GLOW vs. KLOW: Unterschiede, Studienlage und Sicherheit
Kurz gesagt
GLOW und KLOW sind Handelsnamen für Peptid-Mischungen, keine geprüften Produkte. GLOW enthält GHK-Cu, BPC-157 und TB-500, KLOW dieselben drei und zusätzlich KPV. Eine Studie zu einer der beiden Mischungen konnte nicht gefunden werden. Zu jedem Bestandteil gibt es eigene Forschung, meist an Tieren und Zellen, und keiner ist irgendwo als Arzneimittel zum Spritzen zugelassen.
Auf einen Blick
Wie sie wirken
Für keinen der vier Bestandteile ist geklärt, wie er im menschlichen Körper wirkt. Alles Folgende stammt aus Versuchen mit Zellen in der Kulturschale oder mit Tieren und ist deshalb eine Annahme, kein gesicherter Befund.
GHK-Cu ist eine Kupferverbindung eines Peptids aus drei Bausteinen, das der Körper selbst bildet [1].
- Kollagen in Hautzellen. In Kulturen menschlicher Hautzellen stieg die Kollagenbildung und erreichte bei 10⁻⁹ mol/l ihren Höhepunkt, ohne dass sich die Zahl der Zellen änderte [2].
- Kupfer wirkt selbst mit. Kupfer allein ist biologisch aktiv. In den meisten Arbeiten lässt sich deshalb nicht sagen, ob das Peptid, das Kupfer oder die Verbindung aus beiden gewirkt hat [3].
BPC-157 ist eine im Labor hergestellte Kette aus 15 Bausteinen, deren Andockstelle im Körper nicht geklärt ist [4].
- Neue Blutgefäße. In menschlichen Zellen der Gefäßinnenwand soll der Stoff einen Rezeptor für das Wachstumssignal VEGF eingeschaltet haben, das die Bildung neuer Gefäße anregt [5].
- Stickstoffmonoxid. Eine Übersichtsarbeit von 2025 hält das Gefäßwachstum und den Signalweg dieses gefäßerweiternden Botenstoffs für die beiden am besten gestützten Erklärungsansätze der Laborforschung [4].
TB-500 ist ein im Labor hergestelltes Stück aus sieben Bausteinen. Es bildet die Positionen 17 bis 23 des menschlichen Eiweißes Thymosin β4 nach und trägt zusätzlich eine kleine chemische Kappe [6].
- Das Zellgerüst. Es enthält genau den Abschnitt, mit dem Thymosin β4 an Aktin bindet, jenes Eiweiß, aus dem Zellen ihr inneres Gerüst bauen. Deshalb könnte es beeinflussen, wie sich Zellen fortbewegen [7].
- Womöglich wirkt ein Abbauprodukt. In einer Studie von 2024 schloss in der Kulturschale nur eines der Bruchstücke, in die der Körper TB-500 zerlegt, die Wunden, das Peptid selbst dagegen nicht [8].
- Der entzündungshemmende Teil fehlt. Diese Wirkung des Thymosin β4 schreibt die Fachliteratur einem anderen Abschnitt des Eiweißes zu, der in TB-500 nicht vorkommt [7].
KPV besteht aus den letzten drei Bausteinen des Hormons Alpha-MSH, nämlich Lysin, Prolin und Valin [9].
- Keine Bindung an die Rezeptoren des Ausgangshormons. Selbst bei 1 mM verdrängte KPV keinen markierten Teststoff von diesen Rezeptoren und löste in der Zelle kein Signal aus [10], [11].
- Ein zentraler Entzündungsschalter. In gereizten Abwehrzellen der Maus verhinderte KPV, dass der Schalter NF-κB in den Zellkern wandert. Am stärksten wirkte es zwischen 1 nM und 1 µM [10].
- Ein Transporter in der Darmwand. Ein Transporteiweiß namens PepT1 könnte KPV in die Zellen des Darms schleusen [12].
Die beiden Mischungen unterscheiden sich also in einem Bestandteil, dem ein eigener Wirkweg zugeschrieben wird. Bei GHK-Cu, BPC-157 und TB-500 geht es um Kollagen, Blutgefäße und die Bewegung von Zellen. Bei KPV geht es um den Entzündungsschalter NF-κB, und nach Angaben der FDA ist sein eigentlicher Angriffspunkt noch unbekannt [9].
Was die Studien zeigen
Eine Studie, die GLOW und KLOW direkt vergleicht, konnte in der für diese Seite ausgewerteten Literatur nicht gefunden werden. Auch zu einer der beiden Mischungen für sich konnte keine Studie gefunden werden, und keiner der beiden Namen taucht in den Studien auf, die auf den Seiten der vier Bestandteile zitiert werden. Es gibt nur Forschung zu jedem Bestandteil allein und eine Rattenstudie, die zwei von ihnen prüfte.
Zwei Bestandteile in einem Versuch
Direkter Vergleich, Tierdaten Eine unabhängige Forschergruppe durchtrennte bei 32 Ratten die Achillessehne, nähte sie wieder zusammen, teilte die Tiere in vier Gruppen und untersuchte die Sehnen nach vier Wochen. Die Ratten erhielten TB-500, BPC-157, beides oder nichts [13].
Unter TB-500 in einer Menge von 60 µg/kg am Tag hielten die Sehnen mehr Zug aus, bevor sie rissen, und der Abstand war größer, als der Zufall erklären könnte (p < 0,05). Auch zwei Bewertungen der Gewebequalität fielen besser aus, der Bonar-Score (p = 0,016) und der Movin-Score (p = 0,017) [13].
Unter BPC-157 hielten die Sehnen zwar mehr aus als unbehandelte, doch reichte der Abstand nicht, um Zufall auszuschließen, und bei keiner der beiden Bewertungen zeigte sich ein klarer Unterschied. Beide Stoffe zusammen brachten keinen zusätzlichen Nutzen. Die Autoren verstehen ihre Arbeit als erste Erkundung [13]. GHK-Cu und KPV kamen in diesem Versuch nicht vor.
GHK-Cu: zwei Studien am Menschen, beide ohne Erfolg
Randomisierte Studie am Menschen Bei 86 auswertbaren Patienten mit Beingeschwüren infolge einer Venenschwäche wurde eine Creme mit 0,4 Prozent Kupfertripeptid mit einer wirkstofffreien Scheincreme verglichen. Die Veröffentlichung hält nüchtern fest: „There was no difference between the latter two treatments.“ (Zwischen den beiden letztgenannten Behandlungen gab es keinen Unterschied.) [14]
Randomisierte Studie am Menschen Dreizehn Patienten schlossen eine randomisierte Studie zu einer Hautpflege mit GHK-Cu nach einer Behandlung mit dem CO2-Laser ab und wurden über 12 Wochen beobachtet. Kein objektiver Messwert für Falten oder Hautqualität besserte sich. Höher lag nur die Zufriedenheit, die die Behandelten selbst angaben (p = 0,04) [15].
Tierdaten Bei Ratten mit schlecht durchbluteten offenen Wunden schrumpfte die Wundfläche unter einem Gel mit Kupfertripeptid bis zum 13. Tag um 64,5 Prozent. Unter dem Gel ohne Wirkstoff waren es 45,6 Prozent, ganz ohne Behandlung 28,2 Prozent [16].
All das betrifft das Auftragen auf die Haut. Durch gespendete, unverletzte menschliche Haut gelangte „almost no peptide or copper“ (nahezu kein Peptid und kein Kupfer) hindurch [17]. Eine Studie zu gespritztem GHK-Cu am Menschen konnte nicht gefunden werden.
BPC-157: viele Rattenstudien, kein kontrolliertes Ergebnis am Menschen
Tierdaten Bei Ratten mit vollständig durchtrennter Achillessehne hielten die behandelten Sehnen über 14 Tage höheren Zugkräften stand, und die Tiere bewegten sich besser als jene, die nur Kochsalzlösung bekamen [18]. Fast alle Arbeiten dieser Art stammen aus einer einzigen Gruppe in Zagreb [19].
Systematische Übersicht Eine Übersichtsarbeit von 2025 sichtete 544 Veröffentlichungen und behielt 36 davon. Nur eine einzige schloss Patienten ein, und die Autoren fanden keine brauchbaren Daten vom Menschen [20].
Behandlungsfälle Eine Praxis erreichte 16 von 17 Patienten, denen der Stoff ins Knie gespritzt worden war, am Telefon. Zwölf hatten nur BPC-157 bekommen, und 11 von ihnen berichteten von einer deutlichen Besserung [21]. Auch ein zweiter Bericht über 12 Frauen mit einer schmerzhaften Blasenerkrankung kam ohne Vergleichsgruppe aus [22]. Bei keinem der beiden Ansätze lässt sich eine Wirkung von Zufall oder bloßem Zeitverlauf trennen.
Angemeldete Studien Keine der angemeldeten Studien zu BPC-157 hat ein Ergebnis hinterlegt [23].
TB-500: nur Tier- und Zellversuche
Tierdaten Neben der oben beschriebenen Sehnenstudie stammt der wichtigste Vergleich aus dem Jahr 2003. Bei 26 Monate alten Mäusen heilte eine Fassung des Peptids aus sieben Bausteinen ohne Kappe die Haut ungefähr so gut wie das vollständige Eiweiß [24]. Dieses Peptid ist aber nicht das Bruchstück mit Kappe, das als TB-500 verkauft wird.
Keine Daten vom Menschen Die FDA fand nach eigenen Angaben keine Daten zu Menschen, die dieses Bruchstück erhalten haben [25]. Von 20 angemeldeten Studien auf diesem Gebiet prüfen 19 das vollständige Eiweiß Thymosin β4. Der einzige Eintrag, der TB-500 nennt, bezeichnet sich selbst als erfundenes Beispiel [26].
Ausgangseiweiß, Phase 3 Die beiden größten Studien mit dem vollständigen Eiweiß schlossen 601 und 700 Menschen mit trockenen Augen ein und verfehlten jeweils beide Hauptziele [27], [28]. Geprüft wurde dort ein anderes Molekül als TB-500.
KPV: der Bestandteil, den nur KLOW enthält
Tierdaten Mäuse, die KPV über das Trinkwasser bekamen, entwickelten in zwei Versuchsmodellen, bei denen Chemikalien den Darm schädigen, eine mildere Darmentzündung. Keines dieser Modelle bildet die Colitis ulcerosa oder den Morbus Crohn so ab, wie sie bei Patienten auftreten [12].
Tierdaten Bei Kaninchen wurde die Hornhaut oberflächlich verletzt und danach mit Tropfen behandelt. Nach 60 Stunden war die oberste Schicht bei allen 8 mit KPV behandelten Hornhäuten vollständig nachgewachsen, in der Gruppe mit wirkstofffreien Tropfen dagegen bei keiner einzigen [29].
Laborversuch Durch gespendete menschliche Haut drang von selbst so wenig KPV hindurch, dass die Menge unter der Nachweisgrenze von 0,01 µg/ml blieb [30].
Keine Daten vom Menschen Eine Suche im Studienregister fand unter sechs Suchbegriffen keine Studie zu KPV am Menschen [31]. Auch die FDA fand keine Daten zu Menschen, die den Stoff auf irgendeinem Weg erhalten haben [9].
Wie weit sich die Zahlen vergleichen lassen
Die Ergebnisse oben stammen von verschiedenen Tierarten und Modellen, mit anderen Verabreichungswegen, Dosen und Zeiträumen. Sie lassen sich nicht zu einem erwarteten Ergebnis für GLOW oder für KLOW zusammenrechnen, und auch der Unterschied zwischen beiden lässt sich daraus nicht ablesen. Eine Mischung kann sich anders verhalten als ihre Bestandteile, und in der einzigen Rattenstudie, die eine Kombination prüfte, brachte sie keinen zusätzlichen Nutzen [13].
Dosierungen in den Studien
Diese Dosierungen stammen aus den zitierten Studien und stehen hier nur als Beleg. Sie sind keine Empfehlung und taugen nicht als Anleitung für eine eigene Anwendung.
| Studie | Substanz | Modell | Dosis | Verabreichung | Dauer | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Biçer 2026, Sehnenheilung gegen TB-500 | BPC-157 | Ratte, rund 330 g | 10 µg/kg täglich | In die Bauchhöhle | 4 Wochen | [13] |
| Biçer 2026, Achillessehne | TB-500 | Ratte | 60 µg/kg pro Tag | In die Bauchhöhle | 4 Wochen | [13] |
| Staresinic 2003, durchtrennte Achillessehne | BPC-157 | Ratte | 10 µg/kg, 10 ng/kg oder 10 pg/kg | In die Bauchhöhle | Täglich bis Tag 14 | [18] |
| Lee 2024, Vorstudie zu einer chronischen Blasenerkrankung | BPC-157 | Mensch, 12 Frauen | 10 mg insgesamt | Spritze bei der Blasenspiegelung | Ein Eingriff | [22] |
| Bishop 1992, Beingeschwüre | GHK-Cu | Mensch | Creme mit 0,4 Prozent Kupfertripeptid | Auf die Haut | Dauer der Studie | [14] |
| Canapp 2003, schlecht durchblutete Wunden | GHK-Cu | Ratte | Gel mit 2 Prozent Kupfertripeptid | Auf die Haut | 13 Tage, einmal täglich | [16] |
| Bonfiglio 2006, Hornhaut | KPV | Kaninchen | 1, 5 oder 10 mg/ml, 30 µl je Tropfen, zwei Tropfen viermal täglich | Augentropfen | 4 Tage | [29] |
| Dalmasso 2008, Darmentzündung | KPV | Maus | Im Trinkwasser; in der Kulturschale sehr geringe Konzentrationen | Über den Mund | Während der ausgelösten Entzündung | [12] |
Jede Zeile betrifft einen einzelnen Bestandteil. Eine Studie, die irgendeine Menge GLOW oder KLOW geprüft hat, konnte nicht gefunden werden, und die Milligramm-Angaben im Mischungsverzeichnis beschreiben Produkte, keine Dosen.
Nebenwirkungen und Sicherheit
Eine Sicherheitsstudie zu einer der beiden Mischungen konnte nicht gefunden werden. Was zu den Bestandteilen belegt ist, fällt knapp aus und beschreibt überwiegend Lücken statt Befunde.
- GHK-Cu. Die einzige förmliche Sicherheitsbewertung gilt für Kosmetika in den Konzentrationen von 2014, die meist unter 10 ppm lagen [32]. Für das Spritzen nennt die FDA eine mögliche Immunreaktion „due to the potential for aggregation and peptide-related impurities“ (weil der Stoff verklumpen kann und peptidbedingte Verunreinigungen enthalten kann) [25].
- Meldungen zu GHK-Cu. Eine Abfrage der Nebenwirkungsdatenbank der FDA ergab zwei schwerwiegende Meldungen. Die eine beschreibt einen anaphylaktischen Schock, die andere nennt eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems. In beiden Fällen waren mehrere Peptide gleichzeitig angewendet worden [33]. Spontanmeldungen belegen nie einen ursächlichen Zusammenhang.
- Kupfer. GHK-Cu besteht zu rund 15,8 Prozent seines Gewichts aus Kupfer [1]. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit setzte für Erwachsene eine Kupfergrenze von 5 mg am Tag an, und dieser Wert gilt für das Schlucken, nicht für das Spritzen [34].
- BPC-157. Kontrollierte Sicherheitsdaten vom Menschen gibt es nicht. Die FDA schreibt, ihr fehlten ausreichende Informationen, „to know whether the drug would cause harm when administered to humans“ (um zu wissen, ob der Stoff Menschen schadet, wenn er ihnen verabreicht wird) [25].
- Offene Fragen zu BPC-157. Eine Studie dazu, ob der Stoff Krebs auslösen oder das Erbgut schädigen kann, konnte nicht gefunden werden. Gefäßwachstum versorgt auch feste Tumoren, und keine veröffentlichte Studie ist diesem Risiko nachgegangen [4], [5].
- TB-500. Daten vom Menschen konnten nicht gefunden werden. Die FDA nennt Abwehrreaktionen und Verunreinigungen als Risiken [25]. Ein Universitätslabor für den Pferderennsport berichtete, dass die meisten als TB-500 beschrifteten Produkte überhaupt keine Eiweiße, Peptide oder deren Bausteine enthielten [35].
- KPV. Eine Sicherheitsprüfung an irgendeiner Tierart konnte nicht gefunden werden. Die FDA weist darauf hin, dass Antikörper gegen KPV auch das körpereigene Alpha-MSH ausschalten könnten [9].
- Dosis und Wirkung bei KPV. Bei Mäusen wirkten mittlere Dosen stärker als hohe, der Verlauf war also glockenförmig [36].
Eine sportmedizinische Übersichtsarbeit von 2026 hält fest, dass belastbare Sicherheitsdaten vom Menschen zu diesen Peptiden rar sind und Patienten ernsthaft zu Schaden kommen können [37]. Mit KPV kommt ein vierter Bestandteil ohne Sicherheitsdaten hinzu, und eine Studie dazu, wie sich die vier zusammen verhalten, konnte nicht gefunden werden.
Zulassung und Rechtslage
Keiner der vier Bestandteile ist in einem der geprüften Märkte als Arzneimittel zugelassen, und auch keine der beiden Mischungen. GHK-Cu ist zusätzlich als Kosmetik-Inhaltsstoff gelistet, was das Spritzen nicht abdeckt [32]. Australien führt BPC-157 und TB-500 namentlich in seinem Giftstoff-Verzeichnis, das den Besitz ohne Erlaubnis verbietet [38], [39]. Im Sport steht BPC-157 namentlich in Klasse S0 und TB-500 in Abschnitt S2.3, der zur strengeren der beiden Kategorien gehört [40]. KPV fällt ohne namentliche Nennung unter den Wortlaut von S0, und gespritztes GHK-Cu passt ebenfalls darauf [40]. Die Seiten der Bestandteile wurden am 6. und 7. September 2026 geprüft.
Gemeinsam angewendet?
Beide Produkte sind bereits Mischungen, die Frage nach einer Kombination betrifft hier also das Zusammenspiel ihrer eigenen Bestandteile. Das Mischungsverzeichnis von myPeptides führt das Produkt GLOW Peptide Blend mit GHK-Cu 50 mg, BPC-157 10 mg und TB-500 10 mg. KLOW (80 mg Blend) steht dort mit denselben drei Stoffen und zusätzlich KPV 10 mg. Das sind Produktangaben aus dem Verzeichnis, keine Dosen.
Das Verzeichnis vermerkt bei beiden, dass keiner der Bestandteile als Arzneimittel zum Spritzen zugelassen ist. KLOW enthält GLOW vollständig, der einzige Unterschied in der Zusammensetzung ist also KPV.
Was über die Kombination der Bestandteile bekannt ist, bleibt dünn:
- BPC-157 mit TB-500. Die einzige Rattenstudie, die beide einzeln und gemeinsam prüfte, fand keinen Vorteil der Kombination [13]. Eine Studie dieser Kombination am Menschen konnte nicht gefunden werden.
- Ein Kupferpeptid in einer Mischung. Eine offene Studie mit 1000 Patienten mit Haarausfall verwendete eine Zubereitung aus Copper Tripeptide-1, Thymosin β4 und fünf Wachstumsfaktoren. Eine Kontrollgruppe gab es nicht, und Thymosin β4 ist nicht TB-500 [41].
- KPV mit den übrigen Stoffen. Eine Studie, die KPV mit GHK-Cu, BPC-157 oder TB-500 kombinierte, konnte nicht gefunden werden.
- Meldungen aus der Anwendung. Beide schwerwiegenden FDA-Meldungen zu GHK-Cu betrafen mehrere gleichzeitig angewendete Peptide [33].
Eine Studie dazu, wie sich die vier Peptide in einem Vial oder im Körper gegenseitig beeinflussen, konnte nicht gefunden werden.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen GLOW und KLOW?
GLOW besteht aus drei Peptiden: GHK-Cu, BPC-157 und TB-500. KLOW enthält dieselben drei und als vierten Bestandteil KPV. In der Zusammensetzung ist das der ganze Unterschied. Eine Studie, die beide Mischungen vergleicht, konnte nicht gefunden werden, und ob sie sich in der Wirkung unterscheiden, ist deshalb unbekannt.
Was ist besser, GLOW oder KLOW?
Darauf gibt keine Studie eine Antwort. Weder eine Prüfung einer der beiden Mischungen noch ein Vergleich zwischen ihnen konnte gefunden werden. Die Bestandteile wurden einzeln untersucht, an verschiedenen Tierarten, in verschiedenen Modellen und auf verschiedenen Wegen verabreicht. Ihre Ergebnisse lassen sich weder in eine Rangfolge bringen noch zu einem Urteil über eine der Mischungen zusammenrechnen.
Ist GLOW oder KLOW sicherer?
Sicherheitsdaten zu einer der beiden Mischungen konnten nicht gefunden werden. Für GHK-Cu gibt es eine Sicherheitsbewertung als Kosmetik-Inhaltsstoff, die das Spritzen nicht abdeckt. Für BPC-157 und TB-500 fehlen kontrollierte Sicherheitsdaten vom Menschen, und eine Sicherheitsprüfung von KPV an irgendeiner Tierart konnte nicht gefunden werden. KLOW enthält diesen vierten Stoff ohne Sicherheitsdaten zusätzlich, und eine Studie dazu, was das praktisch bedeutet, konnte nicht gefunden werden.
Kann man GLOW und KLOW zusammen anwenden?
Eine Studie zu einer der beiden Mischungen, allein oder zusammen mit etwas anderem, konnte nicht gefunden werden. KLOW enthält ohnehin jeden Bestandteil von GLOW. Die einzige Studie, in der zwei der Bestandteile kombiniert wurden, nämlich BPC-157 und TB-500 bei Ratten, fand keinen Vorteil der Kombination.
Welcher Nutzen wird KLOW und GLOW als Peptid-Mischung zugeschrieben?
Eine Studie, die einen Nutzen einer der beiden Mischungen gemessen hat, konnte nicht gefunden werden. Es gibt nur Forschung zu den einzelnen Bestandteilen. Dazu gehören zwei erfolglose Hautstudien mit GHK-Cu, Sehnenversuche an Ratten mit BPC-157 und TB-500 sowie Versuche mit KPV an Darm und Hornhaut von Tieren. Nichts davon wurde mit den Mischungen gemacht.
Was bringt KPV zusätzlich in die KLOW-Mischung?
KPV ist ein Bruchstück aus drei Bausteinen des Hormons Alpha-MSH. In Abwehrzellen der Maus hielt es den Entzündungsschalter NF-κB aus dem Zellkern fern. An die Rezeptoren seines Ausgangshormons bindet es nicht. Eine Studie, in der ein Mensch es erhalten hat, konnte nicht gefunden werden.
Sind GLOW und KLOW zugelassen oder legal?
Weder die beiden Mischungen noch einer ihrer vier Bestandteile ist irgendwo als Arzneimittel zugelassen. GHK-Cu ist zusätzlich als Kosmetik-Inhaltsstoff gelistet, was sich nicht auf das Spritzen erstreckt. Australien beschränkt den Besitz von BPC-157 und TB-500 namentlich, und die USA führen alle vier Bestandteile unter den Stoffen mit möglichen Sicherheitsrisiken.
Sind GLOW und KLOW im Sport verboten?
Ja, praktisch beide. BPC-157 steht namentlich in Klasse S0 der Verbotsliste 2026 und TB-500 in Abschnitt S2.3, damit enthält jede der beiden Mischungen mindestens zwei verbotene Stoffe. KPV fällt ohne namentliche Nennung unter den Wortlaut von S0, und gespritztes GHK-Cu passt ebenfalls auf diesen Wortlaut.
Hat jemand die Mischung GLOW oder KLOW untersucht?
Eine Studie zu einer der beiden Mischungen konnte in der für diese Seite ausgewerteten Literatur nicht gefunden werden. Die Namen GLOW und KLOW tauchen in keiner der Studien auf, die auf den Seiten der vier Bestandteile zitiert werden. Es sind Produktnamen und keine Bezeichnungen geprüfter Zubereitungen.
Quellen
Vier Originaltitel in der folgenden Liste behaupten eine Behandlungswirkung. Sie sind durch eine neutrale deutsche Beschreibung ersetzt und als solche gekennzeichnet; Autoren, Jahr, Zeitschrift, Band, Seiten und Kennungen sind unverändert.
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