis dieser Website führt kein Produkt, das AHK-Cu und GHK-Cu kombiniert. GHK-Cu taucht dort in mehreren Mischungen mit weiteren Peptiden auf, AHK-Cu in keiner.
Eine Studie der beiden Kupferpeptide zusammen ist in der für diese Seite ausgewerteten Literatur nicht auffindbar, weder am Menschen noch an Tieren oder Zellen. Auch die Haarstudien zu GHK-Cu, die Mischungen verwendeten, konnten den Beitrag eines einzelnen Bestandteils nicht herausrechnen [15].
Diese Seite nennt weder Mengen noch ein Schema für eine Kombination der beiden. Zu AHK-Cu und GHK-Cu gibt es jeweils eine ausführliche Monographie.
Häufige Fragen
Was ist besser, AHK-Cu oder GHK-Cu?
Nach der Studienlage lässt sich keines der beiden als besser bezeichnen, denn eine Studie, die sie direkt vergleicht, ist nicht auffindbar. GHK-Cu wurde in zwei kontrollierten Studien am Menschen geprüft, bei Beingeschwüren und nach einer Laserbehandlung, und beide verfehlten ihre objektiven Ziele. Zu AHK-Cu gibt es eine Studie an Haarwurzeln und Haarwurzelzellen in der Laborschale. Die beiden Datenbestände beantworten verschiedene Fragen.
Ist AHK-Cu oder GHK-Cu sicherer?
Das lässt sich nicht beantworten. Zu GHK-Cu gibt es eine Sicherheitsbewertung durch Sachverständige aus dem Jahr 2014, die Cremes in den damals verwendeten niedrigen Konzentrationen abdeckt und zum Spritzen nichts sagt. Zu AHK-Cu ließ sich weder eine Sicherheitsstudie noch irgendeine Bewertung durch Sachverständige finden. Fehlende Daten sind kein Beleg für Sicherheit.
Was ist der Unterschied zwischen AHK-Cu und GHK-Cu?
Die beiden Peptide unterscheiden sich in einem Baustein am vorderen Ende der Kette, Alanin bei AHK und Glycin bei GHK. GHK kommt im menschlichen Körper vor und ist als Kosmetik-Inhaltsstoff unter dem Namen Copper Tripeptide-1 gelistet. AHK-Cu ist künstlich hergestellt, stammt aus einem Firmenpatent von 1994 und hat eine einzige von Fachleuten geprüfte Studie hinter sich. Kein Ergebnis zu GHK-Cu zählt als Beleg für AHK-Cu.
Kann man AHK-Cu und GHK-Cu zusammen anwenden?
Diese Seite beschreibt nur, was die Forschung zeigt, und gibt keine Anleitung. Eine Studie der beiden Kupferpeptide zusammen ließ sich nicht finden, weder am Menschen noch an Tieren oder Zellen. Das Mischungsverzeichnis dieser Website führt kein Produkt, das beide kombiniert.
Welches Kupferpeptid wurde am Haar untersucht, AHK-Cu oder GHK-Cu?
Gezielt am Haar untersucht wurde AHK-Cu, allerdings nur in der Laborschale: Menschliche Haarwurzeln wuchsen dort länger, und der einzige auffindbare Mausversuch steht in einer Patentschrift von 1996. Zu GHK-Cu prüften alle Haarstudien am Menschen Mischungen, etwa eine Verbindung mit kupferfreiem GHK bei 45 Männern. Für keinen der beiden Stoffe liegt eine kontrollierte Haarstudie am Menschen mit dem Stoff allein vor.
Wurden AHK-Cu und GHK-Cu am Menschen geprüft?
Ein Test von AHK-Cu an einem Menschen ließ sich nicht finden, und drei Registerabfragen am 20. September 2026 ergaben keine Studie. Zu GHK-Cu gibt es zwei kontrollierte Studien mit einer Kupfertripeptid-Zubereitung, mit 86 und 13 Patienten, und beide verfehlten ihre objektiven Ziele. Eine überprüfte Studie mit GHK-Cu allein ist nicht angemeldet.
Ist Copper Tripeptide-3 dasselbe wie GHK-Cu?
Nein. Copper Tripeptide-1 ist der gelistete Kosmetikname von GHK-Cu. Copper Tripeptide-3 ist der Handelsname, unter dem Verkäufer AHK-Cu anbieten, und das verbindliche EU-Verzeichnis der Inhaltsstoffnamen kennt keinen Eintrag dieses Namens. Es führt allerdings Alanine/Histidine/Lysine Polypeptide Copper HCL, und dieser Name passt der Beschreibung nach auf AHK-Cu.
Gelangen AHK-Cu und GHK-Cu durch die Haut?
Bei GHK-Cu drang im Labor fast kein Peptid und fast kein Kupfer durch unverletzte, gespendete menschliche Haut. Messbare Mengen kamen erst hindurch, nachdem die Haut mit winzigen Nadeln vorbehandelt worden war. Zu AHK-Cu ließ sich bei keinem Lebewesen eine Messung der Aufnahme durch die Haut finden.
Sind AHK-Cu und GHK-Cu im Sport verboten?
Namentlich steht keiner der beiden auf der Verbotsliste 2026. Die Kategorie S0 erfasst jeden arzneiähnlichen Stoff, den keine Gesundheitsbehörde zugelassen hat, und die gespritzten Formen beider Stoffe passen auf diesen Wortlaut. Eine Kosmetik, die auf die Haut aufgetragen wird, ist ein anderer Fall, und eine Klarstellung der Anti-Doping-Agentur dazu ließ sich nicht finden.
Quellen
Hinweis zu den Titeln: Die Einträge stehen in ihrer englischen Originalfassung. Bei den Einträgen 10 und 21 ist der Titel sinngemäß wiedergegeben und als solcher gekennzeichnet; Autoren, Jahr, Zeitschrift, Band, Seiten und Kennungen sind unverändert.
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- US Food and Drug Administration. Certain Bulk Drug Substances for Use in Compounding that May Present Significant Safety Risks; page content current as of 22 April 2026, read in full on 20 September 2026. AHK-Cu does not appear. GHK-Cu appears among substances nominated and then withdrawn, for injectable routes. https://www.fda.gov/drugs/human-drug-compounding/certain-bulk-drug-substances-use-compounding-may-present-significant-safety-risks
- openFDA. Drugs@FDA, the drug label database and the adverse event reporting system, queried 7 September 2026. No approved product for prezatide; 390 label entries mentioning copper tripeptide, 20 of them naming it as an active ingredient; two serious adverse event reports for GHK-Cu, both involving several peptides taken together.
- Li H, Toh PZ, Tan JY et al. (2016). Selected biomarkers revealed potential skin toxicity caused by certain copper compounds. Scientific Reports 6:37664. PMID 27892491. DOI 10.1038/srep37664
- Cosmetic Ingredient Review. Draft and tentative reports on the peptide group, February to May 2014, and panel minutes of March 2013 recording the angiogenesis concern and a reported 1 per cent use level that the final report does not contain. https://www.cir-safety.org/
- openFDA, adverse event API (FAERS). Queries for the product names "AHK-CU" and "AHK" on 20 September 2026 returned nothing; the control query for "GHK-CU" returned two reports. https://api.fda.gov/drug/event.json
- Raw-material shops and grey-market listings recorded through web searches on 20 September 2026. They document the market only, not efficacy, safety or legal status: powder and ready-made solutions sold under the name Copper Tripeptide-3 with purity figures the sellers set themselves, together with formulation and handling advice, and separately freeze-dried vials labelled for laboratory use. No trader is named and no figure from these listings is repeated as guidance.
- PubChem. Compound CID 178189140, the AHK-Cu complex without hydrochloride; C15H23CuN6O4 2-, 414.93 g/mol, InChIKey ZVKPVDJSTIFVQR-LBRAPMIBSA-L. Its only synonym is the registry number 767286-83-9. PUG-REST query of 20 September 2026. https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/178189140
- EFSA Scientific Committee (2023). Re-evaluation of the existing health-based guidance values for copper. EFSA Journal 21(1):7728. DOI 10.2903/j.efsa.2023.7728
- Endo T, Miyagi M, Ujiie A (1997). Simultaneous determination of glycyl-L-histidyl-L-lysine and its metabolite, L-histidyl-L-lysine, in rat plasma by high-performance liquid chromatography. Journal of Chromatography B 692(1):37-42. PMID 9187381. DOI 10.1016/s0378-4347(96)00460-4
- European Commission. Commission Implementing Decision (EU) 2022/677 of 31 March 2022, current version of the glossary of common ingredient names, OJ L 127, 29 April 2022. Full text downloaded and searched on 20 September 2026: entries 7337 to 7341 are COPPER TRIPEPTIDE-1, COPPER TRIPEPTIDE-1 ACETATE, COPPER TRIPEPTIDE-1 PALMITAMIDE, COPPER TRIPEPTIDE-34 and COPPER TRIPEPTIDE-34 HCL; entry 1468 is ALANINE/HISTIDINE/LYSINE POLYPEPTIDE COPPER HCL. Hits for "COPPER TRIPEPTIDE-3" as an exact entry and for "AHK": none. The glossary is a list of names with no sequences, CAS or EC numbers, so it identifies no substance on its own. https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/HTML/?uri=CELEX:32022D0677
- World Anti-Doping Agency. The 2026 Prohibited List. Full text searched on 20 September 2026 for "AHK", "copper", "tripeptide", "alanyl" and "Ala-His-Lys": no hits, while "peptide" occurs ten times. The wording of class S0 was taken verbatim from the same document.
- World Anti-Doping Agency. The 2026 Prohibited List and the 2026 Monitoring Programme; both searched on 7 September 2026 for "GHK", "copper", "tripeptide" and "Gly-His-Lys" with no match. Class S0 wording quoted as published.
