Peptid-Nasenspray herstellen und anwenden: Semax, Selank und Adamax
Vom Pulver zum Nasenspray sind es zwei grundlegende Schritte: Zuerst wird das Peptid im Originalfläschchen gelöst. Anschließend kommt die Lösung in die Sprühflasche und wird auf das vorgesehene Endvolumen aufgefüllt. Vor der ersten Anwendung wird die Pumpe angesprüht. Beim Sprühen bleibt der Kopf leicht nach vorn geneigt; die Düse zeigt zur äußeren Nasenwand.
Diese bebilderte Anleitung erklärt Material, Mengenberechnung, Auflösen, Befüllen, Beschriften und Sprühtechnik. Im Mittelpunkt stehen Semax, Selank und Adamax. Welche Rezeptur, Trägerflüssigkeit und Dosis für das jeweilige Präparat geeignet sind, muss vorab ärztlich oder pharmazeutisch geklärt sein.
Material und Zubehör
Lege das Zubehör bereit, bevor du das Fläschchen öffnest. Die einzelnen Bestandteile haben folgende Aufgaben:
| Material | Wofür es gebraucht wird |
|---|---|
| Peptidfläschchen | Ausgangsmaterial mit eindeutig bezeichnetem Wirkstoff und Gesamtmenge in mg. „5 mg + 5 mg“ bezeichnet zwei Bestandteile, nicht insgesamt 5 mg. |
| Geeignete Trägerflüssigkeit | Löst das Peptid und ergänzt die Flüssigkeit bis zum Endvolumen. Ihre Zusammensetzung muss zur jeweiligen Nasalrezeptur passen. |
| Nasensprayflasche mit Dosierpumpe und Schutzkappe | Nimmt die fertige Lösung auf und gibt sie portionsweise ab. Benötigt werden die Abgabemenge in ml pro Sprühstoß und Angaben zur Eignung für die Zubereitung. |
| Geeignetes Mess- und Transferzubehör | Misst Flüssigkeit in ml ab und überträgt sie zwischen den Behältern. Eine passende Spritze oder Pipette lässt sich bei kleinen Mengen genauer ablesen als ein Löffel. Für ein Fläschchen mit Gummistopfen braucht es einen geeigneten Entnahmeaufsatz. |
| Saubere Arbeitsfläche und passendes Einmalzubehör | Begrenzen vermeidbare Berührungen und Verunreinigungen. Eine saubere Optik allein belegt allerdings keine mikrobiologische Qualität. |
| Etikett und Stift | Zum Festhalten von Wirkstoff, Konzentration, Sprühvolumen, Herstellungsdatum, Lagerbedingungen und festgelegter Aufbrauchfrist. |
Die Dosierspritze misst Flüssigkeit ab und überträgt sie, die Sprühflasche nimmt die fertige Lösung auf, und das Etikett hält Inhalt und Anwendungsvorgaben fest. Tippe oder klicke auf eine Abbildung, um sie zu vergrößern.
Welche Flüssigkeit? Verwende die für die Nasalrezeptur vorgesehene Trägerflüssigkeit. Isotonische Kochsalzlösung enthält 0,9 % Natriumchlorid; hypertone Produkte haben einen höheren Salzgehalt. Bakteriostatisches Wasser für Injektionszwecke kann 0,9 % Benzylalkohol enthalten und ist kein beliebig austauschbarer Ersatz für eine nasale Trägerflüssigkeit. Benzylalkohol und Benzalkoniumchlorid sind außerdem verschiedene Konservierungsstoffe. Entscheidend sind die tatsächliche Zusammensetzung und der vorgesehene Verwendungszweck. [13, 14]
Endvolumen und Wirkstoffmenge pro Sprühstoß berechnen
Drei Angaben gehören auf den Ansatzplan: gesamte Peptidmenge, Endvolumen der Lösung und tatsächliche Abgabemenge der Pumpe. Dosis beziehungsweise Zielkonzentration werden gesondert festgelegt. Mit der Rechnung lässt sich diese Vorgabe in eine Flüssigkeitsmenge übersetzen.
Konzentration (µg/ml) = Peptidmenge (mg) × 1.000 ÷ Endvolumen (ml)
Menge pro Sprühstoß (µg) = Konzentration (µg/ml) × Sprühvolumen (ml)
Die folgenden Beispiele gehen von 0,10 ml pro Sprühstoß aus:
| Peptidmenge | Endvolumen | Konzentration | Menge bei angenommenen 0,10 ml pro Sprühstoß |
|---|---|---|---|
| 1 mg | 2 ml | 500 µg/ml | 50 µg |
| 2 mg | 2 ml | 1.000 µg/ml | 100 µg |
| 2 mg | 1 ml | 2.000 µg/ml | 200 µg |
| 5 mg | 5 ml | 1.000 µg/ml | 100 µg |
| 10 mg | 10 ml | 1.000 µg/ml | 100 µg |
| 10 mg | 5 ml | 2.000 µg/ml | 200 µg |
Das sind Konzentrationsbeispiele, keine empfohlenen Dosierungen für Semax, Selank oder Adamax. Sie beschreiben die Menge, die die Düse verlässt, nicht die vom Körper aufgenommene Menge.
5 ml geteilt durch 0,10 ml ergeben rechnerisch 50 Sprühstöße. Das Ansprühen der Pumpe, Verluste beim Umfüllen und Restflüssigkeit in der Flasche verringern die nutzbare Anzahl. Außerdem gibt nicht jede Pumpe 0,10 ml ab: Bei bestimmten zugelassenen Sprays sind beispielsweise 0,1 ml oder 0,137 ml angegeben. [10, 11] In die Rechnung gehört der Wert des tatsächlichen Dosiersystems.
Lösung ansetzen und Sprühflasche befüllen
Sobald Wirkstoff, verträgliche Trägerflüssigkeit, Zielkonzentration und geeignetes Zubehör feststehen, lässt sich die Herstellung in sechs Schritte gliedern.
1. Ausgangsmengen festhalten
Notiere vor dem Öffnen der Behälter den genauen Wirkstoff, seine Gesamtmenge, das gewünschte Endvolumen und die Abgabemenge der Pumpe. Getrennte Felder für mg, µg und ml helfen, Wirkstoffmenge und Flüssigkeitsvolumen auseinanderzuhalten.
Das durchgängige Rechenbeispiel lautet: 5 mg insgesamt, 5 ml Endvolumen und angenommene 0,10 ml pro Sprühstoß. Daraus ergeben sich 100 µg pro Sprühstoß. Das Beispiel veranschaulicht die Rechnung und gilt nur, wenn alle drei Ausgangswerte stimmen.
2. Arbeitsplatz und Zubehör vorbereiten
Wasche die Hände, reinige die Arbeitsfläche und lege das vorgesehene Mess- und Transferzubehör bereit. Berühre weder die Innenseiten der Behälter noch Entnahmespitzen oder das Ansaugröhrchen der Pumpe. Lege diese Teile auch nicht auf der Arbeitsfläche ab. Flasche und Verschluss müssen zur Rezeptur passen und nach den Vorgaben für dieses Zubehör vorbereitet sein. Eine gebrauchte Haushaltssprühflasche wird nicht allein durch Ausspülen mit Alkohol geeignet.
Mit einer skalierten Entnahmehilfe lassen sich kleine Flüssigkeitsmengen abmessen und ohne offenes Umgießen übertragen. Eine Spritze ohne Nadel eignet sich für frei zugängliche Flüssigkeit. Bei einem Fläschchen mit Gummistopfen braucht sie zusätzlich einen passenden Entnahmeaufsatz. Diese Verbindung zeigt die Abbildung weiter unten.
3. Pulver im Originalfläschchen lösen
Ein abgemessener Teil der vorgesehenen Trägerflüssigkeit kommt in das Peptidfläschchen. Das Pulver wird darin mit der für diesen Stoff festgelegten Mischmethode gelöst. Dieser erste Schritt heißt Rekonstitution. Die hierbei eingesetzte Flüssigkeitsmenge wird notiert, denn sie gehört bereits zur fertigen Zubereitung.
Mischmethode und Auflösezeit richten sich nach der Rezeptur. Bleiben unerwartet Partikel zurück, wird die Flüssigkeit trüb oder bildet sich ein Gel, muss die Zubereitung vor dem nächsten Schritt geprüft werden. Lösungsmittel und pH-Wert werden nicht eigenmächtig verändert.
4. Noch fehlende Flüssigkeit berechnen
Die erste Peptidlösung zählt zum Gesamtvolumen. Es gilt:
Noch fehlendes Volumen = vorgesehenes Endvolumen − Volumen der ersten Peptidlösung
Hat die erste Peptidlösung ein Volumen von 1 ml und sind 5 ml Endvolumen vorgesehen, fehlen noch 4 ml. Weitere 5 ml würden dagegen insgesamt 6 ml und damit eine andere Konzentration ergeben. Maßgeblich ist das gemessene Volumen der fertigen Lösung, nicht bloß die Summe der geplanten Zugaben.
Rechenbeispiel: Der erste Milliliter gehört bereits zu den geplanten 5 ml. Ergänzt werden die noch fehlenden 4 ml, nicht weitere 5 ml.
5. Umfüllen und auf das Endvolumen ergänzen
Mit der geeigneten Entnahmehilfe gelangt das gelöste Peptid aus seinem Fläschchen in die passende Sprühflasche. Anschließend wird die vorgesehene Trägerflüssigkeit bis zum festgelegten Endvolumen ergänzt. Im Beispiel sind das 1 ml Peptidlösung plus die noch fehlenden 4 ml, also insgesamt 5 ml.
Dabei muss die gesamte gelöste Wirkstoffmenge ohne Verschütten oder unberücksichtigte Reste übertragen werden. Geht Material verloren, stimmt die ursprüngliche Konzentrationsrechnung nicht mehr verlässlich. Falls die Rezeptur eine Spülmenge vorsieht, zählt auch diese zum Endvolumen. Zum Schluss wird die Lösung nach den Rezepturvorgaben gemischt und die Pumpe sicher aufgesetzt.
1: Den abgemessenen Flüssigkeitsanteil über einen passenden Entnahmeaufsatz zugeben. 2: Nach dem Auflösen das angeschlossene Fläschchen umdrehen und die Lösung in die Spritze aufziehen. 3: In die offene Sprühflasche übertragen und anschließend auf das berechnete Endvolumen ergänzen. Der Aufsatz ist türkis dargestellt.
6. Fertige Flasche beschriften
Auf das Etikett gehören das Peptid beziehungsweise alle Bestandteile einer Mischung, die Konzentration in µg/ml, das Sprühvolumen in ml, die berechnete Menge pro Sprühstoß, Herstellungsdatum, Lagerbedingungen und Aufbrauchfrist. Im Rechenbeispiel stehen dort 1.000 µg/ml und 100 µg je angenommenen 0,10 ml.
Trage sowohl das Herstellungsdatum als auch die für diese Zubereitung festgelegte Aufbrauchfrist ein. Das eine dokumentiert den Ansatz, das andere den spätesten Zeitpunkt der Entsorgung.
Musteretikett zum Rechenbeispiel. Trage den tatsächlichen Wirkstoff, das Herstellungsdatum, die Lagerbedingungen und den letzten Verwendungstag ein.
Pumpe vor der ersten Anwendung ansprühen
Beim Ansprühen füllt sich der innere Förderweg der Pumpe mit Flüssigkeit. Erst danach kann sie ihre vorgesehene Menge abgeben. Die Geräteanleitung legt fest, wie die Flasche gehalten wird und wie viele vorbereitende Betätigungen nötig sind. Diese Sprühstöße erfolgen vom Gesicht weg und zählen nicht als verabreichte Dosen. [10, 11]
Ein gleichmäßig aussehender Sprühnebel beweist für sich genommen noch kein bestimmtes Sprühvolumen. Nach einer längeren Pause kann erneutes Ansprühen nötig sein; der Zeitraum hängt vom Dosiersystem ab. Ist die angegebene Zahl nutzbarer Sprühstöße erreicht, bedeutet Restflüssigkeit in der Flasche nicht automatisch, dass weitere verlässliche Dosen möglich sind. Reinigung und Pflege richten sich nach der Anleitung der Pumpe. [10, 12]
1: Schutzkappe abnehmen. 2: Die Pumpe vom Gesicht weg ansprühen und die Flasche dabei nach Geräteanleitung halten. Die Zahl der vorbereitenden Sprühstöße richtet sich nach dieser Anleitung.
Ein herkömmliches Nasenspray anwenden
Für ein geeignetes, fertiges Nasenpräparat beschreibt die NHS-Patienteninformation die folgende Technik. Anzahl und Häufigkeit der Sprühstöße sowie produktspezifische Besonderheiten richten sich nach dessen Gebrauchsinformation. [8]
1: Kinn etwas senken. 2: Nur die Düsenspitze ins Nasenloch setzen. 3: Nach außen zielen, von der Nasenscheidewand weg. Beim Sprühen sanft einatmen.
- Nase und Flasche vorbereiten. Die Hände sind sauber; bei Bedarf wird die Nase vorsichtig geschnäuzt. Die Schutzkappe wird abgenommen und die Pumpe gegebenenfalls angesprüht. Geschüttelt wird nur, wenn es für das Produkt vorgesehen ist.
- Kopf leicht nach vorn neigen. Das Kinn wird etwas gesenkt, statt den Kopf in den Nacken zu legen.
- Düse nur ein kleines Stück ins Nasenloch setzen. Sie wird nicht tief hineingeschoben. Mit der jeweils anderen Hand lässt sich leichter von der Nasenscheidewand weg zielen: rechte Hand am linken Nasenloch, linke Hand am rechten.
- Zur äußeren Nasenwand zielen. Die Düse zeigt von der mittigen Nasenscheidewand weg, ungefähr in Richtung des Ohrs auf derselben Seite.
- Beim Sprühen sanft einatmen. Die vorgesehene Zahl an Sprühstößen wird abgegeben. Kräftiges Hochziehen kann Flüssigkeit in den Rachen befördern. Das andere Nasenloch wird nur entsprechend den Produktvorgaben behandelt.
- Reinigen und verschließen. Die Düse wird nach ihrer Anleitung gereinigt und die Schutzkappe wieder aufgesetzt. Die Flasche wird nicht mit anderen Personen geteilt.
1: Die Düse nach Geräteanleitung reinigen; gezeigt ist das Abwischen von außen. 2: Schutzkappe aufsetzen und die beschriftete Flasche wie vorgesehen lagern.
Sprays und Tropfen: unterschiedliche Kopfhaltung
Bei einem herkömmlichen Spray bleibt der Kopf leicht nach vorn geneigt. Für Nasentropfen kann je nach Produkt eine andere Haltung vorgesehen sein, etwa ein nach hinten geneigter oder tiefer gelagerter Kopf. Maßgeblich ist die Anleitung für das tatsächlich verwendete Dosiersystem. [8, 9]
Die Produktinformationen zu Semax und Selank beschreiben Nasentropfen. Wird eine Tropfenlösung in eine andere Pumpe umgefüllt, ändert sich das Dosiersystem. Weder die Tropfenzahl noch die ursprüngliche Anwendung lassen sich dann einfach in „Sprühstöße“ umbenennen. [1, 4]
Lagerung und Aufbrauchfrist
Die gefüllte Flasche wird verschlossen, lesbar beschriftet und unter den für die Rezeptur festgelegten Bedingungen gelagert. Kühlung gehört dazu, wenn diese Vorgaben sie verlangen. Selbst bei zugelassenen Nasensprays mit demselben Peptid, etwa Desmopressin, können sich die Lagerhinweise unterscheiden. [10, 15]
Die Aufbrauchfrist hängt von der konkreten Rezeptur und dem Behältnis ab. Während dieser Zeit müssen chemische Stabilität, mikrobiologische Qualität und Pumpenfunktion erhalten bleiben. Kühlung und eine klare Optik allein zeigen nicht, wie lange eine Zubereitung verwendbar ist. [12]
Auch die Wiederverwendung der Flasche hängt von geprüften Reinigungsangaben und einer weiterhin verlässlichen Pumpe ab. Das Reinigen mit Alkohol allein belegt nicht, dass das Behältnis für den nächsten Ansatz geeignet ist.
Semax, Selank, Adamax und weitere nasale Peptide
Die beschriebene Herstellung erklärt den Umgang mit einer Flüssigkeit. Die Daten zu den einzelnen Wirkstoffen müssen daneben gesondert betrachtet werden:
| Substanz | Daten zur nasalen Anwendung und praktischer Unterschied |
|---|---|
| Semax | Humanstudien mit nasaler Gabe und russische Arzneimittel in Form von Nasentropfen sind dokumentiert. Das belegt nicht die Eignung jedes eigenständig hergestellten Sprays. [1] |
| Selank | Es gibt Produktinformationen zu Nasentropfen und kleine Humanstudien bei Angststörungen, darunter ein Vergleich mit Medazepam an 62 Patienten. Daraus ergeben sich weder eine Universalrezeptur für Sprays noch ein belegter kognitiver Nutzen für Gesunde. [2, 4] |
| Adamax | Ein Behördenpapier nennt den Stoff unter Peptiden, die mit kognitiven Wirkungen vermarktet werden. Vergleichbare veröffentlichte Humanstudien zur nasalen Gabe wurden nicht gefunden. Der Name belegt nicht Inhalt oder Eignung eines bestimmten Fläschchens. [3] |
| N-Acetyl-Semax / N-Acetyl-Selank | Chemisch veränderte Stoffe, die eine eigene Bewertung brauchen. Eine Änderung am Molekül rechtfertigt nicht die Übernahme von Rezeptur und Anwendung des Ausgangspeptids. |
| Insulin / Oxytocin | Am Menschen intranasal untersucht, allerdings in eigenständigen klinischen Forschungsprogrammen. Größere Studien bei kognitiver Beeinträchtigung beziehungsweise Autismus zeigten beim jeweils primären Ergebnis keinen Vorteil gegenüber Placebo. [6, 7] |
Eine frühe Humanstudie zu Insulin, Vasopressin und Melanocortin(4–10) fand nach nasaler Gabe erhöhte Konzentrationen im Nervenwasser. Sie untersuchte weder Semax noch Selank oder Adamax und belegt nicht, dass jedes nasale Peptid das Gehirn wirksam erreicht. [5] Weitere Einzelheiten stehen in den Monographien zu N-Acetyl-Semax, N-Acetyl-Selank und Oxytocin.
Mengen und Einheiten richtig zuordnen
- Eine „5 mg / 5 mg“-Mischung enthält insgesamt 10 mg. In einem Endvolumen von 5 ml ergeben angenommene 0,10 ml pro Sprühstoß jeweils 100 µg pro Bestandteil, zusammen also 200 µg. Die Rechnung belegt keine Verträglichkeit der beiden Bestandteile miteinander.
- Masse und Volumen getrennt angeben. mg und µg bezeichnen die Wirkstoffmenge, ml das Flüssigkeitsvolumen. Schreibe die Einheit direkt neben jeden Messwert, damit die Angaben eindeutig bleiben.
Häufige Fragen
Wie kommt das Peptid in die Nasensprayflasche?
Das Peptid wird zunächst im Originalfläschchen mit einem abgemessenen Teil der vorgesehenen Flüssigkeit gelöst. Diese Lösung kommt in eine geeignete Sprühflasche und wird mit der restlichen Flüssigkeit auf das vorgesehene Endvolumen ergänzt. Trägerflüssigkeit, Zubehör und Mischmethode müssen für die konkrete Zubereitung festgelegt sein.
Zählt die Flüssigkeit zum Auflösen bereits zum Endvolumen?
Ja. Nimmt die erste Peptidlösung 1 ml ein und sind insgesamt 5 ml vorgesehen, fehlen noch 4 ml. Weitere 5 ml würden insgesamt 6 ml ergeben und die Konzentration verändern.
Wie berechnet sich die Wirkstoffmenge pro Sprühstoß?
Die Konzentration in Mikrogramm pro Milliliter wird mit dem tatsächlichen Sprühvolumen in Millilitern multipliziert. Ein Beispiel: 5 mg in einem Endvolumen von 5 ml ergeben 1.000 Mikrogramm/ml. Bei angenommenen 0,10 ml pro Sprühstoß wären das 100 Mikrogramm. Das ist ein Konzentrationsbeispiel, keine empfohlene Peptiddosis.
Warum muss eine Nasenspraypumpe angesprüht werden?
Dabei füllt sich der innere Förderweg mit Flüssigkeit, damit die Pumpe ihre vorgesehene Menge abgeben kann. Die Geräteanleitung legt die vorbereitenden Sprühstöße und ein gegebenenfalls nötiges erneutes Ansprühen nach einer Pause fest. Sichtbarer Sprühnebel allein belegt kein bestimmtes Sprühvolumen.
Wohin zeigt die Düse bei einem herkömmlichen Nasenspray?
Bei leicht nach vorn geneigtem Kopf sitzt die Düse nur ein kleines Stück im Nasenloch und zeigt zur äußeren Nasenwand, von der Nasenscheidewand weg. Die jeweils andere Hand erleichtert diese Haltung. Eingeatmet wird sanft; die Zahl der Sprühstöße richtet sich nach den Produktvorgaben.
Gelten für Semax, Selank und Adamax dieselben Mischangaben?
Die Rechnung ist gleich, aber Verträglichkeit, nasale Eignung, Konzentration und Lagerung hängen vom tatsächlichen Stoff und der Rezeptur ab. Zu Semax und Selank gibt es Daten zu Nasentropfen. Vergleichbare veröffentlichte Humanstudien zur nasalen Anwendung von Adamax wurden nicht gefunden.
Wie lange ist ein angesetztes Peptid-Nasenspray haltbar?
Lagerbedingungen und Aufbrauchfrist müssen für die jeweilige Zubereitung und ihr Behältnis festgelegt sein. Kühlschranklagerung und eine klare Optik weisen weder chemische Stabilität noch ausreichende mikrobiologische Qualität nach.
Quellen
- FDA: Semax-Unterlagen für das Pharmacy Compounding Advisory Committee, 2026. Klinische Literatur, Hintergrund zu Nasentropfen und Qualitätsfragen bei Rezeptur-Sprays.
- Zozulia et al.: Selank bei generalisierter Angststörung und Neurasthenie, 2008. Kleine Studie mit aktiver Vergleichsbehandlung; 62 Teilnehmer.
- Medsafe: Vorlage zu Peptiden für das Medicines Classification Committee, Juni 2025. Behördliche Erörterung unter anderem zu Adamax; keine klinische Studie oder Zulassung.
- Selank: Produktinformationen des Herstellers. Zusammensetzung der Nasentropfen und produktspezifische Angaben.
- Born et al.: Sniffing neuropeptides: a transnasal approach to the human brain, 2002. Humanstudie zur Konzentration im Nervenwasser; DOI: 10.1038/nn849.
- Craft et al.: Intranasales Insulin bei leichter kognitiver Beeinträchtigung und Alzheimer-Demenz, 2020. Randomisierte Studie; DOI: 10.1001/jamaneurol.2020.1840.
- Sikich et al.: Intranasales Oxytocin bei Kindern und Jugendlichen mit Autismus, 2021. Randomisierte Studie; DOI: 10.1056/NEJMoa2103583.
- East Kent Hospitals NHS: Anwendung eines Nasensprays.
- East Kent Hospitals NHS: Anwendung von Nasentropfen.
- DailyMed: Desmopressin-Nasenspray von Apotex, Produktinformation.
- DailyMed: Azelastinhydrochlorid-Nasenspray, Produktinformation.
- FDA: Qualitätsanforderungen an Nasensprays und Inhalationspräparate. Leitlinie zu Chemie, Herstellung und Qualitätskontrolle.
- NeilMed: NasaMist Extra Strength Hypertonic. Produktinformation zu einer hypertonen Kochsalzlösung.
- DailyMed: Bakteriostatisches Wasser für Injektionszwecke, Produktinformation.
- DailyMed: Desmopressinacetat-Nasenspray von Bausch, Produktinformation.




