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Melanotan II: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit

Status auf einen Blick

MarktStatusDatum
Vereinigte StaatenNicht zugelassen
Europäische UnionNicht zugelassen
DeutschlandNicht zugelassen
Vereinigtes KönigreichNicht zugelassen
AustralienUnterstellte Substanz
KanadaNicht zugelassen
SchweizNicht zugelassen
Entwicklungsstufe
Eingestellt
Stärkste Evidenz
Randomisierte Phase-1-Studie
WADA-Status
Verboten (S0, 2026)
Zuletzt geprüft
2026-09-06
Version
1.0

Melanotan II: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit

Zusammenfassung

Melanotan II ist ein künstlich hergestelltes Peptid, das in den 1980er Jahren an der Universität von Arizona entworfen wurde, und kein Land hat es je zugelassen. Die klinische Entwicklung endete nach vier kleinen Studien an weniger als 25 Männern, die alle zwischen 1996 und 2000 von einer einzigen Arbeitsgruppe veröffentlicht wurden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA verweist auf veröffentlichte Fallberichte über Hautkrebs, eine Hirnschwellung, eine Vergiftung wie durch ein Aufputschmittel und eine schmerzhafte Dauererektion. Zwei Labore haben Produkte aus dem Internethandel nachgemessen: Das eine fand deutlich weniger Peptid als auf dem Etikett versprochen, das andere fand zwischen gleich beschrifteten Flaschen Mengen, die um mehr als das Doppelte auseinanderlagen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nirgendwo auf der Welt zugelassen. Australien führt Melanotan II als verschreibungspflichtig, obwohl es gar kein zugelassenes Präparat gibt, und die FDA zählt den Stoff zu jenen, bei denen sie erkennbare Sicherheitsrisiken sieht [1], [2].
  • Alles, was am Menschen bekannt ist, steht in vier Veröffentlichungen über weniger als 25 Männer. Sie stammen sämtlich von einer Arbeitsgruppe der Universität von Arizona aus den Jahren 1996 bis 2000, und seither hat niemand die Untersuchungen wiederholt [3], [4].
  • Die Hautfarbe wurde an drei Menschen gemessen. Bei zwei von ihnen hatten Gesicht, Oberkörper und Gesäß eine Woche nach der letzten Gabe mehr Pigment [3].
  • Deutlicher als die Bräunung war die sexuelle Wirkung. 17 von 20 Männern bekamen eine Erektion, ohne dass ein sexueller Reiz vorlag, und 12,9 Prozent der Teilnehmer litten unter schwerer Übelkeit [4].
  • Die FDA benennt vier schwere Ereignisse aus Fallberichten. Es sind schwarzer Hautkrebs, eine Hirnschwellung namens PRES, eine Vergiftung wie durch ein Aufputschmittel und eine schmerzhafte Dauererektion [1].
  • In den Fläschchen steckt selten das, was auf dem Etikett steht. Ein dänisches Labor maß 4,32 bis 8,84 mg, wo 10 mg versprochen waren, und die australische Behörde fand 22 bis 54 mg in Nasensprays mit dem Etikett 30 mg [5], [6].
  • Im Sport jederzeit verboten. Auf der Liste von 2026 steht der Name nicht, doch der einleitende Auffangabschnitt erfasst auch Stoffe, deren Entwicklung abgebrochen wurde [7].
  • Der einzige Eintrag im Studienregister bezeichnet sich selbst als Beispiel. Seine Kurzbeschreibung beginnt mit den Worten „This example interventional study record“ (Dieser Beispieleintrag zu einer Interventionsstudie), und hinter einem zweiten Eintrag, der sich selbst fiktiv nennt, steht derselbe Sponsorname [8].

Was Melanotan II ist

Melanotan II ist ein ringförmiges Peptid aus sieben Bausteinen. Es ahmt einen kurzen Abschnitt des körpereigenen Hormons Alpha-Melanozyten-stimulierendes Hormon nach, also jenes Signals, das den Pigmentzellen der Haut aufträgt, mehr Melanin zu bilden. Vier gezielte chemische Änderungen machen es stärker und schwerer abbaubar [9], [10].

Anders als viele Graumarkt-Peptide hat es eine echte Entwicklungsgeschichte. Chemiker und Anatomen der Universität von Arizona in Tucson entwarfen es in den 1980er Jahren, und der Name stammt aus diesem Forschungsprogramm und nicht aus einem Verkaufskatalog [9]. Aus dem Programm gingen drei verwandte Moleküle hervor, und dieses ist das einzige, das nie für irgendetwas zugelassen wurde [11].

Kurzprofil

FeldWertQuelle
Gebräuchliche NamenMelanotan II, MT-II, MT-2[10]
StoffklasseKünstlich hergestelltes ringförmiges Peptid aus sieben Bausteinen[9]
SequenzAc-Nle-cycloAsp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys-NH2[9]
Nachgeahmtes HormonAlpha-Melanozyten-stimulierendes Hormon, Positionen 4 bis 10[9]
Summenformel und MasseC50H69N15O9, 1.024,2 g/mol[10]
Verweildauer im KörperNie veröffentlicht[12]
StatusIn keinem Land zugelassen[1], [2]
Entwickelt vonUniversität von Arizona, Tucson, in den 1980er Jahren[9]
CAS-Nummer121062-08-6[10]
UNIIUPF5CJ93X7[10]
PubChem CID92432[10]

Melanotan II: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit

Wie es wirkt

Wie das Peptid wirkt, wurde am Menschen nie sauber gemessen. Jeder der folgenden Punkte stützt sich deshalb auf Zellversuche, auf Tiere oder auf die vier kleinen Studien aus den 1990er Jahren [13].

  • Vermutlich schaltet es mehrere Melanocortin-Rezeptoren gleichzeitig an. Der Körper besitzt fünf dieser Empfangsstellen, und man geht davon aus, dass das Peptid an mehr als einer ansetzt. Deshalb bleiben seine Wirkungen nicht auf die Hautfarbe beschränkt [13], [11].
  • Die Bräunung wird dem Rezeptor auf den Pigmentzellen zugeschrieben. Das ist eine plausible Deutung, wenn man die Rezeptorfamilie kennt. Die beste vorliegende Laborarbeit prüfte allerdings drei der fünf Empfangsstellen, und ausgerechnet die auf den Pigmentzellen war nicht dabei [13].
  • Die Wirkungen im Gehirn könnten von Rezeptoren in den Appetitzentren ausgehen. Weniger Appetit, Erektion, Übelkeit sowie ein Reflex aus Strecken und Gähnen werden Empfangsstellen im Hypothalamus und im Hirnstamm zugeschrieben, überwiegend gestützt auf Versuche an Nagetieren [14], [11].
  • Seine Stärke verdankt das Molekül dem Ring. Weil die Kette zu einem Ring aus 23 Gliedern geschlossen wurde, stieg die Wirkstärke in einem Test an Eidechsenhaut etwa auf das Hundertfache, und Verdauungsenzyme können dem Molekül seither kaum noch etwas anhaben [9], [15].
  • Mindestens eine Wirkung geht ganz am eigentlichen Ziel vorbei. Bei Mäusen fiel die Körpertemperatur auch dann noch stark ab, wenn einer von vier Melanocortin-Rezeptoren fehlte. Sie blieb nur bei Tieren ohne Mastzellen aus. Der Weg führt also über Histamin, das diese Zellen freisetzen und das am H1-Rezeptor ansetzt [16].

Für das Bild, das die Werbung zeichnet, ist der letzte Punkt entscheidend. Ein Molekül, das als sauberes Bräunungspeptid angepriesen wird, wirkt in dem einen Versuch, der diese Frage gestellt hat, zum Teil über ein völlig anderes System [16].

Was die Studien zeigen

Am Menschen gibt es vier Veröffentlichungen, alle von derselben Arbeitsgruppe, alle an Männern, und keine davon jünger als das Jahr 2000 [4]. Alles Übrige stammt aus Tier- oder Laborversuchen.

Hautfarbe

Vorstudie am Menschen Drei gesunde Männer erhielten das Peptid zwei Wochen lang an wechselnden Tagen unter die Haut gespritzt, dazwischen jeweils Salzwasser. Bei zwei der drei zeigten Gesicht, Oberkörper und Gesäß eine Woche nach der letzten Gabe mehr Pigment, gemessen über die Lichtrückstrahlung der Haut und mit bloßem Auge bestätigt. Das ist die einzige veröffentlichte Messung der Bräunungswirkung von Melanotan II am Menschen [3].

Erektion und sexuelles Verlangen

Phase 1 am Menschen In zwei doppelt verblindeten Studien mit Wechsel der Behandlung nahmen je zehn Männer teil, die einen ohne körperliche Ursache ihrer Erektionsstörung, die anderen mit körperlichen Risikofaktoren. Über alle 20 Männer zusammengefasst bekamen 17 eine Erektion, ohne dass ein sexueller Reiz vorlag [4].

In der ersten Gruppe hatten 8 von 10 Männern eine deutlich sichtbare Erektion. Die Steifigkeit lag mit dem Peptid 38,0 Minuten lang über der Marke von 80 Prozent, mit Placebo nur 3,0 Minuten. Der Unterschied ist zu groß, um noch Zufall zu sein (p = 0,0045) [17].

In der zweiten Gruppe ergab dieselbe Messung 45,3 gegenüber 1,9 Minuten (p = 0,047) [18]. Über beide Studien zusammengerechnet berichteten die Autoren einen Durchschnitt von 41 Minuten oberhalb dieser Schwelle [4].

Ein gesteigertes sexuelles Verlangen trat nach 13 von 19 Gaben des Peptids auf (68 Prozent), nach Placebo dagegen nur nach 4 von 21 Gaben (19 Prozent). Auch dieser Unterschied liegt jenseits des Zufalls (p < 0,01) [4]. Genau diese Wirkungen verfolgten die Entwickler weiter, und ihretwegen wurde aus einer abgewandelten Form des Moleküls später ein zugelassenes Arzneimittel für einen ganz anderen Zweck [11].

Übelkeit als Begleiterscheinung

Phase 1 am Menschen Bei der Dosis, die in beiden Studien zum Einsatz kam, litten 12,9 Prozent der Teilnehmer unter schwerer Übelkeit [4]. In der Gruppe mit körperlichen Risikofaktoren folgte sie auf 4 von 19 Spritzen [18]. In der Vorstudie trat leichte Übelkeit auf fast allen Dosisstufen auf, in der höchsten zusammen mit Schläfrigkeit und Erschöpfung [3].

Appetit und Körperfett im Tierversuch

Tierdaten Bei Ratten, denen das Peptid unmittelbar in eine Hirnkammer gegeben wurde, senkte die erste Anwendung die Futteraufnahme um 30 Prozent, doch diese Wirkung verlor sich binnen fünf Tagen. Nach einer Pause wirkte eine frische Gabe wieder ebenso stark, während die ununterbrochene Zufuhr das nicht schaffte [14].

Nach 30 Tagen war das Körperfett in beiden behandelten Gruppen um 80 Prozent gesunken. Von der Empfangsstelle im Hypothalamus, an der das Peptid ansetzt (MC4), waren 25 Prozent weniger vorhanden [14]. Am Menschen hat niemand untersucht, was dieses Peptid mit Appetit oder Gewicht macht [4].

Schwarzer Hautkrebs und Muttermale

Nur Fallberichte Mehrere Berichte beschreiben ein Melanom oder eine Frühform davon bei Menschen, die Melanotan verwendet hatten, und noch weit mehr berichten von neu entstandenen Muttermalen und von vorhandenen, die nachdunkelten. In einem deutschen Fall traten neue Male und die Dunkelfärbung schon 24 Stunden nach einer einzigen Gabe auf [19], [20].

Eine Übersichtsarbeit über schubartig auftretende Muttermale wertete 93 Veröffentlichungen mit 179 Patienten aus und führte 41 Prozent der Fälle auf Medikamente zurück, die das Immunsystem unterdrücken, auf eine Chemotherapie oder auf Melanotan. Über alle 179 Patienten hinweg hatten 16 Prozent mindestens ein Muttermal, das sich unter dem Mikroskop als auffällig erwies, und fünf Melanome wurden berichtet [21].

Ein Ursache-Wirkung-Beleg ist das alles nicht. Fast jeder berichtete Fall ging mit reichlich ultravioletter Strahlung einher, meist aus dem Solarium, und eine Übersichtsarbeit von 2017 hält ausdrücklich fest, dass ein schlüssiger Beleg für den Zusammenhang fehlt [22].

Schutz vor der Sonne

Kein Beleg Keine Studie zeigt, dass Melanotan II die menschliche Haut vor Schäden durch ultraviolette Strahlung oder vor Hautkrebs schützt. Genau diese Behauptung war 2007 der Grund, aus dem die FDA gegen einen amerikanischen Händler vorging, und die australische Behörde antwortet unmissverständlich darauf: Keine Bräune, weder echt noch künstlich, schützt die Haut vor den Schäden durch Sonne [23], [24].

Ein Befund, der in die andere Richtung weist

Tierdaten Bei Mäusen mit bereits bestehendem Melanom bremste das auf die Haut aufgetragene Peptid das Wachstum des Tumors, und in der Zellkultur hinderte es Melanomzellen daran, sich zu bewegen und einzudringen [25]. Das ist ein Mausmodell mit einer Zubereitung zum Einreiben und kein Beleg für Sicherheit beim Menschen. Es zeigt aber, wie widersprüchlich dieses Feld ist.

Was weiterhin unbekannt ist

  • Wie der Körper mit dem Stoff umgeht. Es gibt für den Menschen keine veröffentlichte Halbwertszeit, keine Angabe zur Aufnahme und keine Daten zur Ausscheidung. Alles stammt von Ratten und Kaninchen [12], [26].
  • Was nach mehr als zwei Wochen geschieht. Die längste unter Studienbedingungen dokumentierte Anwendung dauerte zwei Wochen. Eine Anwendung über Monate hat nie jemand unter kontrollierten Bedingungen beobachtet [3].
  • Ob es Krebs auslöst. Eine Krebsstudie gibt es nicht. Die Fallberichte weisen in die eine Richtung, ein Mausversuch in die andere [22], [25].
  • Was es bei Frauen bewirkt. Sämtliche Daten vom Menschen stammen von erwachsenen Männern, während die Fallberichte aus der Hautheilkunde ganz überwiegend junge Frauen betreffen [4], [20].
  • Wie es mit anderen Mitteln zusammenwirkt. Untersucht wurde dazu nichts, obwohl eine Auswertung von Internetforen beschreibt, dass Anwender mehrere Substanzen miteinander kombinieren [27].

Nebenwirkungen und Sicherheit

Das Sicherheitsbild ruht auf einer Handvoll Studienteilnehmer und auf einem wachsenden Stapel von Fallberichten. Die FDA fasst es zusammen, indem sie vier schwere Ereignisse aus der Fachliteratur benennt: schwarzen Hautkrebs, eine Hirnschwellung namens PRES, eine Vergiftung wie durch ein Aufputschmittel und eine schmerzhafte Dauererektion [1].

  • Übelkeit, Schläfrigkeit, Hitzewallungen und Appetitverlust. Diese Beschwerden traten in den Studien der 1990er Jahre bei den geprüften Dosen auf, schwere Übelkeit bei 12,9 Prozent der Teilnehmer [3], [4].
  • Eine Vergiftung wie durch ein Aufputschmittel, mit Muskelzerfall. Ein 39-jähriger Mann spritzte sich 6 mg aus dem Internethandel. Zwei Stunden später schlug sein Herz 130- bis 146-mal in der Minute, die Pupillen waren geweitet, er zitterte und schwitzte. Sein Muskelenzym stieg binnen 12 Stunden von 1.760 auf 17.773 Einheiten, und er lag drei Tage auf der Intensivstation. Eine Massenspektrometrie bestätigte den Stoff als Melanotan II [28].
  • Schmerzhafte Dauererektion. Drei Fälle sind veröffentlicht. Zwei mussten mit einem Eingriff behandelt werden, einer davon operativ, und in einem Fall war die Erektionsfähigkeit vier Wochen später noch immer nicht zurück [29], [30], [31].
  • Hirnschwellung und ein Niereninfarkt. Die Hirnschwellung PRES wurde in einem Leserbrief an eine Fachzeitschrift berichtet, und eine schwedische Arbeitsgruppe beschrieb einen Niereninfarkt, den sie am ehesten auf das Peptid zurückführte [32], [33].
  • Neue und nachdunkelnde Muttermale. Das ist die am häufigsten berichtete Wirkung auf die Haut, mit Fällen aus mindestens sieben Ländern. Eine deutsche Untersuchung hielt die Male mit einer Videokamera über die Zeit fest und stellte fest, dass die Veränderungen es schwerer machten, ein Muttermal von einem Melanom zu unterscheiden [34], [19].
  • Pigment im Mund und andere Hautreaktionen. Berichtet wurden braune Verfärbungen des Zahnfleischs, die auch drei Monate nach dem Absetzen noch bestanden, Verfärbungen der Nägel, Flecken mit verlorener Farbe sowie offene Wunden an den Einstichstellen, die als Pyoderma gangraenosum eingeordnet wurden [35], [36].
  • Meldungen, die bei den Behörden eingingen. Die britische Behörde zählte 18 Meldungen, die zusammen 74 verschiedene vermutete Wirkungen beschrieben, darunter Beschwerden an Magen, Herz, Blut und Augen [37]. Solche Verdachtsmeldungen beweisen keine Ursache, und bei einem illegal gehandelten Produkt wird ohnehin nur ein Bruchteil überhaupt gemeldet.

Was tatsächlich in den Produkten steckt

Zwei unabhängige Labore haben Graumarktware nachgemessen, und beide fanden einen Inhalt, der nicht zum Etikett passte.

Gemessener Gehalt gegenüber der Angabe auf dem Etikett
Angabe auf dem Fläschchen
10mg
Fläschchen, niedrigster Messwert
4.32mg
Fläschchen, höchster Messwert
8.84mg
Angabe auf dem Nasenspray
30mg
Nasenspray, niedrigster von fünf
22mg
Nasenspray, höchster von fünf
54mg

Ein dänisches Labor untersuchte drei Shops, die Fläschchen mit der Angabe 10 mg verkauften. Die australische Behörde maß fünf Nasensprays mit der Angabe 30 MG. Quellen [5] und [6].

Die dänische Arbeit fand in den Fläschchen aus zwei der drei Shops außerdem unbekannte Verunreinigungen von 4,1 bis 5,9 Prozent [5]. Bei Ware, die als TB-500 verkauft wurde, fanden Labore oft überhaupt kein Peptid. Hier liegt das Problem nicht im Fehlen, sondern in der Menge: Das Peptid ist da, nur in einer Menge, die niemand vorhersagen kann [5], [6].

Ein italienisches forensisches Labor untersuchte 2021 acht von der Polizei sichergestellte Proben, die zusammen mit anabolen Steroiden und Aufputschmitteln beschlagnahmt worden waren. Es musste die Substanzen ohne Vergleichsstandards bestimmen, und schon das sagt einiges darüber, wie weit außerhalb der geregelten Arzneimittelversorgung dieses Material steht [38].

Über eine Schwangerschaft, über Kinder und über Menschen mit schwacher Nieren- oder Leberfunktion ist nichts bekannt, weil niemand danach gesucht hat. Werden Nadeln geteilt, kommt das bekannte Risiko einer über das Blut übertragenen Infektion hinzu, worauf britische Hautärzte schon 2010 hinwiesen [39].

Dosierungen in den Studien

Diese Dosierungen stammen aus den zitierten Studien und stehen hier nur als Beleg. Sie sind keine Empfehlung und taugen nicht als Anleitung für eine eigene Anwendung. Die Zahlen vom Menschen stammen aus Studien, die in den 1990er Jahren unter ärztlicher Aufsicht liefen, und die Mengen, die auf dem Graumarkt kursieren, liegen weit darüber.

StudiePopulationDosisWegHäufigkeitDauerQuelle
Dorr 1996, Vorstudie Phase 1Mensch, 3 gesunde Männer0,01 mg/kg, in Schritten von 0,005 mg/kg gesteigert bis 0,03 mg/kg bei zwei Männern und 0,025 mg/kg bei einemUnter die HautMontag bis Freitag, dazwischen Salzwasser2 Wochen[3]
Wessells 1998, ohne körperliche UrsacheMensch, 10 Männer0,025 mg/kgUnter die HautEinzelgaben im Wechsel6 Stunden Beobachtung[17]
Wessells 2000, körperliche RisikofaktorenMensch, 10 Männer0,025 mg/kgUnter die HautJe zwei Gaben Peptid und Trägerlösung6 Stunden Beobachtung[18]
Ugwu 1994, Verhalten im KörperRatte0,3 mg/kgIn eine VeneEinzelgabeEinmalig[12]
Giuliano 2005, ErektionsdruckRatte, wach und in Narkose0,1, 0,3 und 1 mg/kgIn eine VeneEinzelgabenMessung nach der Gabe[40]
Zhang 2010, Appetit und FettRatteIn der Kurzfassung nicht beziffertIn eine HirnkammerErst durchgehend, dann mit Unterbrechungen30 Tage[14]

Die Vorstudie schlug für weitere Untersuchungen der Phase 1 unter ärztlicher Aufsicht 0,025 mg/kg täglich vor. Diese Zahl beschreibt den Plan für die nächste Studie und keine Dosis für sonst jemanden [3]. Zum Vergleich: Der Mann, der einen Muskelzerfall erlitt, spritzte sich 6 mg auf einmal, bei 80 kg Körpergewicht also rund das Dreifache dieser Tageszahl [28].

Entwicklungsstand und Zulassung

Vom Labor in Arizona zum Fall für die Behörden

  1. 1989Das Molekül wird entworfen und veröffentlichtUniversität von Arizona; im Test an Eidechsenhaut etwa hundertmal so stark wie das natürliche Hormon, Quelle [9]
  2. 1996Erste Studie am Menschen, mit drei TeilnehmernBei zwei von dreien mehr Pigment gemessen, dazu Übelkeit und Erektionen ohne Reiz, Quelle [3]
  3. 1998-2000Zwei Wechselstudien an 20 Männern mit ErektionsstörungBis heute die letzte Forschung am Menschen zu diesem Molekül, Quelle [4]
  4. 2000erDie Entwicklung wandert zu zwei anderen MolekülenMelanotan I zum Schutz vor Licht und Bremelanotid gegen vermindertes sexuelles Verlangen; beide wurden zugelassen, dieses hier nicht, Quelle [11]
  5. 2007Die FDA geht gegen einen amerikanischen Händler vorBeworben als Schutz vor Hautkrebs; der Fall endete später mit einer Verurteilung und einem dauerhaften Berufsverbot, Quelle [23]
  6. 2008-2013Dänemark, Großbritannien und Deutschland warnen die ÖffentlichkeitGroßbritannien zählt 74 vermutete Nebenwirkungen und legt 72 Websites still, Quellen [41], [37], [42]
  7. 2015Ein dänisches Labor misst nach, was in den Fläschchen ist4,32 bis 8,84 mg, wo 10 mg versprochen waren, Quelle [5]
  8. 2025Australien warnt die ÖffentlichkeitAbgabe und Bewerbung sind verboten, in jeder Darreichungsform, Quelle [24]
  9. 2026Bußgelder und ein Laborergebnis zu Nasensprays27 Bußgeldbescheide über zusammen 101.412 Dollar; Sprays mit der Angabe 30 MG enthalten 22 bis 54 mg, Quellen [43], [6]

Aus demselben Programm in Arizona gingen drei Moleküle hervor, und ihre Wege trennten sich. Melanotan I wurde in Europa als Arzneimittel gegen eine seltene Lichtkrankheit zugelassen [44]. Bremelanotid wurde in den USA als Arzneimittel gegen vermindertes sexuelles Verlangen bei Frauen zugelassen [45]. Melanotan II, das mittlere der drei, blieb nach den Studien der Phase 1 liegen [11].

Warum das so kam, sagt die veröffentlichte Literatur in keinem einzigen Satz. Sie zeigt aber, dass sich die Bräunung, die Übelkeit und die Erektion nicht voneinander trennen ließen [11], [4]. Das ist ein plausibler Grund, hier als Deutung angeboten und nicht als Tatsache.

MarktStatusAnmerkungQuelle
USANicht zugelassenAuf der Risikoliste für Apothekenherstellung geführt[1]
Europäische UnionNicht zugelassenEs existiert kein Bewertungsbericht
DeutschlandNicht zugelassenBehörde riet 2010 von der Anwendung ab[42]
GroßbritannienNicht zugelassenArzneimittel ohne Zulassung, der Verkauf ist rechtswidrig[37]
AustralienBeschränktVerschreibungspflichtig, ohne dass ein zugelassenes Präparat existiert[2]
DänemarkNicht zugelassenZwei öffentliche Warnungen[41]
NorwegenNicht zugelassenDie Einfuhr durch Privatpersonen ist rechtswidrig[46]

Zwei Zeilen stützen sich auf juristische Originaldokumente. Der australische Eintrag stammt aus der Giftverordnung, die seit Juni 2026 gilt und Melanotan II und Afamelanotid als zwei getrennte Stoffe führt [2]. Der amerikanische Eintrag stammt von der Seite der FDA zur Apothekenherstellung in dem Stand, den sie am 22. April 2026 hatte [1].

Für die Schweiz und für Kanada ließ sich am 6. September 2026 kein Behördendokument beschaffen, deshalb bleiben diese Märkte hier außen vor, statt dass wir raten. Eine australische Besonderheit ist erwähnenswert: Anders als BPC-157 und TB-500 steht Melanotan II nicht in jenem Anhang, der schon den Besitz ohne Berechtigung rechtswidrig macht [2].

Anti-Doping

Melanotan II ist im Sport jederzeit verboten, im Wettkampf wie außerhalb, doch auf der Verbotsliste 2026 taucht der Name nirgends auf. Eine Volltextsuche in der amtlichen Fassung liefert für Melanotan keinen einzigen Treffer [7].

Erfasst wird der Stoff stattdessen vom einleitenden Abschnitt. Dieser deckt jede Substanz ab, die an anderer Stelle der Liste nicht behandelt wird und die keine staatliche Gesundheitsbehörde zugelassen hat. Abgebrochene Entwicklungssubstanzen nennt er ausdrücklich, und Melanotan II passt auf beide Hälften [7].

Substanzen aus diesem Abschnitt zählen zu den sogenannten spezifischen Substanzen. Das wirkt sich darauf aus, wie schwer eine Sperre bemessen wird, nicht aber darauf, ob das Verbot überhaupt gilt.

Der amerikanische Hochschulsportverband nennt den Stoff ebenfalls nicht. Seine Liste trägt denselben Auffangvermerk: Verboten ist auch alles, was chemisch oder pharmakologisch mit den aufgeführten Klassen verwandt ist [47].

Verfahren, um das Peptid nachzuweisen, gibt es seit den 1990er Jahren, und 2021 wurden sie auf beschlagnahmtes Material vom Schwarzmarkt ausgeweitet [26], [38]. Den größeren Zusammenhang beschreibt die Seite zu den im Sport verbotenen Peptiden.

Vergleich mit verwandten Peptiden

PeptidWas es istZulassungBelege am MenschenStärkstes Ergebnis der eigenen Studie
Melanotan IIRingförmiges Peptid aus 7 BausteinenNirgendwo4 Veröffentlichungen, weniger als 25 Männer, 1996 bis 200017 von 20 Männern bekamen eine Erektion ohne Reiz [4]
Melanotan IGerade Kette aus 13 Bausteinen, bekannt als AfamelanotidIn der EU als Implantat gegen eine seltene Lichtkrankheit zugelassenZulassungsstudie mit 93 Patienten116 Stunden schmerzfrei in der Sonne über sechs Monate gegenüber 61 mit Placebo [44]
BremelanotidMelanotan II mit einer ausgetauschten chemischen GruppeIn den USA bei Frauen vor den Wechseljahren gegen vermindertes sexuelles Verlangen zugelassenZwei Studien über 24 Wochen mit 1.247 FrauenÜbelkeit bei 40 Prozent, fleckige Dunkelfärbung der Haut bei 1 Prozent [45]
KPVDie letzten drei Bausteine desselben AusgangshormonsKeineKeine; die FDA gibt an, keinerlei Daten zur Anwendung am Menschen gefunden zu habenEs existiert kein Ergebnis vom Menschen [48]

Diese vier sind Verwandte, aber keine Gleichwertigen. Melanotan I und Bremelanotid durchliefen beide eine vollständige behördliche Bewertung und haben eine zugelassene Fachinformation, und genau das fehlt Melanotan II [44], [45].

Die Fachinformation von Bremelanotid lohnt aus einem Grund die Lektüre. In ihr stehen die einzigen amtlich bewerteten Sicherheitsdaten dieser ganzen Familie.

Selbst dort begrenzt die Fachinformation, wie oft es angewendet werden darf. Eine fleckige Dunkelfärbung von Gesicht, Zahnfleisch und Brust trat trotzdem bei 1 Prozent der Frauen auf, und dass sie wieder verschwand, ließ sich nicht in jedem Fall bestätigen [45]. Diese Zahlen gehören zu Bremelanotid, einem anderen Molekül, und lassen sich nicht auf Melanotan II übertragen.

Verbreitete Irrtümer

  • „Melanotan I und Melanotan II sind dasselbe.“ Es sind zwei Moleküle: 13 Bausteine in gerader Kette gegen sieben im Ring, 1.646,8 g/mol gegen 1.024,2. Australien führt sie getrennt. Die vielzitierten Bräunungsstudien von Dorr aus den Jahren 2000 und 2004 untersuchten Melanotan I [49], [2], [50].
  • „Melanotan II ist PT-141.“ PT-141 ist der Entwicklungscode für Bremelanotid. Dieser Stoff leitet sich zwar von Melanotan II ab, unterscheidet sich aber am Ende der Kette, und er ist der zugelassene der beiden. In den Chemiedatenbanken stehen sie als zwei getrennte Einträge [51], [45].
  • „Barbie-Peptid ist ein Substanzname.“ Es ist ein Schlagwort, das um 2007 in skandinavischen Zeitungen aufkam und seither wahllos für beide Melanotane verwendet wird. Hautärzte machten die Verwechslung zum Titel eines Fachbriefs: Was genau ist eigentlich mit Melanotan gemeint? [52]
  • „Es ist bloß ein Bräunungsmittel, alles andere sind seltene Nebenwirkungen.“ In den vorhandenen Studien traten die sexuellen Wirkungen und die Beschwerden im Magen-Darm-Trakt zuverlässiger auf als die Veränderung der Hautfarbe. In zwei der vier Veröffentlichungen war die Erektion sogar das wichtigste gemessene Ergebnis [3], [4].
  • „Melanotan II schützt vor Sonnenbrand oder Hautkrebs.“ Für dieses Molekül belegt das keine Studie. Wegen dieser Behauptung ging die FDA 2007 vor, und die norwegische Behörde untersagte 2026 einer Website, sie zu wiederholen [23], [46].
  • „Das Nasenspray ist die schonendere Wahl.“ An der Rechtslage ändert die Darreichungsform nichts, und die Menge wird dadurch weniger vorhersagbar. Fünf Sprays mit der Angabe 30 MG enthielten zwischen 22 und 54 mg, und nach der Anwendung als Nasenspray wurde ein Melanom der Mundschleimhaut berichtet [6], [53].
  • „Es läuft eine klinische Studie zu Melanotan II.“ Der einzige Registereintrag bezeichnet sich in seiner eigenen Kurzbeschreibung als Beispieleintrag. Er teilt sich den Sponsornamen mit einem Eintrag zu TB-500, der sich unumwunden als fiktiv bezeichnet [8].
  • „Die Melanomfälle beweisen, dass es Krebs auslöst.“ Das tun sie nicht, und ebenso wenig beweisen sie das Gegenteil. Es sind lauter Einzelfälle mit reichlich Solariumnutzung nebenher, und ein Mausversuch weist in die andere Richtung. Belegt ist, dass Muttermale nachdunkeln und dadurch schwerer zu beurteilen sind [22], [25], [34].

Häufige Fragen

Was ist Melanotan II?

Melanotan II ist ein künstlich hergestelltes Peptid aus sieben Bausteinen, die zu einem Ring geschlossen sind. Es ahmt einen Teil des körpereigenen Hormons Alpha-Melanozyten-stimulierendes Hormon nach, also des Signals, das den Pigmentzellen der Haut aufträgt, Melanin zu bilden. Chemiker der Universität von Arizona entwarfen es in den 1980er Jahren, und als Arzneimittel ist es nirgendwo zugelassen.

Ist Melanotan II in irgendeinem Land zugelassen?

Nein. Es gibt in keinem Land eine Zulassung und von keiner Arzneimittelbehörde einen Bewertungsbericht. Australien führt den Stoff als verschreibungspflichtig, obwohl es gar kein zugelassenes Präparat gibt, und damit ist jede Abgabe an Verbraucher rechtswidrig. Die USA, Großbritannien, Deutschland, Dänemark und Norwegen haben öffentlich davor gewarnt.

Was haben die Studien am Menschen zu Melanotan II tatsächlich gezeigt?

Es gibt vier Veröffentlichungen, alle von einer Arbeitsgruppe der Universität von Arizona zwischen 1996 und 2000, und zusammen decken sie weniger als 25 Männer ab. In der Vorstudie an drei Männern hatten zwei eine Woche nach der letzten Gabe mehr Pigment in der Haut. In den beiden Studien zur Erektion bekamen 17 von 20 Männern eine Erektion ohne sexuelle Reize, und 12,9 Prozent der Teilnehmer litten unter schwerer Übelkeit.

Ist Melanotan II dasselbe wie Melanotan I oder Bremelanotid?

Nein, das sind drei verschiedene Moleküle. Melanotan I, auch Afamelanotid genannt, ist eine gerade Kette aus 13 Bausteinen und in Europa gegen eine seltene Lichtkrankheit zugelassen. Bremelanotid unterscheidet sich von Melanotan II an einem Ende des Moleküls und ist in den USA gegen vermindertes sexuelles Verlangen zugelassen. Nur Melanotan II blieb ohne Zulassung.

Schützt Melanotan II die Haut vor der Sonne?

Keine Studie zeigt das. Genau diese Behauptung löste 2007 das Vorgehen der FDA gegen einen amerikanischen Händler aus und 2026 ein norwegisches Verbot für eine Website. Die australische Behörde sagt es deutlich: Keine Bräune, weder echt noch künstlich, schützt die Haut vor den Schäden durch Sonne.

Verursacht Melanotan II schwarzen Hautkrebs?

Das lässt sich mit den vorliegenden Belegen nicht beantworten. Mehrere Fallberichte beschreiben schwarzen Hautkrebs bei Menschen, die Melanotan verwendet hatten, doch fast alle gingen zusätzlich ins Solarium, und eine Krebsstudie gibt es nicht. Belegt ist dagegen, dass vorhandene Muttermale dunkler werden, neue hinzukommen und diese Veränderung es schwerer macht, ein Muttermal von einem Melanom zu unterscheiden.

Was steckt tatsächlich in Produkten, die als Melanotan II verkauft werden?

Selten die Menge, die auf dem Etikett steht. Ein dänisches Labor fand 4,32 bis 8,84 mg in Fläschchen, die alle mit 10 mg beschriftet waren, dazu in zwei von drei Shops unbekannte Verunreinigungen von bis zu 5,9 Prozent. Die australische Behörde maß 22 bis 54 mg in fünf Nasensprays, die alle dasselbe Etikett mit 30 MG trugen.

Ist ein Nasenspray mit Melanotan II ungefährlicher als eine Spritze?

Nein. An der Rechtslage ändert die Darreichungsform nichts, und wie viel der Körper aufnimmt, hängt von der Sprühtechnik ab, ist also weniger steuerbar statt mehr. Im australischen Laborergebnis lagen die Mengen zwischen gleich beschrifteten Flaschen um mehr als das Doppelte auseinander, und nach der Anwendung als Nasenspray wurde ein Melanom der Mundschleimhaut berichtet.

Ist Melanotan II im Sport verboten?

Ja, jederzeit, im Wettkampf wie außerhalb. Auf der Verbotsliste 2026 steht der Name nicht, doch der einleitende Abschnitt erfasst jeden Stoff, den keine Gesundheitsbehörde der Welt zugelassen hat, ausdrücklich auch abgebrochene Entwicklungssubstanzen. Melanotan II erfüllt beide Bedingungen, der fehlende Name ist also keine Lücke.

Läuft derzeit eine klinische Studie zu Melanotan II?

Nein. Ein Eintrag im Studienregister ClinicalTrials.gov nennt Melanotan II gegen die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo). Seine eigene Kurzbeschreibung beginnt mit dem Hinweis, es handle sich um einen Beispieleintrag, und das Register führt ihn nicht als Arzneimittelstudie unter FDA-Aufsicht. Derselbe Sponsorname steht über einem zweiten Eintrag, der sich selbst als fiktiv bezeichnet. Lässt man diesen Eintrag beiseite, ist nirgendwo eine echte Studie zu diesem Peptid angemeldet.

Quellen

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myPeptides Research & Editing. (2026). Melanotan II: Was die Studien zeigen, Status und Sicherheit. Version 1.0, 6. September 2026. myPeptides Peptid-Register. Abgerufen von https://mypep.app/peptides/melanotan-ii

Wie die Seiten dieses Registers entstehen und bewertet werden, steht unter Methodik; das vollständige Register findet sich unter Peptide.

VersionDatumÄnderung
1.02026-09-06Erstveröffentlichung

Zuletzt geprüft: 6. September 2026. Nächste Prüfung: sobald eine neue Studie am Menschen erscheint, sich die Einstufung im Anti-Doping ändert oder die Einträge bei der FDA oder in der australischen Giftverordnung geändert werden.

Identifikatoren

IdentifikatorWert
CAS-Nummer121062-08-6
PubChem CID92432
UNIIUPF5CJ93X7
InChIKeyJDKLPDJLXHXHNV-MFVUMRCOSA-N
ChEMBLCHEMBL430239
WikidataQ423855
SummenformelC50H69N15O9
Molekülmasse1024.2
SequenzAc-Nle-cyclo[Asp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys]-NH2

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