Alle Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information — keine medizinische Beratung, keine Dosier- oder Anwendungsempfehlung, keine Wirkversprechen. Viele Substanzen sind nicht als Arzneimittel zugelassen oder verschreibungspflichtig; ob Besitz und Anwendung erlaubt sind, richtet sich nach dem Recht deines Wohnsitzlandes und liegt in deiner Verantwortung. myPeptides verkauft oder liefert keine Substanzen, sondern ist ein Informations- und Organisations-Werkzeug — bei Gesundheitsfragen wende dich an zugelassenes ärztliches oder pharmazeutisches Fachpersonal.

TB-500 vs. TB-4: Unterschiede, Studienlage und Sicherheit

Aktualisiert am 30. September 20269 min

TB-500 vs. TB-4: Unterschiede, Studienlage und Sicherheit

Die Antwort vorweg

TB-500 bezeichnet hier das synthetische Fragment Ac-LKKTETQ aus sieben Aminosäuren; TB-4 das vollständige Thymosin beta-4 mit 43 Aminosäuren. Humanstudien zu TB-4 belegen weder Wirkung noch Sicherheit von TB-500. Die verwandte Struktur bedeutet jedoch nicht, dass beide austauschbar sind. Welche Substanz besser oder sicherer wäre, lässt sich aus den ausgewerteten Daten nicht ableiten.

Auf einen Blick

MerkmalTB-500TB-4 (Thymosin β4)
WirkstoffklasseGeweberegenerationGeweberegeneration
Rechtliche EinordnungForschungschemikalieIn klinischer Entwicklung
Zulassungsstatus nach Markt
Vereinigte StaatenNicht zugelassenPrüfstoff
Europäische UnionNicht zugelassenNicht belegt
DeutschlandNicht zugelassenNicht belegt
Vereinigtes KönigreichNicht zugelassenNicht belegt
AustralienUnterstellte Substanz (2024-06-01)Unterstellte Substanz
KanadaNicht zugelassenNicht belegt
SchweizNicht belegtNicht belegt
WADA-StatusVerboten (S2.3, 2026)Verboten (S2.3, 2026)
EntwicklungsstufePräklinischPhase 3
Stärkste EvidenzTierstudieRandomisierte Phase-3-Studie
Registrierte Studien (ClinicalTrials.gov)05
Sequenzlänge7 Aminosäuren43 Aminosäuren
Molekülmasse889 g/molNicht belegt
Zuletzt geprüft2026-09-302026-09-30

Worin sich die Moleküle unterscheiden

Bevor es um mögliche Wirkungen geht, muss die Substanz feststehen: Hinter den Namen können unterschiedliche Moleküle stecken. TB-500 meint hier die Sequenz Ac-LKKTETQ. TB-4, auch Tβ4 oder Thymosin beta-4 genannt, ist das vollständige Peptid. Davon hängt ab, welche Studien zu welchem Stoff gehören [1], [2].

In einer analytischen Untersuchung fanden Forschende das acetylierte Fragment in einem als TB-500 bezeichneten Produkt. Seine sieben Aminosäuren entsprechen den Positionen 17–23 des vollständigen Peptids. Ac steht für eine chemische Gruppe am Anfang des Fragments. Die Untersuchung klärte die Zusammensetzung, nicht einen möglichen gesundheitlichen Nutzen beim Menschen [1].

TB-4 besteht aus 43 Aminosäuren. Sein mittlerer Abschnitt ist an der Bindung von Aktin beteiligt. Dieses Protein trägt zum Zellgerüst bei und ermöglicht Bewegungen der Zelle. Untersuchungen einzelner TB-4-Abschnitte ordnen verschiedenen Sequenzen unterschiedliche biologische Aktivitäten zu. Dem kurzen Fragment lassen sich deshalb nicht sämtliche Befunde zum vollständigen Peptid zuschreiben [2].

Der Abschnitt, der an der Aktinbindung beteiligt ist, erklärt das Forschungsinteresse an dem Fragment. Das belegt jedoch weder identische Bindungseigenschaften noch dieselbe Verteilung im Körper oder Wirkung im Gewebe. Fehlen andere Abschnitte oder verändern sich die chemischen Enden, handelt es sich trotz gemeinsamer Sequenz um einen anderen Prüfstoff [1], [2].

Auch die Bezeichnung „synthetisches Thymosin beta-4“ reicht nicht aus. Sowohl das vollständige TB-4 als auch ein kürzeres Fragment lassen sich synthetisch herstellen. Das Wort beschreibt die Herstellung, nicht die Zahl oder Reihenfolge der Aminosäuren. Entscheidend sind die in der Studie beschriebene Substanz und ihre Zusammensetzung [1].

Um Forschung zu dieser Peptidfamilie einzuordnen, sind mehrere Fragen entscheidend:

  • Welche Sequenz wurde untersucht, und waren ihre Enden chemisch verändert?
  • Fand der Versuch mit Zellen, Tieren oder Menschen statt?
  • Wurde das Präparat am Auge, auf der Haut oder über die Blutbahn angewendet?
  • Was wurde gemessen, und stützte der vorab geplante Vergleich die Schlussfolgerung?

Erst diese Angaben erlauben es, einen Befund richtig zuzuordnen. Ähnliche Namen beseitigen die Unterschiede zwischen Präparaten nicht. Selbst ein Ergebnis mit vollständigem TB-4 am Auge gilt zunächst für diese Zubereitung und Versuchssituation. Es belegt keine allgemeine Wirkung auf die Regeneration sämtlicher Gewebe.

Was die Studien zeigen

Direkte Vergleiche und Grenzen der Fragmentforschung

Tierexperiment mit Vergleich Eine veröffentlichte Mausstudie untersuchte vollständiges TB-4 und ein synthetisches Peptid mit dessen Aktinbindungsbereich. Das kurze Peptid war nicht acetyliertes LKKTETQ. Für beide berichtete die Studie Ergebnisse zur Wundheilung. Das kurze Studienpeptid darf jedoch nicht ohne Weiteres mit dem acetylierten Ac-LKKTETQ gleichgesetzt werden, das hier als TB-500 bezeichnet wird [3].

Eine Humanstudie, die chemisch eindeutig bestimmtes Ac-LKKTETQ direkt mit vollständigem TB-4 vergleicht, ist in den ausgewerteten Quellen nicht auffindbar. Die FDA erklärt, sie habe keine Daten zur Anwendung fragmenthaltiger Arzneizubereitungen beim Menschen identifiziert. Das beschreibt den verfügbaren Kenntnisstand. Es beweist nicht, dass keine undokumentierte Anwendung stattgefunden hat [4].

Die FDA weist in ihrer Bewertung von 2026 darauf hin, dass Websites TB-500 und Thymosin beta-4 teils gleichbedeutend verwenden. Deshalb muss geklärt sein, welcher Stoff tatsächlich untersucht wurde. Eine andere Bezeichnung macht aus einer Studie zum vollständigen Peptid keinen Nachweis für das Fragment [4].

Der ältere Mäuseversuch belegt damit keine klinische Gleichwertigkeit. Eine Hautwunde beim Tier unterscheidet sich außerdem von einer menschlichen Sehnenverletzung oder Augenerkrankung. Ein biologischer Effekt unter bestimmten Versuchsbedingungen sagt noch nicht, wie groß, verlässlich oder sicher ein Effekt unter anderen Bedingungen wäre [3].

Was zum eindeutig bestimmten TB-500-Fragment untersucht wurde

Labor- und Tierdaten Eine Stoffwechselstudie untersuchte TB-500 in menschlichem Blutserum, Enzymsystemen und Ratten. Im Versuch zum Schließen einer Lücke zwischen kultivierten Zellen zeigte das Abbauprodukt Ac-LKKTE einen signifikanten Effekt. Für das ursprüngliche TB-500 blieb dieser aus. Die Autoren vermuteten, dass ein Abbauprodukt manche früheren Wirkungsannahmen erklären könnte [5].

Menschliches Blutserum im Labor macht einen Versuch noch nicht zur Humanstudie. Die Arbeit trägt zum Verständnis des Molekülabbaus unter den untersuchten Bedingungen bei. Sie belegt weder Behandlungsergebnisse noch Nebenwirkungsraten oder die Dauer eines möglichen Effekts beim Menschen [5].

Deshalb greift auch die Bezeichnung „der wirksame Teil“ zu kurz. Ein biologisch interessanter Abschnitt muss nicht in jeder isolierten, veränderten oder weiter abgebauten Form dieselbe Aktivität aufweisen. Für die Einordnung dieses Versuchs ist zwischen dem ursprünglichen Fragment und seinen Abbauprodukten zu unterscheiden [2], [5].

Vollständiges TB-4 bei gesunden Freiwilligen

Phase 1 Eine placebokontrollierte Studie mit 40 gesunden Freiwilligen untersuchte synthetisches TB-4, das intravenös verabreicht wurde. Dazu gehörte eine wiederholte Anwendung über 14 Tage. Unerwünschte Ereignisse waren selten und leicht bis mittelschwer. Die Forschenden berichteten weder schwerwiegende Ereignisse noch schädliche Wirkungen, die eine Begrenzung der Dosis erfordert hätten [6].

Das liefert Daten zur Verträglichkeit genau dieses Präparats mit vollständigem TB-4 beim Menschen. Es ist keine Sicherheitsstudie zum Fragment aus sieben Aminosäuren. Gesunde Teilnehmer, kurze Beobachtung und kontrollierte Herstellung begrenzen außerdem die Aussagekraft für eine langfristige Anwendung oder andere Produkte mit ähnlichen Namen [6].

Vollständiges TB-4 in Studien zum trockenen Auge

Phase 3 An ARISE-2 nahmen 601 Menschen teil, an ARISE-3 insgesamt 700. Beide Studien untersuchten RGN-259, Augentropfen mit vollständigem TB-4. Die vorab festgelegten Hauptziele wurden jeweils verfehlt. Untersucht wurden Augenbeschwerden und die Hornhautfärbung, mit der Schäden an der Augenoberfläche erfasst werden [7], [8].

Diese Ergebnisse gehören zur klinischen Gesamtbewertung. Nachträgliche Auswertungen einzelner Beschwerden, Zeitpunkte oder Teilnehmergruppen ersetzen nicht die Hauptfragen, die vor Studienbeginn festgelegt wurden. Umgekehrt beweist ein verfehltes Studienziel nicht, dass sämtliche vermuteten biologischen Aktivitäten von TB-4 ausbleiben [7], [8].

Untersucht wurden Augentropfen, kein injiziertes TB-500-Fragment. Aus dieser Patientengruppe, diesen Augentropfen und diesen Messgrößen lassen sich keine Aussagen über allgemeine Regeneration oder Sportverletzungen ableiten. Wer dieselbe Studie einfach dem anderen Molekül zuschreibt, lässt diese Unterschiede unter den Tisch fallen [7], [8].

Vollständiges TB-4 bei neurotropher Keratopathie

Phase 3 Eine weitere RGN-259-Studie umfasste 18 Menschen mit neurotropher Keratopathie. Dabei sind Hornhautnerven beeinträchtigt, und Schäden an der Oberfläche bleiben bestehen. An Tag 29 war der Hornhautdefekt bei 6 von 10 Teilnehmern unter dem Prüfpräparat vollständig verheilt. Unter Placebo galt das für 1 von 8 [9].

Der vorab festgelegte statistische Test zum Hauptziel erreichte keine Signifikanz: p = 0,0656. Trotz der unterschiedlichen Heilungsraten blieb das Hauptergebnis damit statistisch unsicher. Eine kleine Studie mit einem unsicheren Hauptergebnis belegt keinen verlässlichen klinischen Nutzen. Ergebnisse zusätzlicher Auswertungen müssen davon getrennt dargestellt werden [9].

Die Studien unterscheiden sich hinsichtlich Teilnehmern, Anwendungsweg, Dauer und Messgrößen. Daraus lässt sich keine Rangfolge zwischen TB-500 und TB-4 bilden. Der belastbare Unterschied liegt in der Art der verfügbaren Forschung: klinische Daten zu bestimmten Präparaten mit vollständigem TB-4 und deutlich begrenztere Daten zum eindeutig bestimmten Fragment [4], [5], [6], [7], [8], [9].

Sicherheit und offene Fragen

Die FDA nennt mögliche Immunreaktionen bei Rezepturzubereitungen mit dem Fragment. Sie verweist auf die Zusammenlagerung von Peptidmolekülen und auf peptidbedingte Verunreinigungen. Zugleich fehlen der Behörde wichtige Informationen, um mögliche Schäden beim Menschen beurteilen zu können [4].

Wie häufig Nebenwirkungen auftreten, lässt sich daraus nicht ableiten. Fehlende Patientendaten sind deshalb kein Sicherheitsnachweis. Eine Aussage wie „in einer klinischen Studie gut vertragen“ muss immer deutlich machen, welches Molekül und welches Präparat untersucht wurden [4], [6].

Die FDA-Bewertung beschreibt außerdem zwei Meldungen von Verbrauchern zu Mischungen mit der Bezeichnung TB-500 und BPC-157. Sie enthielten keine Sicherheitsbewertung. Das sind keine klinischen Studien. Aus ihnen lassen sich weder Nebenwirkungsraten noch Wirkungen des chemisch eindeutig bestimmten TB-500-Fragments ableiten [4].

Zu vollständigem TB-4 liegen kurzfristige Beobachtungen am Menschen vor, darunter die Studie mit gesunden Freiwilligen. Seltene oder erst spät auftretende Schäden lassen sich damit nicht zuverlässig erfassen. Ebenso wenig belegen sie Sicherheit in Schwangerschaft, Kindheit oder bei längerer unüberwachter Anwendung. Auf Ac-LKKTETQ lassen sie sich allein wegen seiner Herkunft aus TB-4 nicht übertragen [6].

Auch die chemische Identität ist ein Problem. Eine Laboruntersuchung von Produkten mit den Bezeichnungen TB500 und TB1000 fand keine verlässliche Übereinstimmung zwischen Inhalt und Beschreibung. Ein Handelsname allein belegt daher weder das definierte Fragment noch die Übereinstimmung mit einem klinisch untersuchten Präparat [10].

TB-4 kommt im Körper natürlich vor. Daraus folgt jedoch keine Unbedenklichkeit zusätzlicher Mengen in einer hergestellten Zubereitung. Es kommt weiterhin darauf an, welches Präparat in welcher Menge und auf welchem Weg in den Körper gelangt. Auch die kürzere Kette ist kein Nachweis, dass das Fragment sicherer wäre [2], [4], [6].

Diese Seite nennt keine Dosierungen oder Anwendungsschemata, weil es sich bei den beschriebenen TB-4-Präparaten um klinische Prüfpräparate handelt. Der Vergleich erklärt, was untersucht wurde und wo die Aussagekraft endet. Eine wissenschaftlich abgesicherte Umrechnung zwischen Fragment und vollständigem Peptid gibt es auf dieser Grundlage nicht.

Die ausgewerteten Unterlagen beschreiben Forschungs- oder Prüfpräparate, keine austauschbaren zugelassenen Arzneimittel. Der Orphan-Drug-Status für TB-4 bei neurotropher Keratopathie ist keine Marktzulassung. Der FDA-Eintrag nennt die Indikation ausdrücklich als nicht zugelassen. Auch die FDA-Bewertung der Sicherheitsrisiken des Fragments ist keine Zulassung. Auf der WADA-Liste 2026 sind Thymosin beta-4 und Derivate wie TB-500 unter S2.3 jederzeit verboten. Die Unterscheidung der Moleküle schafft keine Ausnahme von dieser Regel [4], [11], [12].

Wurden TB-500 und TB-4 gemeinsam untersucht?

Im Blend-Verzeichnis der Website ist keine eigene Kombination aus TB-500 und TB-4 aufgeführt. Eine Humanstudie zur chemisch eindeutig bestimmten Kombination aus Ac-LKKTETQ und vollständigem TB-4 ist in den ausgewerteten Quellen nicht auffindbar [4], [5], [6], [7], [8], [9].

Eine gemeinsame Sequenz belegt weder einen zusätzlichen Effekt bei kombinierter Anwendung noch Austauschbarkeit. Der Vergleich eines vollständigen Peptids mit einem Fragment beantwortet eine andere Frage als die gemeinsame Gabe. Der oben beschriebene Mäuseversuch klärt deshalb weder Wirkung noch Sicherheit einer Kombination [3].

Häufige Fragen

Was ist besser: TB-500 oder TB-4?

Die Studienlage erlaubt keine Aussage darüber, welcher Stoff besser wäre. Zu TB-4 gibt es Humanstudien mit bestimmten Präparaten, darunter Studien am Auge, die ihre Hauptziele nicht erreicht haben. Vergleichbare klinische Daten zum eindeutig bestimmten TB-500-Fragment haben wir nicht gefunden. Dass TB-4 häufiger untersucht wurde, belegt nicht seine Eignung für andere Anwendungen.

Ist TB-500 oder TB-4 sicherer?

Einen direkten Vergleich der Sicherheit beim Menschen haben wir nicht gefunden. Zum vollständigen TB-4 gibt es kurzfristige Verträglichkeitsdaten; zum Fragment benennt die FDA erhebliche Wissenslücken. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass einer der beiden Stoffe sicherer wäre.

Was unterscheidet TB-500 von TB-4?

TB-4 ist das vollständige Thymosin beta-4 mit 43 Aminosäuren. TB-500 meint hier Ac-LKKTETQ: sieben Aminosäuren entsprechend den Positionen 17–23, ergänzt um eine Acetylgruppe am Anfang. Da Bezeichnungen uneinheitlich verwendet werden, entscheiden die in der Studie genannte Sequenz und Zubereitung über die Zuordnung der Daten.

Lassen sich TB-500 und TB-4 gemeinsam anwenden?

Eine Humanstudie zur eindeutig bestimmten Kombination ist in den ausgewerteten Quellen nicht auffindbar. Die Ähnlichkeit der Moleküle belegt weder einen zusätzlichen Nutzen noch die Sicherheit einer gemeinsamen Anwendung. Ein klinisch geprüftes Schema für die gemeinsame Anwendung lässt sich daraus nicht ableiten.

Sind RGN-259-Studien ein Nachweis für TB-500?

RGN-259-Studien untersuchen Augentropfen mit vollständigem TB-4. Sie belegen weder Wirkung noch Sicherheit von Ac-LKKTETQ. Ebenso wenig zeigen sie, wie sich ein injiziertes Präparat mit vollständigem TB-4 in einem anderen Gewebe oder einer anderen Patientengruppe auswirken würde.

Macht das natürliche Vorkommen von TB-4 auch TB-500 sicher?

Nein. Natürliches TB-4 und ein hergestelltes kurzes Fragment unterscheiden sich in ihrem chemischen Aufbau. Dass eine Sequenz aus einem körpereigenen Peptid stammt oder keine Nebenwirkungsraten veröffentlicht wurden, belegt noch keine Sicherheit beim Menschen.

Sind TB-500 und TB-4 im Sport verboten?

Ja. Die WADA-Liste 2026 verbietet Thymosin beta-4 und Derivate wie TB-500 unter S2.3 jederzeit. Die Bezeichnung als Forschungspeptid oder eine andere Abkürzung ändert diese Einstufung nicht.

Bedeutet der Orphan-Drug-Status von TB-4 eine Zulassung für TB-500?

Nein. Der Status bezieht sich auf die Entwicklung von vollständigem TB-4 für eine bestimmte seltene Erkrankung. Er ist keine Arzneimittelzulassung und gilt nicht für das Fragment. Laut FDA ist auch TB-4 für die genannte Anwendung nicht zugelassen.

Quellen

  1. Esposito S, Deventer K, Goeman J, Van der Eycken J, Van Eenoo P (2012). Synthesis and characterization of the N-terminal acetylated 17-23 fragment of thymosin beta 4 identified in TB-500, a product suspected to possess doping potential. Drug Testing and Analysis 4(9):733-738. PMID 22962027. DOI 10.1002/dta.1402.
  2. Sosne G, Qiu P, Goldstein AL, Wheater M (2010). Biological activities of thymosin beta4 defined by active sites in short peptide sequences. FASEB Journal 24(7):2144-2151. PMID 20179146. DOI 10.1096/fj.09-142307.
  3. Philp D, Badamchian M, Scheremeta B, Nguyen M, Goldstein AL, Kleinman HK (2003). Thymosin beta 4 and a synthetic peptide containing its actin-binding domain promote dermal wound repair in db/db diabetic mice and in aged mice. Wound Repair and Regeneration 11(1):19-24. PMID 12581423. DOI 10.1046/j.1524-475x.2003.11105.x.
  4. US Food and Drug Administration (2026). TB-500 (free base) and TB-500 acetate: briefing document for the July 2026 Pharmacy Compounding Advisory Committee. Also: Certain bulk drug substances for use in compounding that may present significant safety risks; fragment entry under nominated but withdrawn substances. Geprüft am 30. September 2026. FDA-Bewertung der Sicherheitsrisiken.
  5. Rahaman KA, Muresan AR, Min H, Son J, Han HS, Kang MJ, Kwon OS (2024). Simultaneous quantification of TB-500 and its metabolites in in-vitro experiments and rats by UHPLC-Q-Exactive orbitrap MS/MS and their screening by wound healing activities in-vitro. Journal of Chromatography B 1235:124033. PMID 38382158. DOI 10.1016/j.jchromb.2024.124033.
  6. Ruff D, Crockford D, Girardi G, Zhang Y (2010). A randomized, placebo-controlled, single and multiple dose study of intravenous thymosin beta4 in healthy volunteers. Annals of the New York Academy of Sciences 1194:223-229. PMID 20536472. DOI 10.1111/j.1749-6632.2010.05474.x.
  7. ClinicalTrials.gov. ARISE-2: RGN-259 in dry eye disease, phase 3; results for both co-primary endpoints. Geprüft am 30. September 2026. NCT02974907.
  8. ClinicalTrials.gov. ARISE-3: RGN-259 in dry eye disease, phase 3; results for both co-primary endpoints. Geprüft am 30. September 2026. NCT03937882.
  9. Sosne G, Kleinman HK, Springs C, Gross RH, Sung J, Kang S (2023). 0.1% RGN-259 (thymosin β4) ophthalmic solution promotes healing and improves comfort in neurotrophic keratopathy patients in a randomized, placebo-controlled, double-masked phase III clinical trial. International Journal of Molecular Sciences 24(1):554. PMID 36613994. DOI 10.3390/ijms24010554.
  10. Delcourt V, Garcia P, Chabot B, Barnabé A, Bouscarel M, Loup B, Popot MA, Bailly-Chouriberry L (2023). TB500/TB1000 and SGF1000: a scientific approach for a better understanding of misbranded and adulterated drugs. Drug Testing and Analysis 15(4):458-464. PMID 36482504. DOI 10.1002/dta.3421.
  11. US Food and Drug Administration. Thymosin beta 4, orphan designation for neurotrophic keratopathy; record states not FDA approved for the orphan indication. Geprüft am 30. September 2026. Orphan-Drug-Eintrag 416613.
  12. World Anti-Doping Agency. The 2026 Prohibited List, section S2.3 and S2 class header. Geprüft am 30. September 2026. Offizielle Verbotsliste.

Zuletzt geprüft: September 2026

Nimm myPeptides mit

Dosen, Pläne und Fortschritt am Handy verfolgen — Ende-zu-Ende verschlüsselt.

Dieser Beitrag dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. myPeptides gibt keine Dosierungsempfehlungen.