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GHK-Cu: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit

Status auf einen Blick

MarktStatusDatum
Vereinigte StaatenNicht zugelassen
Europäische UnionNicht zugelassen
DeutschlandNicht zugelassen
Vereinigtes KönigreichNicht zugelassen
AustralienNicht zugelassen
KanadaNicht zugelassen
SchweizNicht zugelassen
Entwicklungsstufe
Phase 2
Stärkste Evidenz
Randomisierte Phase-2-Studie
WADA-Status
Nicht belegt (S0, 2026)
Zuletzt geprüft
2026-09-07
Version
1.0

Kosmetischer Inhaltsstoff. Als Injektion ist er in keinem Markt zugelassen.

GHK-Cu: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit

Zusammenfassung

GHK-Cu ist die Kupferverbindung eines Peptids, das der Körper selbst bildet, und der Stoff führt ein Doppelleben. Als Kosmetik-Inhaltsstoff Copper Tripeptide-1 ist er gelistet und wurde 2014 in den damals üblichen Mengen als sicher eingestuft. Als Arzneimittel ist er in keinem Land zugelassen, und die Spritzenform steht auf einer Risikoliste der US-Arzneimittelbehörde. Kontrollierte Studien am Menschen gibt es nur zwei, und beide verfehlten ihr Ziel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei kontrollierte Studien am Menschen, beide ohne Erfolg. Bei 86 Patienten mit Beingeschwüren wirkte eine Creme mit 0,4 Prozent Kupfertripeptid nicht besser als eine wirkstofffreie Creme [1]. Bei 13 Patienten nach einer Laserbehandlung der Haut besserte sich kein einziger Messwert [2].
  • Es gibt genau eine förmliche Sicherheitsbewertung, und die gilt nur für Cremes. Ein Sachverständigengremium stufte den Inhaltsstoff 2014 in den damals üblichen Konzentrationen als sicher ein. Der Bericht beziffert diese auf unter 10 ppm, also 0,001 Prozent [3].
  • Gespritztes GHK-Cu gilt als mögliches Risiko. Die FDA führt es mit der Formulierung „may pose risk for immunogenicity due to the potential for aggregation and peptide-related impurities“ (kann ein Risiko für eine Immunreaktion bergen, weil der Stoff verklumpen kann und peptidbedingte Verunreinigungen enthalten kann) [4].
  • Eine saubere Studie zu GHK-Cu allein hat es nie gegeben. Ein Registereintrag gibt eine Phase-2-Studie an 60 gesunden Erwachsenen an, doch derselbe Auftraggeber hat weitere Einträge angelegt, die sich in ihrer eigenen Kurzfassung als Musterstudie oder erfundenes Beispiel bezeichnen. Der Eintrag zählt hier deshalb nicht [5].
  • Durch unverletzte Haut dringt fast nichts. In gespendeter menschlicher Haut ging der Studie zufolge fast kein Peptid und fast kein Kupfer durch unverletzte Haut hindurch. Messbare Mengen kamen erst an, nachdem die Haut mit winzigen Nadeln vorbehandelt worden war [6].
  • Das Molekül besteht zu rund 15,8 Prozent seines Gewichts aus Kupfer. Das sind etwa 158 mg Kupfer je Gramm, aus der Formel berechnet [7]. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit setzte für Erwachsene eine Kupfergrenze von 5 mg am Tag an, und dieser Wert gilt für das Schlucken und nicht für das Spritzen [8].
  • Die meistzitierten Übersichtsarbeiten kommen aus einer einzigen Firma. Loren Pickart beschrieb das Peptid 1973 und gründete später Skin Biology, ein Unternehmen für Kupferpeptid-Kosmetik. In zwei dieser Übersichten erklären die Autoren, es bestehe kein Interessenkonflikt [9].

Was GHK-Cu ist

GHK-Cu ist kein am Reißbrett entworfenes Arzneimolekül. Loren Pickart und M. M. Thaler beschrieben GHK 1973 als eine Wirkung im menschlichen Blutserum, die normale Leberzellen länger am Leben hielt [10]. Vier Jahre später war bestätigt, dass die Abfolge aus den drei Bausteinen Glycin, Histidin und Lysin besteht [11].

Dieselbe Dreierfolge steckt auch im Kollagen vom Typ I, dem wichtigsten Gerüsteiweiß der Haut. Daraus entstand die Vermutung, dass eine Verletzung das Peptid aus dem Gewebe selbst freisetzt [12].

Wirtschaftlich schlug der Stoff zwei Wege ein. In den 1990er Jahren prüfte die Firma ProCyte Corporation ein Kupferacetat-Salz davon unter dem Namen Iamin als Wundmittel, ohne je eine Zulassung zu erhalten [13]. Parallel dazu etablierte er sich in der Kosmetik als Copper Tripeptide-1, ein gelisteter Inhaltsstoff mit hautpflegender Funktion [14].

Steckbrief

FeldWertQuelle
Gebräuchlicher NameGHK-Cu, auch Kupferpeptid genannt[7]
KosmetiknameCopper Tripeptide-1; die kupferfreie Form heißt Tripeptide-1[14]
StoffklasseKupferverbindung eines körpereigenen Peptids[7]
SequenzGly-His-Lys, gebunden an ein Kupferion[7]
Summenformel und MasseC14H23CuN6O4+, 402,92 g/mol; kupferfreies GHK 340,38 g/mol[7]
KupferanteilRund 15,8 Prozent des Gewichts, etwa 158 mg je Gramm, berechnet[7]
Verweildauer im MenschenNie gemessen; bei Ratten nach dem Spritzen rasch abgebaut[15]
Status als Kosmetik-InhaltsstoffWeltweit gelistet, 2014 bewertet[3], [14]
Status als ArzneimittelNirgendwo zugelassen; Spritzenform auf einer Risikoliste der FDA[4]
EntdeckerLoren Pickart, 1973[10]
CAS-Nummer89030-95-5; kupferfreies GHK 49557-75-7[7]
PubChem CID71587328; kupferfreies GHK 73587[7]
UNII6BJQ43T1I9; kupferfreies GHK 39TG2H631E[7]
Nummer in der Kosmetikdatenbank55687[14]

Zwei Namensvettern sorgen für die meiste Verwirrung. Tripeptide-1 ist dasselbe Peptid ohne Kupfer, und Palmitoyl Tripeptide-1 ist eine Variante mit einer Fettsäure daran, wie sie in Handelsware wie Matrixyl 3000 steckt [3]. Keiner der beiden ist mit GHK-Cu austauschbar.

GHK-Cu: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit

Wie es wirkt

Wie der Stoff im Menschen wirkt, ist ungeklärt. Was folgt, stammt aus Zellen in der Laborschale, aus Tierversuchen und aus Datenbankauswertungen, und jeder Punkt ist eine Vermutung und kein Befund.

  • Kollagenbildung in Hautzellen. In Bindegewebszellen der menschlichen Haut, den Fibroblasten, stieg die Kollagenbildung ab etwa 10⁻¹² mol/l an, also ab einem Millionstel eines Millionstel Mols je Liter. Am stärksten war sie bei 10⁻⁹ mol/l, während sich die Zahl der Zellen nicht änderte [12].
  • Das Zuckergerüst des Bindegewebes. Dieselben Zellen bildeten mehr schwefelhaltige Zuckereiweiße, vor allem Dermatan- und Heparansulfat. Der Verlauf war glockenförmig, mit einem Höhepunkt zwischen 10⁻⁹ und 10⁻⁸ mol/l und einem Rückgang bei höheren Konzentrationen [16].
  • Enzyme, die Gewebe umbauen. In Wundkammern bei Ratten hielt das Peptid die Bildung des Enzyms MMP-9 länger aufrecht und verschob den zeitlichen Ablauf bei MMP-2, während es die Kollagenase des Bindegewebes unberührt ließ [17].
  • Die unterste Schicht der Oberhaut. In Zellen der Oberhaut und in Hautmodellen erhöhte Kupfer-GHK die Marker Integrin und p63 [18]. Dieselbe Arbeitsgruppe berichtete später dieselben Effekte für kupferfreies GHK, was gegen die Annahme spricht, dass es auf das Kupfer ankommt [19].
  • Ein Träger für Kupfer. Im Reagenzglas konkurriert GHK mit dem Bluteiweiß Albumin um Kupfer. Bei gleicher Konzentration saßen rund 42 Prozent des Kupfers am Peptid, bei den Konzentrationen des Blutes dagegen nur etwa 6 Prozent an kleinen Molekülen [20].
  • Ein Muster in der Genaktivität. Ein Datenbankabgleich fiel auf GHK, weil sein Genmuster jenem von Lungengewebe entgegengesetzt verläuft, das durch ein Lungenemphysem zerstört ist. Zellversuche stützten das [21]. Daraus entsteht eine Vermutung, aber kein Messwert bei einem Patienten.

Ein Einwand zieht sich durch all das hindurch. Kupfer allein ist biologisch aktiv. Eine Zellstudie zu mehreren Kupferverbindungen fand Anzeichen für eine Reizung der Haut und hielt fest, dass zu ihrer Hautgiftigkeit kaum Daten vorliegen [22]. In den meisten Arbeiten lässt sich deshalb nicht sagen, ob das Peptid, das Kupfer oder die Verbindung aus beiden gewirkt hat.

Was die Studien zeigen

Eine GHK-Kupfer-Zubereitung als solche wurde am Menschen in zwei kontrollierten Studien geprüft. Beide verfehlten ihre messbaren Ziele. Alles Übrige am Menschen ist ohne Vergleichsgruppe, sehr klein oder prüft mehrere Stoffe zugleich.

Wie viel zu GHK-Cu wirklich untersucht ist
Veröffentlichungen zu GHK oder GHK-Cu seit 1973
210Veröffentlichungen oder Studien
Vorklinische Studien in der Übersicht von 2026
18Veröffentlichungen oder Studien
Kontrollierte Studien am Menschen
2Veröffentlichungen oder Studien
Abgeschlossene Studien zu GHK-Cu allein
0Veröffentlichungen oder Studien

Die Zahl der Veröffentlichungen stammt aus einer Suche in der Literaturdatenbank PubMed am 7. September 2026; die Studienzahlen stammen aus der systematischen Übersicht von 2026, die PubMed, Embase und Cochrane CENTRAL durchsucht hat. Quellen [5], [23].

Beingeschwüre

Kontrollierte Studie am Menschen Die größte kontrollierte Studie, die je zu dem Stoff lief, verglich drei Cremes bei Patienten mit Beingeschwüren infolge einer Venenschwäche. Auswerten ließen sich 86 Patienten. Silbersulfadiazin in einer Konzentration von 1 Prozent verkleinerte die Geschwüre deutlich stärker als die beiden anderen Behandlungen.

Zwischen der Creme mit 0,4 Prozent Kupfertripeptid und der wirkstofffreien Creme fand die Arbeit dagegen keinen Unterschied. Wörtlich heißt es dort: „There was no difference between the latter two treatments.“ (Zwischen den beiden letztgenannten Behandlungen gab es keinen Unterschied.) [1]

Haut nach einer Laserbehandlung

Kontrollierte Studie am Menschen Dreizehn Patienten schlossen eine randomisierte Studie zu einer GHK-Cu-Hautpflege nach einer Laserbehandlung mit dem CO2-Laser ab. Verblindete Beurteiler und eine Computerauswertung begleiteten sie über zwölf Wochen. Die Rötung ging nicht schneller zurück.

Die Autoren schreiben, dass die objektive Auswertung keine bedeutsame Besserung bei Falten oder bei der Hautqualität insgesamt ergab. Höher lag allein die selbst berichtete Zufriedenheit, bei p = 0,04 [2]. Es ist der einzige Treffer in PubMed, wenn man GHK-Cu nach kontrollierten Studien filtert.

Haare

Kontrollierte Studie am Menschen, Kombinationspräparat Bei 45 Männern mit anlagebedingtem Haarausfall stieg die Zahl der Haare nach sechs Monaten täglicher Anwendung einer Lösung in der einen Gruppe um 52,6 und in der anderen um 71,5. Unter Placebo betrug der Zuwachs 9,6. Länge und Dicke der Haare unterschieden sich nicht.

Das Präparat war eine Verbindung aus 5-Aminolävulinsäure und kupferfreiem GHK. Welcher Anteil des Effekts auf GHK-Cu entfällt, lässt sich daraus also nicht sagen [24].

Beobachtungsdaten Eine offene Untersuchung an 1000 Patienten berichtete bei 83 Prozent von weniger Haarausfall. Sie hatte keine Vergleichsgruppe, und ihre Zubereitung enthielt fünf Wachstumsfaktoren, Thymosin beta-4 und Copper Tripeptide-1 zugleich [25]. In vier weiteren Fallberichten wurde ein Kupferpeptid gemeinsam mit Finasterid auf die Haut aufgetragen [26]. Beide Anlagen können den Beitrag eines einzelnen Bestandteils nicht herausrechnen.

Wundheilung im Tierversuch

Tierdaten In Wundkammern bei Ratten stiegen unter wiederholten Gaben Trockengewicht, DNA, Eiweiß, Kollagen und Zuckereiweiße an, und zwar umso stärker, je höher die Konzentration war. Ein wirkungsloses Vergleichspeptid änderte nichts [27].

Tierdaten Bei Ratten mit schlecht durchbluteten offenen Wunden schrumpfte die Wundfläche unter dem wirkstoffhaltigen Gel bis zum 13. Tag um 64,5 Prozent. Unter dem Gel ohne Wirkstoff waren es 45,6 Prozent, ganz ohne Behandlung 28,2 Prozent [13].

Verkleinerung der Wundfläche am Tag 13 im Rattenversuch
Gel mit Kupfertripeptid (Ratte)
64.5Prozent Verkleinerung der Fläche
Gel ohne Wirkstoff (Ratte)
45.6Prozent Verkleinerung der Fläche
Keine Behandlung (Ratte)
28.2Prozent Verkleinerung der Fläche

Schlecht durchblutete offene Wunden bei 24 Ratten, das Gel wurde 13 Tage lang einmal täglich aufgetragen. Das ist ein Ergebnis aus dem Tierversuch und lässt sich nicht auf den Menschen übertragen. Quelle [13].

Tierdaten Bei 72 Ratten nach dem Ersatz eines Kreuzbands war das Gelenk in der Gruppe mit der niedrigeren Konzentration nach sechs Wochen weniger locker und steifer. Nach zwölf Wochen war dieser Unterschied verschwunden, und bei Reißfestigkeit, Gangbild und Gewebeaufbau unterschieden sich die Gruppen zu keinem Zeitpunkt. Die Autoren nennen den Effekt vorübergehend [28].

Lunge, Darm und Muskel im Tierversuch

Tierdaten Vier Mäusestudien weisen in dieselbe Richtung. Zwei berichten von einer milderen Entzündung bei einer Lungenschädigung durch ein Bakteriengift [29] und von schützenden Effekten bei einer Vernarbung der Lunge, die durch das Medikament Bleomycin ausgelöst wurde [30].

Tierdaten Zwei weitere Mäusestudien berichten von weniger Entzündung und Vernarbung bei einer Staublunge, wobei das Eiweiß Peroxiredoxin 6 als Bindungspartner vorgeschlagen wird [31], und von erhaltenen Eiweißen der Darmbarriere bei einer chemisch ausgelösten Darmentzündung [32]. Jedes dieser Ergebnisse stammt von jeweils einer einzigen Arbeitsgruppe.

Beobachtungsdaten Eine Untersuchung maß GHK im menschlichen Blut. Sie fand 133,0 ± 54,54 ng/ml bei 11 gesunden Erwachsenen gegenüber 70,27 ± 38,87 ng/ml bei 9 Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung, bei p = 0,009 [33]. Das ist eine Momentaufnahme eines natürlich vorkommenden Moleküls und keine Prüfung einer Behandlung.

Was eine systematische Übersicht daraus machte

Systematische Übersicht Eine Übersichtsarbeit von 2026 durchsuchte PubMed, Embase und Cochrane CENTRAL. Sie schloss 20 Studien ein, davon 18 vorklinische und 2 randomisierte kontrollierte.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass GHK-Cu eine nachvollziehbare biologische Grundlage für den Einsatz als regeneratives Mittel in der ästhetischen Medizin habe, gestützt auf die vorliegenden vorklinischen Daten. Zugleich schränken sie ein, dass die Befunde durch uneinheitliche Methoden und durch die geringe Zahl gut angelegter klinischer Studien begrenzt seien [23].

Der Weg durch die Haut

Versuch an gespendeter Haut In gespendeter menschlicher Haut, die in Diffusionszellen eingespannt war, ergab eine Lösung mit Kupfertripeptid einen Durchlässigkeitswert von 2,43 ± 0,51 × 10⁻⁴ cm/h. In 48 Stunden gingen 136,2 ± 17,5 µg Kupfer je Quadratzentimeter hindurch, und 82 bis 97 µg je Quadratzentimeter blieben im Gewebe [34].

Für diesen Versuch wurde die Haut auf dünne Schichten heruntergeschnitten und dauerhaft im Überschuss benetzt, und so wird eine Creme nicht verwendet.

Versuch an gespendeter Haut Eine zweite Arbeit stellte den Unterschied deutlich heraus. Durch Haut, die mit winzigen Nadeln vorbehandelt war, gingen in neun Stunden 134 ± 12 Nanomol Peptid und 705 ± 84 Nanomol Kupfer hindurch. Durch unverletzte Haut drang den Autoren zufolge fast kein Peptid und fast kein Kupfer hindurch [6].

Was weiterhin unbekannt ist

  • Wie sich der Stoff im menschlichen Körper verhält. Für keinen Anwendungsweg ist veröffentlicht, wie der Körper ihn aufnimmt und abbaut. Halbwertszeit, Verteilung und Verfügbarkeit sind deshalb unbekannt [15].
  • Was das Spritzen bewirkt. Für den gespritzten Weg fand sich bei keiner Tierart eine Untersuchung zur sofortigen Giftigkeit, zu wiederholten Gaben, zur Fortpflanzung oder zum Krebsrisiko.
  • Ob das Immunsystem darauf reagiert. Die Sorge, die die FDA benennt, hat bisher keine Studie bestätigt oder ausgeräumt [4].
  • Was wiederholte Anwendung mit dem Kupferhaushalt macht. Für starke Anwendung auf der Haut oder für das Spritzen liegen keine Messwerte zu Kupfer im Blut, zum kupfertragenden Bluteiweiß Coeruloplasmin oder zum Kupfer in der Leber vor [8].
  • Welcher Teil den Effekt trägt. Wo beides geprüft wurde, erzielte kupferfreies GHK dasselbe Ergebnis wie die Verbindung mit Kupfer [19].

Nebenwirkungen und Sicherheit

Es gibt eine förmliche Sicherheitsbewertung, sie deckt Cremes in niedrigen Konzentrationen ab, und sie ist das einzige Dokument dieser Art. Für das Spritzen existiert überhaupt nichts.

  • Die Bewertung für Kosmetika. Ein Sachverständigengremium kam 2014 zu dem Schluss, die geprüften Inhaltsstoffe seien in der damaligen Verwendung und Konzentration in Kosmetika sicher. Der Wortlaut bindet dieses Urteil an die damaligen Mengen, die mit 1 bis 30 ppm angegeben werden, wobei unter 10 ppm üblich waren [3].
  • Die Daten hinter diesem Urteil sind zum Teil geborgt. Das Gremium stützte sich auf Daten, die weder bei wiederholter Gabe eine Giftwirkung noch eine Reizung der Haut, eine Sensibilisierung oder Erbgutschäden zeigten. Ein guter Teil davon stammte aus Handelsunterlagen zu Palmitoyl Tripeptide-1 und nicht aus Untersuchungen zu GHK-Cu selbst [3].
  • Zwei schwerwiegende Spontanmeldungen. Eine Abfrage der Nebenwirkungsdatenbank der FDA am 7. September 2026 ergab zwei Meldungen zu GHK-Cu, beide schwerwiegend und beide aus den Vereinigten Staaten. Die eine beschreibt einen anaphylaktischen Schock, die andere eine unerwünschte Reaktion und eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems [35]. In beiden Fällen wurden mehrere Peptide gleichzeitig angewendet. Spontanmeldungen belegen nie eine Ursache.
  • Das benannte Risiko beim Spritzen. Die FDA schreibt zu gespritztem GHK-Cu: „may pose risk for immunogenicity due to the potential for aggregation and peptide-related impurities. There are limited data in humans to inform safety-related considerations.“ (kann ein Risiko für eine Immunreaktion bergen, weil der Stoff verklumpen kann und peptidbedingte Verunreinigungen enthalten kann; für Sicherheitsfragen liegen beim Menschen nur begrenzte Daten vor) [4].
  • Kupfer auf der Haut ist nicht harmlos. Eine Untersuchung an Zellen der Oberhaut zu mehreren Kupferverbindungen hielt fest, dass ihr Reizpotenzial für die Haut oft übersehen wird und dass zu ihrer Hautgiftigkeit kaum Daten vorliegen [22].
  • Die Verbindung ist chemisch reaktionsfreudig. Das körpereigene Glutathion reduziert das Kupfer in der Verbindung, und das Peptid wird dabei als brauchbarer Kupferfänger beschrieben [36]. Reaktionsfreude wirkt in beide Richtungen: Schon 1983 wurde gezeigt, dass eine Kupfer-Peptid-Verbindung in Gegenwart von Vitamin C DNA und Eiweiß zerschneiden kann [37].
  • Die Reinheit ist ein bekannter Schwachpunkt. Der Bericht von 2014 hält fest, dass Handelsware etwa 95 Prozent rein sei, aber oft kleine Mengen leicht nervenschädigender Stoffe enthalte [3]. Eine Arzneibuch-Monographie gibt es nicht, sodass für Ware zum Spritzen kein anerkannter Prüfmaßstab existiert.
  • Die Kupfergrenze wurde gesenkt. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit kam 2023 zu dem Schluss, dass bei einer Aufnahme von 5 mg am Tag kein Kupfer im Körper zurückbleibt, und legte eine annehmbare tägliche Aufnahme von 0,07 mg je Kilogramm Körpergewicht fest. Die früheren 10 mg am Tag ließen sich nicht länger als höchste Menge ohne beobachteten Schaden ansehen [8].
  • Diese Grenze beschreibt das Schlucken. Der Darm regelt selbst, wie viel Kupfer er aus der Nahrung aufnimmt. Beim Spritzen entfällt diese Regelung vollständig [8].
  • Eine offene Frage aus dem Jahr 2013. In seinem eigenen Sitzungsprotokoll hielt das Gremium fest, dass manche kleinen Peptide die Bildung neuer Blutgefäße kräftig anregen. Bei Menschen mit einem unerkannten Hautkrebs könne das ein Problem sein, fügte es hinzu. Im Abschlussbericht fehlt dieser Punkt, und untersucht hat ihn seither niemand [38].

Eine Übersicht zu Zubereitungen aus dem Jahr 2025 fasst den Wissensstand für den Weg über die Haut zusammen. Klinische Studien fehlen demnach in überraschendem Maße, und die veröffentlichten Angaben zu Hautdurchlässigkeit, Wirksamkeit und physikalischen Eigenschaften seien unzureichend [39].

Dosierungen in den Studien

Diese Dosierungen stammen aus den zitierten Studien und stehen hier nur als Beleg. Sie sind keine Empfehlung und taugen nicht als Anleitung für eine eigene Anwendung.

Fast jede Zeile beschreibt eine Zellkultur, ein Tier oder eine Markterhebung zu Kosmetika. Nichts davon lässt sich von einem Anwendungsweg auf einen anderen übertragen, und eine Studie zur Dosisfindung von gespritztem GHK-Cu am Menschen ist nie veröffentlicht worden.

StudieModellKonzentration oder DosisVerabreichungDauerQuelle
Maquart 1988, KollagenMenschliche Bindegewebszellen10⁻¹² bis 10⁻⁷ mol/l, Höhepunkt bei 10⁻⁹ mol/lIn die Nährlösung gegebenDauer der Zellkultur[12]
Wegrowski 1992, ZuckergerüstMenschliche BindegewebszellenHöhepunkt bei 10⁻⁹ bis 10⁻⁸ mol/l, glockenförmigIn die Nährlösung gegebenDauer der Zellkultur[16]
Maquart 1993, WundkammerRatteEine Konzentrationsreihe, in der Kurzfassung nicht in Milligramm beziffertIn eine eingesetzte KammerAufeinanderfolgende Gaben[27]
Siméon 1999, Enzyme des UmbausRatte2 mg je GabeIn die WundkammerBis Tag 22[17]
Canapp 2003, schlecht durchblutete WundenRatteEin Gel mit 2 Prozent KupfertripeptidAuf die Haut13 Tage, einmal täglich[13]
Fu 2015, KreuzbandheilungRatte0,3 mg/ml oder 3 mg/mlIn das GelenkWöchentlich über 4 Wochen[28]
Bishop 1992, BeingeschwüreMenschCreme mit 0,4 Prozent KupfertripeptidAuf die HautDauer der Studie[1]
Lee 2016, HaareMensch100 mg/ml oder 50 mg/ml einer Verbindung mit 5-AminolävulinsäureAuf die Haut6 Monate, einmal täglich[24]
Hostynek 2010, Aufnahme durch die HautGespendete menschliche Haut0,68 Prozent Kupfer in Wasser, als DiacetatAuf die Haut, im Überschuss48 Stunden[34]
Li 2015, winzige NadelnGespendete menschliche Haut und SchweinehautAls hindurchgetretene Nanomol angegeben, nicht als KonzentrationAuf die Haut nach der Nadelbehandlung9 Stunden[6]
Markterhebung Kosmetik 2014Mensch, MarktdatenMeist unter 10 ppm, also 0,001 Prozent; Spanne der Erhebung 0,0000001 bis 0,002 ProzentAuf die HautAnwendung über Jahre möglich[3]

Heute verkaufte Produkte liegen oft deutlich über den Konzentrationen, die die Bewertung von 2014 abdeckt, und für diese höheren Mengen gibt es keine unabhängige Sicherheitsbewertung [3].

Entwicklungsstand und Zulassung

Von einer Wirkung im Serum 1973 bis heute

  1. 1973Als Wirkung im menschlichen Serum beschriebenPickart und Thaler, Quelle [10]
  2. 1988-1993Die Zell- und Tierversuche, auf denen das Feld bis heute ruhtKollagen, Zuckergerüst, Wundkammern bei Ratten, Quellen [12], [16], [27]
  3. 1992Die größte kontrollierte Studie am Menschen findet keinen Unterschied zu Placebo86 Patienten mit Beingeschwüren, Quelle [1]
  4. 2006Eine zweite kontrollierte Studie findet keine messbare Besserung13 Patienten nach einer Laserbehandlung, Quelle [2]
  5. 2014Ein Kosmetikgremium stuft den Inhaltsstoff in der damaligen Verwendung als sicher einGebunden an Konzentrationen unter 10 ppm, Quelle [3]
  6. April 2026Eine FDA-Seite führt gespritztes GHK-Cu unter möglichen erheblichen SicherheitsrisikenImmunreaktion durch Verklumpung und Verunreinigungen, Quelle [4]
  • 1973 — das Peptid wird im menschlichen Serum beschrieben, und vier Jahre später ist seine Abfolge bestätigt [10], [11].
  • 1990er Jahre — ein Kupferacetat-Salz wird als Wundmittel geprüft und erreicht nie eine Zulassung [13].
  • 1992 und 2006 — die einzigen zwei kontrollierten Studien am Menschen erscheinen, und beide verfehlen ihre messbaren Ziele [1], [2].
  • 2014 — ein Kosmetikgremium bewertet den Inhaltsstoff und hält ihn in der damaligen Verwendung für sicher [3].
  • April 2026 — die FDA-Seite, die gespritztes GHK-Cu unter den Rohstoffen mit möglichen erheblichen Sicherheitsrisiken führt, trägt dieses Standdatum. Der Eintrag steht im Abschnitt für zurückgezogene Vorschläge, und wann er selbst aufgenommen wurde, ist nicht angegeben [4].

Auf der Liste jener Rohstoffe, die Apotheken in den Vereinigten Staaten nach Abschnitt 503A verarbeiten dürfen, steht GHK-Cu nicht [40]. Dass es im Abschnitt der zurückgezogenen Vorschläge der Risikoliste steht, bedeutet, dass jemand den Vorschlag zurückgezogen hat, und nicht, dass sich der Stoff als harmlos erwiesen hätte [4].

MarktAls Kosmetik-InhaltsstoffAls Arzneimittel oder SpritzeQuelle
USAGelistet, 2014 bewertetNicht zugelassen; Spritzenform auf einer Risikoliste[3], [4], [35]
Europäische UnionGelistet, hautpflegende FunktionNicht zugelassen[14], [41]
DeutschlandGelistet nach EU-RechtNicht zugelassen[14], [41]
GroßbritannienGelistet nach übernommenem RechtNicht zugelassen[41]
AustralienUnterhalb der allgemeinen KupfergrenzeNicht zugelassen[42]
KanadaNicht geprüftNicht zugelassen[43]
JapanNicht geprüftNicht zugelassen[41]

Um die beiden Spalten geht es in dieser Tabelle. Ein gelisteter Kosmetik-Inhaltsstoff ist registriert und nicht zugelassen, und die Verantwortung für die Sicherheit trägt der Hersteller des fertigen Produkts [14].

Der Status wurde am 7. September 2026 geprüft. Die Einträge für Kanada und Japan beruhen darauf, dass weltweit keine Zulassung besteht, und nicht auf einer Abfrage der dortigen nationalen Verzeichnisse [41], [43].

Anti-Doping

Auf der Verbotsliste 2026 steht GHK-Cu namentlich nicht. Eine Volltextsuche in der Liste und im Überwachungsprogramm fand keine Erwähnung [44]. Damit ist weniger geklärt, als es scheint.

Die Kategorie S0 erfasst „any pharmacological substance ... with no current approval by any governmental regulatory health authority for human therapeutic use“ (jeden pharmakologischen Stoff, den keine staatliche Gesundheitsbehörde derzeit für die Anwendung am Menschen zugelassen hat). Ihre Beispiele werden mit den Worten „including but not limited to“ eingeleitet, sind also nicht abschließend [44].

Gespritztes GHK-Cu passt auf diesen Wortlaut, weil es keine Behörde der Welt zugelassen hat. Ein kosmetisches Hautprodukt ist ein anderer Fall, und dazu gibt es keine amtliche Klarstellung.

Auch die Liste des US-Hochschulsportverbands nennt den Stoff nicht und hält offen fest, dass sie weder vollständig noch abschließend ist [45]. Wer unter Dopingkontrollen antritt, sollte die Frage mit seiner nationalen Anti-Doping-Agentur klären. Mehr dazu steht auf der Seite im Sport verbotene Peptide.

Vergleich mit verwandten Peptiden

PeptidWas es istBelege beim MenschenRechtlicher Stand
GHK-CuKupferverbindung eines körpereigenen Peptids aus drei Bausteinen [7]2 kontrollierte Studien, beide ohne messbaren Effekt [1], [2]Gelisteter Kosmetik-Inhaltsstoff; als Arzneimittel nicht zugelassen [3], [4]
BPC-157Eine Abfolge aus 15 Bausteinen, abgeleitet von einem MageneiweißKeine kontrollierte Studie veröffentlichtNicht zugelassen; auf derselben Risikoliste der FDA [4]; von der WADA in Kategorie S0 genannt [44]
TB-500Ein künstliches Bruchstück, verwandt mit Thymosin beta-4Keine kontrollierte Studie veröffentlichtNicht zugelassen; auf derselben Risikoliste der FDA [4]
KPVDie letzten drei Bausteine eines HormonsKeine angemeldete Studie am MenschenNicht zugelassen; auf derselben Risikoliste der FDA [4]

Die drei benachbarten Zeilen fassen die eigenen Seiten dieses Registers zusammen, auf denen die zugehörigen Quellen stehen.

Alle vier Stoffe stehen im selben Abschnitt der zurückgezogenen Vorschläge auf der Risikoliste der FDA. Alle vier werden zum Spritzen verkauft, ohne irgendwo zugelassen zu sein [4]. GHK-Cu unterscheidet sich dadurch, dass es ein zweites, völlig legitimes Leben als Kosmetik-Inhaltsstoff führt, das die anderen drei nicht haben.

Dieses zweite Leben lädt aber auch zu Fehlschlüssen ein. Aus der Zulässigkeit in Kosmetika folgt nichts für das Spritzen. Eine sportmedizinische Übersicht von 2026 stellt GHK-Cu neben genau diese Peptide und hält fest, dass belastbare Sicherheitsdaten vom Menschen rar sind und dass ernsthafte Schäden für Patienten möglich sind [46].

Verbreitete Irrtümer

  • „GHK und GHK-Cu sind dasselbe.“ Es sind zwei Stoffe mit eigenen Registriernummern und unterschiedlicher Masse [7]. Der Unterschied ist wichtig, denn die Arbeiten zur Genaktivität, die für GHK-Cu am häufigsten angeführt werden, entstanden mit der kupferfreien Form [21], und in Hautzellen wirkte kupferfreies GHK genauso wie die Verbindung mit Kupfer [19].
  • „In Kosmetika erlaubt heißt zugelassener Wirkstoff.“ Für Kosmetika und für Arzneimittel gelten getrennte Regelwerke. Ein Inhaltsstoff wird gelistet und nicht zugelassen, und dasselbe Molekül in der Spritze ist ein nicht zugelassenes Arzneimittel auf einer Risikoliste [3], [4].
  • „GHK-Cu ist von der FDA zugelassen.“ Es gibt kein zugelassenes Arzneimittel damit, und die Arzneimitteldatenbank der Behörde liefert keinen Treffer. Die rund 390 Einträge in der Kennzeichnungsdatenbank sind Produktmeldungen und keine Zulassungen [35]. Die Bewertung von 2014 stammt von einem von der Industrie finanzierten Sachverständigengremium und nicht von einer Behörde [3].
  • „Was für die Creme gilt, gilt auch für die Spritze.“ Die einzige Sicherheitsbewertung deckt Cremes unter 10 ppm ab [3]. Das Spritzen umgeht sowohl die Hautbarriere, die das Peptid ohnehin kaum überwindet [6], als auch die Regelung der Kupferaufnahme im Darm [8].
  • „Die Übersichtsarbeiten belegen die Wirkung.“ Die meistzitierten Übersichten stammen aus der Firma des Entdeckers, und in zwei davon wird erklärt, es bestehe kein Interessenkonflikt [9]. Eine Übersicht ist keine eigene Studie, und die systematische Übersicht von 2026 fand 20 Studien, von denen nur 2 randomisiert und kontrolliert waren [23].
  • „Kupfer ist harmlos, weil der Körper es braucht.“ Notwendig und sicher sind zweierlei. Der europäische Grenzwert wurde 2023 auf 5 mg am Tag für Erwachsene gesenkt, und GHK-Cu besteht zu rund 15,8 Prozent seines Gewichts aus Kupfer [7], [8]. Was wiederholtes Spritzen mit diesem Haushalt macht, hat niemand gemessen.
  • „Die Haarstudien belegen eine Wirkung von GHK-Cu.“ Keine veröffentlichte Haarstudie am Menschen prüfte GHK-Cu für sich allein. Die eine verwendete kupferfreies GHK in einer Verbindung [24], die zweite hatte keine Vergleichsgruppe und fünf Wachstumsfaktoren in der Mischung [25], und die dritte gab gleichzeitig Finasterid [26].

Häufige Fragen

Ist GHK-Cu von der FDA zugelassen?

Nein. Es gibt kein von der FDA zugelassenes Arzneimittel mit GHK-Cu, und die Arzneimitteldatenbank der Behörde liefert dazu keinen Treffer. Die rund 390 Einträge in der Kennzeichnungsdatenbank sind Kosmetika und frei verkäufliche Produkte, und ein solcher Eintrag ist eine Registrierung und keine Zulassung.

Warum ist GHK-Cu in der Gesichtscreme erlaubt, in der Spritze aber nicht?

Für Kosmetika und für Arzneimittel gelten getrennte Regelwerke. Ein Kosmetik-Inhaltsstoff wird gelistet und nicht zugelassen, und die Verantwortung für die Sicherheit trägt der Hersteller des fertigen Produkts. Dasselbe Molekül in der Spritze ist ein Arzneimittel, und dafür hat es keine Behörde der Welt freigegeben.

Was ergaben die Studien mit GHK-Cu am Menschen?

Es gibt zwei kontrollierte Studien. Bei 86 Patienten mit Beingeschwüren wirkte eine Creme mit 0,4 Prozent Kupfertripeptid nicht besser als eine wirkstofffreie Creme. Bei 13 Patienten nach einer Laserbehandlung der Haut besserte sich kein einziger Messwert, und höher lag nur die Zufriedenheit der Behandelten selbst.

Ist GHK-Cu dasselbe wie GHK?

Nein. GHK ist das nackte Peptid aus drei Bausteinen, in Kosmetika als Tripeptide-1 gelistet, und GHK-Cu ist dasselbe Peptid mit einem Kupferion daran. Beide haben eigene Registriernummern und eine unterschiedliche Masse. Ein großer Teil der Genforschung, die für GHK-Cu angeführt wird, wurde tatsächlich mit der kupferfreien Form gemacht.

Dringt GHK-Cu durch die Haut?

Kaum bis gar nicht. In gespendeter menschlicher Haut ging durch unverletzte Haut fast kein Peptid und fast kein Kupfer hindurch. Messbare Mengen kamen erst an, nachdem die Haut mit winzigen Nadeln vorbehandelt worden war, und das geschieht beim Auftragen einer Creme nicht.

Ist es sicher, GHK-Cu zu spritzen?

Das weiß niemand, denn geprüft wurde es nie. Es gibt keine veröffentlichten Daten dazu, wie der menschliche Körper den Stoff aufnimmt und abbaut, keine Untersuchung zur Giftigkeit für den gespritzten Weg und keine Daten zur Reaktion des Immunsystems. Die FDA nennt Verklumpung und peptidbedingte Verunreinigungen als mögliches Risiko für gespritztes GHK-Cu.

Wie viel Kupfer steckt in GHK-Cu?

Rund 15,8 Prozent des Gewichts, was etwa 158 mg Kupfer je Gramm der Substanz entspricht. Das ist aus der chemischen Formel gerechnet und nicht gemessen. Wichtiger ist, dass niemand je den Kupferhaushalt von Menschen gemessen hat, die den Stoff wiederholt anwenden.

Lässt GHK-Cu Haare wachsen?

Keine veröffentlichte Studie am Menschen hat GHK-Cu für sich allein an den Haaren geprüft. Die placebokontrollierte Studie mit 45 Männern verwendete eine Verbindung aus 5-Aminolävulinsäure und kupferfreiem GHK, und die Untersuchung mit 1000 Patienten eine Mischung aus fünf Wachstumsfaktoren ohne jede Vergleichsgruppe.

Warum gibt es zu GHK-Cu so viele Übersichtsarbeiten und so wenige Studien?

Die meisten der viel zitierten Übersichten stammen von Loren Pickart, der das Peptid 1973 beschrieb und später eine Firma für Kupferpeptid-Kosmetik gründete. In zwei dieser Arbeiten erklären die Autoren, es bestehe kein Interessenkonflikt. Eine Übersichtsarbeit ist keine eigene Studie.

Ist GHK-Cu im Sport verboten?

Auf der Verbotsliste 2026 steht es namentlich nicht. Gespritztes GHK-Cu fällt aber unter den Wortlaut der Kategorie S0, die jeden arzneimittelähnlichen Stoff erfasst, den keine Gesundheitsbehörde zugelassen hat. Ein kosmetisches Hautprodukt ist ein anderer Fall, den bisher niemand amtlich geklärt hat.

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myPeptides Research & Editing. (2026). GHK-Cu: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit. Version 1.0, 7. September 2026. myPeptides Peptid-Register. Abgerufen von https://mypep.app/peptides/ghk-cu

Wie die Seiten dieses Registers entstehen und bewertet werden, steht unter Methodik; das vollständige Register findet sich unter Peptide.

VersionDatumÄnderung
1.07. September 2026Erstveröffentlichung

Identifikatoren

IdentifikatorWert
CAS-Nummer89030-95-5
PubChem CID71587328
UNII6BJQ43T1I9
InChIKeyNZWIFMYRRCMYMN-ACMTZBLWSA-M
DrugBankDB14683
WikidataQ5168796
SummenformelC14H23CuN6O4+
Molekülmasse402.92
SequenzGHK

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